pf_811_2000_04
Technik Infos
Phänomen Farbe 2000/04
Avecia: Neue wässrige Emulsion
Phänomen Farbe, 1.4.2000. Die NeoResins-Einheit der Avecia, Waalwijk/Niederlande, berichtet von einer neuen wässrigen Emulsion unter dem Namen NeoCryl XK-98. Es handelt sich um eine Reinacrylat-Emulsion mit spezieller Selbstvernetzung, die für Holzbeschichtungen mit schneller Trocknung und Blockfestigkeit für die Außenanwendung entwickelt worden ist, wie z.B. für die industrielle Beschichtung von Fensterrahmen. Das Produkt ist sowohl für transparente wie auch für opake Systeme geeignet, mit ausgezeichneter Elastizität, guter Blockfestigkeit und früher Wasserbeständigkeit sogar bei hohen Schichtstärken. Bei Kombination mit Verdickern können Schichtstärken von 400-500 um nass mit NeoCryl CK-98, mit einem guten Stehvermögen, erreicht werden. Neben den herkömmlichen Anwendungstechniken können auch NeoCryl XK-98 basierende Formulierungen im sog. Vakumat"-Verfahren aufgetragen werden. Infolge der sehr feinen Teilchengröße dieser Emulsion weist das Produkt eine nahezu ähnliche in-can"-Klarheit auf wie lösemittelhaltige Systeme, was ein Vorzug für Klarlacke in DIY-Anwendungen ist. Aufgrund seiner Zusammensetzung zeigt NeoCryl XK-98 keine Vergilbung und eine gute Haftung auf vielen Untergründen, wie z.B. PVC-Kunststoff, eisen- und nichteisenhaltigen Metallen, vorbeschichteten und lösemittelhaltigen Holzgrundierungen, so dass sich dieses Produkt sehr gut als universelle Grundlackierung eignet.
BASF: Musterkarte für Pigmentpräparationen
Phänomen Farbe, 1.4.2000. Die BASF AG, Ludwigshafen, hat eine neue Farbmusterkarte für ihr aktuelles Standardsortiment an Luconyl- und Luconyl G-Pigmentpräparationen für Dispersionsfarben aufgelegt. Bei den Produkten handelt es sich um gut fließende wässrige Pasten, die in das anzufärbende Medium eingerührt werden. Selbst in sehr niedrigviskoser Farbe setzen sie nicht ab. Hervorzuheben sind darüber hinaus die hohe Eintrocknungsresistenz der Produkte und ihre gute Verträglichkeit mit handelsüblichen Kunststoffdispersionen. Das Luconyl G-Sortiment zeichnet sich dadurch aus, dass die Präparationen keine organischen Lösemittel enthalten. Sie eignen sich daher als Tönpasten für lösemittelfreie Dispersionsfarben. Hauptsächlich finden die Produkte Anwendung zur Einfärbung von Dispersions-(glanz)farben, wasserverdünnbaren Lacken, Kunststoffputzen, Kalk- und Leimfarben, Tapeten- und Buntpapierfarben, wässrigen Holzlasuren sowie Volltonfarben und Abtönpasten auf der Basis wässriger Bindemittel.
Phänomen Farbe, 1.4.2000. Von der Bauer GmbH, Südlohn, kommen Nachrichten über zwei
Neuheiten. Es handelt sich um einen Kippbehälter und einen Faßgreifer. Der Behälter vom
Typ RD hat ein erfrischend neues Design und eine für Kippbehälter vollkommen neue Optik.
Die Konstruktion besticht durch ein serienmäßig vorgesehenen verzinkten,
federunterstützten und regenwasserdichten Runddeckel mit zwei Griffen. Dieser
gewährleistet komfortables Öffnen und Schließen innen und außen. Der Behälter kann
mit Hilfe des Gabelstaplers oder den optional erhältlichen Rollen aufgestellt und
versetzt werden. Die Entleerung erfolgt per Gabelstapler und ist in jeder Höhe per
Seilzug vom Staplersitz aus möglich.
Neu ist auch ein Faßgreifer (3P), der dabei hilft, beschädigte Fässer in Bergungs- und
Umfässer zu stellen. Er kann Fässer mit einem Durchmesser von 320 bis 680 mm aufnehmen.
