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Beschaffung
Phänomen Farbe 1.12.1999
Titandioxid
Kemira: Ausstieg geplant
Kerr-McGee: Umsatz nicht
gehalten
Millennium:
Preise in Europa nicht durchgesetzt
Air Products: Neue
wasserverdünnte Kunstharze
Akzo Nobel: Aufwärts in Arnheim
Ashland: Brasilien
Atlas Copco: Weniger verdient
BASF AG: Farben neu ordnen
BASF AG: Ergebnis steigt um 17%
BASF: PUR:Neubau in China
BASF: Mehr hochwertige Gelbpigmente
Bohlin: Zehn Jahre Rheologie
Ciba: 3% Umsatzwachstum
CK Witco: Fusion trübt Ergebnis
Clariant: Dispersionen teuerer
Clariant: Metallocen-Wachs-Pilotanlage
Coating Products: Deco- Pigmentchips
Cytec: Aminharze
Degussa-Hüls: Auch Ruße legen zu
Dow Chemical: Besserer Quartalsgewinn
DSM: Talsohle durchschritten
Dystar: Textilfarben bündeln
Engelhard: Rekordquartal
GE Bayer: Neue
Produktionsanlage für Kieselsäure
Heubach: Mehr Grün aus Indien
ICI: Handelssparte verkauft
Ineos: Neuer Name bei Acrylharzen
Jäkle: Fusion mit CSC
Kuraray: EVOH-Produktion angelaufen
Lenox: Bindemittel aus Lackschlamm
Lubrizol: Druckfarben-Additive
Lyondell: VOC Ausnahme vorgeschlagen
Merck: Internet-Auftritt
MG: Internet-Markt für Chemie
Pinova: Auch Selzach ging online
Rohm & Haas:
Quartalszahlen schwer vergleichbar
Shamrock: Europazentrale
Stinnes: Große Pläne in Mülheim
Vianova: Lackharzgeschäft von Neste
Vianova: Weltweite Führung
UCB:
Pulverharz- und Monomerwerke in Asien eröffnet und geplant
Uniqema: Investition in Spanien
UPPC: Wachstum mit Spezialitäten
Wacker: Preiserhöhungen und Joint
Ventures
Wolff Walsrode: Nitrocellulose teuerer
Phänomen Farbe 1.12.1999: Die finnische Kemira will ihr Titandioxidgeschäft sowie die Bereiche Color Processing Systems und Stickstoff - Düngemittel veräußern. Sie machen zusammen rund ein Drittel des Kemira Umsatzes von 14,3 Mrd. FMK aus. Tikkurila bleibt bei Kemira und soll weiter expandieren. Kemira ist der sechstgrößte Hersteller von Titandioxid mit Produktionsanlagen in Finnland, den Niederlanden und den USA. Der Pigmentumsatz betrug 1998 423 Mio. Euro und wird in diesem Jahr rund 480 Mio. Euro erreichen. Als Käufer werden Kerr-McGee, Millennium und Kronos angesehen. Nicht ganz auszuschließen ist aber auch die japanische Ishihara, mit der Kemira vor zwei Jahren bereits ein Joint Venture in Südostasien geplant hatte, über das sich die beiden Firmen letztendlich nicht einigten.
Kerr-McGee: Umsatz nicht gehalten
Phänomen Farbe 1.12.1999: In den ersten 9 Monaten 1999 hat die amerikanische Kerr-McGee im Bereich Chemie (Titandioxid) einen um 2% geringen Umsatz von 680 Mio. US-$ hinnehmen müssen. Im dritten Quartal verringerte er sich sogar um 3%. Gleichzeitig erhöhte sich aber der operative Gewinn aus diesem Geschäft um 7% auf 91,6 Mio. $ (im 3. Quartal um 2% auf 29,6 Mio. $. Die Zahlen werden vom Unternehmen nicht kommentiert. Vermutlich sind sie, ähnlich wie bei den Mitbewerbern, in der Tatsache begründet, daß die angestrebten Preise nicht durchgesetzt werden konnten und im Gegenteil eher noch nachgaben.
Millennium: Preise in Europa nicht durchgesetzt
Phänomen Farbe 1.12.1999: Die angestrebten Preise für Titandioxid konnte Millennium im dritten Quartal nicht nur nicht durchsetzen, sondern mußte gegenüber dem dritten Quartal 1998 sogar einen Rückgang von 3,5% hinnehmen. In Europa lagen die Preise sogar 8% niedriger, während sie in den USA stabil blieben. Preiserhöhungen wurden erneut in allen wichtigen Märkten angekündigt. Die Kapazität von 712 000 t war zu 93% ausgelastet, verglichen mit 96% von 671 000 t im Vorjahresquartal und 91% im 2. Quartal. Millennium ist nach DuPont weltweit der zweitgrößte Hersteller von Titandioxid. Der Umsatz in den ersten 9 Monaten betrug insgesamt 1,185 Mrd. US-$, davon 921 Mio. $ mit Titandioxid. Der Rest entfiel auf Acetyl und Chemische Spezialitäten.
Air Products: Neue wasserverdünnte Kunstharze
Phänomen Farbe 1.12.1999: Die amerikanische Air Products and Chemicals bietet jetzt wasserverdünnte Kunstharze an, die in ihren Eigenschaften den ständig gestiegenen Anforderungen entsprechen. Die Chemie der Bindemittel gestattet dem Formulierer, komplette hochwertige Lacksysteme auf Wasserbasis zu schaffen. Dazu gehören Grundierungen, Zwischenanstriche und Decklacke. Zu den angebotenen Harzen zählen Polyole für wasserverdünnte 2K Polyurethan Anstrichstoffe, wasserverdünnte Epoxidharze für VOC freie oder Niedrig VOC Lacksystem und Hybrid Urethan Acryl Dispersionen.
