pf_811_2001_05
Technik Infos
Phänomen Farbe 11.05.2001
Byk-Gardner: CD-ROM Farbkontrolle für den Praktiker
Phänomen Farbe, 11.05.2001. Die Byk-Gardner GmbH, Geretsried, hat für den Praktiker zur Farbkontrolle eine interaktive CD-ROM herausgebracht, die kostenlos gezogen werden kann. Man kann aus ihr Daten abrufen, die bei der täglichen Qualitätskontrolle in Bezug auf die Farbmessung relevant sind. Die Sammlung enthält praktische Tipps für den Alltag, welche Geräteeigenschaften für eine zuverlässige Kontrolle entscheidend sind und Angaben darüber, wie die Farbkontrolle in der Praxis erfolgen kann. Eine Reihe von Firmen schildern in Fallbeispielen, was für sie bei der Farbkontrolle wichtig ist. Dazu zählen Akzo Nobel Deco, EMSA Werke Wulf, Bosch/Siemens Hausgeräte und andere. Das portable Farbmessgerät color-guide wird detailliert vorgestellt und man kann interaktiv bereits am PC Messungen durchführen und die Bedienung kennenlernen. E-mail: bestellen@byk-gardner.de
Dürr: RoDip von ABB übernommen
Phänomen Farbe 11.5.2001. Mit Wirkung zum 1.1.2001 hat Dürr von ABB wie
angekündigt eine weltweite Lizenz für das von ABB entwickelte und patentierte
Lackierverfahren RoDip erworben. Ebenfalls zum 1.1.2001 hat Dürr von ABB das
Entwicklungszentrum für RoDip in Butzbach bei Frankfurt übernommen. Die Zustimmung des
Bundeskartellamts liegt vor. Das RoDip-Verfahren dient der Großserien-Tauchlackierung von
Fahrzeugkarossen und bietet Vorteile bei Fertigungsqualität und Effizienz. Dürr
übernimmt unter anderem das bestehende RoDip-Geschäft und wird die weitere Entwicklung
und Vermarktung vorantreiben. Die Vergabe von Lizenzen an weitere Systemanbieter ist
vorgesehen. Für Japan besitzt Dürr eine exklusive RoDip-Lizenz. Damit verfügt der
größte Dürr-Geschäftsbereich Paint Systems (Lackiersysteme), der seit Jahresbeginn
2001 mit einer eigenen Gesellschaft in Japan vertreten ist, über eine stark verbesserte
Position für den geplanten Ausbau seiner Aktivitäten im größten Autombilmarkt Asiens.
Die Unternehmenseinheit in Butzbach wird unter dem Namen Dürr AIS GmbH firmieren und soll
innerhalb des Geschäftsbereichs Paint System als Kompetenzzentrum für RoDip und dessen
Weiterentwicklung sowie für die Bereiche Nutzfahrzeuge, Automobilzulieferer und
allgemeine Industrie für den deutschen Markt geführt werden.
DuPont: Abbeizer auf DBE-Basis entfernt Altanstriche und Graffiti effizient und umweltschonend
Phänomen Farbe, 11.05.2001. Die STS Surface Treatment Systems AS,
Oslo/Norwegen, verwendet für ihren neuen Abbeizer nur noch eine Lösemittel-Formulierung
auf der Basis des nicht kennzeichnungspflichtigen, biologisch abbaubaren DBE (Dibasische
Ester) von DuPont. Sie ersetzt damit das bislang in Abbeizmitteln verwendete ökologisch
und gesundheitlich problematische Lösemittel Dichlormethan (Methylenchlorid). Neben einer
hohen Wirksamkeit erleichtert der neue Abbeizer von STS auch die Handhabung deutlich. Alle
gängigen Untergründe wie Putz, Stein, Holz oder auch Stahl lassen sich damit mühelos
von alten Anstrichen oder Graffiti befreien.
Der umweltschonende Abbbeizer wird einfach mit einem Pinsel auf die zu entlackende Fläche
aufgetragen oder mit einem Airless-Gerät aufgesprüht. Dabei erübrigt sich sogar das
beim Arbeiten mit dichlormethanhaltigen Abbeizern zwingend vorgeschriebene Tragen
umgebungsluftunabhängiger Atemschutzgeräte. Die lange Offenzeit des Mittels erlaubt es,
selbst große Flächen in einem Arbeitsgang zu behandeln, beispielsweise ein ganzes
Gebäude. Das Abbeizmittel wirkt über Nacht ein und quillt dabei aufgrund seiner großen
Tiefenwirkung sogar mehrere Farbschichten in einem Arbeitsgang auf. Nach dem Einwirken
lässt sich die Altfarbe abspachteln oder mit einem Wasserstrahl vom Untergrund restlos
abwaschen. Das Waschwasser wird der biologischen Reinigung in einer Kläranlage zugeführt
lediglich der abgetrennte Farbschlamm muss noch als Sondermüll entsorgt werden.
Bei klassischen Universal-Abbeizern" mit Dichlormethan als Wirkkomponente
gelten breite Anwendbarkeit oder die schnelle Wirkung als vorteilhaft. Letzteres birgt
allerdings den Nachteil, dass sich mehrschichtige Anstriche in der Regel nur Schicht für
Schicht ablösen und große Flächen nur abschnittsweise behandeln lassen. Darüber hinaus
zerstören chlorierte Kohlenwasserstoffe (CKW) wie Dichlormethan die Ozonschicht und
besitzen ein erhebliches toxikologisches Gefährdungspotenzial. Daher war STS auf der
Suche nach CKW-freien Lösemittel-Alternativen mit einer geringeren ökologischen und
toxikologischen Risikoeinstufung. Nach vielen Tests fiel die Wahl schließlich auf DBE von
DuPont. STS, auf das Restaurieren von Gebäudefassaden spezialisiert, verwendet nach
umfangreichen Erfahrungen heute nur noch den DBE-haltigen Abbeizer.
Im Vergleich zu herkömmlichen Lösemitteln bietet DBE viele zusätzliche Pluspunkte. Der
hohe Flammpunkt von 103°C und die toxische Unbedenklichkeit gewährleisten ein hohes Maß
an Sicherheit: DBE ist nicht als Gefahrstoff klassifiziert und somit auch nicht
kennzeichnungspflichtig. Durch die hohe Lösekraft lässt sich häufig sogar die
erforderliche Lösemittelmenge reduzieren. Darüber hinaus ist DBE biologisch abbaubar.
