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FPL

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Forschungsgesellschaft für Pigmente und Lacke
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Allgemeines    
Abteilungen    
Aktivitäten    
Geschäftsführung Dr. Michael Hilt
Geschäftsführer
Forschungsgesellschaft für Pigmente und Lacke e.V.
Allmandring 37
70569 Stuttgart
Deutschland

Telefon: +49 711 68780 20 bzw. 21
Mobil:    +49 160 96395074
Fax:      +49 711 68780 89
E-Mail:   hilt@fpl.uni-stuttgart.de

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Aktuell

FPL: Nano-Technik – Entwicklungen bei Smart-Coatings - Eine Konferenz

colour-europe.de 08.08.2006. (IPL) "Nanotechnologie in der Lackpraxis" will in seiner dritten Folge Beschichtungen mit neuen Funktionen vorstellen, die über Schutz und Dekor hinausgehen. Nur wenige dieser funktionellen Materialien haben es bereits zu konkreten Produkten gebracht – solche Entwicklungen bilden den Schwerpunkt einer weiteren Fachkonferenz: Zum Beispiel spezielle Titandioxid-Pigmente, die in.Beschichtungen bei Bestrahlung mit (UV-)Licht photokatalytisch aktiv werden und dann organischen Schmutz, Mikroben oder Smog rückstandsfrei zersetzen sollen. Oder antimikrobiell wirkende Beschichtungen auf der Basis von Nano-Silberpartikeln. Obwohl die sterilisierende Wirkung von Silberpartikeln schon seit langer Zeit bekannt ist, ist ihr Einsatz in Lacken neu. Auch stellt sich die Frage: Was können entsprechende Beschichtungen in der Praxis leisten und wo liegen ihre Grenzen? Interessant sind leitfähige Kohlenstoff-Nanoröhrchen oder transparente leitfähige Oxid-Nanopartikel für neuartige Antistatiklacke über wärmestrahlungsabweisende Schichten bis hin zu gedruckter Elektronik. Die eintägige Fachkonferenz wird am 12.10.2006 in Stuttgart stattfinden. friedericke.plasswich@coatings.de

Das FPL
AUFGABEN
UND
ZIELE

Das Forschungsinstitut für Pigmente und Lacke e.V. betreibt seit mehr als 50 Jahren Forschung für die Pigment-, Farben- und Lackindustrie sowie die Lackanwender. Weitere Schwerpunkte des FPL sind die Aus- und Fortbildung auf diesen Arbeitsgebieten sowie analytische und anwendungstechnische Arbeiten.

Ziel der von der Öffentlichen Hand geförderten Forschungsprojekte ist es, der Industrie und hier besonders den kleinen und mittleren Unternehmen nachhaltige Impulse für deren Produkt- und Anwendungsinnovationen zu geben. In der Vertragsforschung wird bilateral direkt mit der Industrie zusammengearbeitet. Eine weitere zentrale Aufgabe des FPL ist - in enger Zusammenarbeit mit der Universität Stuttgart - die Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses: Über 300 Doktorarbeiten wurden bisher am FPL auf dem Gebiet der Lack- und Pigmentforschung praxisnah durchgeführt. Dazu kommt die Aus- bzw. Fortbildung von Fachleuten aus der Industrie. Zur Zeit steht die Coloristen-Ausbildung im Vordergrund. - Zum Dienstleistungsangebot des FPL gehören die Bearbeitung anwendungstechnischer Fragestellungen sowie die Entwicklung und Anwendung von Mess- und Prüfmethoden für Beschichtungsstoffe und Beschichtungen. Dazu zählen auch die Erstellung von Gutachten und Schadensanalysen und die Mitwirkung an der Erarbeitung von technischen Regelwerken der Branche.

ORGANISATION
DES FPL

Das Forschungsinstitut für Pigmente und Lacke e.V. wurde 1950 als eingetragener und gemeinnütziger Verein gegründet und hat seither seinen Sitz in Stuttgart.

Zu seinen Mitgliedern und damit Trägern zählen Firmen der Pigment-, Farben- und Lackindustrie sowie deren Verbände, die chemische Industrie und Anwender von Beschichtungsstoffen (wie z.B. Lacke und Baufarben).

Die Organe des FPL sind:

  • die Mitgliederversammlung
  • der Vorstand
  • das Kuratorium und
  • die Technische Kommission
  • Die Institutsleitung besteht aus dem Institutsleiter
  • und dem Geschäftsführer des FPL.

