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lackkunst Museum für Lackkunst Windhorststraße 26 D-48143 Münster www.museum-fuer-lackkunst.de Julia Kroker Leiterin Marketing und Kommunikation Phone: +49-2501-14-3233, Mobile: +49-1520-937-4468, Fax: +49-2501-14-713233, E-Mail: julia.kroker@basf.com Postal Address: BASF Coatings AG, P/K - D403, 48165 Muenster, Germany
2010 aktuelle
Vorschau Rück- und Ausblicke auf die Arbeit des Museums
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![]() Motiv des Museums zum Jahreswechsel 2009/2010 Tablett (Ausschnitt), Holz mit Schwarzlack und Einlagen Aus graviertem Perlmutter - blühender Pflaumenzweig (und Mondsichel) - China, 14. Jahrhundert |
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BASF Coatings: Das Museum für Lackkunst
in Münster -
ein Hort der Lackkunst
Phänomen Farbe 15.12.2002. Steht man in Münster vor der
behäbigen Bürgervilla an der Kreuzung Windthorst-/Von Vincke-Straße, so könnte
man denken, hier lebte eine wohlhabende Bankiersfamilie, feierte ihre Feste und
gehe ganz nebenbei auch ihren Geschäften nach. Dass der zurückhaltende aber
repräsentative Bau die wohl bedeutendste Sammlung der ostasiatischen Lackkunst
birgt, kann der Besucher jedenfalls von außen nicht vermuten. Auch dann nicht,
wenn er das neoklassizistische Gebäude zu betreten wagt, wo er schnell von der
eigentümlichen Intimität des Ortes gefangen genommen wird. Ein Ort der Ruhe,
eine kontemplative Raumstimmung, die zunimmt je weiter man die Schritte ins Haus
lenkt. Die Leichtigkeit, die von der ganz in weiß gehaltenen Raumgestaltung
ausgeht, das Spiel von Licht und Schatten, das eher von den Ausstellungsstücken
ausgeht, weniger von der weit zurück tretenden Innenarchitektur: Alles entfernt
den Besucher noch mehr vom „Draußen" und zieht ihn ins Innere dieser einmaligen
Inszenierung.
So nähert sich der Besucher den ausgestellten Kostbarkeiten mit gesteigerter Erwartung und vertieft sich, von nichts anderem beeindruckt, in die Schönheit und Raffinesse der Einzelstücke. Dass diese aus einer sehr fernen Zeit stammen, entrückt ihr Dasein dem Alltag des Betrachters, gleichzeitig wird aber ihre Gegenständlichkeit gerade auch dadurch zum einmaligen Erlebnis. Aber auch zu einer kaum zu überbietenden Gelegenheit, eine uralte Technik in ihrer höchsten Vollkommenheit unter die Lupe zu nehmen.
Ein besonderer Aspekt entsteht vor dem industriellen Hintergrund von heute. Damals vor zum Teil mehr als 2000 Jahren lagen Herstellung und Anwendung von Lack noch in einer Hand, heute beschäftigen sich damit verschiedene Industriestufen und Gewerke. Selbst zwischen Rohstoff und Zubereitung gibt es heute meist eine scharfe Trennung. Dass es noch zu Zeiten empirischer Lackentwicklung zu einer Rückbesinnung auf historische Quellen kommen konnte, ist allein den persönlichen Neigungen Einzelner zu verdanken. Ein besonderer Glücksfall in der weiteren Entwicklung dieser Lacksammlungen war deren Vereinigung durch den jetzigen Eigner, die BASF AG mit ihrer Coatings-Tochter in Münster. Ob seinerzeit auch die Stadt Köln eine Chance gehabt hätte, die zuerst dort beheimatete Sammlung ihrem „Ostasiatischen Museum" anzugliedern, wollen selbst Lokalpatrioten heute noch nicht abschließend kommentieren. Jedenfalls feierte die Sammlung und ihre damalige Leiterin Edith Sträßer bereits 1986 in vielen deutschen und ausländischen Städten unter dem Motto „Ex oriente Lux" ungeahnte Triumphe, bevor sie am 25. September 1993 nach Münster umzog.
Zum 1200-jährigen Jubiläum der Stadt Münster eröffnete die Firma dann das „Museum für Lackkunst" auch als Ausdruck des Dankes an die Region und ihre Menschen. Neben der exquisiten Darbietung der Ausstellungsstücke sollte vor Ort Raum für Gespräche und Diskussionen geschaffen werden und damit eine Brücke zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft.