Akzo Nobel: Aufwärts in Arnheim
Phänomen Farbe 1.12.1999: Akzo Nobel N.V., Arnheim, erzielte in den ersten neun Monaten 1999 eine Steigerung des Betriebsergebnisses um 8%, ohne die verlustreiche Fasertocher Acordis sogar um 16%. Der Umsatz erhöhte sich gleichzeitig um 18% auf 10,7 Mrd. . Acordis hat derzeit einen Umsatzanteil von 15% und soll im vierten Quartal verkauft werden. Die Kernsparten des Chemiekonzerns, Pharma (19%), Farben und Lacke (39%) und Chemie (27%) verbuchten starke Zuwachsraten. Farben und Lacke profitierten vom günstigen Wirtschaftsklima und Vorteilen aus der Akquisition von Courtaulds.
Phänomen Farbe 1.12.1999: Die amerikanische Ashland Specialty Chemical Company hat einen 560% Anteil an ARA Quimica SA in Brasilien gekauft. Einzelheiten des Kaufs wurden nicht mitgeteilt. ARA ist spezialisiert auf die Herstellung und den Vertrieb von ungesättigten Polyesterharzen in Brasilien. ARA soll in Zukunft auch andere Kunstharze aus dem Ashland Programm herstellen.
Phänomen Farbe 1.12.1999: Der Gewinn des schwedischen Maschinenbaukonzerns Atlas Copco ging in den ersten neun Monaten 1999 von 2,69 auf 2,39 Mrd. Kronen zurück.
Phänomen Farbe 1.12.1999: Neben der Ausgliederung ihrer Textilfarben plant die BASF Aktiengesellschaft, Ludwigshafen, eine generelle Neuordnung ihres Unternehmensbereichs Farben. Hier will sich das Unternehmen von seinem Masterbatch-Geschäft, das ein Umsatzvolumen von etwa 200 Mio. DM besitzt, trennen. In Zusammenarbeit mit einer Investmentbank wird ein Käufer gesucht, der sein Portfolio durch das BASF-Geschäft ergänzen kann. Betroffen sind weltweit etwa 470 Mitarbeiter in Produktion, Marketing und Vertrieb, die an elf Standorten tätig sind. Künftig soll sich der UB Farben auf das Geschäft mit Textchemikalien, auf Pigmente für Anstrichmittel, für Kunststoffeinfärbungen und für Druckfarben, auf Lederfarbstoffe und -chemikalien sowie auf Drucksysteme (Druckfarben und Druckplatten) konzentrieren. Diese Aktivitäten entsprechen einem derzeitigen Umsatzvolumen von etwa 3,6 Mrd. DM. Ein wichtiger Schritt, um das Pigmentgeschäft zu stärken ist, ist der Aufbau eines Vermarktungs- und Produktionszentrums für hochwertige organische Pigmente für den Weltmarkt. Das Zentrum entsteht derzeit in Ludwigshafen. Durch die Investitionen in zwei Neuanlagen für Gelbpigmente wird die Kapazität deutlich erweitert und die Wirtschaftlichkeit der Herstellung erhöht. Für Standardpigmente zur Herstellung von Druckfarben existiert bereits ein ähnliches Zentrum in Shanghai. Dort verfügt das Unternehmen (91% JV-Anteile) über eine Kapazität von 10.000 jato. Innerhalb der Ludwigshafener Pigmentproduktion befinden sich derzeit zwei Betriebe in Restrukturierung, die mit dem Abbau von etwa 30 Stellen bis 2002 verbunden sein wird.
BASF AG: Ergebnis steigt um 17%
Phänomen Farbe 1.12.1999: Das Geschäft der BASF-Gruppe, Ludwigshafen, hat im dritten Quartal 1999 deutlich an Schwung gewonnen. Der Umsatz stieg gegenüber Vorjahresquartal um 12,2% auf 7,24 Mrd. DM, davon entfielen auf das Ausland 5,45 Mrd., das ist ein Plus von 13,1%, in Deutschland steigerte sich der Umsatz um 9,3% auf 1,79 Mrd. DM. Das Ergebnis vor Ertragssteuern und Sonderbelastungen wuchs um 16,9% auf 0,62 Mrd. DM. In Sachanlagen wurden 3,4% mehr investiert (0,73), die Zahl der Mitarbeiter nahm um 1,7% auf 106.043 zu. Der Vorstandsvorsitzende der AG Dr Jürgen Strube rechnet damit, dass die Geschäftsbelebung auch im laufenden Quartal anhält und der Aufschwung im Jahr 2000 weiter an Dynamik zulegt.
Phänomen Farbe 1.12.1999: Die BASF Aktiengesellschaft, Ludwigshafen/Deutschland, Huntsman Polyurethanes, Everberg/Belgien, und Nippon Polyurethane Industry Co. Ltd. (NPU), Tokio/Japan, haben gemeinsam mit ihren chinesischen Partnern den Projektantrag und eine vorläufige Wirtschaftlichkeitsstudie zum Bau und Betrieb einer Anlage für Roh-MDI in China fertiggestellt. Standort der Anlage mit einer Kapazität von 160.000 t Roh-MDI pro Jahr soll der neue "Shanghai Chemical Industry Park" in Caojing bei Shanghai sein.
Der Projektantrag beinhaltet den Bau und Betrieb einer TDI-Anlage mit einer jährlichen Kapazität von 130.000 t, die die BASF zusammen mit ihren chinesischen Partnern errichten will. Von chinesischer Seite sind folgende Partnerfirmen beteiligt: Shanghai Tianyuan (Group) Corporation, Shanghai Huayi (Group) Company, Shanghai Chemical Indsutry Park Development Co. Ltd., China Petrochemical Group Corporation und Sinopec Gao-Quiao Petrochemical Corporation.
Der Baubeginn aller genannten Projekte wird nach einem positiven Abschluß der Wirtschaftlichkeitsstudien und der notwendigen Verträge sowie der Genehmigung durch die chinesische Regierung erfolgen. nach einvernehmlichem Abschluß der notwendigen Formalitäten für alle Projekte rechnet man mit einer Bauzeit von drei Jahren für den gesamten MDI/TDI-Komplex.