Der Institutsleiter ist zugleich Ordinarius für Makromolekulare Chemie und Leiter des Instituts für Angewandte Makromolekulare Chemie der Universität Stuttgart. Diese Verbindung ermöglicht eine gegenseitige Unterstützung in der Polymer- und Materialforschung. In der Führungs- und Organisationsstruktur sind wissenschaftliche Qualifikation und Praxiserfahrung vereint.

Forschungs- und Servicearbeiten werden in 4 Abteilungen durchgeführt:

Das FPL beschäftigt heute rund 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Seit 1956 ist das FPL Mitglied der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen "Otto von Guericke" e.V.

In diesem Rahmen bearbeitet das FPL Projekte industrieller Gemeinschaftsforschung im vorwettbewerblichen Bereich, die besonders kleineren und mittleren Unternehmen zugute kommen.

Das FPL ist Mitglied der Deutschen Forschungsgesellschaft für Oberflächenbehandlung e.V. und der Gesellschaft für Korrosionsschutz e.V.

WIRTSCHAFTSNAHE
FORSCHUNG
UND DEREN
AUSRICHTUNG


Die anwendungsorientierte Forschung ist eine zentrale Aufgabe des FPL. Daneben wird im FPL auch erkenntnisorientierte Grundlagenforschung betrieben, insbesondere in Zusammenarbeit mit dem Institut für Angewandte Makromolekulare Chemie der Universität Stuttgart.

Bei den von der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen e.V. (AiF) bzw. den Wirtschaftsministerien geförderten Vorhaben steht das Forschungsinteresse der mittelständischen Industrie im Vordergrund. Diese Vorhaben werden mit den Mitgliedsfirmen zusammen ausgewählt.

Forschungs- und Arbeitsausschüsse begleiten die Forschungsarbeiten bis zu deren Umsetzung. Die vom BMBF, anderen Bundesministerien und der EU geförderten Vorhaben sind insbesondere zukunftsorientierte Forschungsthemen wie z.B. neue Technologien und Umweltschutzprobleme, bei denen mit Industriepartnern zusammengearbeitet wird. Die Vertragsforschung für die Industrie ergänzt bzw. verstärkt das Fachwissen der Partner. Das FPL bringt in diese Arbeiten seine Ressourcen an Fachleuten und Forschungseinrichtungen ein.

KERNKOMPETENZEN
DES FPL
2006
(siehe auch Das FPL 2007 )

Diese ergeben sich aus einer intensiven Zusammenarbeit mit der Industrie und mit anderen Forschungseinrichtungen im Umfeld des FPL und aus den Arbeitsschwerpunkten, der Qualifikation und dem Fachwissen der Mitarbeiter des FPL auf den Gebieten:

Pigmente:

Organische Modifizierung von Pigment- bzw. Partikeloberflächen für leichtere Dispergierung und bessere Stabilisierung

Bindemittel:

  • Struktur-Eigenschaftsbeziehungen von Beschichtungsstoffen (einschließlich UV-,Wasser- und Pulverlacken) sowie von Rheologieadditiven
  • Laserbeschriftung von Beschichtungen und Kunststoffen

Beschichtungsstoffe:

Charakterisierung des Trocknungs- und Härtungsvorganges von Beschichtungsstoffen Filmbildung von Beschichtungsstoffen und Haftmechanismen von Beschichtungen auf Metallen und Kunststoffen

Beschichtungen:

  • Mechanische und thermomechanische Eigenschaften von Beschichtungen Korrosionsschutz von Stahl und Nichteisenmetallen
  • Elektrochemische Untersuchungen von Beschichtungen auf Metallen
  • Wetterbeständigkeit, Alterungs und Verschmutzungsverhalten von Beschichtungen
  • Mikroskopische Untersuchungen von Beschichtungen und Substrat-Oberflächen
  • Instrumentelle Analytik bei Beschichtungen (z.B. IR, Farbmetrik, GC, DMA, thermische Verfahren)

AUSSTATTUNG
UND RESSOURCEN

Im FPL werden viele physikalische und chemische Untersuchungs- und Prüfmethoden eingesetzt, von konventionellen genormten Prüfverfahren (DIN, EN, ISO, ASTM) bis zu modernen Prüfgeräten zur Aufklärung des strukturellen Aufbaus von Beschichtungen und ihrer Bestandteile.