Im Garten des Museums wächst inzwischen ein Baum, ein echter
Lackbaum, botanisch toxico dendron verniciflua barkley, japanisch
urushi no ki. Das „toxico" im botanischen Namen deutet darauf hin,
dass das Gewächs nicht ganz ungefährlich zu sein scheint. An anderer Stelle wird
der in Ostasien bevorzugte Lackbaum rhus vernicifera (ein Sumachgewächs)
genannt. Das beste Alter für die Gewinnung von „Lack" beziffern Experten
zwischen 10 und 14 Jahren. Dem Museum, das keine „Ernte" beabsichtigt, wurde von
dem in Köln lebenden Lackkünstler Heribert Gahbler
(links im Bild) ein 15 Jahre alter
Baum geschenkt. Gahbler, der in dem an der japanischen Westküste gelegenen
Wajima, einem alten Lackkunst-Zentrum, zwei Jahre lang die Lackkunst erlernte,
zählt zu den begeisterten Freunden des Museums der BASF Coatings AG. Im
Anschluss an seine Studienzeit brachte er einige Samen von Lackbäumen aus der
Präfektur Ibaraki im Norden Japans mit, wo seit Alters her die besten Lackbäume
gedeihen. Anschließend zog er die Sämlinge an seinem Wohnort Köln auf. Vor
einigen Monaten bot er den ältesten Baum dem Museum als Schenkung an. Dr.
Monika Kopplin (rechts im Bild oben)
nahm sofort an und freut sich heute über "ihr schönstes Lebend-Exponat",
wie sie sagt. Als "Rohstofflieferant" wird der Baum in Münster aber nicht
genutzt. Kopplin: "Wir wollen ihn wachsen und gedeihen lassen, und so
zusätzliches Interesse für die Lackkunst und für einen Besuch im Museum wecken."
Mit dem Museum hat es sich der Münsteraner Lackgigant zur Aufgabe gemacht, die Lackkunst zu fördern und einem breiten Publikum zugänglich und verständlich zu machen. Zu Recht ist die Firma stolz darauf, sagen zu können, dass die weltweit einzigartige Einrichtung eine umfangreiche Sammlung von Lackkunst aus Ostasien, Europa und der islamischen Welt mit Objekten aus über zwei Jahrtausenden beherbergt. Lebendig wird sie durch gezielte Neuerwerbungen, mit denen die Sammlung laufend ergänzt wird. Eine außerordentlich reizvolle Aufgabe für die heutige Leiterin Dr. Monika Kopplin. Ein weiteres wichtiges Betätigungsfeld sind für Kopplin das Aufspüren neuerer Lackarbeiten und das Einbeziehen einer breiten Öffentlichkeit in die Arbeit des Museums. So war Otmar Alt mit der Gestaltung eines Flügels genauso zu Gast wie die Lackkünstler Walter Maurer und .John Chamberlain. Weit gespannt ist der Themenrahmen, der sich allmählich zu einem Gesamtbild zusammenfügt.
Über die ständige Präsentation der eindrucksvollsten Schätze der Sammlung hinaus bereichert nämlich das Museum für Lackkunst sein öffentliches Angebot mit einer Reihe großer Sonderausstellungen. 19 Ausstellungen von 1993 bis 2002 haben weit über Münster hinaus ein starkes Echo gefunden:
Was nun aber ist Lackkunst?
Die Chinesen benutzen seit dem Ende des 2. Jahrtausends v. Chr. den Saft des Lackbaumes als Schutz und Schmuck von Gerät und Bauwerk sowie als Bindemittel für Farben. Sie entwickelten dieses Verfahren zu hoher Kunst, in der sie zeitweise von ihren Nachahmern, den Japaner und Koreanern, übertroffen wurden. Von Ostasien gelangte die Lackkunst nach Hinterindien, Vorderindien und Persien und regte seit Ende des 17. Jahrhunderts auch europäische Künstler an.
Der aus dem Lackbaum gewonnene Lacksaft ist fast säure- und hitzebeständig und ein wirksamer Schutz für Holz, Gewebe, Leder, Papier und Metall. Er trocknet langsam und muss in hauchdünnen Schichten mehrfach aufgetragen und poliert werden. Die Chinesen entwickelten besonders die Techniken gemalter und geschnittener Lacke, auch der Lacke mit Einlagen von geschnittenem Stein und von Edelmetallfolien, die Koreaner bereicherten diese Techniken durch Einlagen von Perlmutt, die Japaner erfanden eine Goldlacktechnik, bei der die in farblosem Lack angelegte Malerei durch Einstreuung von Gold- und Silberstaub in wechselnder Stärke ausgeführt wurde. Eine seltene, da kostspielige Technik, die in China bereits in vorchristlicher Zeit angewandt wurde, ist der Trockenlack für Buddhafiguren mit Hilfe eines Modellierverfahrens von lackgetränkten Tüchern über Lehrgerüsten. Während der Yüan-Dynastie (1260 – 1368) kamen u. a. Einlagen aus den Schalen der Haliotis-Schnecke in Mode, im 17. Jahrhundert mehrteilige Wandschirme, bei denen durch die obere Lackschicht in den später farbig bemalten Kreidegrund Szenen geschnitten wurden, diese Technik nennt man Koromandellacke. Die japanische Lackkunst nahm zwar immer wieder chinesische Vorbilder auf, bildete jedoch eigene Formen aus, wie Schreibkästen, Handkästen, Kästen für Räucherwerk und buddhistisches Kultgerät sowie die Kästchen, die am Gürtel getragen wurden und als Inro bezeichnet wurden. Seitdem Ende des 18. Jahrhunderts fühlten sich die Lackmeister Japans mehr als zuvor als individuelle Künstler, die ihre Werke häufig signierten. Seit etwa 1920 werden die alten Techniken neuen Formen dienstbar gemacht.