Damit lassen sich DBE-haltige Abwässer gefahrlos einer normalen Kläranlage zuführen.
Chemisch besteht dieses vielseitig verwendbare alternative Lösemittel aus den
Dimethylestern der auch in der Natur vorkommenden Adipin-, Glutar- und Bernsteinsäure.
Unterstützt wurde STS bei der Entwicklung des neuen Abbeizersystems von der Arcon AS,
Oslo, dem Vertriebspartner von DuPont in Norwegen. In Deutschland und Österreich
vertreibt DuPont DBE über die LEMRO Chemieprodukte Michael Mrozyk KG,
Grevenbroich, und in der Schweiz durch Keyser & Mackey, Zürich. E-Mail: Gerald.Altnau@deu.dupont.com
Phänomen Farbe, 11.05.2001. Die Feige GmbH, Abfülltechnik, Bad
Oldesloe/Hamburg, machte kürzlich auf einen Ausschnitt aus ihrem umfangreichen
Anlagenprogramm für die Flüssigabfüllung und das Verpacken von Eimern, Dosen, Kanistern
und Fässern aufmerksam.
Die Typenreihe 10 aus dem Hause Feige ist am Markt als hochwertig und preisgünstig
zugleich bekannt. Hinter der Type 14, die kürzlich vorgestellt wurde, verbirgt sich eine
halbautomatische Standard-Behälterfüllstation für die Flüssigabfüllung. Das Gerät
kann Behälter verschiedener Größen automatisch eichgenau bis zu einem Gewicht von 60
Kilogramm befüllen, nachdem die Behälter manuell in die richtige Position zur
Fülleinheit gebracht wurden. Die gravimetrische Dosierung der Flüssigkeiten wird mit dem
Feige-Wägeterminal gesteuert, das eine selbstoptimierende Abfüllung und damit einer
erhöhte Produktausbeute ermöglicht. Die druckstoßsichere und doppelt schließende
Fülleinheit bietet Sicherheit für Bediener und Umwelt.
Die Module der Reihe OC lassen sich zu einer vollautomatisch funktionierenden
Verpackungsanlage zusammensetzen. Nacheinander sorgen die an der Förderstrecke
aufgebauten zusammengeschalteten Module dafür, dass die Behälter entstapelt, befüllt,
versiegelt und verschlossen, dann aber auch gleich in einem Arbeitsgang etikettiert oder
bedruckt und schließlich palettiert werden. Mit der Typenreihe OC sind Ausstöße von bis
zu 1.000 Behältern pro Stunde zu erzielen.
Eine Anlage für die Befüllung von Kanistern ist mit einer Edelstahl-Kabine ausgestattet.
Ein ausgeklügeltes Sicherheitssystem vergleicht die vorgewählten und tatsächlich
verarbeiteten Packmittel, Produkte und Etiketten. Auf diese Weise wird eine
Falschkennzeichnung durch Bedienungsfehler sicher verhindert. Das Anlagenkonzept
ermöglicht ein schnelles Umstellen auf andere Packmittel und Produkte und reduziert damit
die Stillstandszeiten. Die anschließende Palettierung der Kanister wird mit einem
Industrie-Roboter realisiert. Der Knickarmroboter ist mit entsprechenden Greifwerkzeugen
für die Handhabung der Kanister und der Paletten ausgestattet. Gegenüber konventionellen
Palettierern hat der Roboter den Vorteil einer höheren Flexibilität in Bezug auf die zu
palettierenden Packmittel und die Stellbilder. Für den Kunden bedeutet dies natürlich
auch eine höhere Zukunftssicherheit seiner Investition. Diese Gründe haben dazu
geführt, das zwischenzeitlich die Mehrzahl der Feige-Kunden die Roboterpalettierung
bevorzugt.
Henkel: Managementsystem für Karosserievorbehandlungen
Phänomen Farbe, 11.05.2001. Nach zweijähriger Erprobungszeit
präsentiert Henkel Surface Technologies Automotive das automatische Prozessführungs- und
Managementsystem Astro. Die Systemlösung gewährleistet und dokumentiert eine
konstante und sichere Qualität der Lackiervorbereitung. Ziel ist, die Vorbehandlung der
Karosserieoberfläche zu perfektionieren, um eine noch bessere und dauerhaftere Basis für
Korrosionsschutz, Oberflächenbeschaffenheit und die gleich bleibenden Qualitäten einer
Autolackierung zu legen. Das Astro-System besteht aus einer Reihe von Modulen zur
Überwachung und Steuerung der Karosserievorbehandlung, die fast beliebig miteinander
kombiniert werden können.
Durch den Einsatz von Astro kann der Kunde Kosten- und Rationalisierungsvorteile durch
Einsparungen bei Chemikalien oder Wasseraufwendungen realisieren. Weiterer Vorteil: Gleich
bleibende Qualität und damit der Ausschluss aufwendiger Fehlerbereinigungen oder
Käuferreklamationen aufgrund der Vorbehandlung.
Das Ergebnis des Langzeittests bei einem der weltweit größten Automobilhersteller: Keine
nachträglichen, teuren Fehlerkorrekturen bereits lackierter Karosserien, keine
Qualitätsbeanstandungen bei der Endkontrolle oder gar durch den Autokäufer. Der
Autohersteller erhält für den Lackaufbau eine perfekt vorbereitete Karosserie. Zudem
liegen die möglichen Folgekosten denkbarer Vorbehandlungsfehler weit über den
Investitionskosten für ein solches System.
Die Wertschöpfungseffekte für den Anwender erzielt Astro durch eine systematisierte
Prozessdiagnose und -steuerung. Der gesamte Vorbehandlungsprozess oder in der modularen
Variante einzelne Prozessschritte laufen ohne manuellen Aufwand in einem sehr eng
definierten Qualitätsbereich. Der berüchtigte und typische Sägezahn-Effekt"
bei manueller Überwachung und Korrektur kann sich gar nicht erst einstellen. Schon
geringste Abweichungen von den vorgegebenen Standards werden frühzeitig erkannt und
automatisch korrigiert.
Phänomen Farbe 11.5.2001. Hewlett Packard lieferte 800 Computer für ein Internetcafe in New York. Das britische Unternehmen Easyeverything hat damit das nach einigen Angaben größte Internetcafe der Welt in der amerikanischen Stadt eröffnet. In der Eröffnungswoche kosten 5 Stunden1 USD; danach wird zwar der Betrag bleiben, aber die dafür zu habende Zeit verkürzt sich drastisch auf 15 Minuten. Man kann in dem Cafe nicht nur im Internet surfen, sondern auch CDs brennen oder Programme von Microsoft Office 2000 nutzen. In Europa betreibt die Firma bereits 15 Internetcafes, darunter das größte in Deutschland am Münchner Hauptbahnhof. Das zweite Cafe in den USA soll im Januar folgen.
