pf_210_2001_09
Beschaffung
Phänomen Farbe 15.09.2001
HB: Chemie vor schwierigem dritten Quartal
Phänomen Farbe 15.9.2001. Das zweite Quartal 2001 brachte führenden Speziaitäten-Herstellern schmerzliche Gewinnrückgänge. Die Firmen gehen z.T. davon aus, dass sich die Ergebnisse im dritten Quartal weiter verschlechtern werden. Verantwortlich dafür seien hohe Rohstoffkosten sowie Rückgänge in Asien und Europa. Eine Verbesserung der Situation in den USA werde dadurch "überlagert", so DuPont, die Firma will 8.000 Stellen streichen. Auch Rhodia kündigt den Abbau von Arbeitsplätzen an. ICI verdankt den vergleichsweise glimpflichen Rückgang seinem Farben- (Dulux), Aroma- und Riechstoffgeschäft.
Umsatz |
Umsatz- |
Operativer |
Operativer |
Nettogewinn |
Nettogewinn Veränderung % |
|
DSM |
1,8 |
5,0 |
131 |
-37 |
93 |
-37 |
Dow Chem |
7,3 |
-3,0 |
558 |
-51 |
280 |
-57 |
DuPont |
7,0 |
-11,0 |
432 |
-54 |
- 213 |
-130 |
ICI |
2,4 |
4,0 |
224 |
- 5 |
128 |
-7 |
Rhodia |
1,7 |
-1,5 |
72 |
-41 |
-7 |
-110 |
Agrolinz Malamin: Weltweit zweitgrößter Melamin-Hersteller
Phänomen Farbe, 15.09.2001. Die besondere Stärke der OMV-Tochtergesellschaft liegt in der integrierten und effizienten Produktion von u.a. Melamin aus dem Rohstoff Erdgas und in ihrer eigenen, führenden Melamintechnologie. Zusammen mit SKW Stickstoffwerke Piesteritz GmbH errichtet die Firma nun ein neues Melaminwerk in Lutherstadt-Wittenberg/Sachsen-Anhalt. Agrolinz investiert 128 Mio. , die jährliche Gesamtkapazität wird 80.000 t betragen. An dem gegründeten JV wird SKW Piesteritz mit 25% beteiligt sein.
Air Products: Schwächeres Quartal
Phänomen Farbe 15.9.2001. Lehigh Valley, Pa. Air Products and Chemicals, Inc. hatte im 2. Quartal einen Nettogewinn von 132 Mio. US-$ und lag damit um 5% unter dem Ergebnis von 139 Mio. $ des Vorjahrs. Die Umsätze stiegen um 1% auf 1,4 Mrd. $. Das operative Ergebnis der Division Chemicals und Processing Industries verbesserte sich leicht. Umsatz und Ertrag von Chemicals waren jedoch wegen der langsameren Konjunktur leicht rückläufig.
Akzo Nobel: Starker Gewinn-Einbruch
Phänomen Farbe 15.9.2001. Akzo Nobel N.V., Arnheim, NL, meldet für das zweite Quartal 2001 einen Gewinnrückgang von 265 auf 81 Mio. obwohl der Umsatz um 4% auf 3,7 Mrd. stieg. Das Betriebsergebnis von Farben und Lacken (41% Umsatzanteil) fiel um 10% niedriger aus. Die Farben- und die Chemiesparte stünden so unter Druck, dass sie ihre Kosten senken müssten, sagte die Konzernleitung. Sie kündigte gleichzeitig einen Abbau von 2.000 der insgesamt 67.500 Stellen im Unternehmen an. Im Farbensektor dürften 1.000 Arbeitsplätze wegfallen.
Phänomen Farbe 15.9.2001. Bad Homburg (pte) - Der Pharma- und Chemie-Konzern Altana hat im ersten Halbjahr Umsatz und Ergebnis gesteigert und die Prognose für das Gesamtjahr angehoben. Wie das Unternehmen bekannt gab, stieg der Umsatz gegenüber dem Vorjahreshalbjahr um 24 Prozent auf 1,136 Mrd. Euro. Das Ergebnis vor Ertragssteuern verbesserte sich überproportional um 49 Prozent auf 235 Mio. Euro. In der Pharma-Sparte sei der Umsatz "sprunghaft" gewachsen und liege Ende Juni mit einem Anstieg von 31 Prozent bei 769 Mio. Euro. Die Chemie-Sparte konnte den Angaben zufolge den Umsatz im "widrigen Umfeld" um elf Prozent auf 367 Mio. Euro erhöhen. Bereinigt um Wechselkurseinflüsse und Akquisitionseffekte lag er jedoch knapp unter Vorjahresniveau (minus ein Prozent). Bedingt durch ein schwieriges konjunkturelles Umfeld, steigende Rohstoffpreise und zunehmenden Preisdruck habe die Sparte Chemie einen Rückgang des Ergebnisses vor Ertragsteuern von 23 Prozent auf 49 Mio. Euro hinnehmen müssen, hieß es. Ein Abbremsen des rückläufigen Trends erwartet Altana im zweiten Halbjahr. Daher dürfte der Rückgang für das Gesamtjahr zwischen 15 und 20 Prozent liegen, so das Unternehmen weiter.