BASF: Mehr hochwertige Gelbpigmente
Phänomen Farbe 1.12.1999: Die BASF Aktienesellschaft baut derzeit in Ludwigshafen eine Produktionsanlage zur Herstellung von 1.200 t Isoindolin-Pigemnten pro Jahr. Diese Farbmittel zählen zur Gruppe der hochwertigen organischen Gelbpigmente, die von der BASF unter dem Handelsnamen Paliotol vermarktet werden. Mit der neuen Anlage, die Investitionen in Höhe eines zweistelligen Millionenbetrages erfordert und im ersten Quartal 2000 ihren Betrieb aufnehmen soll, wird die BASF ihre Kapazittät für Isoindolin-Pigmente verdoppeln. Die bisher genutzte Isoindolin-Anlage wird stillgelegt.
Mit der Kapazitätserweiterung trägt die BASF der im zweistelligen Prozentbereich wachsenden Nachfrage nach hochwertigen Gelbpigmenten Rechnung und stärkt zugleich ihre führende Position auf diesem ertragsstarken Arbeitsgebiet. Dem gleichen Ziel dient auch die Anlage für die Herstellung von jährlich 1.000 t Chinophthalon-Gelbpigmenten; sie hat vor wenigen Monaten in Ludwigshafen ihren Betrieb aufgenommen.
Phänomen Farbe 1.12.1999: Die Bohlin Instruments GmbH, Mühlacker, die deutsche Niederlassung der schwedischen Bohlin Instruments, konnte kürzlich ihr zehnjähriges Jubiläum begehen. Bohlin, eine Gründung des Schweden Prof. Dr. Leif Bohlin, zählt zu den größten Herstellern und Lieferanten von rheologischen Meßgeräten mit Niederlassungen in USA, England und Deutschland. Die Firma arbeitet weltweit.
Phänomen Farbe 1.12.1999: Die Ciba Spezialitätenchemie AG, Basel, konnte in den ersten drei Quartalen 1999 ihren Konzernumsatz um 3% auf 6,63 Mrd. sfr steigern. Dazu trug vor allem die erfreuliche Entwicklung in Asien und Lateinamerika bei, während die Umsätze in Europa leicht rückläufig waren. Für das Gesamtjahr rechnet die Firma mit einem Umsatz von 8,42 Mrd. sfr. Negative Einflüsse werden von der 49%-US-Tochter Hexcel Corp. erwartet.
CK Witco: Fusion trübt Ergebnis
Phänomen Farbe 1.12.1999: Die am 1. September erfolgte Fusion von Crompton & Knowles und Witco zur CK Witco schlägt sich mit einmaligen Kosten auf das Quartalsergebnis von minus 180 Mio. US-$ nieder. Für neun Monate lag der Verlust bei 84 Mio. $. Aber auch der Quartalsumsatz ging von 540,8 auf 500,4 Mio. $ zurück. Dennoch ist sich das Unternehmen sicher, im kommenden Jahr durch die Fusion 60 Mio. $ Kosten zu sparen. Erfreulich war der Umsatzanstieg bei Organosilikonen von 36 auf 38,3 Mio. $, die allerdings nur 3% des Gesamtumsatzes von 1,306 Mrd. $ ausmachen. Der Hauptumsatz wird mit Polymeren und Polymer - Additiven erzielt und betrug 813 Mio. $. Spezialitäten schlagen einschl. Organosilikonen mit 493 Mio. $ zu Buche.
Clariant: Dispersionen teuerer
Phänomen Farbe 1.12.1999: Die Clariant International AG, Muttenz, verlangt ab sofort für ihr gesamtes Dispersionssortiment höhere Preise. Begründet wird dies mit den gestiegenen Rohstoffkosten, die u.a. auf den inzwischen verdoppelten Erdölpreis zurückgehen. Die Clariant-Dispersionen haben für Anstrichmittel, Mörtel, Bau- und Klebstoffe große Bedeutung.
Die Firma hatte in den ersten neun Monaten 1999 bei einem um 3% auf 6,8 Mrd. sfr gesunkenen Umsatz offensichtlich besser verdient. In der ersten Jahreshälfte betrug der Rückstand gegenüber dem Vorjahr noch 5%. Verbesserungen zeichnen sich besonders in Asien und Lateinamerika ab, auch Europa ist im Aufwind, während die Umsatzentwicklung in Nordamerika unbefriedigend bleibt. Für das Jahr 2000 zeichnet sich eine Verlagerung des Sortiments auf innovations- und ertragsstarke Produkte ab. Gleichzeitig sollen die industriellen Prozesse und administrativen Abläufe weiter optimiert werden. So will Clariant auf eine jährliche Kapitalrendite von bis zu 20% kommen. Akquisitionen sind nicht ausgeschlossen.
Clariant: Metallocen-Wachs-Pilotanlage
Phänomen Farbe 1.12.1999: Nach nur etwas mehr als einem Jahr Bauzeit ging Anfang Oktober die neue Metallocen-Wachs-Pilotanlage am Standort Frankfurt-Höchst offiziell in Betrieb. Clariant investierte in dieses zukunftsorientierte Projekt fünf Millionen Mark. Der Spezialchemikalienhersteller verspricht sich von dem neuen Verfahren vor allem Technologie- und Kostenvorteile. Außerdem reagiert das Unternehmen auf die lebhafte Nachfrage nach synthetischen Wachsen. Dies hat dazu geführt, dass die nach herkömmlichen Verfahren arbeitenden Anlagen bereits voll ausgelastet sind.
Mit der Anlage werden weltweit erstmals Metallocen-Katalysatoren für die Herstellung von Wachsen eingesetzt. Diese Verbindungen erlauben je nach ihrer chemischen Struktur eine Kontrolle über die Eigenschaften der synthetisierten Wachse wie Temperaturverhalten, Härte oder Transparenz.
Coating Products: Deco- Pigmentchips
Phänomen Farbe 1.12.1999: Die neue Coating Products, Ritterhude, hat von der Mineralcolor,
Pineuilh/Frankreich, den Vertrieb von Deco-Pigmentchips für Deutschland, Schweiz,
Österreich und Osteuropa übernommen. Die Produkte haben einen besonders hohen
PVA-Gehalt, der Staubbildung, Nachquellen und Wegschlagen der Farbtöne verhindert. Sie
zeichnen sich durch eine besondere Vielfalt (250 Farbtöne) aus. Außerdem gibt es
Spezialtypen wie mehrfarbige Chips, sog. Spaghetti-Typen, Metall-, Disco- (fluoreszierend)
sowie Flitter- und Natural-Typen (Holz, Glimmer, Muscheln). Farbtonkarten und Kataloge
stehen für die individuelle und harmonische Gestaltung von Wänden und Fußböden zur
Verfügung. Fax: 04292-816359.
