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Verband der Ingenieure des Lack- und Farbenfaches e.V.

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Inhalt

 
Über den VILF:
Eine stark wachsende Organisation
Der VILF - eine Selbstdarstellung
Die Schriftenreihe des Verbandes
Kleine Chronik 50 Jahre VILF

Personen:
Der VILF-Vorstand im Bild

Veranstaltungen


Nachrichten "von gestern":
4. Juni 2008: Basiswissen für Einsteiger
UV-Seminar Würzburg im Rückblick

Auszeichnung in Neu-Isenburg
Entwurf einer neuen Satzung
Mitarbeit für Lackingenieure
Website für künftige Lackingenieure  


 
 
   

   Ausbildung:........

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VILF: Basiswissen für Einsteiger

colour-europe.de, 05.04.2008 - Ziel der eintägigen Weiterbildungsveranstaltung ist es, Grundkenntnisse zum Aufbau, zur Herstellung und zum Eigenschaftsprofil von Farben und Lacken zu vermitteln. Den Teilnehmern wird ermöglicht, die Komplexität der Farb- und Lackherstellung und Vielfältigkeit der Anwendungsgebiete kennen zu lernen und gleichzeitig sich über Grenzen der Leistungsfähigkeit von Beschichtungen zu informieren. Außerdem wird ein kurzer Überblick zu aktuellen Entwicklungstrends auf dem Beschichtungssektor gegeben. Hierzu werden anerkannte Lackspezialisten wie zum Beispiel Dr. H.G. Schulte (Cognis GmbH) referieren.

Inhalt:

§     Lack – Grundbegriffe, Funktionen

§     Aufbau von Rezepturen

§     Bindemittelsysteme als Grundbaustein

§     Additive, Füllstoffe und Pigmente

§     Herstellung von Beschichtungsstoffen

§     Klassifizierung der Beschichtungsstoffe

§     Applikationsmethoden

§     Filmbildung und Vernetzungsarten

§     Eigenschaftsprofile von Farben und Lacken

§     Verwendungsgebiete

Zielgruppe: Das Seminar richtet sich an Mitarbeiter der Rohstoff-, Farben und Lackindustrie, die im Produktmanagement, Einkauf und Vertrieb tätig sind. Dieses Grundseminar vermittelt kompetent und, konzentriert alle wichtigen Informationen, um sich in dieser Branche einen ersten Facheinblick zu verschaffen.

Termin: Mittwoch, 4. Juni 2008, Beginn 9.00 Uhr, Ende ca. 18.00 Uhr

Veranstaltungsort: Hotel Mercure Frankfurt Airport Neu-Isenburg, Tel. 06102-59940
Preis: Euro 325,00 zuzüglich 19 % Mehrwertsteuer

Anmeldung Fax 06023 918848 oder www.vilf-event.com

VILF: UV-Seminar Rückblick

colour-europe.de, 05.04.2008 - Am 5. und 6. März veranstaltete die VILF event gmbh unter der Leitung von Prof. Dr. Georg Meichsner(Hochschule Esslingen) ein VILF-Seminar zum Thema „UV-Härtung von Beschichtungen’’. Fachleuteaus den Firmen BASF AG, CIBA Spezialitätenchemie AG, IST METZ GmbH, Fusion UV-Systems GmbH,Bayer MaterialScience AG, Evonik Degussa GmbH, Byk Chemie (Altana), Kromachem GmbH, SiegwerkDruckfarben, Zeller+Gmelin, Flint Group sowie des Forschungsinstitut für Leder und Kunststoffbahnen(FILK) und der Hochschule Esslingen steuerten interessante Vorträge bei und standen für die regegeführten Diskussionen zur Verfügung.

Die Themen des Seminars, das in Würzburg stattfand, spannten sich am ersten Tag von den Grundlagender UV-Härtung und dem Einfluss des Härtungsmechanismus auf das anwendungstechnische Verhaltenüber die Rohstoffe der UV-Härtung, wie Monomere, Oligomere und Photoinitiatoren bis hin zur Anlagentechnikund der Simulation der Belichtung in UV-Anlagen.

Am zweiten Tag wurden spezielle Themen behandelt, wie die Mattierung von UV-härtenden Systemen,Anwendung von UV-härtenden Systemen für die Holz- und Kunststofflackierung und die Beschichtungvon PVC. Drei Vorträge kamen aus dem Bereich der UV-Härtung in der Druckindustrie über diekationische UV-Härtung, UV-Härtung im Bereich Bogen-Offset und die UV-Härtung bei der Bedruckungvon Lebensmittelverpackungen.

 


 

Auszeichnung in Neu-Isenburg

Erstmalig wurde der bisher jährlich auf der Jahrestagung der GDCh-Fachgruppe Anstrichstoffe (APi) überreichte Preis „Farbe und Lack“ auf einer Jahrestagung des Verbandes der Ingenieure des Lack- und Farbenfaches (VILF) verliehen. Jessica Hain von der Technischen Universität Dresden nahm die Auszeichnung aus der Hand von Prof. Claus D. Eisenbach, dem Sprecher der Jury, entgegen. Ihr Thema „Nanohybridpartikel mit breitem Eigenschaftsprofil“ beschäftigte sich mit den Möglichkeiten der Ultraschall-gestützten Präparation von anorganisch-organischen Nanohybridpartikeln (Arbeitskreis von Prof Hans-Jürgen Adler , TU Dresden). Anwendungsgebiete sind funktionale Beschichtungen. Dotiert ist der Preis des Autorenwettbewerbs mit 2.500 €.  

Website für Lackingenieure   

Phänomen Farbe, 19.03.2004. Der steigende Bedarf an Lackingenieuren ist für viele Lackhersteller ein Problem. Eine Phänomen-Farbe-Umfrage vor zwei Jahren hatte zwar ergeben, dass die Situation bei Lacklaboranten wesentlich dramatischer ist. Auch hatten die Ausbildungsstätten in Esslingen und Krefeld sowie Paderborn wieder von überraschend steigenden Studienanfängerzahlen berichtet. Jetzt hat der Verband der Deutschen Lackindustrie e. V. (VdL), Frankfurt am Main, festgestellt, dass die Studienabgänger im Lackingenieurwesen immer noch nicht ausreichen, um die Industrienachfrage zu decken. Der Verband startete deshalb eine Kampagne, um junge Menschen auf das Studium zum Lackingenieur und den Beruf an sich aufmerksam zu machen. „Herzstück" der Kampagne ist eine neue Internetseite www.colouring.de, auf der alle wichtigen Informationen über Esslingen und Krefeld sowie zum Beruf im Allgemeinen zusammengefasst sind. Für die Seite hat der Verband gezielt geworben. Interessierte Jugendliche finden im Internet konkrete Informationen zu den Studieninhalten, -möglichkeiten und -voraussetzungen an der Hochschule Niederrhein in Krefeld und der Fachhochschule für Technik in Esslingen. Interviews und Reportagen mit angehenden und bereits berufstätigen Lackingenieuren bieten Einblicke in Studium und Berufspraxis. Darüber hinaus steht eine Datenbank mit den Anschriften der Unternehmen der deutschen Lackindustrie zur Verfügung, die für die Praktikums- und Stellenplatzsuche genutzt werden kann. Wie auch in anderen Berufszweigen herrscht bei den Lackingenieuren in Deutschland ein permanenter Fachkräftemangel. Laut Prof. Thomas Brock, (links) Hochschule Niederrhein, sind die Ursachen dafür unter anderem in einer weit verbreiteten Technikfeindlichkeit an Schulen zu suchen, was zu einem Studentenmangel in Fächern wie Chemie oder Maschinenbau führe. „Wir leiden unter dem „bösen" Image der Naturwissenschaften in der Öffentlichkeit. Hinzu kommt, dass gerade die Chemie als mathematisch und theoretisch besonders anspruchsvoll gilt und der Beruf des Lackingenieurs trotz seiner hervorragenden Perspektiven einfach zu wenig bekannt ist."

