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Handel Handwerk
Phänomen Farbe 15.12.2001

BBE: Einzelhandel unter Druck
BGA: Starker Umsatzeinbruch im Großhandel
BHB: Baumärkte melden Umsatzrückgänge
EGEMA Koblenz: Erfolgreiche Hausmesse
Hornbach: Führungsspitze neu geordnet
HVFGB: Neues vom Hauptverband
VFG: Eine Schule die zum Schüler kommt
WÜMEG: 75 Jahre für den Maler

BBE: Einzelhandel unter Druck

Phänomen Farbe, 15.12.2001. Die BBE-Unternehmensberatung, Köln, hat in ihrem Einzelhandels-Index vom Oktober 2001 einen Rückgang um neun auf 83,15 Punkte registriert. Es ist der schlechteste Wert in diesem Jahr und erinnert an den Pessimismus in den Jahren 1996–1998. In Westdeutschland sank der Index auf 87,05 Punkte (Gleichgewichtslinie = 100 Punkte). Schon ab Juni breitete sich im Westen Pessimismus aus, in Ostdeutschland war die Stimmung während des gesamten Jahres auf dem absteigenden Ast. Dort sank der Wert von 74,55 (September) auf 70,43 im Oktober. Generell sei das Geschäft sowohl im Osten als auch im Westen im September schwach gewesen. Dies berichteten 47% der Befragten im Westen und 55% im Osten. Im Westen rechnen 50% mit einem „mittelmäßigen" und 45% mit einem „schlechten" bis „sehr schlechten" weiteren Verlauf. Im Osten sind es 60% der Befragten, die eine Verschlechterung der Wirtschaftslage erwarten. Dort bewerten auch 84% die künftige Arbeitsmarkt-Entwicklung als „schlecht bis sehr schlecht". Im Vergleich dazu sind im Westen „nur" 52% der Händler negativ gestimmt. Zusammengefasst rechnet die Hälfte der Händler in ganz Deutschland im nächsten Halbjahr mit sinkenden Gewinnen.

BGA: Starker Umsatzeinbruch im Großhandel

Phänomen Farbe, 15.12.2001. Die Umsätze im Großhandel brachen im September ein. Insbesondere die Nachfrage nach langlebigen Investitionsgütern ist überdurchschnittlich stark zurückgegangen. Hier wirkt sich die ,Woche des Stillstandes‘ nach dem 11. September aus. Leider habe die Bundesregierung es bisher versäumt, so der BGA, die Steuerreform vorzuziehen und die nächste Stufe der Ökosteueranhebung auszusetzen, um damit ein wichtiges Signal im aktuellen Krisenmanagement zu setzen. Bislang habe die Bundesregierung kein Konzept präsentiert, wie sie einen Stimmungsumschwung erreichen will. Dies erklärte BGA-Präsident Anton F. Börner zur Bekanntgabe der September-Großhandelsumsatzzahlen vom Statistischen Bundesamt. Nach den Terroranschlägen vom 11. September seien an einigen Tagen die Warenbestellungen zahlreicher Kunden ausgesetzt worden. Dies habe sich bei industriellen Kunden stärker ausgewirkt als in Großhandelsbranchen, die ihre Kunden vor allem im Mittelstand oder im Handwerk haben. Von großer Bedeutung sei jetzt, ob sich die Umsätze im Oktober wieder stabilisieren werden, so Börner.
Die monatlichen Kennziffern zum Großhandelsumsatz gehören zu den wichtigsten Konjunkturindikatoren der zentralen Statistik, die auf rund 10.000 Unternehmensmeldungen beruht. Frühzeitig lassen sich hier Trends belegen, die wenige Zeit später auch Verbraucherentscheidungen widerspiegeln. Gegenüber dem Vorjahresmonat sind im September 2001 die Umsatzzahlen um 9,1% gesunken – im Zeitraum Januar bis August 2001 lag der nominale Umsatzzuwachs noch bei 1,4%. Besonders deutlich ist der Umsatzeinbruch in den Bereichen Maschinen und Ausrüstungen (-12,4%), Gebrauchs- und Verbrauchsgüter (-11,6%) sowie Rohstoffe und Halbwaren (-11,7%) spürbar. Diese Bereiche decken über zwei Drittel des gesamten Großhandelsumsatzes ab.
Entscheidend seien jetzt wirtschaftspolitische Maßnahmen der Bundesregierung, die Vertrauen zurückbringen und die Leistungsträger motivieren, Investitionen tätigen und Arbeitsplätze schaffen. Reine Konjunkturprogramme lehnt der BGA-Präsident ab. „Die Umsetzung von Konjunkturprogrammen dauert zu lange, greift zu kurz und wirkt inflations- und damit zinstreibend", erklärte BGA-Präsident Börner in Berlin.