Phänomen Farbe 1.12.1999: Die Cytec Industries Inc. hat den kürzlich angekündigten Kauf des Aminharzgeschäfts der britischen BIP Ltd. abgeschlossen. Der Kaufpreis betrug 26,5 Mio. £. Das Geschäft hatte 1998 etwa 25 Mio. $ Umsatz. Cytec ist nach Angaben ihres Leiters David Lilley wegen seiner fortschrittlichen Technologien und seiner Kenntnis in der Anwendung. der führende Hersteller von Lackharzen auf Aminbasis. Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen den Dyno Anteil am Joint Venture Dyno-Cytec übernommen. Cytec hatte 1998 1,4 Mrd. $ Umsatz.
Degussa-Hüls: Auch Ruße legen zu
Phänomen Farbe 1.12.1999: Ihre Preise für Pigmentruße (Printex) hat die Degussa-Hüls AG, Frankfurt am Main, ab September um 4 bis 9% angehoben. Dies galt für Asien, Australien und Ozeanien, während der Rest der Welt einschl. Europa am 01.10.1999 folgte. Die Firma kündigte gleichzeitig weitere Preissteigerungen an und verweist dabei vor allem auf den um fast 100% gestiegenen Preis für Rohöl.
Dow Chemical: Besserer Quartalsgewinn
Phänomen Farbe 1.12.1999: Höhere Umsätze haben die negativen Auswirkungen der Rohstoffkostensteigerungen bei der Dow Chemical "mehr als ausgleichen" können. Der Reingewinn für das dritte Quartal stieg um ca. 3% auf 320 Mio. US-$, gleichzeitig nahm der Quartalsumsatz um 9% auf 4,7 Mrd. US-$ zu.
Phänomen Farbe 1.12.1999: Die niederländische DSM konnte ihren Ertrag im dritten Quartal um 10% auf 106 Mio. EURO erhöhen. Der Umsatz stieg allerdings nur um 2% auf 1,573 Mrd. EURO. Auch für das 4. Quartal erwartet DSM ein erheblich höheres Ergebnis als im Vorjahr. In den ersten neun Monaten liegt der Umsatz um mit 4,551 Mrd. EURO um 8% unter den Vorjahr, der Nettoertrag mit 290 Mio. EURO sogar um 18% niedriger.
Phänomen Farbe 1.12.1999: BASF, Bayer und Hoechst wollen ihre weltweiten Textilfarben-Aktivitäten zusammenführen. Dazu werden die Textilfarbstoffgeschäfte der BASF und der DyStar, einem 50:50-Joint-venture von Bayer und Hoechst, integriert. In dem erweiterten Gemeinschaftsunternehmen werden BASF, Bayer und Hoechst grundsätzlich gleichberechtigte Partner sein. mit einem jährlichen Umsatz von deutlich über 2 Mrd. DM wird das Unternehmen in dem von Konsolidierungsprozessen geprägten Markt über eine wettbewerbsfähige Größe verfügen. Die Partner wollen durch Nutzung von Synergien die Kostenposition insbesondere gegenüber der Konkurrenz aus Asien verbessern. Der geplante Zusammenschluß bedeutet darüber hinaus die Stärkung des Produkt und Technologie-Portfolios. Die Gesellschaft wird - vorbehaltlich der Zustimmung der Aufsichtsgremien und der Kartellbehörden - ihre Arbeit voraussichtlich zum 1. April 2000 aufnehmen und weltweit etwa 4.700 Mitarbeiter beschäftigen.
DystarTextilfarben, Frankfurt am Main, hatte in den ersten neun Monaten 1999 ein Umsatz von 1,075 Mrd. DM (-13 %). Im laufenden Jahr wird die Firma 50 Mio. DM investieren, Schwerpunkte sind die indonesischen Standort Cilegon und Polkrik. Der asiatische Anteil am Weltfarbstoffmarkt liegt bei 40 %. Der hart umkämpfte Markt für Dispersionsfarbstoffe und damit auch Dystar als führendem Anbieter von Dianix-Farbstoffen ist von immer häufigeren Produkt- und Warenzeichenkopien betroffen. Vertreter des Unternehmens beklagen, dass in letzer Zeit in Asien verstärkt solche Farbstoffe unter Dystar Warenzeichen angeboten würden; die in keiner Weise den hohen Qualitätsspezifikationen entsprächen
Phänomen Farbe 1.12.1999: Die Engelhard Corporation konnte im dritten Quartal ihren
Nettoertrag auf 51 Mio. US-$ (45 Mio. 1998) steigern. Der Umsatz war leicht rückläufig
von 1,04 auf 1,02 Mrd. $. Im Vergleich der ersten 3 Quartale stieg der operative Gewinn
von 139 auf 148 Mio. $, der Umsatz von 3,08 auf 3,29 Mrd. $. Der Umsatz mit
Spezialpigmenten und Additiven stieg im Quartal um 15% auf 91 Mio. $, in den ersten 9
Monaten ebenfalls um 7% auf 274 Mio. $.
Phänomen Farbe 1.12.1999: Die GE Bayer Silicones GmbH & Co. KG und die Degussa-Hüls AG haben beschlossen, auf dem Gelände der Bayer AG in Leverkusen eine Anlage für die Herstellung von pyrogener Kieselsäure Aerosil zu errichten. Die Anlage wird von Degussa-Hüls als Eigentümer gebaut und nach dem neuesten Stand der Technik betrieben. Es entstehen 20 neue Arbeitsplätze. Im Rahmen ihres Industriepark Konzeptes stellt die Bayer AG die erforderliche Infrastruktur und Dienstleistungen zur Verfügung. Die Kapazität wird den zukünftigen Erfordernissen von GE Bayer Silicones entsprechen. Die Vorteile liegen nach Angaben der Unternehmen in im engen Materialverbund und in der Vermeidung von langen Transportwegen. Für GE Bayer Silicones bedeutet die Investition eine beachtliche Verbesserung des Herstellungsprozesses von Dichtstoffen und Elastomeren, in denen pyrogene Kieselsäuren verarbeitet werden. GE Bayer Silicones ist ein im vergangene Jahr gegründetes Joint Venture zwischen Bayer und General Electric, das seine Aktivitäten auf Europa, den Nahen und Mittleren Osten sowie Indien und Pakistan konzentriert und Silikonprodukte für zahlreiche Industriezweige herstellt.