IKA-Werke: Programm zum Dispergieren überarbeitet
Phänomen Farbe 11.5.2001. Die IKA-Werke GmbH & Co. KG, Staufen, haben ihr Programm an kontinuierlich arbeitenden Homogenisier- und Dispergiermaschinen erneuert. Auf einem Baukastensystem aufbauend, können innerhalb der Typenreihe von fünf Größen jeweils sieben verschiedene Verfahrenstechnikmodule geliefert werden. Diese decken die Applikationen Mischen, Homogenisieren, Emulgieren, Suspendieren, Pulverbenetzung und Feinmahlung ab. Der Hersteller verweist auf die Möglichkeit des exakten Scale-up, die standardmäßige CIP-SIP-Reinigungsmöglichkeit, den geräuscharmen Lauf und die doppeltwirkende Gleitringdichtung. Die Produktdurchsätze der Maschinen reichen von 500 bis 150.000 Litern/Stunde.
Phänomen Farbe 11.5.2001. Unter dem Motto "Erfolg im Wettbewerb - die Kraft der Qualität" veranstaltete die DGQ (Deutsche Gesellschaft für Qualität e.V.) vom 20. bis 22. November 2000 in Baden-Baden ihren Jahreskongress. Nur wenige Tage später liegt der Kongressband in Kombination mit einer weltweiten Literaturdatenbank von über 30.000 ausführlichen Quellenhinweise mit Kurzbeschreibung (Abstracts) auf CD-ROM vor. Die CD-ROM "Qualitätsmanagement" ist ein Gemeinschaftsprojekt der DGQ und des Fachinformationszentrum FIZ Technik aus Frankfurt (www.fiz-technik.de) und zum Preis von 98 DM bei FIZ Technik erhältlich.
Die Literaturdatenbank weist Artikel aus etwa 1100 etablierten Fachzeitschriften nach - kaum ein Stichwort fehlt, seien es Lebensmittel, Textil, Medizin, Druck- und Papier, Elektrotechnik oder Maschinenbau. FIZ Technik liefert mehr als nur Literaturlisten: die Nachweise der Veröffentlichungen beinhalten immer eine Kurzfassung (Abstract) des jeweiligen Artikels und helfen so dem Fachmann bei der weltweiten gezielten Suche in Fachzeitschriften, Konferenzberichten, Forschungsberichten und Dissertationen. Über eine leicht verständliche Suchmaske werden Informationen schnell und gezielt gefunden. Das spart im Gegensatz zu den oft unstrukturierten Datenanhäufungen des Internets Zeit. Die gefundenen Literaturnachweise werden zuerst in einer Titelübersicht gezeigt, bei fremdsprachigen Nachweisen in englischer oder deutscher Sprache, wobei durch Anklicken dann der vollständige Text einer Zusammenfassung erscheint.
Zur Bestellung von Kopien der Originalveröffentlichungen werden die Daten automatisch in ein Bestellformular übernommen und direkt an den Volltextdienst von FIZ Technik gefaxt, der dann nach Wunsch eine Kopie per E-Mail, Fax oder Post zurücksendet. Die CD-ROM "Qualitätsmanagement" ist Teil einer FuE-Edition (Forschung und Entwicklung), in der bisher schon die Titel Fabrikautomation, Halbleitertechnik, Medizintechnik, Textilökologie, Energieeinsparung, Messen+Prüfen, Oberflächentechnik, Alternative Energien, Simulationstechnik, Neue Materialien, Bautextilien, Lasertechnik und Informations- und Kommunikationstechnik erschienen sind. Die Reihe wird laufend fortgesetzt und aktualisiert. www.fiz-technik.de
Krohne: Hybride Anschlusstechnik
Phänomen Farbe 11.5.2001. Die Krohne Messtechnik GmbH & Co. KG, Duisburg, berichtet über einen magnetisch induktiven Durchflussmesser mit 2-Leiter-Technik Altoflux 2W Hybrid. Es handelt sich um ein kompaktes System mit niedriger Leistungsaufnahme, das den einfachen Austausch gegen wartungsintensive Messblenden und Turbinen-Durchflussmesser ermöglicht. Besonders interessant ist die hybride Anschlusstechnik. Wenn sich Verfahrenszustände ändern, müssen herkömmliche 2-Leiter-Durchflussmesser mitunter gegen Systeme in 4-Leiter-Technik ausgetauscht werden, was zu Betriebsunterbrechungen führt. Das neue Gerät wird jedoch mit einem externen Boost-Impulsgeber verbunden, um den Signalstörabstand ohne Betriebsunterbrechung zu erhöhen.
Mach 1: Nano-Zusammenarbeit mit Karlsruhe
Phänomen Farbe 11.5.2001. Mit dem Forschungszentrum Karlsruhe hat die Mach 1 Inc., King of Prussia, Pennsylvania, USA, einen Lizenzvertrag zur Erzeugung von Nanopartikeln unterzeichnet. Gegenstand der Vereinbarung ist die Nutzung eines in Karlsruhe entwickelten Verfahrens zur Herstellung von nackten und beschichteten Nanopartikeln mit hoher Ausbeute. Um einen inneren Kern mit den jeweils gewünschten Materialeigenschaften wird eine Hülle gelegt, die als Abstandshalter oder Isolator dient. Zuerst wird der Kern erzeut und in einem zweiten Schritt die Hülle aufgebracht. Anwendungsgebiete sind vorerst in der Kommunikationstechnik zu suchen.
Mettler Toledo: Automatische pH-Wertmessung
Phänomen Farbe, 11.05.2001. Die komplett unabhängig arbeitenden Systeme
für den Unterhalt und die Wartung von pH-Messstellen garantieren eine optimale
Lebensdauer und Nutzung der Elektroden. Die leistungsfähigen Systeme entsprechen den
Anforderungen der modernen Prozessführung. Automatische Reinigung, Kalibrierung und
Kommunikation mit übergeordneten Systemen sind Standard. Ergänzt wird die
Leistungsfähigkeit durch Funktionen wie die Messwertprotokollierung, die Überwachung des
Sensors und die Selbstdiagnose. Überall dort, wo hochgenaue Messungen, Sicherheit und
Zuverlässigkeit gefordert sind, wird das Automatische Kalibrier System (ACS) von Mettler
Toledo eine Hilfe sein, die Betriebs- und Wartungskosten zu senken. Das ACS stellt eine
optimale Lösung in der Prozesswasserüberwachung und in der automatischen Abwasser- sowie
Wasseraufbereitung dar.