BHB: Baumärkte melden Umsatzrückgänge

Phänomen Farbe, 15.12.2001. Der Bundesverband Deutscher Heimwerker-, Bau- und Gartenfachmärkte (BHB), Bonn, berichtet für die ersten drei Quartale von einem flächenbereinigten Umsatzrückgang (ohne Neueröffnungen) um 4,4%. Mit Neueröffnungen sank der Umsatz um 1,2% auf 25 Mrd. DM. Da der Verband für das vierte Quartal 2001 mit einer leichten Erholung rechnet, könnte für das Gesamtjahr eine leichte Steigerung von 0,3% auf 33,2 Mrd. DM (flächenbereinigt) erreicht werden. Der Anteil der Bau- und Gartenmärkte am gesamten DIY-Geschäft dürfte etwa 47% von insgesamt 72 Mrd. DM haben. An der Spitze der deutschen Rangliste steht mit 8,2 Mrd. DM Umsatz Obi, gefolgt von Praktiker mit 5,6 Mrd. DM und Bauhaus 4 Mrd. DM Umsatz. Das weltgrößte Baumarktgeschäft macht die US-Firma Home Depot mit einem Umsatz von 30,2 Mrd. US-$. Lowe‘s (USA) folgt mit 13,3 Mrd. US-Dollar, an dritter Stelle der Weltrangliste steht die britische Firma Kingfisher (,7,5 Mrd. US-$), auf Platz vier folgt Menard (USA) mit 4 Mrd. US-$. Schon auf Platz fünf wird Obi notiert. Nach den Angaben von BHB-Geschäftsführer Frank Michel sind die Baumarkt-Umsätze sowohl in Gesamteuropa als auch in den USA ähnlich rückläufig wie in Deutschland.

EGEMA Koblenz: Erfolgreiche Hausmesse

Phänomen Farbe, 15.12.2001. Ende Oktober hatte die EGEMA e.V., Koblenz, zu ihrer Herbstveranstaltung eingeladen, die man am besten mit einem „Fest" umschreibt. Die fachlich orientierten Ausstellungsbeteiligungen der Firmen konkurrierten mit Marktständen, die auch für die Familienmitglieder interessante Angebote bereit hielten. Das Management der Genossenschaft verspricht sich, wie in vielen Gesprächen deutlich wurde, viel von der Zusammenarbeit mit Wiesbaden und Karlsruhe.

Hornbach: Führungsspitze neu geordnet

Phänomen Farbe, 15.12.2001. Die beiden bisher von Martin Hornbach geleiteten Ressorts wurden im Rahmen einer Neuordnung der Unternehmensführung auf zwei Vorstandsmitglieder verteilt. Die Logistik leitet nun Steffen Hornbach und der Sektor Informationssysteme untersteht jetzt dem Finanzvorstand Roland Pelka. Durch die Neuordnung hat der Hornbach-Vorstand jetzt noch fünf Mitglieder. Vorstandschef der AG ist seit 1. November Steffen Hornbach, der seinen Bruder Albrecht Hornbach ablöste, der Vorstandschef der Muttergesellschaft Hornbach Holding AG wurde. Hornbach erwirtschaftet derzeit mit 6.000 Menschen etwa 3 Mrd. DM Umsatz.