Ebenso wichtig wie die apparative Ausstattung ist die Auswertung der Messungen durch erfahrene Mitarbeiter. Eine umfangreiche Bibliothek und neue Datenbanken erlauben eine umfassende Information.

Einige wichtige Untersuchungsmethoden sollen hervorgehoben werden, wovon die kursiv geschriebenen Prüfmethoden durch den DAR (DAC-P 0144-02-00) akkreditiert sind.

Charakterisierung von Pigmenten

  • Farbstärke und Farbechtheit

  • Dispergierbarkeit (DIN 53 238, DIN 53 238-13)

  • UV-Beständigkeit (Xenotest, UV-Lampen)

  • Löslichkeit (DIN/ISO 787)
     -pH-Wert von Extrakten

  • Teilchengröße
     
    - Sedimentation (Sedigraph)
     - Quasielastische-Laser-Lichtstreuung (QUELLS)
     - Elektrokinetische Schallamplitude (ESA)
     
    - Zetapotential, Teilchenladung

Spezielle Prüfungen von Beschichtungsstoffen und Beschichtungen

  • Rheologische Untersuchungen
  • Farbmetrik

Mechanische Beständigkeit organischer Beschichtungen

  • Spannungs-Dehnungsmessungen
  • Dynamisch-Mechanische Analyse (DMA)
  • Bestimmung der Kratzfestigkeit
  • Stoß *- und Schlagbeanspruchung
  • Eindringhärtemessungen
  • Haftfestigkeit bei Normal- und Scherbeanspruchung

Thermische Analyseverfahren

  • Thermogravimetrie (TG)
  • Differenz Scanning Calorimetrie (DSC)
  • Bestimmung der TG durch Dynamisch-Mechanische Analyse (DMA)*

Mikroskopische Analyse von Pigmenten, Beschichtungen und Substraten

  • Rasterelektronenmikroskopie (REM)
  • Transmissionselektronenmikroskopie (TEM)
  • Röntgen-Mikroanalyse (EDX)
  • Atomkraftmikroskopie (AFM)
  • Lichtmikroskopie
  • Konfokale Laser-Scanning Mikroskopie

Spektrale und chromatographische Analysen

  • Bindemittelbestimmung durch
  • Infrarotspektroskopie (IR) *
  • NIR-Spektroskopie
  • IR-Mikroskopie
  • Atomemissionsspektroskopie (AES)
  • Gaschromatographie (GC)
  • Gelpermeationschromatographie (GPC)
  • Hochdruckflüssigkeitschromatographie (HPLC)
  • IR/Ramanspektroskopie
  • Kernspinresonanz (NMR)

Langzeitbeständigkeit und Korrosionsschutz
von Beschichtungen

  • Salzsprühtest (DIN 50 021) *
  • Kondenswassertest (DIN 50 017) *
  • Anwendung der EIS (Electrochemical
  • Impedance Spectroscopy) und ENA
  • (Electrochemical Noise Analysis) zur
  • Beurteilung von Korrosionsvorgängen
  • Bestimmung der Delamination und
  • Unterwanderung unter Anwendung von SVET (Scanning Vibrating Electrode Technique) und von LICT (Local Ion
  • Concentration Technique)
  • Künstliche Bewitterung durch UVBestrahlung, kombiniert mit Temperatur-,
  • Feuchtigkeits- und Schadgasbelastung (SO2, NOx und O3)
  • Lokale pH-Messungen an Verletzungsstellen (LICT)

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IPA: 50 Jahre - Neue Institute und Arbeitsgebiete
FPL wird integriert

colour-europe.de - 25.06.2009 - Düsseldorf. Wie unser Magazin bereits berichtete, wird das Forschungsinstitut für Farben und Lacke e.V., Stuttgart, jetzt in das räumlich benachbarte FRAUNHOFER Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) unter der Leitung von Prof. Dr. Westkämper integriert werden. Das IPA feiert in diesem Jahr sein 50stes Bestehen. Senat und Mitgliederversammlung der Fraunhofer-Gesellschaft haben am 23. und 24. Juni 2009 beschlossen, die Forschungsgesellschaft für Angewandte Naturwissenschaften FGAN in die Fraunhofer-Gesellschaft zu integrieren. Bereits am 4. Juni hatten die Gremien der FGAN diesem Zusammenschluss zugestimmt. Auch alle relevanten politischen Gremien, Finanz- und Kartellbehörden gaben bereits grünes Licht. Ebenfalls bewilligt wurde die Integration des Forschungsinstitut für Pigmente und Lacke FPL e.V. in Stuttgart. Dr. Michael Hilt, hat als neuer FPL-Geschäftsführer (ab 1. Juli 2009, siehe unten) die Aufgabe, den begonnenen Strategieprozess für den FPL e. V. umzusetzen