Die Systeme reduzieren die Unterhaltskosten und Stillstandszeit in Applikationen, in denen
eine häufige Reinigung oder Kalibration der Elektroden erforderlich ist, und stellen
somit eine zuverlässigere und regelmäßig gewartete Messstelle auf höchstem
Sicherheitsniveau sicher. Eine vollautomatisierte Messstelle setzt sich aus dem
Automatischen-Kalibrier-System (ACS 600, ACS 1000 oder ACS 2000) und einer InTrac 777 SLR
Wechselarmatur zusammen.
Die pH-Einstabmesskette ist in die InTrac Wechselarmatur eingebaut. Durch den patentierten
Verschlussmechanismus an der Wechselarmatur wird die pH-Elektrode bei laufendem Prozess in
die Mess- oder Wartungsposition gefahren. Der Antrieb erfolgt pneumatisch. Durch die
Integration eines nach NAMUR-Empfehlungen konzipierten Transmitters und einer SPS im
Steuerelement können verschiedene Programmabläufe aufgerufen werden. Eine individuelle
Programmierung, abgestimmt auf die jeweilige Prozessführung, ist ebenfalls möglich. Mit
bis zu 16 Programmoptionen kann das ACS individuell an den Prozess angepasst werden. Damit
lassen sich auch kritische pH-Messungen optimal realisieren.
Micrometrics: Korngrößen bestimmen
Phänomen Farbe 11.5.2001.. Ihr erstes auf der Basis der Laserbeugung arbeitendes Korngrößenmessgerät hat die Micromeritics GmbH, Mönchengladbach, jetzt unter dem Namen Saturn DigiSizer 5200 vorgestellt. Der Detektor besitzt über 1,3 Mio. Messelemente. Die Intensität jedes einzelnen Detektorelements wird erfasst. Da der Detektor selbst nur einen Raumwinkel von 5° aufspannt, wird der Winkel durch unterschiedliche Positionen des eingespeisten Laserstrahls variiert, so dass ein weiter Winkelbereich abgetastet wird. Die erfassten Daten werden verarbeitet und ergeben ein Mie-Beugungsmuster. Die Software berechnet nun mit Hilfe eines Satzes Mie-Verteilungen, welche Korngrößenklassen in dem gemessenen Beugungsbild enthalten sind.
Neste: Neu für schadstoffarme Farben
Phänomen Farbe 11.5.2001. Die Neste Chemicals GmbH, Moers, stellte kürzlich ein hochwertiges Bindemittel für emissionsarme Wandfarben entsprechend dem Umweltzeichen RAL-UZ 102 vor. Wie der Hersteller schreibt, führt die löse- und weichmacherfreie Styrolacrylatdispersion auch bei niedrigen Temperaturen zu flexiblen Anstrichfilmen mit guter Nassabriebbeständigkeit (ISO 11998). Aufgrund ihres hohen Pigment-Bindevermögens eignet sich die APEO-freie Dispersion besonders für matte Innenanstriche mit hoher PVK. Hervorzuheben ist darüber hinaus die Wasser- und Farbtonbeständigkeit. Aufgrund seines breiten Eigenschaftsspektrums erfüllt Dilexo AS 232 die Anforderungen an Glanz- und Seidenglanzfarben über Fassadenfarben bis hin zu Innen- und Außenputzen. Gerade in Glanz- und Seidenglanzanwendungen können durch Kombination mit harten Styrolacrylatdispersionen (AS 5160) Eigenschaften wie Flexibilität und Verschmutzungsbeständigkeit optimal abgestimmt werden. Die Beständigkeit gegenüber Silikaten erlaubt die Herstellung hochwertiger Silicatfarben und -putze, die sich durch eine hohe Wetterbeständigkeit auszeichnen.
Nordson: Speed King-Patente erworben
Phänomen Farbe 11.5.2001. Die Nordson Deutschland GmbH, Erkrath, hat von der Ramseier Oberflächentechnik AG die weltweiten Patente für die selbstreinigende Pulverkabine Speed King" erworben. Der Vertrieb durch Nordson betrifft alle Regionen außer Deutschland und der Schweiz. Die Ramseier-Systeme sind ideal für industrielle Beschichter, die Handbeschichtung und automatische Applikationstechnik mit über zehn Pulverpistolen kombiniert einsetzen und 10 bis 30 Mal die Farben wechseln, wobei das Pulver auch bei kleinsten Beschichtungslosen zurückgewonnen werden soll. Die Reinigungszeit des Systems liegt incl. Pulverapplikation zwischen drei und zehn Minuten.
Phänomen Farbe 14.3.2001. Wo die Video-Überwachung bislang von kostspieligen und längenlimitierten Koax-Kabeln zwischen Kameras und Monitoren eingeschränkt wurde, bieten neuartige Netzwerk-Videoserver heute die Mitnutzung der Computernetze oder gar des globalen Internets für die Livebild-Übertragung an.
Die neuen Netzwerk-Kameras und Videoserver sind dank eingebautem "Web-Server" mit den kostenlosen Internet-Browsern kompatibel und erlauben so die aufwandsarme Objekt- und Prozeß-Kontrolle "rund um den Globus". Auch der Umstand, daß Bilder nur dann tatsächlich über das Netz übertragen werden, wenn auch ein aktueller Bedarf danach besteht, trägt zu den revolutionären Kosteneinsparungen der neuen Technologie bei.
Mit Wirkung ab dem 12.2.2001 senkte der Trierer Fach-Distributor die Preise für die Video-Server des Netwerkkamera-Pioniers AXIS Communications um bis zu fast 30%. "Praktisch täglich entdecken unsere Partner und Kunden neue revolutionäre Anwendungsgebiete für diese kostensparende Technologie der Live-Bewegtbildübertragung", meint dazu Novocomp Geschäftsführer Rainer Lange. "Das reicht vom typischen Webcam-Einsatz über innovative Sicherheitsanwendungen bis hin zu anspruchsvollen Aufgaben industrieller Fern-Diagnose und -Wartung."