Auch in Europa hat die Lackkunst seit dem Ende des 17. Jahrhunderts bis ins frühe 19. Jahrhundert hinein eine bedeutende Rolle gespielt, mit der beginnenden Industrialisierung geriet sie allerdings in Vergessenheit. Die aus Ostasien importierten Lackgegenstände führten in den europäischen Lackchinoiserien des 17. Jahrhunderts ihre Nachahmungen. Der Asienmode folgend, entwickelten die europäischen Lackwerkstätten im 18. Jahrhundert zunehmend eigenständige Darstellungen. Typische Namen von Lackwerkstätten sind Vernis Martin, Schnell und Stobwasser.
F.M.Albert
Lackkunst im Wandel der Zeiten
| Damals | Gestern | Heute |
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Holzplastik des
dickbauchigen chinesischen Glücksgottes |
"Japanische Lacke ? Die Sammlung der Königin Marie-Antoinette" |
»Metal Worlds« ? Andrew Kingham, 1999 |
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»Inro« ? Das Ding am Gürtel, 1997 |
»Russische Lackkunst aus zwei Jahrhunderten«, 1996 |
»Aus Leidenschaft für feine Lacke Erich Zschocke und Kurt Herberts zum 100. Geburtstag«, 2001-2002 |
Zur Geschichte des Museums für Lackkunst
in Münster
von Dr. Monika Kopplin
Leiterin des Museums für Lackkunst in Münster
Mit der Eröffnung des Museums für Lackkunst am 25. September 1993 in Münster wurde der Öffentlichkeit eine unternehmenseigene Sammlung zugänglich gemacht, die bereits auf eine etwa sechzigjährige Geschichte zurückblicken kann. Unter dem Namen "Herbig-Haarhaus Lackmuseum" war sie seit 1955 in eigens dafür hergerichteten Räumen eines Verwaltungsgebäudes der Lackfabrik Herbig-Haarhaus AG im Kölner Stadtteil Bickendorf ausgestellt und auf Wunsch zu besichtigen. Während sie sich auf diese Weise schon frühzeitig in Fachkreisen internationalen Ruf und Anerkennung erwarb, wurde sie einem größeren Publikum erst durch die von Edith Sträßer, der damaligen Museumsleiterin, konzipierte Wanderausstellung "Ex oriente lux - Lackkunst aus Ostasien und Europa" bekannt. Unter diesem ebenso klangvollen wie sprechenden Titel wurde eine repräsentative Auswahl von 170 Objekten von 1977 an nicht nur in mehreren deutschen Städten, so unter anderem in Nürnberg, München, Hamburg, Berlin und Stuttgart, sondern auch europaweit in Brüssel, Kopenhagen, Paris, Madrid, Mailand, Wien, Zürich und andernorts gezeigt. Um 100 weitere Objekte ergänzt, erreichte sie ihre letzte Station 1988 in London. Begleitet wurde die Ausstellung von einem in mehrere Sprachen übersetzten Katalog, der in Übersichtsdarstellungen und Kurzbeschreibungen der Exponate einen Abriss der Lackkunst vermittelte.
Der Name "Herbig-Haarhaus Lackmuseum" stand zugleich für den ursprünglichen Eigentümer und Träger der Sammlung - die Herbig-Haarhaus AG in Köln-Bickendorf. Gründer dieser Lackfabrik, die zu den ältesten Industriebetrieben in Köln zählt, war Robert Friedrich Haarhaus. Seit den dreißiger Jahren des 19. Jahrhunderts zunächst Teilhaber eines Fachgeschäfts, eröffnete Haarhaus 1844 selbst eine Drogerie und Farbwarenhandlung, in der Farben, Lacke und verwandte chemische Erzeugnisse auch nach eigenem Verfahren hergestellt wurden. In den folgenden Jahrzehnten gewann die Firniskocherei zunehmend an Bedeutung, eine Entwicklung vom Fachhandel zur Fabrikation, die - begünstigt durch die 1871 begründete Teilhaberschaft von Haarhaus' Schwiegersohn Adolf Herbig - 1874 mit dem Neubau einer Lackfabrik in Köln-Ehrenfeld ihren Abschluss fand. Das prosperierende Unternehmen, das sich rasch gegen die in- und ausländische Konkurrenz durchzusetzen vermochte, erfuhr im Jahre 1903 durch die Verlegung auf ein erweitertes Fabrikgelände bei Köln-Bickendorf einen erneuten, wachstumsorientierten Standortwechsel. So konnte sich die 1922 in eine Aktiengesellschaft umgewandelte Firma unter der Leitung von Arthur und Franz Herbig zu einer der größten Lackfabriken des europäischen Kontinents entwickeln.