Die Hochschulen in Krefeld und Esslingen haben in der Vergangenheit bereits durch einen intensiven Dialog mit Schulen und Unternehmen versucht, das vielseitige Lackingenieur-Studium bekannter zu machen. „Wir freuen uns sehr über das Engagement des Lackverbandes. Die neue Internetseite und die begleitenden Maßnahmen werden hoffentlich mit dazu beitragen, dass wir in Zukunft mehr junge Menschen für den faszinierenden und sehr praxisorientierten Umgang mit Lack begeistern können. Das wäre im Interesse der Hochschulen und der Lackindustrie", so Prof. Renate Lobnig (rechts), Dekanin des Fachbereichs angewandte Naturwissenschaften an der Fachhochschule Esslingen.

 

VILF im Gespräch  

Eine stark wachsende Organisation

Phänomen Farbe 20.09.2003. Der Verband der Ingeniere des Lack- und Farbenfaches e.V. (VILF) ist eine seit 1995 stark wachsende Organisation, die für das Jahr 2005 1000 Mitglieder erwartet. 2000 waren es noch 800, im Jahre 1995 lag die Mitgliederzahl bei 200, zuvor aber meist darunter. Auch auf den Außenstehenden, mehr noch für die Branche selbst wirkt die Berufsorganisation zukunftsorientiert und über das rein Technisch-Fachliche hinaus aktiv. Das beweist schließlich der nennenswerte Anteil von kaufmännischen Mitgliedern. Es handelt sich auch um eine junge, sich ständig erneuernde Gruppe, zehn Prozent Mitglieder sind dank der intensiven Zusammenarbeit mit den Hochschulen Paderborn, Krefeld und Esslingen Studenten und nur drei Prozent sind Ruheständler. Wie sehr der Verband in der Branche wurzelt, wird dadurch deutlich, dass sieben Prozent der Klientel Firmenmitgliedschaften sind. Das heißt: Fast jeder dritte Lackhersteller gehört dem eingetragenen Verein an.

Christian 2000.jpg (12056 Byte) heupel.tif (99134 Byte)„Phänomen Farbe" sprach im Jahre 2003 mit dem ersten und zweiten Vorsitzenden über die Philosophie, die den VILF erfolgreich gemacht hat. Auch über den gegenwärtigen Stand und die künftigen Perspektiven für die Arbeit und das Verbandsleben. Die Gesprächspartner waren Hans-Dieter Christian (links) und Jürgen Heupel (rechts).

Gemeinsamkeiten: Der Begriff der „großen Lackfamilie" kommt Hans-Dieter Christian wie selbstverständlich über die Lippen. Er meint damit die früher nebeneinander existierenden Gruppen der Laboranten, Techniker, Ingenieure und Chemiker. Heute seien sie in der Praxis zum Miteinander verpflichtet und hätten sich dank gemeinsamer Interessen auch in einem gemeinsamen Verband zusammen gefunden. So definiert der erste Vorsitzende sein Verständnis des VILF. Und in der Tat: Dieses Zusammenrücken in den Firmen hat auch dazu geführt, dass die Berufsorganisationen nicht nur auf einander zugehen, sondern auch einiges gemeinsam tun. So trat die APi (Fachgruppe Anstrichstoffe Pigmente in der Gesellschaft deutscher Chemiker (GdCh) zuletzt in Dresden gemeinsam mit dem VILF vor die FATIPEC. Es gab gemeinsame Veranstaltungen z.B. in Hamburg. Und es gibt bereits eine Reihe von Doppelmitgliedschaften. Es tut sich was. Auch im internationalen Rahmen, wo besonders die Kooperation mit dem französischen Kollegenverband AFTPVA, mit dem bereits gemeinsame Veranstaltungen durchgeführt wurden, zu erwähnen ist.

Die Berufschancen für Studienabgänger in der Lackindustrie und bei ihren Zulieferern stehen gut. Letztlich geht es aber dem Chemiker wie auch dem Ingenieur schon beim Berufsstart ähnlich. Nach der Ausbildung folgt nicht die anspruchsvolle Top-Position, sondern der Stress im zweiten oder gar dritten Glied. Davon gestählt finden die mehr wissenschaftlich Geschulten schnell zur Zusammenarbeit mit den mehr technisch orientierten Ingenieuren und umgekehrt. Und auch die Kaufleute suchen ihren Platz im Team. Dieses Miteinander kann für alle Beteiligten äußerst befruchtend sein. Nicht zuletzt auch für die Firmen selbst. Es bewirkt darüber hinaus inhaltlich ähnliche Wünsche nach Fortbildung und das Finden weiterer Gemeinsamkeiten der beiden Gruppen.

Es bleiben aber die Sorgen um den künftigen Nachwuchs der Lackindustrie. Nach Auffassung der beiden VILF-Vorsiizenden sind sie hausgemacht. Die Industrie habe versäumt, die Forderungen der jüngeren Generation ernst zu nehmen und sich damit den Zeitgeist nutzbar zu machen. Werde man heute nach seinem Beruf gefragt, rümpften viele die Nase. Der Begriff ‚Lack’ sei nach wie vor negativ besetzt, analog dem Verständnis‚ ‚Chemie ist, wenn´s kracht und stinkt’. Die Industrie hätte dieser falschen Einschätzung gleich zu Anfang der Diskussion den Wind aus den Segeln nehmen können. Sie schützt vor Zerstörung, sie bringt Farbe und Schönheit, sie hatte damals schon viele Lösungen für eine bessere Umwelt. Agieren statt reagieren! Stattdessen zog sich die Industrie bei jeder neuen Beschwerde der Öffentlichkeit in die Rolle dessen zurück, der Besserung gelobt. Wo sie doch leicht hätte vorpreschen können mit viel Positivem, u.a. den umweltschonenden Systemen, die längst z.B. für die Automobilindustrie geliefert wurden und auch für andere Gebiete bereit standen. Man denke auch an die umweltschonenden Pulverlacke, die bereits auf dem Markt waren. Diese Abstinenz, über die eigenen Stärken zu sprechen, verantworten konservativ eingestellte Abnehmergruppen mit, die neuen Techniken nun einmal skeptisch gegenüber stehen. Jüngstes Beispiel: Die für Lackhersteller überaus aufwändige Einführung der wasserbasierten Lacke in die Fahrzeugreparatur. Ohne gesetzlichen Zwang wäre das Handwerk nicht für die neue Technik zu gewinnen gewesen.

Die beiden Vorsitzenden machen für das schlechte Image der Chemieindustrie aber auch das Schulsystem verantwortlich, das mit Naturwissenschaften wie der Chemie wenig anzufangen wisse. Von Farbe ganz zu schweigen, die finde man gerade mal im Kunstunterricht. Jetzt habe die Industrie die Initiative ergriffen, um Lehrkräfte und Schüler in der Phase der Berufsfindung an den Charme der Chemie heranzuführen. Aber das Interesse daran müsse schon früher geweckt werden.