An den Video-Servern sind auch Kameras anschließbar, deren aktuelle Blickrichtung und Brennweite (Zoom) jederzeit über das Netzwerk (Internet) und normale Web-Browser steuerbar ist. Lange weiter: "Wird das letzte Stück Netzwerk auch noch durch drahtlose Funk-LAN Verbindungen zu den jeweiligen Kamera-Standorten ersetzt, kann im Überwachungsbereich ganz auf Kabelverbindungen verzichtet werden. Die Kameras können dann flexibel plaziert werden und sind vor Sabotage besonders sicher, da kein Kabel mehr den Weg zu ihnen weist!".
NRC: Haftungsverbesserung auf Kunststoffen
Phänomen Farbe, 1.2.2001. Nordmann, Rassmann GmbH & Co., Hamburg, berichtet über Wacker Silanhaftvermittler für Lacke und Druckfarben. Die Produktpalette der Wacker Silanhaftvermittler für Lacke und Druckfarben umfasst verschiedene organofunktionelle Trialkoxsilane. Dabei nehmen die diaminosubstituierten Produkte aufgrund ihrer besonders leichten Aktivierbarkeit durch spontane Reaktion mit Wasser eine gewisse Sonderstellung ein. Die hier von Wacker angebotenen Produkte sind Addid 900 und 903. Sie werden für neutrale oder basische Bindemittelformulierungen empfohlen. Die Eignung zur Verbesserung der Haftung von polyvinylbutyralbasierenden (PVB) Formulierungen auf verschiedenen Kunststoffsubstraten wie Polyolefin- und Polyamidfolien wurde geprüft. Da die konventionell zur Haftungsprüfung verwendeten Methoden wie Gitterschnitt- und Stempelabrisstest bei dünnen (ca. 25-30 µm) Folien nicht durchführbar sind, wurden zwei Folien gegeneinander kaschiert und nach Aushärten des Kaschierklebstoffes die Kraft gemessen, die notwendig ist, um die Folien wieder voneinander zu trennen. Dabei wurde beobachtet, dass in den Fällen, in denen eine saubere Trennung des Laminates möglich war, diese an der Phasengrenze zwischen der Polyvinylbutyralschicht und dem Kunststoffsubstrat auftrat. Der Kaschierkleber haftete fehlerfrei auf der ausgehärteten PVB-Schicht. Die verwendeten Polyvinylbutyrale gehören zur Produktgruppe Pioloform B der Wacker Polymer Systems. Die Ergebnisse zeigen, dass das Diaminosilan 900 unter den gewählten Bedingungen eine sehr deutliche Verbesserung der Haftung der PVB-Überzüge auch auf den geprüften organischen Untergründen bewirkt.
NRC: Capa Polycaprolactone von Solvay
Phänomen Farbe, 11.05.2001. Seit Anfang dieses Jahres vertreibt die
Nordmann, Rassmann GmbH & Co., Hamburg, Polycaprolactone der Solvay Interox
Ltd. Solvay Caprolactone, mit Sitz in Warrington im Nordwesten Englands, ist weltweit der
führende Lieferant und europaweit der einzige Hersteller von Caprolactone Monomer sowie
einem großen Produktportfolio an Polycaprolactonen, die unter der Marke Capa
vermarktet werden.
Das aktuelle Solvay Produktsortiment umfasst vier funktionelle Capa Polyole und Copolyole,
die bei Hochleistungs-PU-Elastomer-Anwendungen eingesetzt werden. Hauptvorteile der Capa
Polyole sind eine exzellente chemische und UV-Resistenz, niedrige Viskosität und erhöhte
Hydrolysebeständigkeit im Vergleich zu anderen konventionellen Polyesterpolyolen. Solvay
Caprolactone produziert zudem eine Produktreihe Capa Thermoplaste mit Produkten von
unterschiedlichem Molekulargewicht, die als Pulver und Granulat erhältlich sind.
Als Reaktionskomponenten für qualitativ hochwertige Klebstoff- und Beschichtungssysteme
zeichnen sich die Capa Polycaprolactone aus. Sie bieten Vorteile wie eine besonders hohe
Klebkraft und eine gute Hydrolysebeständigkeit.
Ofru: Neue Destillationsanlage zur Lösemittelaufbereitung
Phänomen Farbe 14.3.2001. Babenhausen. Eine Neuentwicklung in der Destillation aus dem Hause OFRU Recycling wird erstmalig auf der European Coatings Show in Nürnberg vorgestellt. Nach erfolgreicher Markteinführung der neuen Lösemittelaufbereitungsanlagen der Serie ASC-500 bis 6000 wird nun die Produktpalette nach unten hin ergänzt. Somit wird es auch dem kleinem Lackhersteller möglich sein, seine Lösemittel komfortabel zu recyceln. Bei der neuen Type ASC-300 handelt es sich um eine vollautomatische Lösemittelrückgewinnungsanlage in Ex-geschützter Ausführung ab 12 KW Heizleistung welche vorwiegend in der Lackindustrie Einsatz findet. Pro Tag lassen sich mit dieser Anlagengröße bis zu 1.500 Liter verschmutzte Lösemittel destillieren bzw. zurückgewinnen. Ob von Schmutzfässern oder aus vorhandenen Tanks, die Anlage bedient sich automatisch und destilliert kontinuierlich, wenn gewünscht im 24-Std-Betrieb. Besondere Dienste leisten die direkt and der Heizwand anliegenden Abschaber, welche die Destillation begünstigen und die Kesselwände frei von Rückständen halten. Eine Reinigung der Anlage ist somit nicht mehr nötig.
Alle mit dem Lösemittel in Kontakt tretenden Teile sind in Edelstahl. Selbst Rohrverbindungen sind geschweisst und nicht mehr gehanft. Die Verwendung von hochwertigen Komponenten bieten dem Kunden besondere Vorteile hinsichtlich Materialfunktion und Beständigkeit. Ergänzt mit Optionen lässt sich dieser Anlagentyp insbesondere für problematische Lösemittel mit Wasseranteil oder hohem Festkörperanteil kundenspezifisch erweitern. www.ofru.com
opti-color: Meßbecher, Regelung und Software
Phänomen Farbe 11.5.2001. Die opti-color Meß- und Regelanlagen GmbH in Bad Salzdetfurth macht auf ihr Programm zur Viskositätserfassung und regelung im Prozess und fürs Labor aufmerksam. Meßbecher nach DIN, ISO oder internationalen Standards wie Zahn und Ford - opti-color stellt sowohl genormte wie auch der tägliche Praxis angepaßte Versionen her. Somit ist eine erste, reproduzierbare Grundlage für den Anwender geschaffen.
