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Technik Infos
Phänomen Farbe 1.12.1999
BASF AG: Hochreines NMP
BASF AG: Brilliant solutions
Merck: Colorstream kommt 2000
Rheox: PUR-Verdicker
S&M: Gegen Algen und Pilze
NACE: Technische Leitfäden
Wörwag: Pulverlack: Kleinstreparatur
UNI-Fördertechnik: Ohne
bewegliche Dichtungen
Phänomen Farbe 1.12.1999: Die BASF Japan Ltd. wird an ihrem Standort Yokkaichi eine Anlage zur Herstellung von hochreinem N-Methylpyrrolidon (NMP) bauen. Die Kapazität wird jährlich 10.000 t betragen und ab Mitte 2000 zur Verfügung stehen Hochreines NMP ist ein Speziallösemittel, das in der Fertigung von Halbleitern und elektronischen Bauelementen unverzichtbar ist und für diese Anwendung hohen Reinheitsanforderungen genügen muß. Aufgrund seiner exzellenten Löseeigenschaften findet NMP Anwendung in einer Vielzahl von weiteren Einsatzgebieten wie Entlackung und Reinigung, Beschichtungen usw.
Phänomen Farbe 1.12.1999: Elegante Ledersitze sind längst nicht mehr das Privileg von Luxusautomobilen. Zunehmend entscheiden sich auch Käufer von Mittelklassewagen für eine solche Innenausstattung. Doch die Herstellung des hochwertigen Automobilpolsterleders erfordert von den Produzenten umfassendes Know-how - und den Einsatz von Qualitätsprodukten. Speziell für die Zurichtung von Automobilleder wurde das BASF-System René entwickelt. Es ergibt Leder mit natürlichem Aussehen und höchsten Echtheiten. Unter anderem umfaßt es mit Astacin Finish PF ein hochlicht- und wärmebeständiges Polyurethan-Bindemittel für nicht klebende Zurichtungen mit ausgezeichneter Prägbarkeit. Corialgrund DN bringt beste Echtheiten und Kälteflexibilität. Mit Astacin Mattierung MA enthält das System einen nicht rückpolierbaren Matt-Top. Astacin Mattierung MTB verleiht der Zurichtung die nötige Alterungsbeständigkeit (FAKRA-Test).
Braun ist neben Schwarz die häufigste Farbe bei Schuhoberleder. Färbungen der wichtigen Brauntöne sind mit den im "Colour-PAC-Brown" enthaltenen Farbstoffen Lurazol Braun N3G, Luganil Braun NGB, Luganil Braun MFR, Luganil Braun RL und Lurazol Schwarz MRN einfach, schnell und kostengünstig. Schuhoberleder sollen nicht nur der Mode entsprechen, sondern auch pflegeleicht sein. Damit kommt der Zurichtung entscheidende Bedeutung zu. Eukesolar Farbstoffe 150 flüssig ermöglichen ein vielseitiges Spektrum brillanter Farbtöne bei ausgezeichneter Wassertropfenechtheit. Für hochglänzende Zurichtungen empfiehlt sich eine Appretur mit Astacin Top LH. Eukesol Wachs SFB und Eukesol Öl HP eignen sich hervorragend zur Herstellung hydrophobierter Pull-up-Leder.
Phänomen Farbe 1.12.1999: Die Merck KGaA, Darmstadt, plant für das erste Quartal 2000 den Start der neuen Colorstream Colorstream-Effektpigmente. Es handelt sich um amorphe Siliciumthioxid-Plättchen, die mit Metalloxiden beschichtet sind. Zunächst sind zwei Typen vorgesehen: "Autumn Mystery" und "Viola Fantasy". Mystery wechselt von Rot über Gold und Bronze bis hin zu Grün, Fantasy geht von einem kräftigen Lila über Silber zu Grün und Blau über.
Phänomen Farbe 1.12.1999: Die Rheox Europe nv, Gent/Belgien, hat assoziative Polyether-PUR-Verdicker (VOC-frei) für hohe Schergeschwindigkeiten vorgestellt. Einsatzgebiete sind Hochglanz-Dekorationsfarben, Emulsionsfarben sowie andere wasserbasierende Systeme. Empfohlen wird das neue Hilfsmittel, wenn Viscosität für die Produktapplikation bei hoher Abscherung und für die verbesserte Filmbildung wichtig ist. Das Produkt Rheolate 212 ist ohne Einfluß auf Glanz, Scheuerbeständigkeit, Naßhaftung und Blockfestigkeit.