Aufgrund der Halbjahreszahlen 2001 und der insgesamt positiven Geschäftsentwicklung werde das Unternehmen seine Planung für das laufende Geschäftsjahr erhöhen, hieß es. So rechnet Altana mit einem Zuwachs beim Umsatz von 18 bis 20 Prozent. Bisher waren rund 15 Prozent geplant. Das Ergebnis vor Steuern soll nun um 30 Prozent statt nur um rund 20 Prozent wachsen.
Arch Chemicals: Holzschutz rettet Quartalsergebnis.
Phänomen Farbe 15.9.2001. Norwalk, CT. Im zweiten Quartal erzielte die amerikanische Arch Chemicals, Inc einen Nettogewinn von 13,5 Mio. US-$, verglichen mit 20.1 Mio. im Jahre 2000. Die Umsätze stiegen um 1% auf 284,9 Mio. $. Das bessere Ergebnis aus dem Geschäft mit Holzschutz, Lacken und Personal Care konnte den Rückgang in den anderen Sektoren, speziell bei Mikroelektronik, nicht ausgleichen. Microelectronic Materials hatten 41.9 Mio. $ (57,8) Umsatz und 1,4 Mio. Verlust. Performance Products hatten 61.7 Mio. $ (41,8 Mio.) Umsatz und 4 Mio. $ (4,6 Mio.) operativen Gewinn. Die Zunahme kam durch die Einbeziehung des Geschäfts der Hickson's Coatings. Die Zunahme des operativen Einkommens durch Hickson wurde mehr als aufgezehrt durch die niedrigeren Ergebnisse aus dem Geschäft mit Performance Urethanen, deren Umsatz um 14% zurückging, verursacht durch die geringe Nachfrage im amerikanischen Markt für Lacke, Klebstoffe Dichtstoffe und Elastomere und wegen des starken Dollars steigenden Importdruck. Im ersten Halbjahr betrug der Umsatz 540,5 Mio. $, verglichen mit 510,8 Mio. im Vorjahr. Der operative Gewinn für das erste Halbjahr fiel auf 44,3 Mio. $ (55,4) und der Nettogewinn auf 22,4 Mio. (33,0).
Avecia: Hyperdispersant Reihe erweitert.
Phänomen Farbe 15.9.2001. Avecia Pigments & Additives hat seine Reihe von Hyperdispersants erweitert. Das neueste Produkt der Reihe ist 100% aktives Dispergiermittel für die Dispergierung von Titandioxidpigmenten. Empfohlene Anwendungen sind strahlenhärtende und kationisch härtende UV- Flexodruckfarben, UV Siebdruckfarben, und UV Holzlacke. Die Vorteile sind nach Herstellerangaben äußerster Hochglanz, Nichtgilben und hohes Pigmentvolumen.
BASF AG: Schwarze Zahlen in allen Segmenten
Phänomen Farbe, 15.09.2001. Im zweiten Quartal 2001 haben alle Segmente der BASF-Gruppe schwarze Zahlen geschrieben. Prof. Dr. Jürgen Strube sagte allerdings, unter den gegenwärtigen wirtschaftlichen Bedingungen werde die Firma ihr anspruchvolles Ziel, das Ergebnis aus dem fortgeführten Geschäft vor Sondereinflüssen in den Jahren 2000 bis 2002 um durchschnittlich 10% pro Jahr zu erhöhen, nur mit äußersten Anstrengungen erreichen können. Der Vorstandsvorsitzende sagte weiter, gleichzeitig sei ein wesentlicher Wirtschaftsaufschwung in der Mehrheit der OECD-Staaten bis zum Jahreswechsel erforderlich. Das übergeordnete Ziel heiße Wertsteigerung durch Wachstum und Innovation". Ein dazu aufgelegtes Maßnahmenpaket soll jährliche Kostenvorteile in Höhe von 400 Mio. durch die weltweite Straffung der Organisation erreichen. Durch die zusätzliche Optimierung des Technischen Einkaufs ist geplant, bis Ende 2002 rund 160 Mio. einzusparen. Die Schließung von Standorten und Anlagen wird im kommenden Jahr zu Kosteneinsparungen von 190 Mio. führen. Darüber hinaus werden im nächsten Jahr im Einklang mit den geänderten Wirtschaftsaussichten die bereitgestellten Investitionsmittel um 400 Mio. verringert. Innerhalb der kommenden 18 Monate soll die Zahl der Beschäftigten weltweit um weitere 1.200 Mitarbeiter reduziert werden. Die Verringerung der Arbeitsplätze wird damit in diesem Zeitraum weltweit insgesamt 4.000 Stellen umfassen.