Sobald die Dreipunktaufnahme dem jeweiligen Faßdurchmesser angepaßt ist, verhindert eine
selbständige Exzentersicherung das unbeabsichtigte Öffnen, insbesondere auch beim Kran-
bzw. Gabelstaplerbetrieb gegen Abstürzen der Fässer.
Byk Gardner: Neuer Produktkatalog
Phänomen Farbe, 1.4.2000. Die Byk-Gardner GmbH, Geretsried, hat einen neuen Katalog vorgelegt, der auf 150 durchgehend farbigen Seiten einen schnellen Überblick über Neuentwicklungen sowie das gesamte Lieferprogramm (einschl. der Preise) vermittelt. Neben den technischen Daten der reinen Produktinformation kann der Katalog durchaus als praktisches Nachschlagewerk für die tägliche Berufspraxis bezeichnet werden. Er ist nach Fachthemen gegliedert und bringt vor jedem Kapitel eine Einführung in die Grundlagen der verschiedenen Prüfbereiche.
Coating Products: Neue Wachsdispersionen
Phänomen Farbe, 1.4.2000. Neu im Programm der Coating Products, Ritterhude, sind hochkonzentrierte Copolymer-Wachsdispersionen mit einem Wachsgehalt von 45 bis 70% in verschiedenen Lösemittelsystemen und in Wasser. Speziell abgestimmte Wachs-Kombinationen und feine Partikelverteilungen optimieren die Oberflächeneigenschaften von Farben, Lacken und Druckfarben.
Cognis: Additive für Pulverlacke
Phänomen Farbe, 1.4.2000. In einem sehr anschaulichen Prospekt stellt die Cognis
Deutschland GmbH, Düsseldorf, ihre Additiv-Palette für Pulverlacke vor. Es handelt sich
um die Marken Perenol und Texaquart. Bei Perenol (F 40, F 45 und F 30 P)
handelt es sich um Copolyacrylate, wobei sich F 45 durch das höhere Molekulargewicht
unterscheidet. In der Anwendung sind F 40 und F 30 P die universelleren Additive. F 45
findet in speziellen Fällen wie z.B. PUR-Systemen Anwendung. Alle drei sind
Verlaufadditive, die das Spektrum via Masterbatch oder auch Direktverwendung abdecken.
Texaquart (900 und 3226) sind pulverförmige Spezialadditive für besondere Fälle. Ihre
Effekte reichen vom Verbessern der Triboapplikation über Substratbenetzung, bis hin zur
Erhöhung des Durchsatzes bei der Pulverlackproduktion. Die Dosierung liegt bei 0,5 bis zu
2% bezogen auf den Pulverlack.
Im Unterschied zu vielen anderen Lacksystemen benötigen reaktive Pulverlacksysteme wegen
des Verfließens von Lackteilchen der Korngröße 10 bis zu 100 µm und dem damit
einhergehenden Viskositätsanstieg Verlaufmittel. Cognis beschäftigt sich seit den 70er
Jahren mit Additiven für Pulverlacke und bietet neben der Standardpalette ein umfassendes
Sortiment für praktisch jeden Einsatzzweck.
Degussa-Hüls: Auf der Suche nach den großen Kleinen
Phänomen Farbe, 1.4.2000. Mit einem strategischen Forschungsprojekt treibt die
Degussa-Hüls AG, Frankfurt am Main, die Entwicklung neuer Technologien zur Herstellung
von Nanomaterialien voran. Drei Jahre lang wird am Standort des Unternehmens in
Hanau-Wolfgang ein Team aus 14 Mitarbeitern von Degussa-Hüls und wissenschaftlichen
Mitarbeitern von sieben deutschen Universitäten gemeinsam forschen. In dem Projekthaus
Nanomaterialien arbeiten die Wissenschaftler daran, wie man Partikeln maßgeschneidert
herstellen kann, die als Einzelteilchen mit dem bloßen Auge nicht mehr zu erkennen sind.
Die Kosten des Projektes belaufen sich auf mehr als 20 Mio. DM. Die Deutsche
Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert das Projekt mit 10 Mio. DM netto, einschließlich
Mehrwertsteuer und weiterer Projektmittel beläuft sich die Gesamtsumme auf mehr als 13
Mio. DM. Degussa-Hüls trägt 12 Mio. DM. Dieses Projekt ist ein Beispiel dafür,
dass Wirtschaft und Wissenschaft mehr erreichen können, wenn sie gemeinsam
forschen", sagt Dr. Reinhard Grunwald, Generalsekretär der DFG.
