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Im Aufbau
ESIG: RESTORING AND PRESERVING OUR CULTURAL HERITAGE
Mouton Rothschild: Berühmt auch wegen der Kunst auf den Etiketten
Zeitgenössische
Kunst bringt Farbe in den grauen Alltag
Schmuck lebt!
Mouton Rothschild: Berühmt auch wegen der Kunst auf den Etiketten
Phänomen Farbe 24.03.2004. Baronne Philippine de Rothschild
wählt persönlich die Künstler aus, die die Etiketten für ihren edelsten Wein den
Chateau Mouton Rothschild Pauillag, gestalten. Die Idee dazu entstand 1924,
realisiert wurde sie 1945. Georges Braque, Georg
Baselitz, Francis Bacon und eigentlich alle von Rang und Namen haben sich
überreden lassen, der „Akademie Rothschild" beizutreten. Und seither erfreuen
die originellen Kreationen Weinkenner wie leidenschaftliche Sammler. Etwa
350.000 erreicht die jährliche Druckauflage, die die erlesene Imprimerie Clos de
Moulin, Belleville-sur-Saône bei Lyon für die Baronin herstellt. Aus
den Kunstetiken entstehen auch jährlich 2.000 Lithografien, um die sich
Liebhaber in aller Welt reißen. (Quelle print
process)
Zeitgenössische Kunst bringt Farbe in den grauen Alltag
Wien (pts, 28. August 01/10:45) - Die Interessensgemeinschaft Galerien für zeitgenössische Kunst hat sich formiert, um frischen Wind in die österreichische Kunstszene zu bringen. "Wir wollen die Kunstbürokratie aufbrechen, neue Kreise für Kunst begeistern und der Vielfalt in der Kunstszene zum Durchbruch verhelfen", erklärt Georg Haslinger, der Speaker der IG Galerien anlässlich einer Pressekonferenz in Wien.
Das Statement von Haslinger ist programmatisch. "In den vergangenen Jahren hat eine gewisse Verkalkung im scheinbar magischen Dreieck zwischen Kunstpolitik, Kunstmarkt und Kunstszene stattgefunden. Wir wollen das langsame Abbröckeln des Kalkes beschleunigen und für mehr Dynamik sorgen", so Haslinger. Bereits die Organisationsform der IG setzt neue Zeichen: Nicht ein geschlossener Kreis von Präsidiumsmitgliedern bestimmt die Politik der IG, sondern eine Reihe von Arbeitsgruppen (AGs) definiert die jeweiligen Etappenziele und setzt diese auch um.
Basis für die Arbeit der AGs ist die Präambel der IG Galerien. Darin wurde festgeschrieben, dass - Informationen allen Mitgliedern zugänglich zu machen sind, - Galerien und Künstler transparente und langfristige Kooperationen eingehen, - in gemeinsamen Aktionen Kunstinteressierten, öffentlichen und privaten Institutionen die Arbeit der Galerien und Künstler näher gebracht wird.
Derzeit 14 Galerien beteiligen sich in den Arbeitsgruppen Politik, Ethik und Schulen/Universitäten. Weitere AGs sind im Aufbau. Bis Ende 2002 will die IG Galerien auf 40 Mitglieder anwachsen und bis 2004 österreichweit flächendeckend tätig sein. Mittelfristig ist auch die Zusammenarbeit mit internationalen Galeriegemeinschaften geplant. Mitglieder der IG können kommerzielle und nichtkommerzielle Galerien und Kulturinstitute werden, sowie Firmen, die Kunst zu einem aktiven Bestandteil ihres Arbeitsumfeldes machen.
Besonders für Unternehmen soll die Investition in Kunst attraktiver werden. Derzeit sind die Unternehmen, wenn sie Kunstkäufe oder Sponsoringaktivitäten von der Steuer absetzen wollen, vom Goodwill - auf deutsch von der Willkür - der Steuerbeamten abhängig. "Der Kampf um die Absetzbarkeit von Kunstwerken muss ein Ende haben. Wenn es Staatssekretär Franz Morak nicht in dieser Legislaturperiode gelingt, die Bremser im Finanzministerium von der Notwendigkeit einer Steuernovelle zu überzeugen, so hat er als Politiker versagt", meint Philipp Maurer, Leiter der AG Politik.
Die Galerienförderung in eine Ankaufsförderung umzuwandeln, ist aus Sicht der IG Galerien ein positives Signal in die richtige Richtung. "Hier muss sich aber erst weisen, ob die Museen das Budget auch wirklich in Anspruch nehmen und ob sie überhaupt dazu übergehen werden, zeitgenössische Sammlungen aufzubauen", ist Haslinger noch skeptisch, ob künftig mehr Künstler als bisher zu "musealen Ehren" gelangen.
"Solange aber ein eklatantes Ungleichgewicht in der Subvention von Musik, Theater und bildender Kunst besteht, können und wollen wir als IG Galerien nicht auf direkte Förderung verzichten", erklärt Haslinger und kündigt die Erarbeitung von Alternativen zur derzeitigen Vergabepraxis an.