Ausbau der Lackentwicklung und -fertigung: Das Stuttgarter Forschungsinstitut für Pigmente und Lacke FPL e.V. beschäftigt sich mit Lackrohstoffen, Lacken und Lackierung für Fahrzeuge, Korrosionsschutz oder als Anstrichmittel für Bauten. 30 Mitarbeiter bewegen ein jährliches Finanzvolumen von etwa 2,8 Millionen Euro. Eine Darstellung der Einnahmeentwicklung siehe links. Das Thema Lackiertechnik wurde vom FPL bislang am Rande bearbeitet. Am Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA hingegen besteht ein gut etabliertes Arbeitsgebiet Lackiertechnik. Durch die Integration des FPL als neue Abteilung »Lacke und Pigmente« in das auch räumlich benachbarte Fraunhofer-Institut soll ein ganzheitliches Technologiefeld rund um das Thema Farben und Lacke entstehen. Mit der Fusion sollen chemische Grundlagenforschung und Fertigungstechnik (Applikation) bei Lacken enger zusammenwachsen.

Das Forschungsinstitut für Pigmente und Lacke e.V. wurde 1950 als eingetragener und gemeinnütziger Verein gegründet und betreibt seit mehr als 50 Jahren Forschung für die Pigment-, Farben- und Lackindustrie sowie die Lackanwender. Weitere Schwerpunkte des FPL sind die Aus- und Fortbildung auf diesen Arbeitsgebieten sowie analytische und anwendungstechnische Arbeiten. Das Institut  hat seinen Sitz in Stuttgart. Zu seinen Mitgliedern und damit Trägern zählen Firmen der Pigment-, Farben- und Lackindustrie sowie deren Verbände, die chemische Industrie und Anwender von Beschichtungsstoffen (wie z.B. Lacke und Baufarben).

Ziel der von der Öffentlichen Hand geförderten Forschungsprojekte ist es, der Industrie und hier besonders den kleinen und mittleren Unternehmen nachhaltige Impulse für deren Produkt- und Anwendungsinnovationen zu geben. In der Vertragsforschung wird bilateral direkt mit der Industrie zusammengearbeitet. Eine weitere zentrale Aufgabe des FPL ist - in enger Zusammenarbeit mit der Universität Stuttgart - die Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses: Über 300 Doktorarbeiten wurden bisher am FPL auf dem Gebiet der Lack- und Pigmentforschung praxisnah durchgeführt. Dazu kommt die Aus- bzw. Fortbildung von Fachleuten aus der Industrie. Zur Zeit steht die Coloristen-Ausbildung im Vordergrund. - Zum Dienstleistungsangebot des FPL gehören die Bearbeitung anwendungstechnischer Fragestellungen sowie die Entwicklung und Anwendung von Mess- und Prüfmethoden für Beschichtungsstoffe und Beschichtungen. Dazu zählen auch die Erstellung von Gutachten und Schadensanalysen und die Mitwirkung an der Erarbeitung von technischen Regelwerken der Branche.

Die Integration der drei FGAN-Institute – für Hochfrequenzphysik und Radartechnik FHR, für Kommunikation, Informationsverarbeitung und Ergonomie FKIE, beide in Wachtberg, sowie für Optronik und Mustererkennung FOM in Ettlingen – erfolgt rechtlich zum nächstmöglichen Zeitpunkt. Das wird im Sommer sein und dann wirtschaftlich rückwirkend zum 1. Januar 2009. Gleichzeitig soll das FGAN-Institut FOM mit dem Fraunhofer-Institut für Informations- und Datenverarbeitung IITB in Karlsruhe zum 1. Januar 2010 fusionieren.