Der neue VILF: Allen Schwierigkeiten zum Trotz hat sich der Berufsverband der Lackexperten neuerdings prächtig entwickelt. Christian, der erste Vorsitzende, ist davon überzeugt, dass die Erfolge seines Verbandes in den vergangenen zehn Jahren der konsequenten Ausrichtung auf die Mitgliederinteressen zuzuschreiben sind. Genau so auf ein neues Profil, das auch die Abgrenzung zu anderen Gruppierungen in der Branche definiert. Geholfen hat der enge Kontakt zu den Mitgliedern. So entstand ein Selbstverständnis der Organisation, das den Nutzen der Verbandszugehörigkeit für die Kollegen im Auge hat und sich weniger in der Funktion der Repräsentanz sieht, sondern als kompetenter Dienstleister versteht. Ein Beispiel der neuen Ausrichtung sind Umfragen, bei denen die Mitglieder Themen und Inhalte von Veranstaltungen und auch andere Schwerpunkte der Verbandstätigkeit mit bestimmen können. Davon wird reger Gebrauch gemacht. Das alles wirkt denn auch nach außen: Der Bekanntheitsgrad steigt auch international: Selbst Kollegen aus dem Ausland zeigen Interesse an dem deutschen Verband.

Insbesondere trägt der Schulterschluss mit den regionalen Verbandsgruppen Früchte. „Der Input, der aus Hamburg und anderswo kommt," sagt Christian, „bewirkt einen regen Gedankenaustausch über das Geleistete und das, was wir zukünftig tun sollten. Neben Hamburg gibt es in den Regionen Ostwestfalen-Lippe, Krefeld, Rhein-Main und Stuttgart Bezirksgruppen, die mit bis zu fünf jählichen Abendveranstaltungen und anderen Dienstleistungen aktiv sind. Alle zusammen bilden einen Brain Trust, der für den Verband als Gesamtheit substantielle Bedeutung hat." In Nürnberg werden gemeinsam mit dem „NIL" Veranstaltungen durchgeführt.

Auch der zweite Vorsitzende Heupel ist davon überzeugt, dass die intensive Informationsarbeit vor Ort das Fundament bildet, auf dem der Verband aufbauen und sich ständig weiter entwickeln kann. Ein wesentliches Element ist dabei die VILF-Tagung, die derzeit nur alle zwei Jahre stattfindet. „Auch die kommende Veranstaltung im Dezember 2003," sagte uns Heupel, „ihre Thematik und damit die Inhalte haben die Mitglieder bestimmt. Die Umfrageergebnisse verdichteten sich zum Motto ‚Verantwortungsvoll und fortschrittlich formulieren, produzieren, applizieren’. Dies zeigt," so Heupel weiter, „dass die Mitglieder verantwortliches Handeln und technischen Fortschritt in einem engen Zusammenhang sehen – und das in allen Bereichen ihrer Tätigkeit. Wenn wir in Neu-Isenburg zusammen kommen, werden wir die entsprechenden Informationen liefern."

In Neu-Isenburg werden immerhin 250 Mitglieder erwartet und wer nicht teilnehmen kann, wird die Vorträge – wie üblich - in der ausführlichen Dokumentation der Veranstaltung nachlesen können. Diese umfangreichen Broschüren, die sich mit jeder neuen Ausgabe zu einer ansehnlichen Bibliothek ergänzen, sind eine der Dienstleistungen des VILF, die von den Mitgliedern besonders geschätzt werden. Die Teilnahme an den Vortragsveranstaltungen – auch an der Jahrestagung – wird grundsätzlich als Fortbildungsmaßnahme bestätigt, auch dies ist ein nicht zu unterschätzender Nutzen für die Mitglieder. Aber auch aus anderen Gründen ist die Mitgliedschaft im Verband lohnend. Der Bezug des Verbandsorgans, einer seit über hundert Jahren erscheinenden Fachzeitschrift, ist für die Mitglieder kostenlos. Dafür wendet der Verband anderen Quellen zufolge zwei Drittel seines Etats auf. Imageträchtig und finanziell nützlich ist das Angebot einer Krankenversicherung in Form eines Gruppenvertrages, von Rabatten bei Teilnahme an Seminaren der Technischen Hochschule Esslingen und beispielsweise bei der Nutzung von Leistungen des Expert-Verlages.

Wenn ein nicht unerheblicher Anteil der Mitglieder aus Zulieferfirmen kommt, möchte der Interviewer gerne wissen: Wie neutral kann man eigentlich bei der Auswahl und der Präsentation von Themen bei den Vortragsveranstaltungen sein? Was bietet man denjenigen, die nicht in der Lackindustrie tätig sind, deren täglicher Job „auf der anderen Seite des Schreibtisches" getan wird? So zu fragen, geht aber insofern in die falsche Richtung, als beide Gruppen durch die anhaltende Bedeutung der Umweltdiskussion und ihr politisch/gesetzgeberisches Umfeld vieles gemeinsam haben und auch wissen wollen. Dies gilt genauso für Forschung und Entwicklung. Kommt dazu, dass jede der beiden Seiten darüber hinaus zwar aus unterschiedlichen Gründen Nutzen aus einem beliebigen Thema schöpft, aber es ist ein Nutzen – ob aus Interesse an der praktischen Bedeutung des Gehörten an sich oder zusätzlich auch aus Gründen der Konkurrenzbeobachtung. Weshalb Themen der Zulieferer mehr Zuhörer anziehen als Vorträge von Verarbeiterseite, ist damit allerdings nicht erklärt. Fest steht jedenfalls, so Christian, „wenn ein interessantes Thema aus der Rohstoffindustrie ansteht, füllt sich der Saal!"

Dreizehn für Achthundert: Der VILF hat einen ehrenamtlichen Vorstand mit dreizehn Mitgliedern, fünf Landesgruppen und eine Geschäftsstelle. Der Vorstand wurde anlässlich der Mitgliederversammlung 2002 komplett bestätigt. Ein Novum in der Verbandsgeschichte war auch, dass der alte Vorstand zur Wahl erneut komplett antrat.

Durch die Verteilung der ehrenamtlichen Tätigkeit auf viele Schultern wird nicht nur den Verantwortlichen die Tätigkeit für den Verband erleichtert, sondern auch eine breite Basis für die Planung und Durchführung der Aktivitäten geschaffen. Dies gilt vor allem auch für den Erfahrungsaustausch zwischen den einzelnen Ressorts. Nicht zuletzt diese Art der Organisation „Zwölf für Achthundert" hat zum Erfolg des Verbandes in den letzten Jahren beigetragen. „Verantwortung hat zwar jeder Einzelne in seiner Funktion, aber den Erfolg managt das Team," definierte Jürgen Heupel die Strategie im Gespräch mit „Phänomen Farbe". Und Hans-Dieter Christian rundet das Bild ab, wenn er formuliert: „Jetzt kommen wir so langsam – und das ist schön!" Beide heben hervor, „dass die Landesgruppen und deren Verantwortliche mit ihrer Arbeit vor Ort einen großen Anteil am Erfolg des Gesamtverbandes haben." Nicht zu übersehen ist auch, dass es der VILF verstanden hat, die Arbeitgeber der Ehrenamtlichen von der Bedeutung des Verbandes zu überzeugen. Es sind nicht unerhebliche Kosten, die die Firmen für das Engagement ihrer Mitarbeiter aufwenden.

In zwei Jahren wird der VILF 50 Jahre alt. Das soll an seiner Geburtsstätte Krefeld gebührend gefeiert werden. Wichtig bis dahin ist dem Vorstand, dass es gelingt, junge Mitglieder für die verantwortliche Mitarbeit zu gewinnen. Leute also, die nach einer gewissen Zeit auf dem Erreichten aufzubauen. Womit vermieden würde, dass es – wie mitunter in der Vergangenheit – zu krassen Richtungswechseln kommt, wenn sich der Vorstand erneuert. „Der Verband braucht Kontinuität," stellt der erste Vorsitzende fest, „dazu wurde auch die dreijährige Wahlperiode für Vorstandsmitglieder eingeführt. Deshalb sollte der ‚Nachwuchs’ die vor uns liegenden Jahre nutzen, gemeinsam mit dem Vorstand schon jetzt die Philosophie so weiter zu entwickeln, wie es für alle Mitglieder nützlich ist."