In der Aufbauarbeit junger Künstler sehen die Mitglieder der IG eine ihrer wichtigsten Aufgaben. "Absolventen der Universitäten haben oft irreale Vorstellungen von Preisen und Konditionen. Wir wollen daher an den Kunstakademien regelmäßig Vorträge und Diskussionen veranstalten, und so die Basis für langfristige Erfolge schaffen", erklärt Ruth Maier, Leiterin der AG Schulen/Universitäten. Gleichzeitig sollen Schüler von Gymnasien und Höheren Schulen angesprochen werden, um schon früh die Sensibilität für zeitgenössische Kunst zu wecken.
Dass die Konditionen für Künstler transparent formuliert werden und damit die Galerien untereinander mit offenen Karten spielen, dafür sorgt die AG Ethik, die in Streitfällen auch ein Schiedsgericht aufstellt. "Jeder Galerist investiert sehr viel Zeit und Geld in den Aufbau seiner Künstler. Es ist daher wichtig, dass Künstler und Galeristen eine gemeinsame Maxime ihres Handelns finden. So wie ein Galerist, der von den Künstlern Unkostenbeiträge für eine Ausstellung kassiert, bei der IG nichts verloren hat, so können wir auch nicht akzeptieren, wenn Künstler hinter dem Rücken ihrer Galeristen im Atelier ihre Werke verkaufen", meint Hubert Thurnhofer, Leiter der AG Ethik.
Die AG Ethik ist auch die erste Instanz, die neue Mitgliedsanträge behandelt. Die endgültige Entscheidung über die Aufnahme fällt aber das Präsidium. "Entscheidend, ob eine Galerie Mitglied der IG werden kann, ist ein künstlerisch wertvolles Programm und die Erfüllung der Aufnahmebedingungen. Wir verstehen uns als Netzwerk von Galerien, Künstlern und Kunstinteressierten", so Haslinger.
Schmuckmuseum Pforzheim
Das Schmuckmuseum Pforzheim hat es sich schon immer zur Aufgabe gemacht
neue zeitgenössische Schmuckkunst durch Ausstellungen zu fördern. Ist es zum einen die
Würdigung des Gesamtwerks von Künstlern in Einzelausstellungen wie das bei Bruno
Martinazzi, Robert Smit und Peter Skubic geschah, liegt ein anderer Schwerpunkt auf der
Präsentation junger, oft noch wenig bekannter Schmuckschaffender.
"Schmuck lebt! - eine neue Generation" wollte die Tendenzen heutigen Schmucks
aufspüren. Eine Auswahl von 14 jungen Schmuckkünstlern aus fünf Nationen - einige durch
Auszeichnungen und Ausstellungen einer breiteren Öffentlichkeit bekannt, andere die noch
zu entdecken sind - stehen mit ihrem Werk für die vielfältigen und aufregenden
Richtungen des neuen Schmucks. Dabei lassen sich einige Grundzüge feststellen, die, so
unterschiedlich die Werke dann sein mögen, ähnliche Themen beinhalten. Da ist einmal die
Auseinandersetzung mit dem Körper, wobei es nicht in erster Linie um die Tragesituation
des Schmucks geht wie es noch bei dem "Körperschmuck" der späten 70er Jahre
der Fall war, sondern sehr viel weitreichender formuliert wird. So geht es Sophie Hanagarth mit dem mehr oder weniger offensichtlichen
Imitieren weiblicher und männlicher
Körperteile auch um den Ausdruck einer persönlichen Beziehung zum Körper, eines Bewußtmachens von Körperlichkeit mit Schmuck. Iris Eichenberg zielt mit vielen ihrer
Arbeiten auf die Fragilität des menschlichen Körpers, sie vermittelt dies durch die
Materialwahl wie rötliches Gummi oder gestrickte rosa Wolle und weichen organischen
Formen. Diese Schmuckstücke lassen Assoziationen zu medizinischen Gerätschaften,
wärmenden Babykäppchen aber auch zu Haut oder inneren Organen zu.
Ein anderer Themenbereich ist die Auseinandersetzung mit den Traditionen des Schmucks.
Petra Zimmermann verwendet Schmuckstücke vornehmlich der 50er Jahre oder alte Glassteine,
verbindet sie mit transparentem Kunststoff und stellt sie so in einen neuen Kontext -
Broschen werden zu Ringen, finden sich in Armreifen wieder. Stefan Seyffert arbeitet mit
der Wiedererkennbarkeit klassischer Schmuckformen wie Perlenkette oder Brillantring -
allerdings in anderer Größe und anderem Material. Die Perlenkette wird riesig und ist
aus Silikon gegossen, der Brillantring bläht sich zu einem gewichtigen Armreif.