IPA begeht ein halbes Jahrhundert Bestehen:
Unter dem Motto »Wir produzieren Zukunft« feiert das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA vom 30. Juni bis 3. Juli 2009 sein Jubiläum. Das 1959 gegründete Institut wurde 1971 in die Fraunhofer-Gesellschaft aufgenommen, die in diesem Jahr 60 wird und aus diesem Anlass mit einer Roadshow in Deutschland unterwegs ist.
Innerhalb der 57 Institute zählenden Forschungsgesellschaft gehört das IPA zu den größten Einzelinstituten und beschäftigt rund 200 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und weitere 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Administration und Laboren. Sein Jahresbudget beträgt rund 37 Mio Euro, 50 Prozent der Erträge stammen aus Industrieprojekten.
Organisatorische und technologische AufgabensteIlungen, insbesondere aus dem Produktionsbereich von Industrieunternehmen, sind die Forschungs- und Entwicklungsschwerpunkte des Fraunhofer-Instituts

für Produktionstechnik und Automatisierung IPA. 14 Fachabteilungen arbeiten in den Gebieten Unternehmensorganisation, Oberflächentechnik und Automatisierung. Die FuE-Projekte zielen auf verbesserte, kostengünstigere und umwelt-freundlichere Produktsabläufe und -produkte, indem Automatisierungs- und Rationalisierungsreserven in den Unternehmen identifiziert und spezifisch umgesetzt werden. Dadurch wird die Wettbewerbsfähigkeit der Firmen gestärkt und die Arbeitsplatzsituation verbessert.

FPL: Wechsel in der Geschäftsführung

Phänomen Farbe - 22.06.2009 - Stuttgart - Dr. W. Philipp Öchsner (66), seit 2000 Geschäftsführer des Forschungsinstitutes für Pigmente und Lacke (FPL) e.V., beendet seine Tätigkeit am FPL zum 30. Juni 2009. Er promovierte nach dem Chemiestudium in Stuttgart und Hamburg bei Prof. Hamann an der TU Stuttgart. Im Anschluss daran absolvierte er an der TU München ein betriebswirtschaftliches Aufbaustudium. Seine berufliche Laufbahn begann er 1972 bei der damaligen Lechler Chemie (heute Sika) und war dort von 1976 bis 1987 für Forschung und Entwicklung verantwortlich. 1988 wechselte er zu Permatex (früher Herberts Gruppe, heute Sika) und leitete dort bis 1999 die Entwicklung und Anwendungstechnik.

Neben seiner Tätigkeit in der Lackindustrie und im FPL hat sich Öchsner auch in deren Umfeld engagiert: Von 1993 – 1999 war er Vorsitzender im „Korrosionsschutztechnischen Ausschuss des Lackverbandes", an der TA Esslingen leitete er über ein Jahrzehnt hinweg den Fortbildungskurs „Korrosionsschutz durch Beschichtungen" und in den letzten fünf Jahren, zusammen mit dem Vincentz Verlag, die Fachkonferenz „Nanotechnologie in der Lackpraxis".

Als Geschäftsführer des FPL galt sein besonderes Interesse der strategischen Ausrichtung der Forschungsaktivitäten des FPL und einer guten Zusammenarbeit mit den Mitgliedern und Geschäftspartnern.

Dr. Michael Hilt (49), der am FPL in den Jahren 1985 – 1988 seine Dissertation bei Prof. Dr. L. Dulog über ein Thema zur Stabilisierung von wässrigen Lacksystemen durchgeführt hat, wird zum 1. Juli 2009 zum Geschäftsführer des FPL e. V. ernannt. Michael Hilt war vor seiner Rückkehr ins FPL von 1988 bis 2009 bei der DAIMLER AG in verschiedenen leitenden Funktionen im Bereich Weiterentwicklung der Oberflächentechnik weltweit tätig. So hat Hilt neben der Unterstützung bei der Einführung und Weiterentwicklung Integrierter Lacksysteme und wässriger Klarlacke insbesondere bei der Performanceoptimierung bezüglich Kratzbeständigkeit von 2K-Klarlacken maßgeblich mitgewirkt. Eng mit ihm sind auch neue Effekte und Farben verbunden, die Mercedes-Benz in jüngster Zeit in die Serie einführen konnte. Seit 2003 war Dr. Hilt im Vorstand des FPL e. V. aktiv. Dr. Hilt hat nun in seiner neuen Funktion die Aufgabe, den begonnenen Strategieprozess für den FPL e. V. umzusetzen, und das Forschungsinstitut in das räumlich benachbarte FRAUNHOFER Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) unter der Leitung von Prof. Dr. Westkämper zu integrieren. hilt@fpl.uni-stuttgart.de  www.fpl.uni-stuttgart.de