Kleiner Rückblick
Der Verband der Ingenieure des Lack- und Farbenfaches e.V. (VILF) besteht seit 1956. Gegründet wurde er von Absolventen der Lackingenieurschule Krefeld. Er nahm seinen Sitz in Düsseldorf. 1959 gründete sich die Bezirksgruppe Krefeld/Düsseldorf, die auch die ersten Vortragsveranstaltungen anbot. Kurz darauf entstand die Gruppe Köln. Zum zehnjährigen Bestehen hatte der Verein 174 persönliche und 11 Firmenmitglieder. 1968 folgte mit der Gruppe Stuttgart der Schritt nach Süddeutschland, 1980 initierten Werner Frank und Prof.Dr. Arthur Goldschmidt den Start in Paderborn. Die Zahl der Mitglieder nahm auf 234 zu. Nach dem 25jährigen Bestehen (1981) konnte sich der Vorstand, der bis dahin 16 Jahre amtiert hatte, nicht mehr erneuern. Kein Mitglied war zu einer Kandidatur bereit. Zahlreiche Austritte waren zu beklagen. !982 stand der Verband vor seiner Auflösung. Mit entscheidend für sein Fortbestehen waren später die erfolgreichen Verhandlungen des VILF mit dem Land Nordrhein-Westfalen über den Erhalt der Ausbildungsstätte für Lackingenieure in Krefeld. Seither wird das Studium in Krefeld und Paderborn mit dem „Dipl.-Ing." abgeschlossen.

 

Der VILF
eine Selbstdarstellung
Quelle www.vilf.de

Der Verband der Ingenieure des Lack- und Farbenfaches e.V., kurz genannt VILF zählt derzeit 888 Personen- und rund 55 Firmenmitgliedschaften und ist damit der mitgliederstärkste Verband unserer Branche. Satzungsgemäß ist es weiterhin unser Verbandszweck, den Leistungsstand unserer Mitglieder durch geeignete Maßnahmen und Einrichtungen zu heben.

Um dieser Aufgabe gerecht werden zu können, findet jedes Jahr im Herbst eine zweitägige Vortragsveranstaltung statt, die VILF-Tagung.

Diese Tagung findet auch immer mehr Anklang bei unseren Fachkollegen aus dem angrenzenden Ausland. Diese erfreuliche Entwicklung verdanken wir neben einem starken Mitgliederwachstum auch den guten Vortragsreihen. Mit einer Vielzahl von anspruchsvollenVorträgen zu aktuellen Themen der Farben- und Lackindustrie wird ein fachlich kompetentes Auditorium von gut vorbereiteten Referenten umfassend informiert.

Tagungsort ist seit einigen Jahren immer die Hugenottenhalle in Neu-Isenburg. In den letzten Jahren besuchten ungefähr 250 Gäste diese Veranstaltung. Beginn ist regelmäßig der Mittwochabend mit einer Mitgliederversammlung, an der nur VILF-Mitglieder teilnehmen können. Am Donnerstag Morgen beginnt der erste Teil der offiziellen Tagung, die Donnerstag Abend mit der Abendveranstaltung ihren Höhepunkt findet. Der zweite Teil der Vorträge findet dann am Freitag Vormittag statt. Mitglieder können kostenfrei an der Vortragsveranstaltung teilnehmen, Nichtmitglieder erhalten eine Rechnung über die Höhe der Teilnahmegebühr. Die nächste Tagung findet am 11. und 12. November 2004 statt.

Außerdem wurden regionale Bezirksgruppen gebildet, die kostenfreie abendliche Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen anbieten:

  • Bezirksgruppe Krefeld
  • Bezirksgruppe Nord (Raum Hamburg)
  • Bezirksgruppe Nürnberg
  • Bezirksgruppe Ostwestfalen-Lippe (Herford)
  • Bezirksgruppe Rhein-Main (Neu-Isenburg)
  • Bezirksgruppe Stuttgart

Zusätzlich zur der alljährlich stattfindenden Tagung mit umfangreichen Referaten zu einem bestimmten Themengebiet, finden in den fünf Bezirksgruppen kostenlose Abendveranstaltungen statt. Jede einzelne Bezirksgruppe plant durchschnittlich drei bis fünf Veranstaltungen im Jahr zu aktuellenThemen. Durch die gute Verteilung im Bundesgebiet ist eine leichte Erreichbarkeit für alle interessierten Mitglieder möglich. Eine persönliche Einladung für das jeweilige Einzugsgebiet ist ein Service, den alle Mitglieder genießen.

In den Bezirksgruppen wird die Diskussion zu den einzelnen Fachvorträgen, sowohl mit dem Referenten, als auch mit den Kollegen, sehr intensiv genutzt.

Die angebotenen Themengebiete umfassen u.a. die Bereiche Rohstoffe, Formulierungen, Anwendungstechnik, gesetzliche Normen, Umweltaspekte sowie Qualitätsmanagement. So wird den Interessenten die Möglichkeit der fachbezogenen und beruflichen Weiterbildung gegeben.

Dabei begrenzt sich die Diskussion nicht nur auf die Fachvortragsveranstaltung, sondern setzt sich im Anschluss beim gemütlichenAusklang themenübergreifend fort. Erfahrungsaustausch zwischen „Alt und Jung”, sowie Pflege und Ausbau der persönlichen Kontakte sind angenehme Begleiterscheinungen.

Kooperationen:

In den letzten Jahren hat der VILF einige Kooperationen mit anderen Verbänden/Organisationen begonnen. Als Erstes ist hier die Zusammenarbeit mit dem GDCh/APi. Mit der Fachgruppe „Anstrichstoffe und Pigmente“ veranstalten die Bezirksgruppen Krefeld und Stuttgart ihre abendlichen Vortragsveranstaltungen gemeinsam.

Das Gleiche gilt für den französischen Kollegenverband AFTPVA. , mit dem ebenfalls gemeinsam Veranstaltungen durchgeführt werden. 2001 fand in Mulhouse im Elsaß eine Pulverlacktagung statt. Die nächste gemeinsame Veranstaltung ist für den Juni 2005 in Freiburg geplant.

Die Schriftenreihe des Verbandes

colour-europe.de. Bei der Geschäftsstelle des VILF können die Vortragsbände bestellt werden :

Band 1:
Die Farben- und Lackindustrie im Zeichen des vereinten Europa, Preis: 5,-- Euro

Band 2:
Es muss nicht immer flüssig sein! - Vom Pulverlack bis zum Trockenmörtel, Preis: 5,-- Euro
Band 3:
Neue Additive, Füllstoffe und Pigmente für neue Lacksysteme, Preis: 5,-- Euro

Band 4:
Neue Bindemittelkonzepte für moderne Beschichtungen Preis: 5,-- Euro

Band 5:
Verantwortungsvoll und fortschrittlich formulieren, produzieren und applizieren, Preis: 10,-- Euro

Band 6:
High Solids - Quo Vadis. - Ein Vergleich zu anderen umweltverträglichen Beschichtungs­systemen, Preis: 10,-- Euro

Alle Preise zuzüglich Porto und Verpackung.