Degussa-Hüls will mit dem Projekt seine Innovationspotentiale nutzen und hat
zugleich den stark wachsenden Markt der Nanomaterialien im Blick", erläutert
Degussa-Hüls-Vorstandsmitglied Dr. Alfred Oberholz. Zwischen einem Millionstel Millimeter
und 100 Millionstel Millimeter sind die Nanopartikel groß. An einem Beispiel werden die
Dimensionen deutlich: Wenn man einen Nanopartikel einem Fußball gegenüberstellt, so ist
das in etwa so, als ob man diesen Fußball mit der Erdkugel vergleicht.
Nanopulver können in eine Vielzahl von Anwendungen Eingang finden. Potentielle Märkte
sind u.a. das Polieren von Wafern, Metallen, Glas und Schmuck sowie der Einsatz bei Lacken
mit ganz speziellen Eigenschaften. Auch in kleinsten Kondensatoren für die
Elektrotechnik, bei Lichtwellenleitern, in der Displaytechnologie sowie bei der
Herstellung von Katalysatoren für die Chemie- und Automobilindustrie sind Nanopulver
denkbar. Weitere mögliche Einsatzgebiete sind Kunststoffe, Klebstoffe und Pigmente.
Welche Eigenschaften und damit auch Möglichkeiten in maßgeschneiderten Nanopulvern
stecken, können wir heute erst erahnen", blickt Grunwald in die Zukunft.
Die Wachstumsraten der Märkte für nanoskalige Pulver liegen bereits heute im
zweistelligen Bereich. Es ist unser Ziel, das Potential dieser globalen technologie-
und innovationsgetriebenen Märkte gewinnbringend und dauerhaft zu erschließen",
sagt Oberholz. Das Projekthaus unterstreicht für ihn die Innovationsfähigkeit des
Unternehmens. Oberholz weiter: Solche strategischen Forschungsprojekte sichern die
Wettbewerbsfähigkeit von Degussa-Hüls und tragen so zur Zukunftssicherung des Konzerns
als Spezialist in der Chemie bei."
Ziel der gemeinsamen Forschungsarbeiten von Hochschulwissenschaftlern und Degussa-Hüls
ist es, die Mechanismen der Bildung von Nanopartikeln besser zu verstehen. Die kleinen
Teilchen entstehen aus den unterschiedlichsten Ausgangsstoffen in sog. Gasphasenreaktoren
bei Temperaturen von bis zu 2.400 Grad Celsius durch Kondensation. Größe und Form der
Partikel bestimmen ihre Eigenschaften und damit die Einsatzmöglichkeiten.
Die enge Zusammenarbeit ist für Degussa-Hüls, Hochschulprofessoren und DFG neu.
Degussa-Hüls öffnet seine Labore und Technika für die Hochschulwissenschaftler. Diese
bringen ihre Ergebnisse der Grundlagenforschung und modernste Messtechnik mit. Gemeinsam
mit den Hochschulwissenschaftlern wird Degussa-Hüls mehrere völlig neue
Gasphasenreaktoren gestalten, aufbauen und testen.