FPL: 2007 - Chancen und Perspektiven

Phänomen Farbe, 15.6.2001. Zum 50-jährigen Bestehen des Forschungsinstituts für Pigmente und Lacke e.V., Stuttgart, berichtete Dr. W. Philipp Öchsner, Geschäftsführer des fpl über Chancen und Perspektiven des Institutes. Der Text erschien in der Festbroschüre zum Jubiläum. Unsere Redaktion veröffentlicht den Beitrag leicht redigiert in Ergänzung zu Ihrer Serie „Studium in Deutschland".

fpl-Geschäftsführer Dr. Öchsner wurde am 3.3.1943 in Dettenhausen/Tübingen geboren und war nach seinem Studium in Stuttgart, Hamburg und der Promotion bei Prof. Hamann an der Universität Stuttgart, nach einem Aufbaustudium zum Dipl.-Wirtschaftsingenieur an der TU München und einem Stipendium von 1964 bis 1972 zunächst von 1972 bis 1987 Entwicklungsleiter in der Bautenschutzindustrie, wo er 1986 zum Mitglied der Geschäftsleitung ernannt wurde. Von 1988 bis 1999 leitete er die Entwicklung und die Anwendungstechnik in einem Unternehmen der Lackindustrie (Korrosionsschutz) und kam am 1.2.2000 als Geschäftsführer an das Forschungsinstitut für Pigmente und Lacke e.V., Stuttgart. Neben seiner Tätigkeit als Dozent an der TA Esslingen (seit 1992) war er von 1993 bis 1999 Vorsitzender im Korrosionsschutztechnischen Ausschuss des Verbandes der Lackindustrie e.V., Frankfurt am Main. Als Geschäftsführer des fpl gilt sein Interesse nun den Geschäften und der Geschäftsentwicklung, den Rahmenbedingungen des fpl als eingetragenem Verein und zugleich als Forschungsinstitut, dem Leistungsspektrum, das das fpl anbietet, den Ressourcen und vor allem der Frage, mit welchen Aktivitäten das fpl seine Einnahmen künftig am besten erwirtschaften kann.

Die Rahmenbedingungen des fpl e.V. im Einzelnen

  • Die Mitglieder und hier an vorderster Stelle der Verband der Lackindustrie e.V. und der Verband der Mineralfarbenindustrie e.V. sind die Träger des fpl e.V. Die anwendungsorientierten Forschungsthemen und die anderen Leistungsangebote richten sich deshalb nach den Interessen der Mitglieder. Die Grundfinanzierung des fpl bestreiten zum größeren Teil die beiden Verbände und die anderen Mitglieder. Dazu kommen eine Forschungsförderung durch den Fonds der chemischen Industrie sowie eine institutionelle Förderung durch das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg.
  • Das fpl steht mitten drin im neuen Universitätsgelände der hiesigen Hochschule, an dem noch weitere Forschungsinstitute angesiedelt sind. Der Institutsleiter des fpl ist zugleich Direktor des Instituts für Angewandte Makromolekulare Chemie (IAMC) der Universität Stuttgart, was u.a. eine Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses am fpl in Form von Diplom- und Doktorarbeiten möglich macht..
  • Seit 1956 ist das fpl e.V. Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke" e.V. (AiF).
  • Unter diesem Dach betreibt das fpl industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) für die mittelständische Pigment- und Lackindustrie. Diese Gemeinschaftsforschung wird gezielt vom Bundesministerium für Wirtschaft (BMWi) gefördert; die AiF ist Projektträger für das BMWi.
  • Die Akzente der AiF liegen auf vorwettbewerblichen Forschungsthemen wie z.B: Ausarbeitung und Standardisierung von Prüfmethoden und auf sog. „bottom-up"-Problemen, die die Mittelständler zwar „drücken", die aber aus Risiko- und Finanzierungsgründen von ihnen nicht selbst bearbeitet werden können.
  • Weitere Forschungsarbeiten werden vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), von der EU und von anderen industriellen Forschungsgemeinschaften wie z.B. der DFO oder der DECHEMA gefördert.
  • Das BMBF ist auf zukunftsorientierte Technologiethemen ausgerichtet, wie z.B: die Energie- und Luftfahrttechnik, die Bio- und Gentechnologie, neue Werkstoffe. Für uns stellen einige Förderschwerpunkte wie z.B. die Nanotechnologie oder Kunststoffbeschichtungen eine große Chance dar, in zukunftsweisende Technologien einzusteigen bzw. damit neue Kompetenzen aufzubauen.
  • Das fpl und die Industrie arbeiten auf mehreren Ebenen zusammen: Dazu zählen die Mitgliedschaft der Firmen und deren Mitarbeit im Rahmen der industriellen Gemeinschaftsforschung, ihre Mitwirkung in gemeinsamen Projekten bei öffentlich geförderten Forschungsvorhaben und schließlich die direkten Aufträge der Industrie. Diese Industrieaufträge stellen die fünfte Säule des fpl dar und reichen von der Auftragsforschung bis zu den Dienstleistungen, zu denen Fortbildungsveranstaltungen, Erstellung von Gutachten Beratungstätigkeit und analytische und anwendungstechnische Prüfaufträge zählen.