Der Umsatz des fortgeführten Geschäfts stieg im zweiten Quartal 2001 um 7% gegenüber dem Vorjahresquartal. Das Ergebnis der Betriebstätigkeit im fortgeführten Geschäft vor Sondereinflüssen beträgt 746 Mio. . Obwohl das einer Abnahme um 15% im Vergleich zum relativ guten zweiten Quartal 2000 entspricht, zeigt es dennoch die Ertragskraft der Firma in einem schwachen wirtschaftlichen Umfeld. Strube rechnet erst im kommenden Jahr mit einer konjunkturellen Erholung.
Insgesamt stieg der Umsatz der BASF-Gruppe im ersten Halbjahr um 1% auf 17.618 Mio. . Das Ergebnis der Betriebstätigkeit vor Sondereinflüssen sank um 5,1% auf 1.805 Mio. und das Ergebnis der Betriebstätigkeit um 41,2% auf 1.858 Mio. . Die einzelnen Segmente stellen sich wie folgt dar:
Das hier besonders interessierende Segment Farbmittel und Veredelungsprodukte brachte für die Farben ein Minus von 17,3% im ersten Halbjahr gegenüber Vorjahreszeitraum auf 969 Mio. . Spezialchemikalien wuchsen um 8,8% auf 683 Mio. , Coatings um 8,4% auf 1.167 Mio. und Dispersionen um 10,1% auf 1.387 Mio. . Die höheren Umsätze der Bereiche Dispersionen und Coatings sind vor allem auf die Vorjahr durchgeführten Akquisitionen zurückzuführen. Im Bereich Dispersionen belastete der anhaltende Preisdruck bei Monomeren und Dispersionen für die Papierveredelung das Ergbnis. Im Bereich Coatings belebte sich das Geschäft im zweiten Quartal. Das Ergebnis war jedoch niedriger als im Vergleichsquartal des Vorjahres. Sondereinflüsse fielen im zweiten Quartal für die Schließung der Standorte Birkenhead/Großbritannien und Arnhem/Niederlande an.
Weiterentwickelte Organisation: Mehr Kundennähe, verstärkte Marktpräsenz und Mehrunternehmertum im Unternehmen strebt die BASF AG mit einer neuen Organisation an. 38 regionale und zehn globale Geschäftseinheiten haben Anfang Juli ihre Arbeit aufgenommen. Von den Geschäftseinheiten arbeiten 18 in Europa, neun in Asien und elf in der NAFTA-Region. Von den globalen Geschäftseinheiten bauen sieben auf Produktlinien auf und drei sind auf Abnehmerbranchen zugeschnitten. Aus früheren Funktions- und Zentralbereichen wurden acht Kompetenzzentren gebildet, die den weltweiten Wissensverbund der Firma verstärken und dessen Vorteile nutzen sollen. Dadurch sollen standardisierte Abläufe und gemeinsame technische Plattformen weltweit besser genutzt werden.
Bericht gesellschaftliche Verantwortung: Zum ersten Mal legte die Firma einen Bericht Gesellschaftliche Verantwortung" vor. Die vervollständigte Berichterstattung zur nachhaltigen Entwicklung umfasst 60 Seiten und beschreibt die soziale Auswirkung der weltweiten Aktivitäten. Dargestellt ist das Engagement auf sechs zentralen Handlungsfeldern: Unternehmensführung, Mitarbeiter, Umwelt, Menschenrechte, Markt-und Dialog.