HVFGB: Neues vom Hauptverband

Phänomen Farbe, 15.12.2001. PR-Ausschuss tagte in München: Der PR-Ausschuss des Hauptverbandes Farbe Gestaltung Bautenschutz (HVFGB) beschäftigte sich kürzlich mit den Messevorbereitungen zur „Farbe 2002". Dabei wurden die letzten Weichen für die Veranstaltung gestellt, über deren Gliederung und Inhalte wir bereits kurz berichteten. Derzeit finden die Auslands-Pressekonferenzen statt, die auf die Veranstaltung hinweisen sollen. Dr. Ulrich Probst, der Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Gesellschaft für Handwerksmessen (GHM) gab ausführliche Informationen auch über den derzeitigen Stand weiterer Vorbereitungen. Es folgten Referate von Heinz Werner Bonjean (Handwerkspolitik), Jürgen Hinz (neues aus der EU) und Hauptgeschäftsführer Werner Loch (Neue Website des Hauptverbandes).
Ausbildungsbilanz: Im Maler- und Lackiererhandwerk sind die Zahlen der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge erstmals seit mehreren Jahren leicht rückläufig: Im Jahr 2000 wurden 16.754 Ausbildungsverträge abgeschlossen, dies ist ein Rückgang um 9,76%. Allerdings ist die Anzahl der Ausbildungsplätze im Maler- und Lackiererhandwerk noch immer auf einem sehr hohen Niveau. In den einzelnen Bundesländern sind bei der Betrachtung der Zahlen von Ausbildungsstellen große Unterschiede zu verzeichnen. Während in den südlichen Bundesländern bei stabiler Auftragslage eine positive Lehrstellenbilanz gezogen werden kann, tendiert diese in den neuen Bundesländern bei stagnierender Auftragslage nach unten. Somit ist auch im Maler- und Lackiererhandwerk eine Migrationsbewegung von jungen Arbeitskräften in die alten Bundesländer zu beobachten.
Bildungsausschuss-Vorsitzender Roland Brecheis: „Zunächst einmal danken wir den Betrieben, die jungen Menschen eine Berufsausbildung im Maler- und Lackiererhandwerk ermöglichen. Wir fordern aber die Regierung auf, durch die Halbierung des Mehrwertsteuersatzes für regional gebundene Dienstleistungen das größte Ausbildungsplatzprogramm, das es je gab, ins Leben zu rufen." Insgesamt hat die Bauwirtschaft wie in den vergangenen Jahren rückläufige Zahlen zu vermelden. Im Jahr 2000 wurden 27.241 neue Ausbildungsverträge geschlossen. Das sind 7,7% weniger als im Jahr 1999.

 