Folgende Vorträge sind 2004 auf Veranstaltungen des VILF gehalten worden. Sie können entweder von www.vilf.de direkt als PDF-Dokument herunter geladen werden oder bei den Autoren angefragt werden.
Neue organische Rheologieadditive für lösemittelhaltige und lösemittelfreie Lacksysteme [1372 KB]
Dr. Eva-Maria Kutschmann, Lehmann & Voss & Co. KG     (06.05.2004)
Technology meets Efficiency [1004 KB]
Ulrike ERKENS, Cognis Deutschland GmbH & Co. KG     (12.02.2004)
Nanotechnologie und Lacktechnologie - Syntheseprinzipien und Eigenschaften [248 KB]
Dr. Georg Wagner, NTC Nano Tech Coatings GmbH     (27.01.2004)

 

vilf.gif (1089 Byte)
Der Vorstand im Bild
 
Christian 2000.jpg (12056 Byte) Hans-Dieter Christian
Jahrgang 1951,
studierte an der Fachhochschule Niederrhein in Krefeld von 1971 bis 1975.
Abschluss: Dipl.-Ing. FH.
Seit 1975 ist er in verschiedenen Funktionen in der Lackrohstoffindustrie tätig.
Seit 1996 leitet er die Anwendungstechnik für Mattierungsmittel ACEMATT der Degussa AG und betreut die Arbeitsgruppe weltweit.
Im VILF ist Hans-Dieter Christian seit 1989, im Vorstand des VILF arbeitet er seit 1992. Im November 2000 wurde er zum ersten Vorsitzenden dieses Verbandes gewählt.
Cackovich.jpg (17831 Byte) Angela Cackovich
Jahrgang 1966
1990 Abschluss als Diplom-Ingenieurin der FachrichtungChemie, FH Fresenius/
Wiesbaden
1990 bis 1995 Anwendungstechnik Celluloseether, Laborleiterin Dispersionsfarben und pastöse Baustoffprodukte bei der Hoechst AG,
Wiesbaden.
Seit 1995 Anwendungstechnik
Silikonadditive/Europa bei Dow Corning GmbH, Wiesbaden.
VILF-Mitglied seit 1990
Seit November 2000 verantwortlich für das Ressort Berichtswesen.
  Heinz-Günther Schulte
Im Oktober 2008 Wahl zum zweiten Vorsitzenden.

Die Mitglieder wählten auf der Versammlung 2008 Andreas Eichfelder für die Kasse, Norbert Emmerich als Schriftführer, Heiko Alzer und Ulrich Désor für die elektronischen Medien sowie  Angela Claßen und Lars Kirmayer für das Ressort Veranstaltungen/Kontakte.

 

Kleine Chronik des VILF

1955 Zum Gedanken- und Erfahrungsaustausch trafen sich Studierende und Absolventen der „Abteilung Lacke und Farben" der Textil-Ingenieurschule Krefeld. Am 6. November 1955 kamen mehrere Absolventen der Lackingenieurschule zu Krefeld zusammen und gründeten den „Verband der Ingenieure des Lack- und Farbenfaches".

Argumente, diesen Fachverband zu gründen, waren z.B. dass der VDI nach langen Verhandlungen keinen eigenen Fachbereich für „Farbe und Lack" gründen konnte, oder dass die Fachgruppe der „Körperfarben und Anstrichstoffe" des GDCh satzungsgemäß die Lackingenieure weder als Einzelmitglied, noch als Gruppe aufnehmen konnte.

Ergebnis des Treffens war, dass der Vorstand beauftragt wurde, eine Satzung zu erstellen und den Verband in das Vereinsregister eintragen zu lassen. Es folgten die Gründung der Bezirksgruppen des VILF in Stuttgart sowie in Köln durch Heinz Kempkens.

1956 Am 12. Mai 1956 wurde der Verband der Ingenieure des Lack- und Farbenfaches e. V. – VILF – mit Sitz in Düsseldorf in das Vereinsregister eingetragen und erhielt als Fachverband die Förderungswürdigkeit.

In der Satzung heißt es: „Der e.V. ist ein freiwilliger Zusammenschluss der Ingenieure des Lack- und Farbenfaches in Deutschland und hat satzungsgemäß die Förderung und Vertretung der fachlichen und rechtlichen Interessen sowie der gesellschaftlichen Belange seiner Mitglieder zum Zweck. Durch geeignete Maßnahmen und Einrichtungen soll weiterhin den Mitgliedern Gelegenheit gegeben werden, deren Wissen und Leistungsstand stets den neuesten Erkenntnissen der Wissenschaft und Technik anzupassen. Weiterhin wird der VILF unterstützend mitwirken, das Ansehen des Berufsstandes zu wahren und das kollegiale Einvernehmen seiner Mitglieder zu fördern. Darüber hinaus hat er die wichtige Aufgabe die fachliche Zusammenarbeit mit anderen Organisationen zu pflegen."

Der Gründungsvorstand des VILF bestand aus den Ingenieuren Walter Ortmann, Rolf Rademacher und Hans Mosbach. 1956 zählte der VILF 27 aktive Mitglieder. Schon 1956 wurde die erste Bezirksgruppe Krefeld/Düsseldorf gegründet. Hier fanden die ersten Vortragsveranstaltungen des VILF statt. 1966, zum 10jährigen Jubiläum des Bestehens des VILF, welches im alten „Krefelder Hof" begangen wurde, konnte der damalige Verbandsvorsitzende Karl Engelskirchen der Mitgliederversammlung die stolze Zahl von 174 Personen- und 11 Firmenmitgliedschaften präsentieren und über erfolgreiche Veranstaltungen der Bezirksgruppen Krefeld / Düsseldorf , Köln und Stuttgart berichten.

1980 wurde durch die Initiative des Vorstandsmitgliedes Werner Frank an der Universität/Fachhochschule Paderborn die Bezirksgruppe Paderborn eröffnet, nachdem dort auf Betreiben des anerkannten Lackexperten Prof. Dr. Arthur Goldschmidt die Fachrichtung Lackchemie gelehrt wurde.

1981, zu seinem 25- jährigen Bestehen, zählte der VILF 234 Mitglieder. Dank der Unterstützung einiger fördernder Firmenmitglieder konnte zu diesem Jubiläum, welches im „Krefelder Hof" angemessen begangen wurde, eine umfangreiche Festschrift mit vielen interessanten Fachbeiträgen herausgegeben werden. Der damalige Schatzmeister Werner Frank konnte der Mitgliederversammlung zu diesem Zeitpunkt eine solide Finanzlage des Vereins vermelden. 1983, zur Feier anlässlich des 100sten Jubiläums des Bestehens der Fachhochschule Niederrhein, Krefeld und des 60jährigen Bestehens der Fachrichtung Farbe + Lack an diesem Institut, war der VILF in der Lage, eine signifikante finanzielle Unterstützung zur Anschaffung von Prüfgeräten zur Verfügung zu stellen.

Nach schweren Zeiten mit zahlreichen Austritten von Mitgliedern ging es 1982 wieder bergauf. Den bereits 1962 bis 1964 aufgenommene Kontakt zum Kultusministerium in Düsseldorf wurde 1982 erfolgreich weitergeführt. Der Fortbestand der Fachausbildung im Fachbereich „Farbe + Lack" in Krefeld war gesichert, sowie die Ingenieurausbildung in Krefeld und Paderborn mit dem Abschluss „Dipl.-Ing." gesetzlich verankert.

1984 konnte der Kollege Müller-Fokken bereits wieder 190 aktive und 13 fördernde Mitglieder vermelden. Nach vielen Jahren erfolgreicher Vorstandsarbeit stellte Herr Müller-Fokken sein Amt aus gesundheitlichen Gründen zur Verfügung. Sein Nachfolger wurde der langjährige Schatzmeister des Verbandes, Werner Frank, welcher mit einem stark verjüngten Vorstand, neuen Ideen und verstärkten Aktivitäten seine Arbeit aufnahm. In der Folge wurde z. B. das Mitgliederabonnement des Verbandsorgans des VILF, der Zeitschrift „Farbe + Lack", eingeführt, welches bis heute im Mitgliedsbeitrag der ordentlichen Mitglieder enthalten ist.