Für die Prozess-Seite, die Inline-Erfassung der Viskosität werden Eintauch-Rotationssensoren für offene Behälter, Inline-Sensoren für den Einsatz in Leitungssystemen und Fallkörpergeräte für Bypassinstallationen angeboten. Die Sensoren sind in der Lage, Viskositäten von 0,6 bis über 500.000 mPas zu erfassen.
Die Auswertung kann mit Standard-Reglern oder mit computergestützten Systemen erfolgen. Über 100 Skalierungen für verschiedenste Bereiche stehen zur Verfügung, so dass die jeweils optimale Einstellung für den Anwendungsfall ausgewählt werden kann. Die Software opti-color 3000 in Verbindung mit Multi VC Geräten ist unter den aktuellen Windows-Versionen verwendbar. Die Sensoren sind zertifiziert zum Einsatz im Ex-Bereich und genauso langlebig und zuverlässig wie auch einfach zu reinigen und warten. Die Materialauswahl ist flexibel gestaltbar für die verschiedensten Anwendungen.
Phänomen Farbe 11.5.2001. Die Parker Hannifin plc, Filter Division, Dewsbury/UK, hat eine neue industrielle Mikroglasfaser-Faltenfilterkerze (PFG) vorgestellt, die eine preiswerte Wahl darstellt, wenn es um absolute Porengröße bei gleichzeitig hohen Volumenströmen und langer Lebensdauer geht. Sie ist besonders geeignet für Vorfiltration und Point-of-Use-Filtration. Die Reihe ist in absoluten Porengrößen verfügbar und stellt eine zuverlässige Porengrößenkontrolle sicher, wie die Firma schreibt. Zusätzlich verhindert die thermische Zwischenschichtbindung einen Partikel-Bypass, während die laminierte Medien-/Stützschicht den Volumenstrom maximiert und die Filtermedienmigration minimiert. Parker Hannifin ist einer der führenden Hersteller von Bauteilen und Systemen für Automation, Regeltechnik und Hydraulik sowie von Armaturen für Tausende von Industriezweigen, einschl. der Luftfahrt. Die Firma erreichte zuletzt einen Umsatz von 5 Mrd. US-$. www.parker.com
Phänomen Farbe 11.5.2001. Die Pausch Messtechnik GmbH, Haan, berichtet u.a. über die Prüfung von Tonnenfarben für die Schifffahrt. Diese Leitpfosten" werden von der Fachstelle der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung für Verkehrstechniken, Bereich Lichttechnik immer wieder daraufhin getestet, welche Beschichtung unter den notwendigen Sicherheitsaspekten langfristig die wirtschaftlichste Alternative darstellt. Gute Dienste leistet dabei ein QUV-Schnellbewitterungsgerät von Pausch. In ihm werden sowohl die nicht fluoreszierenden Aufstrichfarben als auch die Tagesleuchtfarben miteinander verglichen.
Pausch bietet jetzt zum Farbgerät color 5 einen neuen Probenhalter an, mit dem sich kleine und unebene Teile einfach fixieren lassen. Das color 5 mit seiner 4 mm Messöffnung lässt sich sehr einfach handhaben und liefert temperaturunabhängige Messergebnisse. Eine Kalibrierung ist nur alle drei Monate nötig, die Ergebnisse lassen sich übersichtlich dokumentieren in MS Excel.
Polyplas: Wickelanlagen für Niederdruck Gas Plasma
Phänomen Farbe 11.5.2001. Weltweit sucht die Textil,- Papier,- Faser,- Gummi,- non woven und Verpackungsindustrie etc. nach neuen umweltfreundlichen, kostengünstigen Verfahren für Coil-Ware. Es sollen Naßchemie, Lösemittel, Primer, teure Spül- und Trockenprozesse vermieden oder neue Oberflächeneigenschaften erreicht werden. Diese Vorteile bietet nach Firmenmitteilung das kalte, trockene, sichere und umweltfreundliche Niederdruck Gas Plasma Verfahren.
der Polyplas GmbH, Emmerthal. Die Firma schreibt, dies sei reproduzierbar und biete keine Gefahr durch Fluorbehandlung. Hydrophilierung, Hydrophobierung, Aktivierung, Oleophobie, Polymerisation, Biokompatibilität, Permeationsveränderungen auch in den feinsten Strukturen wie Garn, Faser, Fibrille könnten damit erreicht werden. Nicht verändert würden dabei die optischen, mechanischen und chemischen Eigenschaften. Dieses bedeute optimales Kleben, Bedrucken, Benetzen, Lackieren, Biokompatibilität (auch Sterilität) u.a. auch bei PTFE/PP o.a. unpolaren Oberflächen. Die Firma bietet von der Labormaschine 0,3 m Rollenbreite über 1,0 m, 1,5 m , 1,7 m (größere Breite im Projekt) Standard Plasmaanlagen an mit elektronischer Zugkontrolle, Geschwindigkeitsregelung, Industrie PC-Steuerung, 5 - 15 m aktive Länge in der Kammer. Verschiedenen Frequenzen und 5 Gase können eingesetzt werden.Rhodia: Mischmaschine für Silikon Trennlacke in USA gestartet
Phänomen Farbe 11.5.2001. Rock Hill, S.C. Rhodia Silicones hat nach dem Start an anderen Standorten jetzt auch in Nordamerika ihre zum Patent angemeldete Mischmaschine mit Endlos-Zufuhr für Silikon Trennlacke in Betrieb genommen. Die Silicolease Maschine ist nach einer vollkommen neuen Technologie entwickelt und ermöglicht es, Papier-, Folien- und Film- Trennung mit besserer Produktivität und Qualität vorzunehmen. Die in Europa seit drei Jahren erprobte Maschine bietet der Industrie ein vollkommen automatisiertes Verfahren, das ständig frisches Material zum Lackierkopf bringt. Sie läuft mit Geschwindigkeiten bis zu 500 m pro Minute. Die endlose Misch- und Dispensier Technologie ermöglicht es dem Anwender nach Aussage von Rhodia, reaktivere Produkte zu verwenden und Verluste zwischen den Produktionsläufen durch genaue Durchflußkontrolle zu reduzieren. Verarbeitet werden lösemittelfreie, wärmehärtende Silikonlacke von Rhodia. Das manuelle Mischen entfällt. Material- und Personalkosten werden durch den Einsatz der Mischmaschine reduziert. Rhodia bietet den potentiellen Abnehmern Pilotanlagen und Beratung durch technische Serviceteams.