Phänomen Farbe 1.12.1999: Die Heubach GmbH & Co KG, Langelsheim, wird ihre Kapazität für bromierte Phthalocyaningrün-Pigmente (PG 36) in Akleshwar/Indien durch den Bau einer zweiten Produktionsanlge von 2.000 auf 5.000 jato erweitern. Damit ist das Unternehmen neben der BASF AG, Ludwigshafen, weltweit führend bei der Produktion von Phthalocyaningrün-Pimgnente.
Die neue Anlage wird nach einem von Heubach entwickelten Verfahren arbeiten. Dabei werden die grünen Pigmente mit einer hohen Reinheit produziert, die den in Zukunft zu erwartenden, sehr niedrigen Grenzwerten für Dioxine und PCB genügen. Nach einer zweijährigen Entwicklungsphase soll im Dezember 1999 die Großproduktion in einer Pilotanlage starten. Bis Mitte 2000 wird die Markteinführung der nach dem neuen Verfahren hergestellten Pigmente erwartet, die in der Farben-, Druckfarben- und Kunststoffindustrie eingesetzt werden (EC).
Phänomen Farbe 1.12.1999: Ihre Handelsaktivitäten (Colours and Industrial Chemicals Division) verkauft die ICI South Africa (Pty) Ltd mit der ICI South Africa Mozambique Ltda an den amerikanischen Chemiedistrubuteur JLM, Tampa/Florida, betroffen ist ein Umsatz von etwa 40 Mio. US-$.
Ineos: Neuer Name bei Acrylharzen
Phänomen Farbe 1.12.1999: Mit dem Abschluß des Kaufs des Acrylharzgeschäfts der ICI für 505 Mio. £ ist ein neuer Name in der Chemischen Industrie geschaffen worden: Ineos Acrylics. Das Unternehmen ist jetzt der führende Hersteller von Methylmethacylat weltweit. Leiter des Geschäfts bleibt Scott Davidson. Das Unternehmen mit Sitz in Brüssel beschäftigt mehr als 2000 Mitarbeiter in 5 Technischen Zentren und 15 Produktionsstätten in 9 Ländern Amerikas, Asiens und Europas.
Phänomen Farbe 1.12.1999: Die Jäkle Chemie GmbH & Co KG, Nürnberg, wird zusammen mit ihrer Tochtergesellschaft Paul Schnabel GmbH, Nürnberg, zum Jahreswechsel mit Christensen, Schwartz & Co. (GmbH & Co.), Hamburg, fusionieren. Der Chemiehandel (Niederlassungen u.a. in Bayreuth und Regensburg) wird künftig unter dem Namen CSC Jäkle GmbH & Co. KG, Nürnberg, betrieben. Speditionslager werden im gesamten Bundesgebiet unterhalten.
Kuraray: EVOH-Produktion angelaufen
Phänomen Farbe 1.12.1999: Die Kuraray Co Ltd, Osaka, hat nach einer Investition von 75 Mio. ihre erste Produktion von Ethylen-Vinylacetat Copolymeren (EVOH) in Antwerpen in Betrieb genommen. Die dortige Tochtergesellschaft Eval Europe NV produziert nun 10.000 jato der Gesamt-Kapazität des Konzerns. Berichten zufolge plant auch Nippon Synthetic Chemical (NSC) die Errichtung einer EVOH-Anlage in Europa. Das Unternehmen hatte gerade die Kapazität in Houston/Texas auf 36.000 jato verdoppelt. Kuraray setzte zuletzt 336 Mrd. Yen bei einem Nettogewinn von 13,2 Mrd. Yen um. Die Firma beschäftigt in 70 Gesellschaften etwa 10.000 Mitarbeiter. Marken sind beispielsweise Kuralon und Poval.
Lenox: Bindemittel aus Lackschlamm
Phänomen Farbe 1.12.1999: Der amerikanische Bindemittel Hersteller Lenox Polymers Ltd. entwickelt ein Bindemittel, das großenteils aus Lackschlamm eines großen Lackverbrauchers besteht. Es handelt sich um ein Bindemittel für Holz, das mit Holzspänen für die Herstellung von Paletten verwendet werden soll. Erste Versuche bei einem Paletten Hersteller sind nach Aussage von Lenox erfolgreich verlaufen. Weitere Anwendungen werden bei der Herstellung von Spanplatten für den Bausektor gesehen. Ähnliche Versuche gab es schon seit Jahren in Deutschland, wo der Lackschlamm aus den Lackierereien der Automobilindustrie als Bindemittel bei der Herstellung von Kofferraumverkleidungen eingesetzt werden sollte.
Lubrizol: Druckfarben-Additive
Phänomen Farbe 1.12.1999: Am 20. September 1999 hat die Lubrizol Coating Additives
GmbH in Ritterhude im Kreise ihrer Mitarbeiter die Einweihung einer neuen Feritgungsanlage
für Druckfarbenadditive der Schwestergesellschaft Carroll Scientific Inc., Illinois, USA,
gefeiert. Die Anlage, die inklusive Planung und Entscheidung in nur neun Monaten nach
modernsten Standards fertiggestellt wurde, basiert auf dem jahrzehntelangen Know How von
Carroll Scientific. Sie ist in der Lage, Produkte die bisher aus Amerika geliefert wurden
in identischer Weise herzustellen. Es werden vornehmlich Wachspasten sowohl nach dem
Fällungsverfahren als auch durch Dispergierung sowie Spezialfirnisse produziert. Als
besonders vorteilhaft hat sich bereits jetzt die Integration einer Tankwagen-Ladestation
erwiesen, die in der Lage ist, selbst pastöse Materialien in kürzester Zeit abzufüllen.