Die "Leidenschaft für feine Lacke" und das Interesse für den geschichtlichen Hintergrund des industriell angefertigten Produkts mögen den Anstoß gegeben haben, dass schon Adolf Herbig, der "als einer der besten Kenner der damals hochgeschätzten Japan-Lacke galt", im vergangenen Jahrhundert einzelne Objekte der Lackkunst erwarb. Offenbar handelte es sich dabei nicht nur um deutsche Stücke aus der Zeit der Gründung und der Aufbaujahre der eigenen Lackfabrik, sondern auch um Beispiele ostasiatischer Herkunft, die nach dem Neubau der Hauptverwaltung 1937 im Sitzungszimmer Aufstellung fanden. Dieser dergestalt ausgestattete Besprechungsraum darf als Keimzelle des späteren Museums bezeichnet werden.
Zu dieser Zeit war der eigentliche Initiator und Förderer der
Sammlung, Dr. Erich Zschocke, bereits seit einem Jahrzehnt Mitarbeiter des
Unternehmens. Am 10. Mai 1901 in Solingen geboren, verbrachte Zschocke schon
seine Schulzeit in Köln. Der Freundschaft mit seinem damaligen Schulkameraden
Hans Herbig (1907-1955) war nicht nur lebenslange Dauer beschieden, sie führte
um 1926/27 auch zum Eintritt Zschockes in die Herbig-Haarhaus AG, für die er
zunächst als Leiter der Werbeabteilung tätig war. Daß in Erich Zschocke
unabhängig von seinen ökonomischen Fähigkeiten von Jugend an auch die Neigung
zum Künstlerischen angelegt war, verdeutlicht schon der Vermerk in seinem
Abiturzeugnis: "Verlässt die Schule, um Maler zu werden". Auch der Abschluß
seines Betriebswirtschaftsstudiums mit einer Dissertation über das Thema "Muss
Reklame künstlerisch sein, um zu wirken?" offenbart diese Ausrichtung seines
Wesens. Im privaten Bereich manifestierte sie sich in einer jahrzehntelangen
Sammeltätigkeit auf dem Gebiet deutscher Fayencen des 18. Jahrhunderts und des
frühen Meißner Porzellans. Kenntnisreich und engagiert, zählte er 1951 nicht
zufällig zu den Gründungsmitgliedern der Gesellschaft der Keramikfreunde in
Köln. Zschockes Liebe zur Kunst und der innerbetriebliche Spielraum, den ihm die
persönliche Beziehung zur Familie Herbig eröffnete, erwiesen sich in den
Aufbaujahren der Sammlung als denkbar glückliche Fügung.
Auf der Suche nach geeigneten Ergänzungen für seine eigene, überaus anspruchsvoll angelegte Kollektion durchstreifte Zschocke den Kölner Kunsthandel, und nicht zuletzt boten seine Dienstreisen willkommene Gelegenheit zu entsprechenden Ausflügen. Stets war sein Augenmerk dabei auch auf die Arrondierung der firmeneigenen Sammlung gerichtet. Ohne die Ankäufe der Vorkriegsjahre im einzelnen nachweisen und dokumentieren zu können, muss der Bestand schon in den dreißiger Jahren beträchtlichen Zuwachs erfahren haben. Dies gilt dann vor allem für die Jahre 1940 bis 1942, über die wir durch erste Inventareinträge genauer unterrichtet sind. Die gute Ertragslage wirkte sich unmittelbar auf die Sammlung aus, die zu diesem Zeitpunkt längst über eine bloße Anhäufung heimischer Lackprodukte des 19. Jahrhunderts gleichsam als Dokumentation parallel zur Unternehmensgeschichte hinausgewachsen war.