1994 Nach erfolgter Wiedervereinigung wurde vor allem auf Initiative der Vorstandsmitglieder Rolf Mari und Werner Frank Kontakt mit den Fachkollegen in den neuen Bundesländern aufgenommen, was sich ebenfalls in einer Erhöhung der Mitgliederzahl niederschlug. 1994, nachdem sich der Kollege Werner Frank aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zur Wiederwahl als Vorsitzender stellte, wurde ein neuer Vorstand unter der Leitung des bisherigen Geschäftsführers Jürgen Gnest gewählt. In Würdigung seiner Verdienste um den VILF wurde der Kollege Frank – wie bereits einige Jahre zuvor der Kollege Müller-Fokken – zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Beim seinerzeitigen Stand von etwa 400 aktiven Mitgliedern hat sich dieser Vorstand neue Arbeitsschwerpunkte gesetzt, um den Kontakt und den Zusammenhalt im Kollegenkreis weiter zu vertiefen. Die rege Teilnahme von 62 stimmberechtigten Kolleginnen und Kollegen – davon noch drei Gründungsmitglieder – an der letzten Mitgliederversammlung in Altenberg sowie die stolze Zahl von ca. 100 Zuhörern bei der angegliederten Vortragsveranstaltung war Indiz dafür, dass sich der VILF mit seiner jetzigen Arbeitsweise auf dem richtigen Weg befindet.

1996 feiert der Verband sein 40. Jubiläum. Da seit langem freundschaftliche Verbindungen zur Fachhochschule Niederrhein bestanden, fand ein Teil des Jubiläumsprogrammes in deren Räumlichkeiten statt. Bei der in diesem Rahmen durchgeführten Mitgliederversammlung wurde der amtierende Vorstand bestätigt. 1997 überschritt die Mitgliederanzahl die 600er Marke. Erstmalig in seiner Geschichte führte der VILF eine ganztägige Vortragsveranstaltung ohne angeschlossene Mitgliederversammlung durch. Ein Publikum von mehr als 100 Teilnehmern dokumentierte das Interesse und die Aktualität der Inhalte des Symposiums.

Die Gespräche bezüglich der Zusammenarbeit mit anderen Organisationen zeigen weitere Früchte. Die Vorstände von GDCh/ APi und VILF haben sich im Oktober verständigt, zukünftig die Abendveranstaltungen in Krefeld, Hamburg und Stuttgart gemeinsam durchzuführen. Der bisherige 2. Vorsitzende Hans-Dieter Christian wurde im November auf der Mitgliederversammlung zum neuen 1. Vorsitzenden gewählt. Den zweiten Vorsitz übernahmen Uwe Seemann und Jürgen Heupel. Anlässlich unserer 2-tägigen Tagung konnten wir über 220 Teilnehmer aus dem In- und Ausland begrüßen.

1998 Die Mitglieder wählten Rolf Mari, der bis dato die Funktion des 2. Vorsitzenden inne hatte zum 1. Vorsitzenden. In sein Amt wählten die Mitglieder Hans-Dieter Christian, der auch schon seit langen Jahren im Vorstand als Pressewart tätig war. Anlässlich der VILF-Tagung in Rödermark wurde der erste VILFTagungsband veröffentlicht. Rolf G. Mari Die Zusammenarbeit mit der Technischen Akademie Esslingen wurde initiiert. Die Mitgliederzahl übersteigt die Marke von 700. Damit gehört der VILF zu den mitgliederstärksten Verbänden der Branche.

Mit dem französischen Verband AFTPVA, dem Kollegenverband aus Frankreich, wurde in Mulhouse eine gemeinsame Pulverlacktagung durchgeführt. Dadurch, dass Englisch Konferenzsprache war, konnte sie von einem breiten Teilnehmerkreis aus dem europäischen Ausland genutzt werden. Die Aufnahme der Zusammenarbeit mit der Nürnberger Interessengemeinschaft Lack (NIL) erfolgte in diesem Jahr und seitdem finden gemeinsam organisierte Vortragsveranstaltungen im Nürnberger Raum statt. In der Stadthalle von Neu- Isenburg fand im November die jährliche Tagung des VILF statt, wobei ein Rekordzuspruch von 250 Zuhörern zu verzeichnen war.

2001 Der VILF organisierte zusammen mit dem Fatipec den gleichnamigen Kongress in Dresden. Dort zeichnete der VILF zum ersten Mal den besten praxisrelevanten Vortrag aus. Aufgrund der hervorragenden Qualität der Vorträge musste der Preis gesplittet werden, so dass er hälftig an Herrn Dr. E. Nun (Creavis) sowie an Herrn W. Könner (Kronos) ging. Erstmalig in der Geschichte des VILF ist der Vorstand komplett wiedergewählt worden. Die Amtszeit des Vorstandes ist auf 3 Jahre ausgedehnt worden, um eine noch effizientere Arbeit zu gewährleisten. Außerdem stellte sich der VILF mit Präsentationen, u.a. bei der FHTE Esslingen und dem GfKorr, vor. Uwe Seemann tritt aus beruflichen Gründen als zweiter Vorsitzender zurück. An seine Stelle tritt kommissarisch Angela Cackovich, bisher Ressort Schriftwesen.

2004 Der VILF bekommt eine neue Homepage, auf der sich die Mitglieder über aktuelle Themen informieren können. Durch das moderne Design und der Bedienerfreundlichkeit entspricht sie dem momentanen Zeitgeist. Die Jahrestagung ist auf Erfolgskurs. Nachdem sich der Veranstaltungsort Neu-Isenburg als optimal herauskristallisierte, konnte der VILF 2004 eine Rekordteilnahme von 275 Personen verzeichnen.

 

Entwurf einer neuen Satzung
06.06.2004 Die Geschäftsstelle des VILF macht uns darauf aufmerksam, dass die Vereinssatzung derzeit überarbeitet wird. Folgender Entwurf wird der Mitgliederversammlung 2004 zur Abstimmung vorgelegt werden. Mitglieder sind zur Mitwirkung aufgerufen. Siehe auch
www.vilf.de (VILF/Satzung/Entwurf)

Entwurf
Satzung
VI. Auflage 2004 Verband der Ingenieure des Lack- und Farbenfaches e.V.

Übersicht

1 Name, Sitz und Geschäftsjahr
2 Zweck des Verbandes
3 Mitgliedschaft
4 Aufnahme und Beendigung der Mitgliedschaft
5 Haftung der Mitglieder
6 Rechte und Pflichten des Mitglieds
7 Organe und Einrichtungen des Verbandes
8 Publikationen
9 Auflösung des Verbandes
10 Wirksamkeit der Satzungen

1. Name, Sitz und Geschäftsjahr

1.1 Der Verband ist ein Fachverband und führt den Namen „Verband der Ingenieure des Lack- und Farbenfaches e. V."

1.2 Sitz und Gerichtsstand des Verbandes sowie Erfüllungsort für Ansprüche aus dieser Satzung ist Düsseldorf.

1.3 Der Verband ist im Vereinsregister des Amtsgerichtes Düsseldorf eingetragen.

1.4 Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr und endet zum 31.12. des Jahres

2
. Zweck des Verbandes

2.1 Die Vertretung und Förderung der fachlichen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Belange seiner Mitglieder.

2.2 Durch geeignete Maßnahmen und Einrichtungen den Leistungsstand seiner Mitglieder zu heben und das Ansehen des Berufsstandes zu wahren.