Zusammengenommen sind das auch für die Zukunft attraktive Rahmenbedingungen für das fpl.

Die wirtschaftliche Leistung des fpl e.V.

Ob ein Fußballverein (als eingetragener Verein) erfolgreich ist, lässt sich schnell beurteilen: Ein Tabellenplatz an der Spitze gehört dazu und die Kasse darf nicht leer sein. Bei einem Forschungsinstitut wie dem fpl ist das nicht ganz so einfach. Fangen wir mit den Vorgaben an, die auch hier erfüllt sein müssen:

  • ausreichende Liquidität,
  • ausgeglichener Haushalt und
  • Vermögenserhaltung.

Dazu kommt noch die Zielgröße qualitatives und quantitatives Wachstum.

Welchen Nutzen wir unseren Mitgliedern und Auftraggebern bieten, wie zufrieden im Einzelnen unsere Kunden mit dem fpl sind und ob wir die Erwartungen der Ministerien aus Bund und Land erfüllen, können nur unsere Partner beantworten.

Das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg gibt für die vom Land geförderten Forschungsinstitute zusätzliche Zielgrößen für die Finanzierung vor:

  • 1/3 Industrieaufträge
  • 1/3 öffentlich geförderte Projektforschung
  • 1/3 Grundfinanzierung

Diese Vorgaben erfüllt das fpl weitgehend!

Chancen und Ansatzpunkte für die Weiterentwicklung des fpl

Markt- und Kundenbedürfnisse

  • Wie dauerhaft sind die Beziehungen zu unseren Kunden, was können wir dafür tun und wie können wir mit neuen Kunden ins Geschäft kommen?
  • Wie platzieren wir uns zum Wettbewerb, zu den anderen Forschungsinstituten auf dem Lack- und Korrosionsschutzsektor, zu Hochschulen und Fachhochschulen, Fraunhofer Gesellschaften und vor allem zu den Forschungsabteilungen in der Industrie selbst?

Wir wollen unseren Kunden Impulse für neue Aktivitäten geben und wir können ihnen solche Arbeiten abnehmen, die wir besser oder kostengünstiger machen können. Genauso wichtig ist, dass der Kontakt und die Kommunikation zu unseren Kunden stimmt! Nur über eine gute Abstimmung zwischen Industrie und fpl ist es möglich, dass wir uns auf attraktive Forschungsthemen und Dienstleistungsangebote konzentrieren. Bewegen wir uns zu weit von den Interessen unserer Industriepartner weg, können wir nur wenig nützen und eine zu große Nähe zu deren zentralen Entwicklungsprozessen stößt naturgemäß auf deren Vorbehalte.

Forschungsergebnisse und Dienstleistungen

Machen wir das Richtige? Unsere Leistungen müssen immer wieder auf den Prüfstand! Wir werden abklären, auf welchen Zukunfts- und Schlüsseltechnologien wir eine aktive Rolle spielen können: Die Nanotechnologie, der Einsatz der Lasertechnologie und die Lackierung von Kunststoffen gehören zum Beispiel dazu und auch Untersuchungen über den Einfluss unterschiedlicher Luftfeuchten und Umgebungstemperaturen auf die mechanischen Eigenschaften von Beschichtungen.