Japanische Lackarbeiten des 16. bis 19. Jahrhunderts, darunter ein kôbako mit Perlmuttereinlagen aus der späten Muromachi-Zeit (1334-1567), wurden überwiegend bei Köntges und Lempertz in Köln erworben. Geschäftliche Beziehungen nach Frankreich und Belgien ließen seit 1941 auch den Pariser und Brüsseler Kunstmarkt näherrücken. Unter den dort gekauften Stücken verzeichnet das Inventar die ersten Beispiele chinesischen Schnitzlacks sowie französischer Lackbijouterien des 18. Jahrhunderts. So wurde im Juni 1941 bei Charles Meylemans in Brüssel neben einer Reihe schöner Ch'ien-lung-Lacke mit der kleinen Rotlackvase aus der Zeit des Kaisers Yung-lo das bislang bedeutendste Werk chinesischer Schnitzlackkunst in der Sammlung erworben. Nur einen Monat später konnte sie um den frühen Schnitzlackteller mit einer Darstellung des Chou Tun-i am Lotosteich sowie um eine chinesische Kuan-yin-Plastik in Goldlackfassung aus dem 17. Jahrhundert bereichert werden.
Zählt das Inventar im Jahre 1941 157 hinzuerworbene Einzelstücke, waren die Neuerwerbungen des Jahres 1942 auf nur noch 25 Objekte beschränkt, darunter als wichtigstes, wiederum bei Meylemans in Brüssel erstandenes Stück eine blütenförmig geschweifte, mit reichen Perlmuttereinlagen verzierte chinesische Dose der mittleren Ming-Dynastie (1368-1644). Mit dem Jahr 1943 war weiteren Ankäufen ein jähes, wenn auch nur vorläufiges Ende beschieden. Die auf Köln niedergehenden Bombenangriffe erforderten 1943 die Auslagerung der Sammlungsbestände, von denen Teile in die Eifel und ins Siegerland, Teile in ein von Zschocke angemietetes Haus bei Garmisch verbracht wurden. Gleichwohl blieb eine unbekannte Anzahl holländischer und englischer Möbel mit frühem Chinoiserie-Dekor auf dem Werksgelände zurück und fiel 1944 zugleich mit den Fabrikanlagen der vollständigen Vernichtung anheim.
Nach Wiederaufnahme der Produktion bereits 1946 und umsichtiger Rückführung der ausgelagerten und unversehrt gebliebenen Sammlungsbestände wird schon im März 1948 mit einer Stobwasser-Dose die erste Nachkriegserwerbung verzeichnet. Nur wenige Jahre später, im August 1955, wurde die Sammlung auf Betreiben Zschockes neu aufgestellt und als Herbig-Haarhaus Lackmuseum im großen Lichtsaal des Hauptverwaltungsgebäudes interessierten Besuchern zugänglich gemacht. Der frühe Tod Hans Herbigs im selben Jahr führte zu einer Umstrukturierung der Unternehmensleitung, der Erich Zschocke - nunmehr zuständig für den Vertrieb - seit 1957 als eines von drei Vorstandsmitgliedern angehörte.
Auch über das bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand 1967 verbleibende Jahrzehnt hinaus bestimmte Zschocke Umfang und Qualität des Zuwachses, der sich unter seiner Ägide nicht nur aus der ostasiatischen und europäischen Kunst, sondern - vereinzelt - auch aus dem islamischen Kulturkreis sowie den süd- und südostasiatischen Ländern rekrutierte. Selbst Beispiele präkolumbianischer und frühkolonialer Holzgefäße aus Peru mit polychromen Lackinkrustationen fanden als Belege der weltweiten Verbreitung von Lacktechniken Berücksichtigung. Spürsinn und ein durch seine langjährige Sammeltätigkeit geschultes, sicheres ästhetisches Urteil erwiesen sich als Garanten für ein überwiegend beständig hohes Niveau. Lempertz und Langeloh in Köln, Hauswedell in Hamburg, Beer in Brüssel, Motamed in Frankfurt, Fischer-Böhler in München und Oesterle in Stuttgart sind die in den fünfziger und sechziger Jahren wiederholt genannten Bezugsquellen. Einzelne Stücke, wie eine Yang Mao signierte Guri-Lackdose, konnten aus dem Besitz von Jean-Pierre Dubosc (1904-1988), Lugano, andere, wie ein koreanischer Kleiderkasten des 17. Jahrhunderts und ein Album mit Lackbildern von Zeshin, 1960 mit Hilfe Werner Speisers im Hongkonger und Tokioter Kunsthandel erworben werden.