Phänomen Farbe 11.5.2001. Die Tego Chemie Service GmbH, Essen, hat unter dem Namen Tego Glide 482 ein neues Additiv entwickelt, das ultimativen Slip, Kratz- und Blockfestigkeit in wässrigen Systemen bei einfachem Handling und guter Dosierbarkeit erzeugt. Die fließfähige Emulsion eines hochmolekularen Polydimenthylsiloxans ist, wie die Firma weiter schreibt, geeignet für die Anwendung in Holzdecklacken, Überdrucklacken, Druckfarben und Lederlacken. Das Produkt ist verträglich mit den meisten wässrigen Polymerdispersionen und Harzlösung/Dispersions-Mischungen.
VMA: Neuer Katalog Dispergiersysteme
Phänomen Farbe, 1.2.2001. In ihrem neu aufgelegten Katalog für Dispergiersysteme hat die VMA-Getzmann GmbH, Reichshof, auch einen ausführlichen Abschnitt über die patentierte Torusmill, mit der die Firma jetzt auch Produktionsmaschinen bis 1.000 l herstellt, aufgenommen. Im übrigen ist der Katalog in drei Abschnitte eingeteilt. Die ersten beiden gelten der Marke Dispermat und beschreiben Dissolver bzw. Ölmühlen. Im dritten Teil informiert die Firma über die Torusmill ausführlich. Außerdem enthält der neue Katalog ausführliche Hintergrundinformationen rund um das Thema Dispergieren. Er ist in Deutsch, Englisch, Französisch und Japanisch erhältlich. Internet: www.vma-getzmann.de .
Worlée: Besonderes auf der ECS
Phänomen Farbe 14.3.2001. Mit einem Jubiläumsstand (Halle 1, Stand 125), Pressekonferenz, Abendveranstaltung und einer Sonderbroschüre feiert die Worlée-Chemie GmbH auf der European Coatings Show den 150. Geburtstag des Mutterhauses E.H.Worlée & Co. (GmbH & Co.). Hier einige Produkthighlights:
WorléeDur 6311 ist ein lufttrocknender langöliger modifizierter Epoxiester für Universalgrundierungen, Haftprimer und Rostschutzgrundierungen. Seine Haupt-charakteristika sind gute Verarbeitbarkeit, guter Verlauf und außergewöhnlich gute und lange Haftung auf kritischen Untergründen. In entaromatisiertem Lösungsmittel hergestellt belastet es die Umwelt nur wenig.
WorléeSol E 440 W ist eine mittelölige Alkydharzemulsion für den Einsatz in wasserverdünnbaren lufttrocknenden und ofentrocknenden Decklacken. Seine Markenzeichen sind hoher und dauerhafter Glanz, exzellente Härte, sehr gute Wasser- und Wetterbeständigkeit. Es eignet sich auch für Korrosionsschutz-grundierungen und Holzlasuren.
WorléePol 193 ist ein sehr reaktives Polyesterharz für die Herstellung wasserver-dünnbarer Einbrenngrundierungen, -füller und decklacke. Es sorgt für hohen Glanz, gute Chemikalien- und Farbtonbeständigkeit bei hohen Temperaturen.
WorléeAdd VP-P 911/40 ist DER umweltverträgliche Ersatz für Fluortenside. Als nichtionogener, niedrigviskoser und speziell modifizierter Silikonpolyether verbes-sert dieses Spezial-Additiv die Untergrundbenetzung von wässrigen Systemen, auch auf schwierigen Substraten. WorléeAdd VP-P 911/36 ist ein silikonhaltiger Schaumverhinderer und Entschäu-mer für nicht-wässrige Systeme, besonders gut geeignet in lösemittelfreien PU-Beschichtungen und darüber hinaus in einer Vielzahl weiterer verschiedener Anwendungen.
Der Geschäftsbereich ChemieHandel stellt neben Farbrußen von Cabot und der breiten Palette an Tagesleuchtpigmenten von Sinloihi noch folgende Speziali-täten vor: Aliphatische Polyisocyanate der Marken Tolonate und Rhodocoat
von Rhodia (aliphatischen Polyisocyanate für lichtbeständige Polyurethansysteme und wässrige Polyurethanlacke, niedriger Gehalt an freiem HDI, geringstmögliche Eigenfarbe, hohe Lagerstabilität) Organische Buntpigmente der Marke Acrolite von Pidilite (für Druckfarben, Lacke, Farben und Kunststoffe). Additive für den UV-Bereich von Chemark (Photoiniatoren, Mattierungshärter für Pulverlacke, Antioxidantien, UV-Absorber und Lichtschutzmittel). Perlglanzpigmente aus China (Silverwhite, Gold, Mica, Iron, RX-Rite: -CarFlash, Online-Mehrwinkel-Spektralfotometer
Phänomen Farbe 11.5.2001. Das Messsystem CarFlash" wurde speziell für die Belange der Produkte der Automobilindustrie entwickelt. Mit den gewachsenen Qualitätsansprüchen der Käufer, mit den gestiegenen Umweltanforderungen an Lacke und Lackierprozesse sowie durch neuartige Farbeffekte haben Technologien zur Qualitäts- und Prozesskontrolle stark an Bedeutung gewonnen. Neue Karosseriewerkstoffe, die Dezentralisierung der Anbauteile-Fertigung und der stetige Trend zu lackierten Anbauteilen erfordern in der Produktion die Einhaltung und Kontrolle enger Toleranzen. Mit dem Multifunktions-Meßkopf CarFlash" wird die Möglichkeit eröffnet, voll automatisierte Prüfstationen an den Lackierprozess anzufügen. Nahezu beliebige Oberflächenformen sind mit dem Messkopf erreichbar. Die Qualität wird damit frühzeitiger und flächendeckender überwacht; Veränderungen können in einem frühen Entstehungsstadium erkannt werden. Im Unterschied zu bisherigen personalintensiven manuellen Verfahren muss die empfindliche frisch lackierte Oberfläche nicht mehr berührt werden. Das Gerät CarFlash" kontrolliert den Farbton, Farbeffekte an Effektlacken wie Metallic und Mica sowie die Oberflächenglätte entsprechend international standardisierten und eingeführten Prüfverfahren so, wie bislang auch in Labors an Mustertafeln geprüft wurde. In Verbindung mit moderner Robotertechnik können frei wählbare Orte auf einer Fahrzeugkarosserie erreicht werden. Zukünftig wird eine sehr kurze Rückkopplung zu Prozessparametern und Anlagenstörungen ermöglicht, wenn die Messdaten robotergestützter Prüfsysteme mit den Prozessdaten der Lackieranlagen über moderne Softwarelösungen verbunden werden können. Die wesentlichsten Vorteile liegen in der Bereitstellung von Informationen zur kontrollierten umweltgerechten Senkung des Materialverbrauches auf das Mindestmaß, zur Verringerung unerwünschter Qualitätsabweichungen und zur Verringerung von Anlaufzeiten für neue Materialien, Fahrzeugmodelle, neue Anlagen und Anlagenteile.