Phänomen Farbe 1.12.1999: Die Schülke & Mayr GmbH, Norderstedt, stellt mit Parmetol DF 27 ein Konservierungsmittel vor, das hervorragende "Multitasking-Filmausrüstung", d.h. hohe Wirksamkeit, gutes Human- und Ökotoxprofil sowie gutes Preis-Leistungs-Verhältnis mitbringt. Es handelt sich um ein patentiertes, hoch wirksames Fungizid und Algizid. Durch seine gute Auswaschbeständigkeit eignet es sich hervorragend zur Ausrüstung von Außenbeschichtungen mit wasserbasierten Produkten wie Farben und Putzen sowie von Spachtel- und Dichtungsmassen, Leimen und Klebstoffen. Es zeichnet sich durch ein zuverlässiges und breites Wirkspektrum aus, insbesondere gegen kritische Problemkeime wie Alternaria alternata, Aspergillus niger und Chlorella fusca. Selbstverständlich schließt das gesamte Wirkspektrum von Parmetol DF 27 auch weitere gängige Pilz- und Algenspezies ein. Besonders Augenmerk bei der Entwicklung galt dem sehr resistenten und deshalb problematischen Pilz der Spezies Alternaria alternata. Der gegen Alternaria verwendete Wirkstoff ist ein Zink-Komplex, der schon seit vielen Jahren als Anti-Schuppenmittel in Shampoos erfolgreich eingesetzt wird. Der große Vorteil dieses Wirkstoffes liegt in seiner sehr hohen Auswaschbeständigkeit und in seinem unbedenklichen Toxizitätprofil in bezug auf Mensch und Umwelt. In Versuchen mit Standardfarbrezepturen konnte gegenüber herkömmlichen alternariawirksamen Substanzen demonstriert werden, dass ein mit Parmetol DF 27 ausgerüsteter Probekörper nach einer dynamischen Auswaschbelastung (72 h mit 1 l/min) immer noch eine deutliche Wirkung gegen Alternaria (und auch gegenüber den anderen untersuchten Pilz- und Algenspezies) besaß. Andere Wirkstoffe waren nahezu ausgewaschen bzw. die verbliebene Restmenge zeigte gegen Alternaria keinerlei Wirkung mehr. Diese Eigenschaft ist insbesondere in feuchten Gebieten für einen Langzeitschutz von großer Bedeutung. Das Produkt ist frei von Isothiazolonen und organisch gebundenem Chlor. Das Produkt trägt somit nicht zum AOX-Wert bei.
Phänomen Farbe 1.12.1999: Der Korrosionsverband NACE International hat einige neue technische Normen und Richtlinien für die Handhabung von Korrosionsschutzsystemen herausgegeben, die auch von Nichtmitgliedern bestellt werden können. Dazu zählen:
In allen Veröffentlichungen werden detaillierte Informationen über Produkte, Verfahren, Inspektion, Sicherheit und Umwelt gegeben. Bestellung dieser Druckschriften bei der NACE unter Fax 001 281 228 6329 oder per E-mail unter msd@mail.nace.org oder im Internet unter www.nace.org. Dort sind auch weitere Informationen über insgesamt 108 Broschüren zu finden.
Wörwag: Pulverlack: Kleinstreparatur
Phänomen Farbe 1.12.1999: Die Karl Wörwag Lack- und Farbenfabrik GmbH & Co. KG, Stuttgart, hat zusammen mit dem Daimler-Benz Forschungszentrum, Ulm, Eisenmann, MCC und ABAG ein Kleinstreparaturkonzept für die Pulverbeschichtung des Micro Compact Car (MCC) "smart" entwickelt, das jetzt von dem Fraunhofer-Institut IPA bezüglich der Material- und Kostenbilanz gegenüber konventionellen Kleinstreparaturmethoden bewertet wurde. Das Reparaturkonzept mit Pulverlackmaterial weist gegenüber der bisher üblichen Teilflächenlackierung mit Naßlack durch das Entfallen von Lackschlämmen und Lösemittelemissionen eine deutlich geringe Umweltbelastung auf. Aufgrund der vorliegenden Ergebnisse der Machbarkeitsuntersuchung kann das Kosteneinsparpotential nur qualitativ abgeschätzt werden.
Das entwickelte Verfahren, bei dem ein ausgestanzter Pulverfilm passend in die ausgefräste Reparaturstelle eingesetzt und vernetzt wird, weist vor allem einen geringen Investitionsaufwand für die Geräte und Anlagentechnik bei geringerem Verbrauch von Lackmaterial sowie eine geringe Lackabfallmenge auf. Des weiteren wird insgesamt gesehen ein geringerer Arbeitsaufwand pro zu reparierender Fehlerstelle geschätzt.
Im Folgeschritt wird das Nacharbeitskonzept spezifiziert mit dem Ziel, eine Methode zu entwickeln und zur Serienreife zu führen. Mit der erarbeiteten Fräs- und Padtechnik liegt grundsätzlich ein Reparaturkonzept vor, mit der Pulverbeschichtungen auch in Sichtbereichen mit hoher Dekorativität kleinflächig nachgearbeitet werden können. Davon ist ein weites Anwendungsfeld der Pulverbeschichtung betroffen, um so mehr, da zukünftig auch für den Einsatz hochdekorativer Beschichtungspulver eine deutliche Zunahme der industriellen Anwendungsfälle erwartet wird.
UNI-Fördertechnik: Ohne bewegliche Dichtungen
Phänomen Farbe 1.12.1999: Die neu entwickelten Ringkolbenpumpen der UNI-Fördertechnik GmbH, Salzgitter, (Serie C) bieten den entscheidenden Vorteil, daß durch einen den Kolben umschließenden Faltenbalg keine rotierende Wellenabdichtung erforderlich ist und somit eine maximale Dichtheit gewährleistet wird. Als Folge lassen diese Pumpen sich gut reinigen (CIP-fähig), sind totraumfrei, und es gibt keinen Dichtungsbereich, in dem es zu Produkterwärmungen kommen kann. Weitere Vorteile der auf dem Ringkolbenprinzip basierenden Konstruktion sind der maximale volumetrische Wirkungsgrad und das sehr gute Ansaug- und Kompressionsverhalten. Darüber hinaus sind sie kurzzeitig trockenlauffähig und das Rohrleitungssystem kann durckseitig vollständig entleert werden. Ein konstanter und gleichförmiger Volumenstrom (Zwei-Kammer-System) und eine schonende Produktförderung sind als weitere wichtige Vorteile zu nennen. Aufgrund der Zulassungen gleichermaßen interessant für die chemische Industrie und die Nahrungsmittelindustrie ersetzt diese Pumpenbaureihe sowohl magnetgekuppelte Pumpen als auch herkömmliche Kreiselpumpen oder Verdrängerpumpen zur Förderung unterschiedlichster Medien (Farben, Lösemittel etc.).