Und welche Forschungsaspekte bei der UV-Härtung, der Pulver- und Wasserlacktechnologie bzw. deren Kombinationen passen zusätzlich in unser Portfolio?

Kompetenz und Mitarbeiterqualifikation

Wie können wir das exzellente Fachwissen in unserem Institut, das handwerkliche Können und das unternehmerische Denken und Handeln weiterentwickeln und noch besser zur Wirkung bringen?

Die Kompetenz und die Ausstrahlung des fpl hängen eng mit der Qualifikation und Motivation unserer Mitarbeiter zusammen. Die Mitarbeiter sind unser „Kapital". Priorität hat, unsere guten Mitarbeiter zu fördern und neue dazu zu gewinnen, was nicht so einfach ist, weil gute Mitarbeiter immer knapper werden. Vordringlich ist die Verstärkung der Abteilungsleiterebene und das Gewinnen von jungen Forschern für Promotionsarbeiten.

Interne Arbeitsprozesse

Im Augenblick stehen die Weiterentwicklung des Projektmanagements und die Vorbereitungsarbeiten für die Akkreditierung der Prüflabors des fpl im Vordergrund.

Wie muss das Projektmanagement künftig aussehen, damit Ergebnisse herauskommen, die unsere Auftraggeber zufriedenstellen?

Die Auswahl sind vor allem:

  • die wirtschaftlich-technische Relevanz der Themen für die Industrie
  • die Übereinstimmung mit den Arbeitsschwerpunkten des fpl bzw. der Nutzen, den diese Vorhaben für die Kompetenzentwicklung des fpl versprechen, und der Ressourcenbedarf und der Beitrag zum Ergebnis.

Einen weiteren wichtigen Baustein für das Projektmanagement stellt die Erfolgskontrolle dar. Das von der AiF für die industrielle Gemeinschaftsforschung ausgearbeitete Konzept zur Erfolgssteuerung und -kontrolle (ESK) zielt in diese Richtung.

Das Ziel der Akkreditierung ist auch die Optimierung der gesamten internen Prozesse des fpl.

Nationale und internationale Kooperationen mit anderen Forschungseinrichtungen

Am Forschungsmarkt stehen wir z.T. im Wettbewerb zu anderen Forschungseinrichtungen. Der Zusammenarbeit mit anderen Forschungseinrichtungen gehört allerdings die Zukunft: Die Ressourcen lassen sich gezielter einsetzen und neue Fragestellungen können bearbeitet werden.

Drei Kooperationsformen sind für uns besonders interessant:

  • Horizontale Zusammenarbeit (z.B. durch Zusammenführen von Kunststoff-, Lack- und Lackverarbeitungskompetenz).
  • Vertikale Zusammenarbeit (z.B. durch Zusammenarbeit von Grundlagenforschung, angewandter Forschung, Produktentwicklung und Produktanwendung).
  • Internationale Zusammenarbeit (das fpl als Informationsdrehscheibe für neue Erkenntnisse und Methoden).

Wirtschaftliches Ergebnis

Wenn wir alle vorher genannten Chancen nutzen, wird sich das positiv auf unsere Entwicklung und unsere Ergebnisse auswirken!

Finanzstruktur des fpl

Für die Zukunft des fpl als gemeinnützigem Verein ist eine verlässliche Finanzstruktur unabdingbar.

  • Über die von der öffentlichen Hand geförderten Forschungsvorhaben lässt sich das Know-how von Forschungsinstituten erneuern. Auch das fpl kann sich auf diesem Weg als Partner für die Industrie immer wieder profilieren und darstellen. Die Mittelknappheit der öffentlichen Hand setzt allerdings Grenzen für das Wachstum.
  • Die Auftragsforschung wird in der Zukunft für uns noch wichtiger werden, vor allem weil hier Wachstumschancen liegen. Neue Formen der Zusammenarbeit mit der Industrie und anderen Instituten sind dafür hilfreich. Wir müssen vor allem Mittel und Wege finden, wie die Industriepartner für ihr Geld einen Know-how-Schutz bekommen und das fpl gleichzeitig seine notwendigen Freiräume für weitere Forschungsarbeiten behalten kann.
  • Und nach wie vor gilt für uns: Qualifizierte Forschung am fpl braucht heute wie in der Zukunft eine solide Grundfinanzierung.

Dr. W. Philipp Öchsner

  Quelle: www.fpl.uni-stuttgart.de