John + Jim Carroll, Gründer von Carroll Scientific, Inc.
Lyondell: VOC Ausnahme vorgeschlagen
Phänomen Farbe 1.12.1999: Die amerikanische Lyondell Chemical teilte mit, daß die Umweltschutzbehörde EPA beabsichtigt, tertiäres Butylacetat (TBAc) von der Liste der VOC Stoffe auszunehmen. TBAc wird als ein unschädliches luftverschmutzendes Lösemittel bezeichnet, das in weitem Umfang in Farben, Lacken, Druckfarben, Klebstoffen und anderen Produkten zu Einsatz kommen werde. Dieser Beschluß, sofern angenommen, wird bei der Formulierung von Anstrichstoffen ein neues Hilfsmittel sein, VOC-freie und VOC-arme Produkte zu entwickeln. TBAc bietet nach Aussage von Lyondell ein breites Lösespektrum, mittlere Verdunstungsrate, niedrige Dichte und einen Flammpunkt im Rahmen der üblichen Anforderungen. Die derzeitige Produktionskapazität beträgt mehr als 25000 t jährlich und kann je nach Nachfrage erweitert werden.
Phänomen Farbe 1.12.1999: Die Merck KGaA, Darmstadt, ist jetzt auch mit ihrem Bereich Pigmente im Internet vertreten. Unter wwww.merck.pigmente.de wird über das Produkt- und Serviceangebot, mögliche Anwendungen sowie neue Farbdimensionen und interessante Neuigkeiten aus dem Pigmentgeschäft informiert.
Ende September nahm die Firma in Gernsheim eine neue 38-Mio.-DM-Produktionsanlage für
Trägermaterialien für Effektpigmente in Betrieb. Dort werden hochtransparente
Siliziumdioxid-Plättchen produziert, die in einem zweiten Schritt entweder mit
Eisen-(III)-oxid oder mit Titandioxid beschichtet werden. Neben den bekannten Anwendungen
der Effektpigmente denkt man jetzt auch an die Kosmetik.
Phänomen Farbe 1.12.1999: Die Metallgesellschaft AG (MG), Frankfurt am Main, hat unter der Internetadresse wwww.cheop.com im Internet einen elektronischen Marktplatz für Chemieprodukte eröffnet. Das System soll später auf den Anlagenbau der Firma erweitert werden. Studien besagen, dass über solche virtuellen Marktplätze mit den 25 wichtigsten chemischen Produkten ein jährlicher Umsatz von 1 Mrd. US-$ erzielt werden kann. MG selbst will davon 10 %. Man rechnet damit, dass sich viele Firmen an der Initiative beteiligen werden, die ersten Tausend können den Service bis zum 31. März 2000 kostenlos nutzen. Später sind Registrierungs- und Nutzungsgebühren sowie eine Provision für jeden Geschäftsabschluß in Höhe von 1% geplant. An der Pilotphase hatten sich bereits etwa 100 Firmen beteiligt. Die Düsseldorfer Henkel KGaA schreibt bereits jetzt den gesamten Chemikalienbedarf auf der Cheop-Homepage aus.
Pinova: Auch Selzach ging online
Phänomen Farbe 1.12.1999: Die Pinova AG Farbentechnologie, Selzach/Schweiz, berichtet über ihre neue Homepage wwww.pinova.ch. Unter dieser Adresse veröffentlicht die Firma Informationen über ihre Pigmentpräparationen und zu ihrem Dienstleistungsangebot "Color Service". Ausführlich wird über die Firma und die Ansprechpartner dort berichtet. Mit einem Formular können zugleich weitere Informationen über Pinova angefordert werden.
Rohm & Haas: Quartalszahlen schwer vergleichbar
Phänomen Farbe 1.12.1999: Rohm & Haas berichtet, daß die starke Produktnachfrage und die über den Erwartungen liegende Kostenreduktion zu einem beachtlichen Ergebnis im 3. Quartal beitrugen. Der Kauf von Morton erschwert allerdings den Vergleich mit dem Vorjahr. Der Netto Ertrag betrug nach Abzug der Kosten für die Umstrukturierung und nach Abzug von 35 Mio. $ Kosten in Verbindung mit dem Morton Kauf 58 Mio. US-$. Der Quartalsumsatz betrug 1,577 Mio. $ gegenüber R&H alleine im Vorjahr 909 Mio. $. Für 9 Monate lag er bei 3,663 Mrd. $. Der Absatz im Sektor Acrylharze für Lacke, Kunststoffadditive, Spezialpolymere, Dicht- und Klebstoffe nahm um 8-10% zu.
Vom Gesamtumsatz entfielen 2,082 $ (Gewinn 262 Mio. $) auf Performance Polymers, 898 Mio. $ (Gewinn 90 Mio. $) auf Chemiespezialitäten, 501 Mio. $ (Gewinn 31 Mio. $) auf Electronic Materials und 180 Mio. $ (Verlust 1 Mio. $) auf Salz. Nach Regionen wurden die Umsätze erzielt mit 2,079 Mrd. $ in Nordamerika, 933 Mio. $ in Europa, 447 Mio. $ in Asien Pazifik und 202 Mio. $ in Südamerika.
Phänomen Farbe 1.12.1999: Die amerikanische Shamrock Technologies wird im belgischen Tongeren ihr neues Europazentrum errichten. Mit dem Bau der ca. 10000 m² Zentrale mit Verwaltung, Labors und Produktion soll im Frühjahr 2000 auf einem kürzlich erworbenen Grundstück von rund 3 Hektar begonnen werden. Shamrock stellt mikronisiertes Pulver, Dispersionen, Emulsionen und Mischungen her und will sein Geschäft in Europa, vor allem in Osteuropa, und im Mittleren Osten ausweiten.