Uni Erlangen: Katalytische Wandanstriche?
Phänomen Farbe 11.5.2001. Konventionelle Katalysatoren, die CO oxidieren, brauchen hohe Temperaturen und Trockenheit ungeeignet für viele Anwendungen. Anders ein neuer Rutheniumoxid-Hydrat-Katalysator, der niedrige Temperaturen und hohe Feuchtigkeit geradezu liebt. Zukünftiges Einsatzgebiet könnten Anstriche für Tiefgaragen und Straßentunnels sein. Auch Methanol-Brennstoffzellen könnte der Katalysator von CO befreien (CIT) E-Mail: Kisch@chemie.uni-erlangen.de
Westfalen: Kryogenes Strahlreinigen
Phänomen Farbe 11.5.2001. Die Westfalen Aktiengesellschaft, Münster,
berichtete kürzlich erneut über das kryogene Strahlreinigen mit CO2-Pellets.
Diese Strahlreinigung mit Trockeneis-Granulat ist umweltfreundlich, wirtschaftlich und
materialschonend. Sie lässt sich direkt am Produktionsort durchführen, senkt die
Stillstandszeiten und hinterlässt keine Strahlmittelreste.
Trockeneis (Kohlendioxid in festem Zustand) liegt unter Umgebungsdruck bei minus 78,5 Grad
als weiße, eisähnliche Substanz vor. Für die kryogene Strahlreinigung stellt die
Westfalen AG, Münster, Trockeneis in Form von Granulat her. Diese CO2-Pellets
werden in Isolier-Behältern (Kälteboxen) zum Einsatzort gebracht und dort in die
Strahlanlage gefüllt. Die Reinigung führt als Kooperationspartner der Westfalen AG die
Firma Industrieservice Burghardt, Ascheberg, mit einem Heliotec-Strahlreinigungsgerät
durch. Bei diesem Strahlverfahren gelangen die CO2-Pellets mechanisch in den
Luftstrom und zur Pistole. Dort werden sie nach dem Venturi-Prinzip auf ca. 300 m pro
Sekunde beschleunigt und auf die zu reinigende Oberfläche geschossen. Aufgrund des
intensiven Kontakts von Pellets und Oberfläche treten ein thermischer und ein
mechanischer Effekt auf: Der anhaftende Belag wird durch das Auftreffen der tiefkalten
Pellets gefrostet. Durch unterschiedliche Ausdehnungskoeffizienten von Belag und
Untergrund kommt es zu thermischen Spannungen zwischen diesen. Der Belag wird brüchig und
spröde. Durch den Aufprall sublimieren die CO2-Pellets unter einer ca.
700-fachen Volumenzunahme zu CO2-Gas. Dieser explosionsähnliche Effekt bewirkt
die vollständige Ablösung des Belags. Die abgelöste Verschmutzung kann ohne
Nachbehandlung entsorgt werden, denn das CO2 entweicht in die Atmosphäre,
deren natürlicher Bestandteil CO2 ohnehin ist.
WWF: Delfinhaut ersetzt Antifoulings?
Phänomen Farbe 11.5.2001. Der World Wildlife Fund (WWF) hat gemeinsam mit der Forschungsstelle Küste des niedersächsischen Landesamtes für Ökologie und dem Labor für aquatische Forschung (LimnoMar) die erstaunlichen Eigenschaften des Fells von Seehunden genauer untersucht. Wegen seiner feinen und flexiblen Struktur können sich darauf keine marinen Organismen festsetzen, das Fell bleibt dauerhaft sauber. Die Forscher imitierten inzwischen die Oberfläche mit PUR-Fasern, was sich auch an Container- und Kreuzfahrtschiffen direkt als hochseetauglich erwies. Die nur einen Millimeter kurzen feinen Fasern stehen senkrecht hoch und werden vom Wasser permanent in Bewegung gehalten. Dies sorge dafür, dass sich Bewuchsorganismen nicht ansiedeln können, wodurch sich die Oberfläche immer wieder selbst reinigt. Die Forschungen werden an der tierärztlichen Hochschule Hannover und der Technischen Universität Berlin fortgesetzt. Bis sich die Oberflächen, die der Meeresfauna abgeschaut sind, wirklich durchsetzen können, wird allerdings noch einige Zeit vergehen.
Phänomen Farbe 11.5.2001. Zu den bekannten und vielfach bewährten Applikatoren der Zehntner GmbH Testing Instruments, Hoelstein/CH, kamen jetzt drei neue Geräte für spezielle Anwendungen: Der ZSC 2120 Halbrund-Applikator funktioniert nach dem selben Prinzip wie eine Lackhantel, verfügt aber über zwei Spalthöhen. Durch die veränderte Form wird vermieden, dass die zu applizierende Substanz unter die etwas längeren Auflageflächen gelangt und die Filmdicke verfälscht. Mit dem ZAF 2010 Vierfach-Filmziehrahmen können vier verschiedene Filmdicken appliziert werden. Der große Vorteil des Rahmendesigns ist, dass die eingefüllte Farbe nicht unter die Auflageflächen gelangen und so die aufgetragene Schichtdicke beeinflussen kann. Der ZSA 2110 Spiral-Applikator bietet die Möglichkeit, regelmässige Schichtdicken auch auf flexiblen Unterlagen aufzubringen. Im Gegensatz zu allen Applikatoren mit fester Spaltbreite können mit dem Spiralapplikator mehrere Schichten neben oder nacheinander appliziert werden. Dank des mittig angebrachten Handgriffs wird eine absolut exakte Führung ermöglicht. Alle drei neuen Applikatoren zeichnen sich durch einfache Handhabung aus und sind leicht zu reinigen. Es sind verschiedene Spalthöhen und Filmbreiten erhältlich. Zehntner stellt auch Spezialbreiten und höhen her.