Ted Noten wieder spielt mit traditionellem Verhalten, "Agathas Aussteuer" ist
ein Handtäschchen aus massivem glasklarem Kunststoff, in dem jede Menge alten
Goldschmucks wild durcheinanderpurzelnd eingegossen ist.
Bei Florian Ladstätters Schmuck steht nicht das Einzelobjekt im Vordergrund, sondern sind
das Getragen-Werden und die davon entstandenen Fotografien gleichrangig zu sehen. Zugleich
spiegelt sich seine theoretische Aufarbeitung der Möglichkeiten und Grenzen des Schmuck
in seinen Arbeiten wieder.
Präzises und sensibles Umgehen mit Material und Form, die Konzentration auf das einzelne;
einzigartige Schmuckstück prägen die Arbeiten von Iris Bodemer und Christiane Förster.
Es ist die Intensität der individuellen Auseinandersetzung mit dem eigenen Schaffen, die
für Betrachter und Träger der Stücke spürbar wird und damit einen Zugang zum
Verständnis eröffnet. Dies ist eine schon immer wichtige Richtung der zeitgenössischen
Schmuckkunst, sie wird von jungen Schmuckschaffenden aber immer wieder neu
formuliert.
Beteiligt an der Ausstellung "Schmuck lebt" waren 2002 Iris Bodemer(D), Iris Eichenberg (D/NL), Christiane Förster(D), Karl Frisch(D), Andi Gut(CH), Sophie Hanagarth(CH), Mielle Harvey(USA), Svenja John(D), Florian Ladstätter(A), Evert Nijland(NL), Ted Noten(NL), Karen Pontoppidan(DK/D), Stephan Seyffert(D), Petra Zimmermann(A). Zur Ausstellung erschien eine kostenlose Broschüre.

Ted Noten (Amsterdam): "Agathas Aussteuer"
SCHMUCKMUSEUM PFORZHEIM
Reuchlinhaus
Jahnstrasse 42
75173 Pforzheim
Di bis So von 10 bis 17 Uhr
An Feiertagen gelten Sonderregelungen
info: www.schmuckmuseum-pforzheim.de
ESIG: RESTORING AND PRESERVING OUR CULTURAL HERITAGE
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Brussels. 26.02.2007 - Time and tide wait for no man. On the subject of museum artefacts, man’s only tools for resisting time are efficient preservation techniques, good maintenance and conservation.
The Victoria and Albert Museum in London has one of the world’s largest collections of decorative art. It contains objects of beauty once designed for everyday life, including chairs and chests, and some of them are now desperately in need of a face-lift after centuries of wear and tear. Solvents play an essential role in cleaning and preserving these valuable objects.
Besides human abuse, the objects mainly suffer damage from sunlight, humidity and poor maintenance. The latter is caused mainly by using the inappropriate products. ‘Chemistry is key in practical conservation’ says Shayne Rivers, lacquer specialist at the Victoria and Albert Museum. ‘It helps in the understanding of why a piece is deteriorating, how it is going to deteriorate in the long term, and how this can be prevented’.
In 2004, the Victoria and Albert Museum began a conservation project to restore the Mazarin Chest, a piece of furniture which the V&A’s conservation department found in state of significant deterioration, with the colours fading and decorative elements coming unstuck. Created in Kyoto in the late 1630s and early 1640s, the chest is the equivalent of an old master in terms of quality and one of the most important of its type in the world. According to Rivers, ‘it is important that we handle it extremely carefully’.
The chest was in urgent need of stabilisation and treatment as the poorly adhered lacquer and decoration belied much of the artistic, aesthetic, historical and technical value of this object. ‘The chest needs careful cleaning and we must make sure that the solvents used to remove the accumulated grime will not damage the chest further’, says Rivers.
Rivers also explains that because the chest has in the past been treated with wax and, on another occasion, a non-drying oil’, the solvent has to be carefully matched to the material that needs to be removed, while avoiding interaction with the original substrate. ‘Hydrocarbons are usually non-damaging to lacquer and are effective for removing waxes and oils,’ she adds.
After the cleaning process is completed, it is time to think about preservation. The restoration team considers impregnating the lacquer with urushiol (the originally-used Japanese lacquer) diluted with a hydrocarbon solvent to fill the micro-cracks caused by light damage and to strengthen the surface.
The Mazarin chest is not the only object to be preserved with the help of solvents. Conservators all over the world use different kinds of solvent-based mixtures to soften and remove previous layers of grime, wax or resin and to apply and enhance certain properties of new coatings. ESIG members continue to develop and improve their products based on society’s needs while always bearing in mind environmental and health impacts.
The conservation of the Mazarin Chest is expected to be completed in 2008.
www.esig.orgDorothee Arns, Secretary General
EUROPEAN SOLVENTS INDUSTRY GROUP,
CEFIC, Avenue E. Van Nieuwenhuyse 4,
bte 2, B-1160 Brussels.
Tel: +32 (0)2 676 73 74 • Fax: +32 (0)2 676 72 16 • e-mail:
dar@cefic.be