Dr. Andreas Gutsch, Leiter Projekthaus Nanomaterialien, sagte in diesem
Zusammenhang, es sei das Ziel, Nanopartikel in möglichst genau definierter Größe und
Form zu erzeugen. Der Erzeugung von Nanopartikeln und feinteiligen Stoffen sei eines
gemeinsam. Die Teilchen werden aus einzelnen Molekülen aufgebaut. Diese Moleküle
entstehen z.B. bei der Verbrennung von Naphthalin - Stichwort Ruß - oder
Siliziumtetrachlorid - Stichwort Aerosil - oder auch aus anderem Ausgangsmaterial in
Gasphasenreaktoren bei Temperaturen von bis zu 2.400 Grad Celsius. In diesen
Gasphasenreaktoren kondensieren die einzelnen Moleküle zu Partikeln - wieviele das tun
und wie sie das tun, bestimmt dann die Form der Teilchen. In den Gasphasenreaktoren
erfolgt die Paritkelbildung innerhalb weniger Millisekunden. Diese kurze Zeit und die
hohen Temperaturen machen es so schwierig, die Wachstumsmechanismen der Partikel zu
untersuchen. Gutsch weiter: Dies wollen wir im Projekthaus gemeinsam mit sieben
führenden Hochschulen unter finanzieller Beteiligung der Deutschen Forschungsgemeinschaft
tun. Wir wollen die Mechanismen, die zu unterschiedlichen Teilchenformen und -größen
führen, verstehen. Darauf aufbauend wollen wir Konzepte zur gezielten Beeinflussung der
Partikelform und -größe entwickeln. Degussa-Hüls wird gemeinsam mit den Hochschulen
mehrere völlig neue Gasphasenreaktoren für die Bildung von Nanopartikeln aufbauen und
testen. Zugleich werden wir für die Forschungsarbeiten die bereits hier in Wolfgang
vorhandene Pilotanlage der Degussa-Hüls nutzen. Mit Hilfe modernster Messtechnik der
Hochschulen sollen grundlegende Untersuchungen durchgeführt werden. Diese Erkenntnisse
fließen in die Gestaltung der neuen Gastphasenreaktoren ein." Soweit Gutsch.
Phänomen Farbe, 1.4.2000. Nach mehr als zehnjähriger Arbeit der DFO ist nun für die industrielle Lackiertechnik eine Ausbildungsordnung entstanden, die dem Stand der heutigen Lackmaterialien und Prozeßtechniken gerecht wird. Schon im letzten Jahr wurde die Verordnung über die Berufsausbildung zum/r Verfahrensmechaniker/in für Beschichtungstechnik" veröffentlicht. Die moderne anlagengebundene Beschichtungstechnik erfordert die Beachtung von Zusammenhängen zwischen Grundwerkstoff und Konstruktion, Vorbehandlung, Lacksystemen und Verarbeitungsprozeß einerseits und Qualität, Wirtschaftlichkeit und Umweltschutz andererseits. Im Vordergrund der Ausbildungsinhalte steht nicht der handwerkliche Lackauftrag, sondern die Beherrschung der Prozeßkette. Der Sprung zu den neuen Anforderungen ist groß, insbesondere was die Vermittlung der theoretischen Hintergründe und Zusammenhänge an Schulen betrifft. Die DFO und auch die EGL werden bei der Bewältigung dieser Aufgaben helfen.
eLexis: Zerstörungsfreie Werkstoffprüfung
Phänomen Farbe, 1.4.2000. Die Elektro-Mechanik GmbH, Wenden, ein Unternehmen der eLexis -Gruppe, wird anläßlich der HannoverMesse ein magnetinduktives Messsystem vorstellen, das die zerstörungsfreie Online-Werkstoffprüfung für kalt gewalzte und oberflächenveredelte Stahlbänder sichern soll. Als Alternative zur Bestimmung der mechanischen Eigenschaften von Stahlbändern durch Zerreißproben vertreibt die Firma das neuartige System. Es ermittelt berührungslos während des laufenden Betriebs der Anlage die Werkstoffeigenschaften wie Zugfestigkeit und Streckgrenze von Stahlbändern. IMPOC arbeitet u.a. mit unbeschichteten, metallisch oder organisch überzogenen ferromagnetischen Stahlbändern oder Stahlblechen aus unlegierten LC-, ELC- und ULC-Stählen sowie C-Mn-Stählen. Das Herzstück des Prüfsystems besteht aus je zwei Spulen, die das laufende Stahlband partiell magnetisieren und einem weiteren Spulenpaar, das den Gradienten der magnetischen Restfeldstärke des Bandes hinter den Magnetisierungsspulen aufnimmt. Die Auswertung der Signale erfolgt mittels PC über eine Korrelationsanalyse. Da durch den Einsatz von IMPOC auf die zerstörende Prüfung von Stählen weitestgehend verzichtet werden kann, reduzieren sich nicht nur nachhaltig die Herstellungskosten kaltgewalzter und oberflächenveredelter Stahlbänder, auch ihre Fertigungsqualität wird deutlich verbessert.