Der enge fachliche Austausch und die freundschaftliche Verbundenheit, die Zschocke vor allem mit Erich Köllmann (1906-1986), dem Direktor des Kölner Kunstgewerbemuseums, Walter Holzhausen (1896-1968), dem Direktor des Städtischen Kunstmuseums Bonn, und mit Werner Speiser (1908-1965), dem Leiter des 1941 an der Universität Köln eingerichteten Seminars für Ostasiatische Kunst, pflegte, wirkten sich nicht nur auf die Sammeltätigkeit äußerst befruchtend aus. Ihren wissenschaftlichen Niederschlag fanden sie in der von Zschocke initiierten und von der Herbig-Haarhaus AG ermöglichten Herausgabe zweier Standardwerke zur Lackkunst: Walter Holzhausens 1958 erschienener Monographie Lackkunst in Europa, der ersten diesem Thema gewidmeten Übersichtsdarstellung, und dem 1965 postum veröffentlichten Buch Lackkunst in Ostasien von Werner Speiser. Beide Werke, deren Entstehung ohne das reiche Anschauungsmaterial der Herbig-Haarhaus-Sammlung kaum möglich gewesen wäre und in denen sich viele Sammlungsobjekte erstmalig veröffentlicht finden, sind noch heute unerlässlich zum Studium der Lackkunst. Kleinere Beiträge zu Einzelaspekten, wie die noch vor den Zerstörungen des Krieges von Kurt Röder verfasste Studie Das indianische Lackkabinett des Kurfürsten Clemens August in Schloss Brühl, das 1953 erschienene Heft von Holzhausen Das kurfürstlich Bayerische Münzkabinett und die 1961 von Erich Köllmann anonym verfasste Broschüre Laque und porcellaine , gab das Unternehmen aus besonderem Anlass oder als Jahresgaben für seine Kundschaft heraus. Darüber hinaus widmete sich die von der Herbig-Haarhaus AG herausgegebene Fachzeitschrift Farbe und Lack wiederholt Themen der Lackkunst.
Der 1963 erfolgte Umzug der Sammlung innerhalb des Bickendorfer Firmengeländes und ihre Neupräsentation in einem eigens eingerichteten größeren Ausstellungsraum fanden bereits unter Mitwirkung von Edith Sträßer statt, einer Schülerin Werner Speisers, die Zschocke 1960 für die kunsthistorische Betreuung des mittlerweile auf mehrere hundert Objekte angewachsenen Sammlungsbestandes eingestellt hatte. Dem unter seiner unmittelbaren Einwirkung gereiften musealen Charakter und Rang der Sammlung trug er damit auch im Hinblick auf ihre personelle Ausstattung Rechnung. Umsichtig und vorausschauend hat er, dem die Sammlung nicht zuletzt ein persönliches Refugium war, die Grundlagen für die nachfolgenden Jahrzehnte gelegt. Erich Zschocke starb am 11. März 1978 in Köln. In seinem Nachruf wusste Erich Köllmann vor allem Zschockes Verdienste um die Lackkunst zu würdigen: "Ein Werk, das ganz seinem Geiste entsprang, macht jedoch sein Wissen und seine Tatkraft sichtbar. Das Lackmuseum der Firma Herbig-Haarhaus, zu dem es keine vergleichbare Sammlung in Europa, vielleicht sogar auf der Welt gibt, ist nicht nur eine Dokumentation der Geschichte der Lackkunst Ostasiens und der des europäischen 18. Jahrhunderts, es ist auch gleichzeitig eine Manifestation des Kunstsinns und Qualitätsgefühls, die auch die Dinge, mit denen Erich Zschocke sich selbst umgab, kennzeichnen."
Mit der 1968 erfolgten Akquisition der Herbig-Haarhaus AG durch die BASF AG ging auch das Firmenmuseum in den Besitz des neuen Eigentümers über, zunächst weiterhin unter dem übernommenen Namen Herbig-Haarhaus Lackmuseum (der Herbol GmbH Köln). Seit der Umbenennung der 1972 durch Fusion mehrerer Unternehmen gegründeten Tochtergesellschaft BASF Farben + Fasern AG im Jahre 1985 wurde die Sammlung unter der Bezeichnung Lackmuseum der BASF Lacke + Farben AG geführt. Der Sitz der Gesellschaft im westfälischen Münster sollte späterhin bei der Wahl ihres neuen Domizils ausschlaggebend sein.