Bayer: Ergebnis um ein Viertel niedriger
Phänomen Farbe 15.9.2001. Leverkusen. Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer hat im ersten Halbjahr sein operatives Ergebnis vor Sonderposten um knapp ein Viertel reduziert und die Planung für das Gesamtjahr nach unten revidiert. Zwar stieg der Konzernumsatz in den ersten sechs Monaten um acht Prozent auf 15,6 Mrd. Euro, das Ergebnis vor Sonderposten ging jedoch um 23 Prozent auf 1,5 Mrd. Euro zurück, teilte Bayer (pte) mit. Der Konzerngewinn sank den Angaben zufolge um drei Prozent auf eine Mrd. Euro. Darin enthalten seien 0,3 Mrd. Euro Gewinn aus dem Verkauf der 50-prozentigen Beteiligung an der EC Erdölchemie.
"Diese Entwicklung des Ergebnisses ist sehr enttäuschend", sagte Bayer-Vorstandschef Manfred Schneider. Zurückzuführen sei der Rückgang vor allem auf die temporären Herstellungsprobleme bei biologischen Produkten, anhaltend hohe Rohstoffkosten; vor allem im Arbeitsgebiet Polymere; sowie Nachfrage-Rückgänge bei wichtigen Abnehmerbranchen wie Automobil-, Elektro- und Bauindustrie. "Die erwartete wirtschaftliche Erholung ist bislang leider ausgeblieben", so Schneider weiter. Zudem bekräftigte Bayer seine Aussage, wonach das Ergebnis aufgrund des Rückrufs des Cholesterinsenkers Lipobay/Baycol und der allgemeinen Konjunkturschwäche im Gesamtjahr deutlich unter den bisherigen Prognosen liegen werde.
Zufrieden zeigte sich der Bayer-Chef mit der Entwicklung des Arbeitsgebietes Chemie, das seinen Umsatz um 19 Prozent auf 2,5 Mrd. Euro und das operative Ergebnis um 18 Prozent auf 0,3 Mrd. Euro verbessert habe. Allerdings sei hier in der zweiten Jahreshälfte angesichts der beginnenden Konsolidierung am Elektronikmarkt mit einer Umsatzabschwächung zu rechnen. Der Bayer-Konzern habe eine Reihe von Programmen zur Steigerung der Rendite gestartet, die bis zum Jahr 2005 Kostensenkungen von 1,5 Mrd. Euro vorsehen, so Schneider.
Es sei eine Optimierung des Portfolios in allen Geschäftsbereichen vorgesehen, sagte Finanzvorstand Werner Wenning im Rahmen einer Analystenkonferenz in London. Ziel sei, bis 2005 jährliche Einsparungen von 1,5 Mrd. Euro zu erreichen. Bereits in diesem Jahr sollen Einsparungen in dreistelliger Millionenhöhe in den Arbeitsgebieten Gesundheit, Polymere und Chemie erreicht werden, 2002 sollen es knapp eine Mrd. Euro werden. Der größte Betrag werde bei den Polymeren mit über 700 Mio. Euro im Jahr 2005 eingespart, so Wenning. Im Arbeitsgebiet Gesundheit zeigten sich bereits die ersten Restrukturierungseffekte mit jährlichen Einsparungen von rund 600 Mio. Euro. Allerdings würden die positiven Effekte in Teilen von den aktuellen Problemen überdeckt, hieß es.
Bis zum Jahr 2005 will Bayer konzernweit mehr als 4.000 Stellen abbauen. Die bereits am Donnerstag angekündigten Entlassungen von 1.800 Mitarbeitern betreffen nur das Arbeitsgebiet Polymere, sagte ein Sprecher des Unternehmens zu pressetext.deutschland am Freitag. Hinzu kämen 2.400 bis 2.500 Stellen im Arbeitsgebiet Gesundheit. Der Schwerpunkt der Sparmaßnahmen werde im Ausland liegen, bekräftigte der Sprecher. In Deutschland seien betriebsbedingte Kündigungen durch eine Vereinbarung mit den Arbeitnehmern bis 2004 ausgeschlossen. Dafür würden aber frei werdende Stellen nicht wieder besetzt. Außerdem hätten sich die Mitarbeiter bereit erklärt, flexibler zu sein und bei Notwendigkeit den Standort zu wechseln.