Elf Atochem: Zwei neue Rilsan-Typen
Phänomen Farbe, 1.4.2000. Die Elf Atochem Deutschland GmbH, Düsseldorf, hat zwei neue
Rilsan-Typen auf den Markt gebracht, die speziell für den Ski und
Snowboard-Bereich entwickelt wurden. Als Top-Folienschicht eingesetzt, erfüllen diese
beiden die steigende Nachfrage in diesem Bereich hinsichtlich Transparenz, Dekoration,
mechanischer Schutz und Produktionsverfahren. MB 3751 (modifiziertes Polyamid 11), das
über Transparenz sowie Schlag- und Reißfestigkeit verfügt. Des weiteren ist es
UV-beständig und selbst bei extrem niedrigen Temperaturen (bis -40°C) einsetzbar. MA
4670 (modifiziertes Polyamid 12) verfügt nach Angaben der Firma über bemerkenswerte
Adhäsionseigenschaften auf verschiedenen Substraten wie z.B. Epoxy und Aluminium. Die
Type verbindet gute Transparenz mit denselben mechanischen Eigenschaften (Schlag- und
Abriebfestigkeit) wie ein nicht-modifiziertes Polyamid 12.
Elf Atochem produziert in Eilenburg über ihre Tochtergesellschaft Elf Atochem Sachsen
GmbH sowie in Reims, Frankreich, über ihre Tochtergesellschaft Résinoplast, die Nakan
Drysol Vinylpulver. Diese Pulver zeichnen sich aus durch ein ausgezeichnetes
Preis/Leistungsverhältnis und entsprechen den steigenden Anforderungen der
Automobil-Designer hinsichtlich Haptik, Geschmeidigkeit, Elastzität und UV-Beständigkeit
für die Innenausstattung. Mit dem im Slush-Moulding-Verfahren, das aus dem
Rotationsspritzgießen entwickelt wurde, eingesetzten Pulver können Beschichtungen für
Armaturenbretter hergestellt werden, deren Oberfläche ein attraktives Aussehen hat und
angenehm bei Berührung sind. Das Verfahren bietet auch Möglichkeiten der Formgebung, da
es die Geometrie der Armaturenbretter einschließlich der schwierigsten Details
nachvollziehen kann.
Fryma: Kugelmühle mit Ringspalt
Phänomen Farbe, 1.4.2000. Die Fryma AG, Rheinfelden/CH, berichtet über ihre Ringspaltkugelmühle CoBall-Mill, die eine Feinstvermahlung von dünnflüssigen Suspensionen bis zu hochviskosen, pastösen Medien erlaubt. Im Gegensatz zur Vollraum-Rührwerkskugelmühle zeichnet sich diese Mühle durch eine einfache Handhabung, raschen Mahlkugelwechsel und einen geringen Reinigungsaufwand für den Mahlspalt aus. Der Einsatz geringerer Mahlkörpermengen führt zu einer deutlichen Senkung der Betriebskosten. Außerdem bietet die CoBall-Mill einige weitere Vorteile: Es kann bei Einsatz von kleineren Mahlkörpern eine höhere Durchsatzleistung und ein kleinerer Zuführdruck erzielt werden. Die Gefahr der Mahlkörperverpressung ist reduziert, wodurch eine Produktüberhitzung und das Blockieren der Mühle vermieden werden können. Dies verlängert die Standzeiten der Mühle. Die CoBall-Mill ist in sechs Maschinengrößen mit Durchsatzleistungen bis 1.500 kg/h erhältlich.