2.3 Die Förderung des kollegialen Einvernehmens unter den Mitgliedern.

2.4 Die Pflege der fachlichen Zusammenarbeit mit anderen Organisationen.

2.5 Der Verband enthält sich jeder politischen Betätigung und der Verfolgung konfessioneller Ziele.
Der Verband ist selbstlos tätig. Eine wirtschaftliche und auf Gewinn gerichtete Tätigkeit ist ausgeschlossen.

2.6 Die Mittel des Verbandes dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden.

3. Mitgliedschaft

3.1 Art der Mitgliedschaft Mitglieder des Verbandes können natürliche und juristische Personen nach folgender Einteilung sein:
3.1.1 Persönliche Mitglieder können nur natürliche Personen sein. Es wird dabei unterschieden in:
3.1.1.1 Ehrenmitglieder 3.1.1.2 ordentliche Mitglieder
3.1.1.3 studierende und in Ausbildung befindliche Mitglieder
3.1.1.4 pensionierte Mitglieder
3.1.2 Aufnahmefähig sind alle Fachleute des Lack- und Farbenfaches, die folgende Bedingung erfüllen:
3.1.2.1 Ablegung der Diplomprüfung an einer deutschen oder ausländischen Technischen Hochschule oder Universität mit Fachrichtung Chemie.
3.1.2.2 Ablegung der Abschlussprüfung als Lacktechniker oder Lacklaborant.
3.1.2.3 Als studierende und in Ausbildung befindliche Mitglieder können Personen aufgenommen werden, die sich in der Ausbildung zu den Ziffern 3.1.2.1 oder 3.1.2.2 befinden.
3.1.2.4 Über die Aufnahme von Personen, die nicht die Bedingungen der Ziffer 3.1.2.1 bis 3.1.2.3 erfüllen, aber eine mehrjährige fachbezogene Tätigkeit nachweisen können, oder deren Mitgliedschaft erwünscht ist, entscheidet der Vorstand.
3.1.2.5 Personen, ob Mitglieder oder Nichtmitglieder, die sich um den Verband und um den Berufsstand besondere Verdienste erworben haben, können durch die Zuerkennung der Ehrenmitgliedschaft ausgezeichnet werden. Die Entscheidung erfolgt durch den Vorstand.
3.1.2.6 Fördernde Mitglieder Als fördernde Mitglieder können juristische Personen und Körperschaften in den Verband aufgenommen werden, die dem Verband ideelle und materielle Hilfe zuteil werden lassen.

4. Aufnahme und Beendigung der Mitgliedschaft

4.1 Aufnahmeanträge sind schriftlich an die Geschäftsstelle des Verbandes zu richten. Sie müssen mit der rechtsgültigen persönlichen Unterschrift des Antragstellers versehen sein. Der Antragsteller erkennt damit die Verbindlichkeit der Satzung an.
Der geschäftsführende Vorstand prüft die Anträge und gibt sie zur Bearbeitung an die Geschäftsstelle weiter. Falls keine Einwände bestehen, werden sie in unseren Verbandsmitteilungen veröffentlicht. Wenn innerhalb von 4 Wochen kein Einspruch erfolgt, wird der Antrag vom erweiterten Vorstand weiterbearbeitet. Ablehnungsgründe müssen nicht mitgeteilt werden. Die Mitgliedschaft beginnt mit dem Tage, an welchem die Aufnahme bestätigt wurde. Der Mitgliedsbeitrag wird jeweils zum 1.1. oder 1.7. eines Jahres fällig.

4.2 Die Mitgliedschaft ist persönlich.
4.2.1 Sie endet durch Austritt, Ausschließung oder Tod.
4.2.2 Die Kündigung muss drei Monate vor Ende des Kalenderjahres per Einschreiben dem Vorstand des Verbandes vorliegen (Datum des Poststempels)
4.2.3 Durch Tod bedingte Beendigung der Mitgliedschaft wird mit Ablauf des Monats, in dem der Betreffende verstorben ist, wirksam.
4.2.4 Die Ausschließung erfolgt durch Beschluss des Vorstandes. Der Vorstand muss dem Auszuschließenden vor der Beschlussfassung Gelegenheit zur Stellungnahme in mündlicher oder schriftlicher Form geben. Der Beschluss ist dem ausgeschlossenen Mitglied schriftlich per Einschreiben mitzuteilen. Der Ausgeschlossene kann binnen 2 Monaten nach Mitteilung des Ausschlusses (Datum der Posteinlieferung) Einspruch erheben und die Entscheidung der Mitgliederversammlung beantragen. 3/4-Stimmenmehrheit entscheidet. Der rechtzeitig eingelegte Einspruch hebt die Wirkung des Ausschließungsbeschlusses bis zur Mitgliederversammlung auf. Die Mitgliedschaft für das ausgeschlossene Mitglied endet bei Nichtinanspruchnahme des Einspruchrechtes mit Ablauf des auf das Datum der Postzustellung folgenden Monates. Die Gründe des Ausschlusses können folgender Art sein:
4.2.4.1 Verstoß gegen die Satzung.
4.2.4.2 Feststellung ehrenrührigen Verhaltens.
4.2.4.3 Nichtzahlung der Beiträge trotz zweimaliger schriftlicher Mahnung.

4.3 Bei Beendigung der Mitgliedschaft erlöschen alle Rechte, insbesondere an das Vermögen des Verbandes, sofern die Mitgliederversammlung nicht etwas anderes beschließt.

4.4 Ansprüche des Verbandes an ein ausscheidendes Mitglied verfallen nicht.

4.5 Eine Erstattung eingezahlter Beträge (auch anteilig) erfolgt nicht
. bei Austritt oder Ausschluss

5. Haftung der Mitglieder

Eine persönliche Haftung der Mitglieder ist ausgeschlossen.

6. Rechte und Pflichten des Mitglieds

6.1 Die Mitglieder erhalten Auskunft in allen Fragen, die den Aufgabenbereich des Verbandes berühren.

6.2 Die Mitglieder nehmen die ihnen satzungsgemäß zustehenden Rechte selbst wahr. Vertreter können nur von Mitgliedern gem. 3.1.2 benannt werden.

6.3 Die Mitglieder sind verpflichtet, die Bestrebungen des Verbandes gem. Ziffer 2 zu unterstützen und die dem Verband zustehenden Beträge fristgerecht zu entrichten. Eine Rückzahlung entrichteter Beträge ist ausgeschlossen. Ehrenmitglieder sind von der Zahlung der Beiträge befreit.