CheMatch: Transaktionsvolumen übersteigt eine Million t im Quartal
Phänomen Farbe 15.9.2001. Houston. CheMatch.com, ein führender Internet-basierter Marktplatz und Informationsquelle für Einkauf und Verkauf vom Commodity Chemikalien, Kunststoffen, Rohstoffen und Brennstoffen hat einen neuen Quartalsrekord erreicht. Im zweiten Quartal 2001 stieg das Transaktionsvolumen um über 400% auf mehr als eine Million t im Vergleich zum Vorjahresquartal. Seit Beginn hat das Unternehmen mehr als 3,5 Mio. t mittels seines Global Trading Network gehandelt. Der Marktplatz operiert ununterbrochen 24 Stunden rund um die Uhr und 7 Tage in der Woche. ZU den strategischen und finanziellen Investoren zählen Battery Ventures, Bayer, DuPont, GE, Methanex, Millennium, H. Muehlstein & Co., Reed Elsevier, Sprout Group, Stolt-Nielsen und YourEnergySource.com. Mit Sitz in Houston hat CheMatch.com internationale Büros in Deutschland, Korea, den Niederlanden und Singapur.
Ciba: Produktionsverlagerung nach Feuer
Phänomen Farbe 15.9.2001. Zürich. Der Kapazitätsausfall nach einem Feuer bei Ciba im Werk Schweizerhalle kann durch Produktionsverlagerung und Erhöhung der Produktion in anderen Werken aufgefangen werden. Außerdem können Lagerbestände reduziert werden, um den Schaden durch das Feuer im Werk für Additive zu begrenzen. Nach Aussagen von Firmensprecher Thomas Gerlach werden die Reparaturarbeiten etwa 2 Monate in Anspruch nehmen. Das Feuer hat nach Ciba Angaben keine Umweltschäden verursacht.
Ciba: Vereinfachte Struktur soll Effizienz erhöhen
Phänomen Farbe 15.9.2001. Zürich. Gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres konnte Ciba Spezialitätenchemie Konzerngewinn steigern. Trotz ungünstigerer Wechselkurse und einer schwächeren weltweiten Wirtschaftslage erreichte der Konzern im ersten Halbjahr 2001 eine EBITDA-Marge von 17,1 Prozent. In lokalen Währungen ging der Umsatz im ersten Halbjahr 2001 im Vergleich zum Rekordergebnis der Vorjahresperiode um 1 Prozent zurück. Die Währungsumrechnungen führten in Schweizer Franken zu einem Umsatz von 3,856 Milliarden sfr (-4 Prozent). Das Absatzvolumen erreichte dasselbe hohe Niveau des ersten Halbjahrs 2000. Gleichzeitig verlangsamte sich der Preisrückgang weiter. Der Betriebsgewinn belief sich im ersten Halbjahr 2001 auf 425 Millionen sfr im Vergleich zu 464 Millionen sfr in der ersten Hälfte des Jahres 2000. Drei Viertel des Rückgangs des Betriebsgewinns (-30 Millionen sfr) gehen direkt auf die weniger günstigen Wechselkurse zurück. Mit dem Programm "Fit for Growth!" hat das Unternehmen im Februar seine Aktivitäten auf die Kundenindustrien ausgerichtet. Das Segment Water & Paper Treatment wird einen Stellenabbau durchführen (bis Ende des Jahres 2002 bis zu 450 Arbeitsplätze).
Mit der Schaffung von fünf Segmenten hat sich Ciba verstärkt auf die Kunden ausgerichte:
· Plastic Additives: Die führende Marktposition stärken
· Coating Effects: Wachstum durch innovative Technologien
· Water & Paper Treatment: Erste Wahl für Wasser- und Papierbehandlung
· Textile Effects: Der Anbieter integrierter Textillösungen
· Home & Personal Care: Technologiepotenzial für eine vielversprechende Zukunft.
Clariant: Konzernverlust durch BTP
Phänomen Farbe, 15.09.2001. Der Spezialchemiehersteller Clariant AG, Muttenz/Schweiz, will nach einem Halbjahresverlust von ca. 1,3 Mrd. sfr bei einem Gesamtumsatz von 5,2 Mrd. sfr weltweit weitere 1.000 Stellen streichen. Außerdem sollen zehn Produktionsanlagen stillgelegt werden. Deutsche Standorte seien, wie verlautbart wurde, davon kaum betroffen. Hier hatte Clariant bereits zu Beginn des Jahres den Abbau von 10% der 8.000 Arbeitsplätze angekündigt. Dieses Vorhaben sei schon jetzt bereits zur Hälfte unbesetzt. Gründe für den unerwartet hohen Verlust sind nicht nur im Konjunkturabschwung und den hohen Rohstoffkosten zu suchen, sondern auch in einer hohen Abschreibung wegen des Kaufs des britischen Feinchemikalienherstellers BTP, den Clariant Anfang des Jahres für 3,1 Mrd. sfr erworben hatte. Die Erwerbung musste nun geringer bewertet werden. BTP ist vor allem mit Medikamenten und Pflanzenschutzmitteln im Markt tätig. Analysten sind der Meinung, Clariant habe für BTP eindeutig zuviel bezahlt.