Gretag-Macbeth: Farb-Management-Software
Phänomen Farbe, 1.4.2000. Die Gretag-Macbeth AG, Regensdorf/CH, hat ihre
Farb-Management-Software Color Quality für Anwender in der grafischen Industrie
und der Druckfarbenherstellung weiter verbessert. Die Software unterstützt den kompletten
Arbeitsablauf vom Bestelleingang und dem Messen der Farbmuster über die Druckvorstufe und
beim Abstimmen an der Druckmaschine bis zur Auslieferung der Druckerzeugnisse. Die
grafische Oberfläche mit selbsterklärenden Symbol- und Statusleisten und beliebigen
Darstellungsmöglichkeiten von Farben und Farbdifferenzen, eine Liste der kürzlich
geöffneten Jobs sowie Drag&Drop-Funktionen sind einige der Beispiele für das
unkomplizierte Arbeiten mit dem Produkt. Verschiedene neue Toleranzmethoden sowie
Berechnungen von Referenz- und Toleranzwerten aus Mustern lassen sich auftragsspezifisch
einsetzen. Die Möglichkeiten, Metamerie und Dichte anzuzeigen, rundet die Messfunktionen
ab. Die Software unterstützt auch Messungen mit der neuesten Generation von Messgeräten
mit 45/0°-Optik und Diffus/8°-Optik. Das Produkt ist jetzt netzwerkfähig: Mehrere
Benutzer können auf die gespeicherten Messdaten von verschiedenen Arbeitsstationen aus
zugreifen. Die zentrale Station, Datensicherung und Administration der Software ist ein
Teil zahlreicher Möglichkeiten. Darüber hinaus können alle Lizenzen an einem Ort
verwaltet werden. Für die Autorisierung wird ein sog. Netzwerk-Dongle mit
Floating-Lizenzen verwendet.
Hosokawa Micron: Windsichter
mit Verschleißschutz
Phänomen Farbe, 1.4.2000. Der Abweiseradsichter MikroCut MC, von Hosokawa Micron GmbH, Köln, der sich bereits in vielen Applikationen etabliert hat, ist durch den Einsatz von Spezialwerkstoffen für die Klassierung von Produkten bis zu einer Mohs-Härte von 9,5 optimiert worden. Häufig verwendete Produkte in diesem Härtebereich sind Schleif- und Poliermittel aus Silicium-, Bor- bzw. Wolframcarbid und auch Diamantstaub. Aufgrund seines scharfen Trennverhaltens ist eine effiziente Klassierung möglich. Der einstellbare Trenngrenzenbereich liegt für diese Produkte zwischen 1 µm bis 10 µm. Durch die Kombination Supra-Verschleißschutz und hocheffiziente Klassierung ist es nun möglich bei der Produktion von stark schleißenden Produkten eine erhebliche Quantitäts- und Qualitätssteigerung zu erzielen. Für Borcarbid wurde die Aufgabenstellung 99% < 7,5 µm bei einer Trenngrenze von 4 µm realisiert:
Phänomen Farbe, 1.4.2000. Die IBS AG, Höhr-Grenzhausen, einer der führenden Anbieter von Standardsoftwaresystemen und Beratungsdienstleistungen für das industrielle Qualitäts- und Produktionsmanagement, stellte auf der CeBIT 2000 erstmals das neue, internetbasierte Standardsoftware-System eService für das Kundendienst- und -servicemanagement in Industrieunternehmen vor. Die Software arbeitet prozessorientiert und bietet Module und Funktionen für die Montage und Inbetriebnahme von Geräten, Maschinen und Anlagen, deren Inspektion, Wartung, Instandsetzung und Umrüstung sowie die Ersatzteilversorgung und das Störfallmanagement. Das System integriert dabei sämtliche für das Kundendienstmanagement relevanten Funktionsbereiche und Daten. Hierzu gehören insbesondere Vertrieb, technischer Kundendienst, Call-Center, Vertragsverfolgung, Kunden- und Produkthistorie sowie das Auftrags- und Beschwerdemanagement und die Fakturierung.
Kalk-Beratung: Kalk auf den Straßen
Phänomen Farbe, 1.4.2000. Kalkstein oder Marmormehle werden nach wie vor als
Füllstoffe für Straßenmarkierungsfarben eingesetzt, für deren Pigmentierung
üblicherweise Titandioxid verwendet wird. Die Oberfläche der Füllstoffpartikel wird
wasserabweisend behandelt, dadurch verschmutzt der Markierungsstreifen nicht so schnell
und bleibt lange gut sichtbar. Der Einfluß der Korngröße und der Korngrößenverteilung
kommt u.a. beim Trocknen der Farbe zum Tragen: Besonders steile Korngrößenverteilungen
verkürzen die Trocknungszeit erheblich, z.B. auf sechs bis sieben Minuten. Dadurch läßt
sich die Strecke sehr schnell wieder für den Verkehr freigeben, die Behinderungen durch
die Markierungsarbeiten reduzieren sich auf ein Minimum. Auch deswegen kann auf
Lösemittel verzichtet werden, die früher die kurze Trocknungszeit herbeigeführt haben.