Bundesleistungswettbewerb Maler 2001: Unter dem Motto „Kunst am Bau" führte der HVFGB Ende Oktober seinen diesjährigen Bundesleistungswettbewerb durch. Von den zwölf Teilnehmenden waren vier Frauen und acht Männer zwischen 19 und 23 Jahren. Gewonnen hatten sie alle schon den Landeswettbewerb des jeweiligen Bundeslandes. „Ziel der Aufgabenstellung war, die jungen Malerinnen und Maler zu motivieren, auch Entwürfe von Künstlern handwerklich und künstlerisch umzusetzen und diesen Markt wieder aufleben zu lassen", erläutert OStR Konrad Forster die Vorlage. Darauf waren abstrakte Formen des Künstlers Thomas Weil, die schon in und auf vielen Gebäuden zu sehen sind. Ein Schriftzug „Kunst am Bau" und eine Vorlage mit abstrakten Formen waren maßstabsgerecht auf eine Fläche von 2,75 m Breite und ca. 2 m Höhe zu applizieren. Verschiedene malerhandwerkliche Techniken wie die Handlackierung einer Fläche und das Aufbringen einer Tapete galt es anzuwenden, andere wiederum konnten frei gewählt werden. Farblich waren die Regeln der Farbgestaltung zu beachten. Die 19-jährige Daniela Karstedt - sie hatte auf schwarzem Untergrund die Formen gestaltet und damit ein modernes Kunstwerk geschaffen – gewann den Bundespreis (Ausbildungsbetrieb Dieter Binger, Berlin). Peter Wemcken aus Sachsen – ausgebildet bei Rainer Wemcken, Possendorf – erhielt den zweiten Platz: Seine Arbeit überzeugte vor allem wegen innovativer Schriften auf goldenem Untergrund. Besonderheit war eine Form, die abgenutztes Holz vortäuschte. Mit ihren ausschließlich in der Modefarbe Lila gehaltenen Formen als solche hervorgehoben – erreichte Alexandra Dietrich aus Schwabach, Bayern (Ausbildungsbetrieb Hanno Dietrich) den dritten Platz.
Wirtschaftsausschuss tagte: Der Wirtschaftsausschuss des Verbandes kam in seiner Tagung in Dessau zu der Feststellung, dass es aufgrund der jüngsten Konjunkturumfrage im Maler- und Lackiererhandwerk zum dritten Quartal 2001 ausschließlich Negatives zu vermelden gebe. Von den Betrieben aus elf Landesinnungsverbänden, die sich an der Umfrage beteiligt hatten, beurteilten 48% die Nachfrage von Maler- und Lackiererarbeiten als ausreichend, nur 23% als gut. Dies ist der niedrigste Wert seit zehn Jahren, als mehr als die doppelte Prozentzahl herauskam, nämlich 54% die Nachfrage als gut befanden. In der Zwischenzeit war der Wert der Nachfrage von einer Minusrichtung gekennzeichnet. Der Wettbewerb unter den Maler- und Lackierbetrieben sei groß, versicherten 81% der Befragten. Für klein hielten ihn gerade mal 2%. Die Preisentwicklung bei Malerarbeiten habe eine abnehmende Tendenz (54%, im Jahr 1991 gaben hingegen noch 35% eine steigende Tendenz an). Die höchst Prozentzahl ist jedoch auch wieder bedenklich: 41% der Betriebe planen, so die Aussagen, Mitarbeiter zu entlassen. – Wie verhält es sich mit den Preisprognosen? Die Preisentwicklung wird für die folgenden drei Monate bei allen der befragten Betriebsgrößen, die in folgende Gruppen eingeteilt werden – 1 bis 4,5 bis 9, 10 bis 19 und mehr als 20 Arbeitnehmer –, als abnehmend eingeschätzt. Ebenso verhält es sich mit der Prognose für die Geschäftsentwicklung: 53% sagen abnehmende, 43% unveränderte Lage; nur 4% denken an zunehmende Geschäftsentwicklungen. Das Verhältnis von Arbeiten im Altbau liegt mit 80,5% bei etwa vier Fünfteln verglichen mit Arbeiten an Neubauten, also deutlich über den Arbeiten beim Neubau (19,5%). Die Zahlen rekrutieren sich vor allem aus Betrieben mit ein bis vier Mitarbeitern, die zum überwiegenden Teil aus dem kleinstädtischen Raum kommen (45%) – im Gegensatz zu denen aus dem ländlichen Raum (26%) oder aus Großstädten (29%). Der Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses Uli Faßnacht in einer ersten Bewertung: „Der Markt hat sich für Maler- und Lackierbetriebe im vergangenen Jahrzehnt massiv verschlechtert. Bedauerlicherweise ist eine Trendwende derzeit noch nicht absehbar. Im Maler- und Lackiererhandwerk sind die Umsatz- und Auftragsrückgänge gerade bei Betrieben mit mittlerer und größerer Beschäftigtenstruktur sehr massiv. Die Rezession hat unser Handwerk mit voller Wucht erreicht."
Baden-Württemberg – Verbandstag 2001 mit Colani: Verbandstag und Arbeitstagung des Baden-Württembergischen Maler- und Lackiererhandwerks kürzlich in Schwäbisch-Gmünd hatte einen prominenten Außenseiter, den Designer Luigi Colani zu Gast und hörte mit großer Aufmerksamkeit dessen von ihm selbst sogenannten „Ideenwahnsinn" an. Der inzwischen über 65-jährige, für seine Unruhe stiftenden (meist) Prototypen bekannt, dürfte von den Malern genauso viel gelernt haben wie diese von ihm. Colani wollte vor Jahren selbst zusammen mit einem führenden Lackhersteller neue Farben entwickeln, trotzdem sind seine meisten Kreationen konventionell lackiert, nichts konkurriert mit seinen revolutionären Formen. – Im Hauptprogramm des Verbandstags ging Landesinnungsmeister Bernd Eichsteller zunächst auf die Konjunktursituation im Handwerk ein. Im Jahr 2000 seien in Baden Württemberg vom Maler- und Lackiererhandwerk 3,07 Mrd. DM Umsatz von etwa 28.000 Beschäftigten erwirtschaftet worden. In diesem Jahr habe sich allerdings der leichte Aufschwung des Vorjahres deutlich verlangsamt. Eichstellers Zentralthemen waren dann ausgehend vom harten Verdrängungswettbewerb der immer wieder geforderte reduzierte Mehrwertsteuersatz und der Kampf gegen die Schwarzarbeit. Er kritisierte in diesem Zusammenhang sowohl die Bundesregierung als auch den Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH), die Aktivitäten auf beiden Gebieten vermissen ließen. Die Tagung wurde von der Innung Schwäbisch Gmünd mit ihrem Obermeister Eugen Stegmaier ausgerichtet.
Fahrzeuglackierer kämpften bei ihrem Bundesleistungswettbewerb in Stuttgart: Die 16 besten Neugesellen aus dem gesamten Bundesgebiet traten am 5. Und 6. November bei Lesonal in Stuttgart gegeneinander an, um ihren Deutschen Meister zu ermitteln. Aufgrund seiner überragenden handwerklichen Präzision und seines kreativen Potenzials setzte sich Michael Stenmanns aus Geldern in Nordrhein-Westfalen gegen die starke Konkurrenz durch. Der 20-jährige löste in nur zwölf Arbeitsstunden die vier gestellten Aufgaben perfekt und entwickelte zudem ein überzeugendes Designkonzept. Zweiter wurde Paul Ressler aus Bremerhaven, den dritten Platz belegte Sebastian Pense aus Halberstadt. Das Motto dieses 14. Bundeswettbewerbs „Fahrzeuglackierer – Lust auf Farbe und vieles mehr" stand für Vielseitigkeit dieses modernen Handwerkberufes. Die Teilnehmer, darunter vier Lackiererinnen, hatten die Aufgabe, eine Fahrzeugtür, ein Werbeschild und ein Modellauto im Maßstab 1 : 4 mit einer Designlackierung zu versehen sowie einen vorgegebenen Farbton exakt nachzustellen. Fingerspitzengefühl, Präzision, Farbempfinden und Kreativität mussten die Teilnehmer beweisen, um absolut glatte Oberflächen in glänzender Farbigkeit zu produzieren. Eine Herausforderung, der die jungen Lackiererinnen und Lackierer in ihrem Berufsalltag ständig begegnen. Bei der Preisverleihung gab Burkhard Müller, Vorsitzender des Arbeitskreises Öffentlichkeitsarbeit der Fachgruppe Autoreparaturlacke im Verband der Lackindustrie, angesichts der überzeugenden Ergebnisse aller Teilnehmer der Hoffnung Ausdruck, dass die Fähigkeiten des Nachwuchses optimistisch in die Zukunft blicken lassen.
Design-Wettbewerb für Fahrzeuglackierer: Die Fachgruppe Autoreparaturlacke im Verband der Lackindustrie e.V. (VdL) hatte die Fahrzeuglackiererbranche zu einem bundesweiten Designwettbewerb aufgerufen. Unter dem Motto „Wasserwelten – Odyssee 201" konnten Fahrzeuglackiererinnen und –lackierer ihr kreatives Potenzial unter Beweis stellen. Auf einer 1 m x 1 m großen Metallplatte sollten Mitarbeiter von Autoreparatur- und Lackierbetreiben als Team, aber auch Einzelperson Kunstwerke rund um das Thema Wasser gestalten. Der Phantasie waren bei der Gestaltung keine Grenzen gesetzt. Einzige Bedingung war die Verwendung von Wasserlacken.