Unter der Leitung von Edith Sträßer, die 1972 einen ersten
Kurzführer durch die Sammlung verfasste, wurde der Bestand durch gezielte
Erwerbungen systematisch ergänzt. Hervorzuheben ist insbesondere eine Reihe
islamischer Lackarbeiten persischer, türkischer und nordindischer Provenienz,
darunter der 1981 erstandene Spiegelkasten mit Signatur des Mogul-Miniaturisten
Manohar. Erst diese Ankäufe arrondierten den übernommenen
Herbig-Haarhaus-Bestand zu einer repräsentativen Gruppe. Daneben schlossen
Einzelerwerbungen im ostasiatischen Bereich - wie der 1977 hinzugekommene
koreanische Kabinettschrank mit reichen Einlagen aus Haifischhaut, die 1981
akquirierte Negoro-Schale und die 1985 erstandene japanische Holzplastik eines
sitzenden Mönchs - gravierende Lücken. Zugleich wusste Edith Sträßer der
Inro-Kollektion mit Beispielen etwa von Shibata Zeshin und Koma Kyûhaku
Glanzlichter aufzusetzen. Im europäischen Bereich verdienen vor allem ein Paar
französische Kutschenpaneele mit figürlichen Chinoiserien in prachtvollen
Aventurinlackbordüren und als ihr letzter, 1990/91 geglückter Ankauf eine Anfang
des 18. Jahrhunderts entstandene englische Standuhr mit Chinoiseriedekor auf
weißem Lackgrund hervorgehoben zu werden. Den Höhepunkt ihrer dreißigjährigen
Tätigkeit für das Museum markierte aber 1982 die von ihr initiierte Erwerbung
einer vollständigen, nahezu vierhundert Objekte umfassenden Sammlung, der
weltweit einzigen, die sich dem gleichen Spezialgebiet in ähnlich breiter
Streuung verschrieben hatte: die Sammlung Herberts in Wuppertal.
Kurt Herberts wurde am 17. Februar 1901 in Barmen(Wuppertal)
geboren. Nach dem Studium der Chemie an der Technischen Hochschule in Stuttgart
und der Promotion 1923 gründete er zunächst eine eigene Firma. In den dreißiger
Jahren übernahm er die väterliche Lackfabrik, die unter seiner
innovationsorientierten Leitung zu einem führenden Unternehmen der Branche
aufrückte. In die späten dreißiger Jahre gehen auch die Anfänge seiner
Sammeltätigkeit zurück.
Herberts scharte in den Jahren 1937 bis 1944 eine Gruppe als entartet verfemter Künstler um sich, die er in seinem Unternehmen vor allem mit Werbeentwürfen und der künstlerischen Gestaltung von Neubauten beschäftigte - unter ihnen Willi Baumeister (1889-1955) und Oskar Schlemmer (1888-1943). Schlemmer konzipierte in den von November 1940 bis August 1942 in Wuppertal verbrachten Jahren aber nicht nur die Ausgestaltung des Fabriklabors und das berühmte Lackkabinett, seine Aufgaben umfassten auch die Einrichtung eines "Lacktechnikums" zur Erforschung der Eigengesetzlichkeiten und Möglichkeiten des industriellen Lacks im Hinblick auf seine künstlerische Anwendbarkeit. Seine praktischen Versuche schlossen Experimente mit ostasiatischen Lacktechniken ein, wie z.B. dem Eierschalenlack und anderen Einlegeverfahren. So gehören zu den im Krieg zerstörten angewandten Arbeiten Schlemmers und Baumeisters nach dem Vorbild des tsugaru-nuri und des negoro-nuri verzierte Lackschatullen. Beide Künstler bestätigten den jungen, an philosophischen Fragen ebenso wie an künstlerischen Phänomenen interessierten Unternehmer in seinem Vorhaben, eine Studiensammlung zur Malstoffkunde aufzubauen, die die Erforschung von Materialien und Anwendungstechniken der Oberflächengestaltung auf breitester Ebene ermöglichen sollte. Sie beinhaltete nicht nur eine Kollektion verschiedenster Materialien, wie z.B. von Bernstein und Kopalen, ein Tausende von Beispielen erfassendes Photoarchiv, sondern auch Muster jeder nur auffindbaren Anwendung dieser Rohstoffe, und zwar von prähistorischer Zeit bis in die Gegenwart reichend. Diese enzyklopädisch breit angelegte Sammlung, die auf unsystematisch zusammengetragene und teilweise ererbte Einzelstücke aus Familienbesitz zurückgreifen konnte, wurde - begünstigt durch die gute Ertragslage - in den Jahren 1938 bis 1944 in großem Stil durch Erwerbungen u.a. bei Konietzko in Hamburg, Krenz in Leipzig und der Münchner Kunsthandelsgesellschaft, aber auch von Doubletten des Ostasiatischen Museums in Berlin aufgebaut. Mit diesen durch die Veröffentlichung einer Schriftenreihe ergänzten Aktivitäten wollte Herberts "die Produktion der modernen Farbenindustrie in einen kulturhistorischen Zusammenhang rücken."
Die sich verschlechternde Kriegslage ließ eine Auslagerung der in jenen Jahren von der Kunsthistorikerin Renate Jacques verwalteten Sammlung geboten erscheinen. Schon in Kisten verpackt, wurden die für den Transport nach Sommerhausen am Main bereitgestellten Kunstgegenstände gleichwohl von Brandbomben getroffen und nahezu vollständig vernichtet. Das gleiche Schicksal traf ihre bisherige Heimstatt, das Haus auf dem Döppersberg in Wuppertal-Elberfeld, wo einzig die im Erdgeschoss untergebrachte Bibliothek den Krieg nahezu unversehrt überstand. Der glückliche Zufall wollte es, dass auch einige wenige Kisten und einzelne Objekte, die kurzfristig außer Haus gebracht worden waren, den Krieg überdauerten. Dabei handelte es sich fast ausschließlich um ostasiatische Arbeiten.