Vianova: Lackharzgeschäft von Neste
Phänomen Farbe 1.12.1999: Am 11. Oktober 1999 wurde ein Kaufvertrag zwischen Vianova Resins (Mainz-Kastel/Deutschland) und Neste Chemicals (Düsseldorf/Deutschland) sowie Krems Chemie AG (Krems/Österreich), einem Tochterunternehmen der Neste Chemicals, über den Erwerb des Lackharzgeschäfts der beiden letzteren Firmen mit einem Gesamtumsatz von rund 20 Mio. DM unterzeichnet.
Vianova Resins beabsichtigt, die Produkte (konventionelle Alkydharze sowie Polyester- und Melaminharze) über die eigene, globale Vertriebsorganisation zu vermarkten und nach einer Übergangszeit in den eigenen Werken herzustellen.
Mit einem Umsatz von rund 1. Mrd. DM und Produktionsstätten in acht europäischen Ländern sowie in Brasilien und Thailand gehört Vianova Resins zu den weltweit führenden Unternehmen für die Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von Lack- und technischen Harzen und ist Markt- und Technologieführer für ökologisch vorteilhafte Produkte. Mit der Übernahme des Lackharzgeschäftes von Neste Chemicals wird die eigene Produktpalette - in diesem Marktsegment ist Vianova Resins bereits seit vielen Jahren tätig - abgerundet und die Wachstumsstrategie konsequent fortgesetzt.
Phänomen Farbe 1.12.1999: Die amerikanische Solutia Inc. hat von der Morgan Grenfell die früher zu Hoechst zählende Vianova Kunstharz GmbH in Mainz-Kastel gekauft. Durch den Kauf wird Solutia nach eigenen Angaben weltweit zum Führer für Lackrohstoffe auf den Gebieten Auto-, Industrie- und Speziallacke. Vianova wird als Technologieführer angesehen, der das Produktportfolio von Solutia um fortschrittliche Bindemitteltechnologien für die Wachstumsmärkte Pulverlacke und wasserverdünnbare Lacke erweitert. Der Kaufpreis beträgt 1,2 Mrd. DM. Solutia will sich in den nächsten 5 Jahren einem Jahresumsatz von 5 Mrd. US-$ annähern. In Europa wird der Umsatz von Solutia damit mehr als verdoppelt. Solutia will seine bisherigen Lackrohstoff Aktivitäten mit denen von Vianova zusammenfassen und damit den Abnehmern einen starken Service bieten. Gleichzeitig werden Kostenersparnisse von 20 Mio. $ erwartet. Auch Vianova und seine Mitarbeiter werden durch die Rückkehr in ein angesehenes Chemie Unternehmen eine neue Basis für die Zukunft erhalten. 85% des Vianova Umsatzes wird in Europa erzielt. Zu den Produkten zählen bekannte Marken, wie Resydrol, Maprenal, Synthacryl, Beckopox, Alftalat und Additol Vianova hat rund 1650 Mitarbeiter und 940 Mio. DM Umsatz. Vianova Produktionsstätten befinden sich in Fechenheim, Hamburg und Wiesbaden (D), Werndorf (A), Romano d'Ezzelino (I), Dijon (F), La Llagosta (E), Soborg (DK), Suzano (BR),und Rayong (Thai). Zu den bisher hauptsächlich in den USA verkauften Produkten von Solutia zählen die Marken Resimene, Modaflow, Butvar und Santosol Solutia will einerseits diese Produkte auch in Europa vermarkten, andererseits und vor allem auch die Vianova Produkte in den USA einführen. Das gesamte Produktpaket soll durch regionale Produktionsstätten auch verstärkt in Südamerika und in Asien angeboten werden. Der Kauf soll vor Ende des Jahres zum Abschluß kommen nachdem die europäischen Wettbewerbsbehörden und auch einige Minoritätseigentümer zugestimmt haben. Solutia hatte 1998 etwa 2,8 Mrd. $ Umsatz.
UPPC: Wachstum mit Spezialitäten
Phänomen Farbe 1.12.1999: Die U. Prümmer Polymer Chemie GmbH (UPPC), Baltringen, erwartet zusammen mit ihrem JV-Partner P+M Polimer Kèmia FKT, Budapest, in diesem Jahr einen Umsatz von 30 Mio. DM. UPPC ist ein profilierter Hersteller von Epoxidharzen und -härtern. Die erwartete Umsatzsteigerung von fast 12% konnte trotz der Marktschwäche in Deutschland durch eine langfristig angelegte Internationalisierungsstrategie erreicht werden. Auch die Nutzung von Synergieeffekten bei ausländischen Partnern und die konsequente Belegung von Marktnischen trägt wesentlich zur Verbesserung der Ertragssituation der Unternehmen bei. Beschäftigt werden derzeit 52 Mitarbeiter (incl. P+M).
1994 wurde die 65%-Beteiligung an der P+M erworben. Prümmer selbst war 1986 gegründet worden. Das Programm der Firma umfaßt neben Epoxidharzen und -härtern Haftvermittler für PVC-Plastisole, Reaktiv-Verdünner und spezielle Anwendungsgebiete von Glycidether. Abnehmer sind die Bauchemie, die Lack- und Klebstoffindustrie sowie die Hersteller von GFK und der Werkzeug- und Formenbau.
Wacker: Preiserhöhungen und Joint Ventures
Phänomen Farbe 1.12.1999: Die Wacker-Chemie GmbH, München, wird im Geschäftsbereich Silicone zu Jahresbeginn 2000 die Preise insbesondere für Emulsionen, Harze, Ethylsilikate und Spezialitäten im Elastomerbereich erhöhen. Trotz erheblicher Produktivitätsfortschritte seien die Kostenerhöhungen anders nicht auszugleichen, schreibt die Firma.
Auch die Wacker Polymer Systems, München, hat kürzlich Preiserhöhungen für Dispersionen und Dispersionspulver realisiert. Als Auslöser für die Maßnahme wurden primär Energie- und Rohstoffkosten, sowie Investitionskosten und die Kosten für Umweltschutzmaßnahmen (wie z.B. VOC-Reduktion) angeführt. Auch weiter gestiegene Produkt- und Serviceanforderungen sowie Lohn- und Arbeitsplatzkosten hätten keinen anderen Weg offengelassen.