7. Organe und Einrichtungen des Verbandes

7.1 Vorstand
7.1.1 Der geschäftsführende Vorstand im Sinne des § 26 BGB sind: der erste und zwei zweite Vorsitzende.
7.1.2
Der erweiterte Vorstand setzt sich zusammen aus – dem geschäftsführenden Vorstand gem. Ziff. 1.1., – einem(r) Schatzmeister(in), – stellvertretendem(r) Schatzmeister(in), – Schriftführer(in), – stellvertretendem(r) Schriftführer(in), – Leiter(in) Bereich Öffentlichkeitsarbeit, – zwei Mitarbeiter(innen) des Bereiches Öffentlichkeitsarbeit, – Leiter(in) Pressestelle, – Zwei Mitarbeiter(innen) der Pressestelle sowie – den Vorsitzenden der Bezirksgruppen.
7.1.3 Wahl des Vorstandes Der erweiterte Vorstand wird von der Mitgliederversammlung je nach Mehrheitsbeschluss in geheimer oder offener Wahl bei Stimmberechtigung aller anwesenden Mitglieder (Mitglieder gem. Ziffer 3.1.1.2) gewählt. Die Amtsdauer beträgt 3 Jahre. Der Vorstand bleibt bis zur nächsten Wahl im Amt. Wiederwahl ist zulässig.
7.1.4 Aufgaben des Vorstandes Der Vorstand erledigt alle anfallenden Angelegenheiten des Verbandes. Er vertritt den Verband gerichtlich und außergerichtlich. Er hat unbeschadet seiner Vertretungsvollmacht nach außen die Beschlüsse des erweiterten Vorstandes und der Mitgliederversammlung zu vertreten. Ihm steht zum Zwecke der ordentlichen Ausgaben die Verfügung über die Mittel der Verbandskasse zu.
Für außerordentliche Ausgaben bedarf es der Zustimmung der Mitgliederversammlung. Urkunden, die den Verband vermögensrechtlich verpflichten, sind vom 1. Vorsitzenden in Gemeinschaft mit mindestens einem der zweiten Vorsitzenden zu unterzeichnen. Zur Vollziehung anderer als vermögensrechtlicher Verpflichtungserklärungen und von Zahlungsanweisungen genügt die Unterschrift des Schatzmeisters oder seines Stellvertreters. Der Vorstand hat in allen Aufgaben, deren Erledigung nicht bis zur nächsten Mitgliederversammlung zurückgestellt werden kann, das Recht der Entscheidung. Über alle Beschlüsse des Vorstandes ist eine Niederschrift anzufertigen, die vom Vorsitzenden der Sitzung und mindestens zwei weiteren Sitzungsteilnehmern zu unterzeichnen ist. Alle Mitglieder des geschäftsführenden und erweiterten Vorstandes erhalten hiervon eine Abschrift. Die Sitzungen der genannten Organe sind abzuhalten, wenn beim Vorstand 2 Mitglieder und beim erweiterten Vorstand 5 Mitglieder die Anberaumung beantragen. Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn mindestens 2, und der erweiterte Vorstand, wenn mindestens 4 Mitglieder anwesend sind. Die Ablehnung oder Zustimmung über Anträge kann durch einfache Stimmenmehrheit erfolgen. Bei Stimmengleichheit gilt der Antrag als abgelehnt.

7.2 Mitgliederversammlung
7.2.1 Die Mitgliederversammlung regelt die Angelegenheiten des Verbandes, soweit sie nicht vom Vorstand durch Beschlussfassung erledigt werden. Die Beschlüsse werden mit
einfacher Stimmenmehrheit gefasst. Die Zustimmung kann auch durch eine schriftliche Befragung mittels Einschreiben eingeholt werden. Die Mitglieder versammeln sich regelmäßig alle drei Jahre. Die Einberufung der Mitgliederversammlung erfolgt durch den Vorstand. Der Vorstand ist auf Verlangen eines Fünftels der ordentlichen Mitglieder verpflichtet, außer der regulären, weitere Mitgliederversammlungen einzuberufen. Weiterhin kann der Vorstand zentrale Verbandsveranstaltungen zur Abhaltung außerordentlicher Mitgliederversammlungen nutzen. Die Einberufung zur Mitgliederversammlung muss in jedem Falle mindestens vier Wochen vorher ergehen und die geplanten Tagungsordnungspunkte enthalten. In dringenden Fällen kann der Vorstand die Frist auf 14 Tage verkürzen. Die Mitgliederversammlung ist ohne Rücksicht auf die Zahl der anwesenden ordentlichen Mitglieder beschlussfähig. Wahlen und Beschlüsse sollen durch Handzeichen vorgenommen werden. Soll schriftlich abgestimmt werden, muss dies mindestens von der Hälfte der anwesenden Stimmberechtigten verlangt werden. Ein Antrag gilt als angenommen bei einfacher Stimmenmehrheit. Bei Stimmengleichheit gilt der Antrag als abgelehnt. Stimmenvertretungen sind ausgeschlossen. Satzungsänderungen und die Auflösung des Verbandes erfordern Dreiviertelmehrheit.
Der Mitgliederversammlung sind insbesondere vorbehalten:
7.2.1.1 Entgegennahme des Geschäfts- und Kassenberichtes des Vorstandes sowie die Entlastung des Vorstandes (oder der Geschäftsführung, falls vorhanden).
7.2.1.2 Wahl des Vorstandes.
7.2.1.3
Genehmigung des Haushaltsplanes.
7.2.1.4 Festsetzung von Mitgliedsbeiträgen, Aufnahmegebühren und etwaigen Umlagen.
7.2.1.5 Satzungsänderungen
7.2.1.6 Wahl von zwei
Kassenprüfern
7.2.1.7 Planung oder Festlegung der nächsten odentlichen Mitgliederversammlung
7.2.1.8 Ausschlüsse aus dem Verband.
7.2.2 Anträge, die zur Beratung und Beschlussfassung unterbreitet werden sollen, sind mit Begründung 14 Tage vorher dem erweiterten Vorstand einzureichen. Anträge können aber auf Wunsch eines Mitgliedes direkt behandelt werden. Es muss darüber verhandelt werden, wenn der Vorstand oder die Mehrheit der erschienenen Mitglieder es fordert.
7.2.3 Die Mitgliederversammlung wird
vom Vorsitzenden oder einem seiner Stellvertreter geleitet. Über die Beschlüsse der Mitgliederversammlung ist eine Niederschrift aufzunehmen, die von dem Versammlungsleiter und mindestens drei weiteren Sitzungsteilnehmern zu unterzeichnen ist.
7.2.4 In der Mitgliederversammlung ist jedes ordentliche Mitglied gem. Ziffer 3.1.1.2 stimmberechtigt.

7.3 Arbeitsausschüsse Der Vorstand kann bei Bedarf Arbeitsausschüsse für einzelne Sachgebiete bilden.

7.4 Der Geschäftsführer (sofern bestellt)
7.4.1 Der Geschäftsführer wird vom erweiterten Vorstand vertraglich bestellt.
7.4.2 Der Geschäftsführer hat die Geschäfte des Verbandes und seiner Organe nach Maßgabe dieser Satzung unparteiisch zu führen.
7.4.3 Der Geschäftsführer ist dem Vorstand gegenüber für seine Tätigkeit verantwortlich.
7.4.4 Er ist verpflichtet, an den Sitzungen des Vorstandes, der Mitglieder und der Ausschüsse beratend teilzunehmen.
7.4.5 Der Geschäftsführer kann in den Grenzen des Haushaltsplanes den Verband verpflichtende Geschäfte vornehmen.

7.5 Rechnungsprüfer
Die Rechnungsprüfer stehen dem Vorstand und dem Geschäftsführer zur Seite. Sie haben die Innehaltung des von der Mitgliederversammlung genehmigten Haushaltsplanes zu überwachen, die Kasse und die Jahresrechnung zu prüfen und der Mitgliederversammlung den Prüfbericht zu erstatten.

7.6 Bezirksgruppen
Es werden je nach Bedarf Bezirksgruppen gebildet.

8. Publikationen
Zur Veröffentlichung der Mitteilungen des Verbandes sind folgende Organe vorgesehen: (Die hierdurch entstehenden Kosten trägt der Verband.)

8.1 Verbandsmitteilungen, die in den Fachzeitschriften möglichst monatlich erscheinen.

8.2 Die Mitgliederliste, wird jährlich aktualisiert und nur den Mitgliedern auf Verlangen überlassen.


9. Auflösung des Verbandes
Die Auflösung des Verbandes kann von der Mitgliederversammlung in geheimer Abstimmung mit Dreiviertel-Stimmenmehrheit beschlossen werden. Die danach erforderliche Liquidation wird vom Vorstand durchgeführt, sofern die Mitgliederversammlung nicht andere Liquidatoren bestellt. Bei Auflösung des Verbandes fällt ein bestehendes Guthaben an das SOS-Kinderdorf.