Der verschonte Restbestand aus den Vorkriegs- und Kriegsjahren diente der neuen Sammlung, die Kurt Herberts ungeachtet der großen Verluste seit 1949 aufzubauen begann, nicht nur als Basis, er bestimmte auch die zunächst eingeschränkte Ausrichtung ausschließlich auf ostasiatische Lackkunst. Von Dezember 1952 bis Juli 1959 von Beatrix von Ragué betreut, wurde die Sammlung systematisch erweitert und in einem vorbildlich angelegten Inventar dokumentiert. Die darin enthaltenen Expertisen stammten zu einem großen Teil von Werner Speiser, der der Sammlung auch bei Ankäufen beratend zur Seite stand. Engen Austausch pflegte Herberts überdies mit Otto Kümmel (1874-1952) in Berlin, während der Kontakt zu Fritz Löw-Beer (1906-1976) auf ein einziges Tauschgeschäft beschränkt blieb. Für einen Weinbecher der Ch'in-Dynastie (221-206 v. Chr.) trennte Herberts sich von einer frühen Ming-Rotlackdose, deren dicht geschnittener Drei-Freunde-Dekor Löw-Beers Begehrlichkeit geweckt hatte.
Schon in der Mitte der fünfziger Jahre kam im Zuge der intensiven Sammeltätigkeit die Idee zu einem Buch über ostasiatische Lackkunst auf, das - analog zum Sammelkonzept - nach Techniken aufgebaut sein sollte. Grundlage für dieses 1959 erschienene, bis heute unverzichtbare Standardwerk war neben einer ersten, von dem deutschen Diplomaten Artur Graf Strachwitz (1905-1996) angelegten Kartei zu japanischen Lacktechniken vor allem jahrelange Forschung der damaligen Sammlungsleiterin Beatrix von Ragué, die späterhin die Direktion des Museums für Ostasiatische Kunst in Berlin übernehmen sollte. Das um Daten und Quellen erweiterte Verzeichnis der Lackmeister wurde von Werner Speiser erstellt. Es ist vor allem dieses berühmte Buch der Ostasiatischen Lackkunst, "das erstmalig in der westlichen Welt Lackkunst als solche sichtbar und ihren handwerklichen Entstehungsprozess begreifbar machte und gleichzeitig auch dem Nicht-Fachmann die Augen öffnete für den Werkstoff Lack."
Die Herberts-Sammlung, die in den sechziger und siebziger Jahren - nunmehr betreut von Eva Kneuse - vor allem um Beispiele der persischen und europäischen Lackkunst bereichert wurde, verblieb auch nach Veräußerung der Lackfabrik Dr. Kurt Herberts & Co. 1976 an die Hoechst AG im Privatbesitz von Kurt Herberts. Erst akute Raumnot erforderte 1982 die Trennung von seiner Sammlung, die er um den alten Herbig-Haarhaus-Bestand zu einem auf Lackkunst in all ihren Aspekten spezialisierten Museum sinnvoll vereinigt wusste, nachdem Teilbestände beider Sammlungen schon einmal - anlässlich der Hannover-Messe 1963 - in der Halle der Chemie zusammen ausgestellt waren. Ihre nunmehr geschlossene Neupräsentation in Münster hat Kurt Herberts, der am 20. November 1989 in Wuppertal verstarb, nicht mehr erlebt.
Die Struktur der Sammlung wird wesentlich geprägt nicht nur von der Vielfalt, der langen Geschichte und der ungewöhnlich weiten Verbreitung des Werkstoffes Lack, sondern auch von dem Qualitätsbewusstsein und den Zielsetzungen unterschiedlicher Sammlerpersönlichkeiten. Ihr über Jahrzehnte hinweg eingebrachtes Engagement und die Leistung bedeutender, der Sammlung freundschaftlich verbundener Kunsthistoriker, die ihr Wissen und ihre Kennerschaft dem Aufbau des Museums zugute kommen ließen, sind uns Vorbild und Ansporn zugleich.
Dr. Monika Kopplin
Dieser Beitrag ist ein von der Verfasserin geringfügig ergänzter Abdruck des unter gleichem Titel in den Mitteilungen der Deutschen Gesellschaft für Ostasiatische Kunst, Nr. 7, April 1994, erschienenen Artikels. Ohne die Literaturhinweise und die Bezüge auf Abbildungen.