Mit der Asahi Chemical Industry Co. Ltd., gründete die Wacker-Chemie GmbH übrigens gerade ein Gemeinschaftsunternehmen. Die neue Firma heißt Wacker Asahikasei Silicone Co., Ltd. und hat ihren Sitz in Shinjuku-ku, Tokyo (President Dr. Carlos Weise). Das Joint-Venture ist ein weiterer Schritt in der Expansionspolitik der Wacker-Chemie auf dem Silicongebiet. Asahi Chemical ist in Feldern tätig, die Hauptanwendungsgebiete der Siliconchemie darstellen. In Verbindung mit dem Know how der Wacker-Chemie erwartet man aus dem Joint Ventrue künftig eine erhebliche Ausweitung des Geschäfts in Japan. Der Schwerpunkt des Joint Ventures wird in der Entwicklung von Produkten für neue Märkte und neue Anwendungen liegen und durch den Ausbau der Anwendungstechnik den Anforderungen des japanischen Marktes besser als bisher gerecht werden. Das Gemeinschaftsunternehmen wird Siliconprodukte im Werk Akeno/Ibaragi Prefecture entwickeln und herstellen, sowie Wacker-Produkte importieren. Das JV wird von Dr. Carlos Weise (Wacker) geleitet, Vizepräsident ist Tatsuo Ishii (Asahi). Asahi beschäftigt derzeit 29.263 Mitarbeiter und setzt 1.171,8 Mrd. Yen um. Die Firma wurde 1931 gegründet und beschäftigt sich derzeit mit Herstellung und Vertrieb von chemischen Produkten und Kunststoffen, Baustoffen für Gebäude und Wohnräume usw.
Die Expansionsstrategie von Wacker ist ein Ausdruck der Politik, weiter selbständig zu bleiben. Die bisherige Lesart war, dass die Familie Wacker (derzeit 50% Anteil) den Aventis-Anteil (50%, zuvor Hoechst) übernehmen werde. Über ein Ergebnis der entsprechenden Verhandlungen wurde noch nichts bekannt. An einen baldigen Börsengang wird jedenfalls z.Zt. nicht gedacht. Für dieses Jahr rechnet die Firma mit einem Umsatzplus von 3,3% auf 4,75 Mrd. DM und beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) mit einem Zuwachs um 13,5% auf 420 Mio. DM. Hierzu wird in erster Linie der Halbleiterbereich beitragen, während der Bereich Polymere mit einem Umsatzminus von 6% rechnet, das Ergebnis soll trotzdem positiv ausfallen. Die Bereiche Silicone und Werkstoffe rechnen mit einem Umsatz- und Gewinnplus.
Nitrocellulose teuererPhänomen Farbe 1.12.1999:
Die Bayer-Tochtergesellschaft Wolff Walsrode AG, Walsrode, erhöht am 3. Januar 2000 ihre Preise für Nitrocellulose um acht bis zwölf Prozent je nach Type. Gründe dafür sind steigende Rohstoffkosten und die weiterhin unbefriedigende Rendite. Rationalisierungs und Modernisierungsmaßnahmen werden fortgesetzt, genauso die Investitionen in Sicherheit und Logistik.Stinnes: Große Pläne in Mülheim
Phänomen Farbe 1.12.1999: Der Umsatz der Stinnes AG, Mülheim an der Ruhr stieg in den ersten 6 Monaten 1999 um 6,5% auf 8,8 Mrd. . Im gleichen Zeitraum stieg das Konzern-Betriebsergebnis um 19% auf 136 Mio. , das Ergebnis vor Zinsen und Steuern kletterte sogar um 21% auf 196 Mio. . Die Firma befindet sich nach den Worten des Vorstandsvorsitzenden Wulf Bernotat auf dem guten Weg vom traditionellen Handelshaus zum "fokussierten Logistikkonzern". Schon im letzten Jahr waren die Baumärkte und in diesem Jahr das Sanitär-Heizung-Fliesen-Geschäft und der Reifendienst verkauft worden. Bernotat sagte, Stinnes wolle weiter wachsen, im Visier habe man derzeit die USA, wo eine Reihe von Chemie-Distributeuren übernommen werden sollen. Dies trifft auch auf andere Teile der Welt zu.
Uniqema: Investition in Spanien
Phänomen Farbe 1.12.1999: Die Uniqema, London, wird über 3 Mio. in die Produktion von Estern und oberflächenaktiven Substanzen am Standort Fogars de la Selva bei Barcelona investieren. An dem ehemaligen ICI-Standort soll auf 60.000 m² eine ganz neue Fabrikation entstehen und somit die Kapazität für den spanischen Markt um 70% heraufgesetzt werden. Zunächst werden nach Fertigstellung die Fogars-Anlage und eine bestehende in Gava (ebenfalls in der Nähe Barcelonas) nebeneinander betrieben, doch wahrscheinlich wird Gava bald stillgelegt. Abnehmer der Produkte sind die pharmazeutische und die kosmetische Industrie (EC).
UCB: Pulverharz- und Monomerwerke in Asien eröffnet und geplant
Phänomen Farbe 1.12.1999: Die in der Strahlenhärtungstechnologie führende belgische UCB Chemicals hat in Schanghai ein neues Werk für Pulverharze in Betrieb genommen. Das Werk stellt Polyesterharze für Pulverlacke her und hat eine Anfangskapazität von 11000 t. In diesem Jahr hat UCB bereits eine Produktionsstätte mit 14000 t in South Carolina in den USA in Betrieb genommen. UCB hat in den letzten 3 Jahren seine Kapazität für Pulverharze praktisch verdoppelt auf jetzt 100 000 t. In der näheren Zukunft soll die Kapazität in Belgien und in Malaysia erweitert werden.
UCB plant in Asien den Bau eines neuen Werks für Monomere. Das mit einer Kapazität von 8000 t ausgelegte Werk soll es der UCB gestatten, seine Position in der Region zu entwickeln und zu konsolidieren. Bisher stellt UCB diese Produkte in den USA, in Europa und in kleineren Anlagen in Korea, Malaysia und China her. Der Standort soll in Kürze bekannt gegeben werden.