VFG: Eine Schule die zum Schüler kommt

Phänomen Farbe, 15.12.2001. Der VFG Verbund Farbe und Gestaltung GmbH, Hilden, hat mit seiner erst zwei Jahren alten „Akademie" eine einzigartige Einrichtung geschaffen, die mit ihren Programmen vor Ort beim Großhändler, die zum VFG-Mitgliederkreis gehören, ihre Veranstaltungen durchführt. Der neue Geschäftsführer Dietmar Eis berichtet von einer regen Nutzung, die ökonomisch sinnvoll und für viele Interessenten zeitlich nur so möglich sei. Neue Techniken erforderten neues Know-How, sagte Akademieleiter Dirk Vossen, lebenslanges Lernen sei auch für das Maler- und Lackiererhandwerk lebensnotwendig. Die Angebote des VFG werden von der einschlägigen Industrie kraftvoll unterstützt, von ihr kommen zusätzliche Referenten und Lehrmaterial. Zur Nachwuchsförderung wurde ein eigener Juniorenkreis gegründet, der u.a. Bereiche wie Persönlichkeitsbildung, Unternehmensnachfolge usw. pflegt. Gesellschafter der VFG sind 60 Mitglieder aus Deutschland, Österreich und Italien. Zu den Lieferanten zählen gelistete Firmen aus dem In- und Ausland. Der Umsatz des Verbundes erreichte im vergangenen Jahr 1 Mrd. DM. Gegründet wurde die Gesellschaft im Jahre 1967 in Krefeld.

WÜMEG: 75 Jahre für den Maler

Phänomen Farbe, 15.12.2001. Die WÜMEG Verbundgruppe Farbe und Heimtex e.V., Ludwigsburg, am 8. Januar 1927 gegründet, feiert demnächst ihr 75-jähriges Bestehen. Gründungsmitglieder waren seinerzeit einige Innungsmitglieder aus dem Raum Ludwigsburg, heute finden sich unter dem Dach der WÜMEG elf regionale Vertriebsgesellschaften in Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, den neuen Bundesländern und Tschechien. Rund 450 Mitarbeiter betreuen die Kunden von 27 Standorten aus mit Waren und Dienstleistungen. Gefeiert wird das Ereignis bei der Jubiläums-Messe vom 15. bis 17. März 2002. Außerdem werden in den Messehallen Sindelfingen bereits drei Wochen vor der Farbe in München viele Trends und innovative Produkte vorgestellt. Die Region Stuttgart lädt auch zu einem verlängerten Wochenende ein. Für diese Tage wurde ein umfangreiches Ausflugsprogramm zusammengestellt. Das Hauptereignis ist die große Jubiläums-Gala am 16. März in der Stadthalle Sindelfingen. Tel.: 07141-405228.