Phänomen Farbe, 15.09.2001. Im ersten Halbjahr 2001 erzielte die Cognis B.V., Roermond/Niederlande, einen Umsatz von 1.619 Mio. (+2,8%). Das betriebliche Ergebnis stieg trotz erheblicher Restrukturierungsaufwendungen in den USA und negativen Effekten der Türkei-Krise um 10% auf 118 Mio. .
Beim Geschäftsbereich Care Chemicals lag der Umsatz bei 433,7 Mio. , das betriebliche Ergebnis bei 33,9 Mio. . Hier wurde eine deutliche Umsatzausweitung erzielt, was insbesondere auf die positive Entwicklung bei den Skin Care-Aktivitäten zurückzuführen ist. Die verhaltene Stimmung in den Märkten der Oleochemie-Sparte führte zu einem leichten Umsatzrückgang auf 563,9 Mio. . Mit einem betrieblichen Ergebnis von 56,2 Mio. konnte aber dennoch eine sehr zufriedenstellende Rendite erzielt werden. Die steigenden Kosten für Energien versuchte die Oleochemie die Rentabilität des Geschäftes zu wahren und dem Preisdruck der Märkte möglichst nicht nachzugeben. Im Geschäft mit den Organischen Spezialitäten konnte eine Umsatzsteigerung auf 608,9 Mio. verbucht werden; das Betriebsergebnis betrug trotz erheblicher Restrukturierungskosten 27,1 Mio. . Hier ist besonders die Absatzentwicklung im Bereich Farben und Lacke sowie bei den Agrochemicals und den Bergbauchemikalien hervorzuheben.
Die insgesamt sehr positiven Ergebnisse belegen den Erfolg der im September vergangenen Jahres implementierten Umstrukturierung des Geschäftsportfolios mit einer stärkeren Bündelung des Grundstoff- und Spezialitätengeschäfts. Durch die Verbesserung der internen Effizienz konnte sich das Unternehmen in einem schwierigen Marktumfeld gut behaupten.
In Brasilien wurde das Unternehmen kürzlich als Child Friendly Company" geehrt. Die Auszeichnung geht auf eine Initiative von UNICEF zurück, die sich für die Rechte von Kindern und Jugendlichen in Brasilien einsetzt. Cognis hat sich dem Schutz der Kinderrechte verschrieben, lehnt Kinderarbeit in jeder Form ab und fördert Aktivitäten, die die Entwicklung und solide Schulbildung von Kindern und Teenagern sichern.
Ende Juli wurde bekannt, dass der bereits längere Zeit geplante Verkauf von Cognis jetzt offensichtlich kurz vor dem Abschluss steht. HB" berichtete, die Finanzinvestoren Schroder Ventures und Goldman Sachs seien bereit, für Cognis 2,5 Mrd. zu bezahlen. Die Pensionsverpflichtungen für die Mitarbeiter seien in diesem Betrag noch nicht eingerechnet. Ein Henkel-Sprecher sagte in Düsseldorf, die Verhandlungen liefen planmäßig. Er äußerte sich aber nicht zu den beteiligten Unternehmen und zum Zeithorizont.
Crompton: Quartalsergebnis geringer
Phänomen Farbe 15.9.2001. Greenwich, CT. Die Crompton Corporation hat im zweiten Quartal einen Nettoertrag in Höhe von 13,9 Mio. US-$ (Vorjahresquartal 41,5 Mio. $) erwirtschaftet. Der Umsatz lag mit 724 Mio. $ um 10% unter dem Vorjahresquartal, davon allein 2% auf Grund der Währungsumrechnung. Der Umsatz bei Polymer Additiven in Höhe von 225.7 Mio. $ lag 11% unter dem des Vorjahrs.
Phänomen Farbe, 15.09.2001. Die CSB-System AG, Geilenkirchen, hat mit ESG EDV-Service Garz ein gemeinsames Unternehmen die CSB-Hanse GmbH, Rügen, gegründet. Geschäftsführer ist Dr. Reinhard Wendlandt, der zur Eröffnung Dr. Angela Merkel (CDU) begrüßen durfte. Die Firma soll künftig in erster Linie spezifische Software-Entwicklungen realisieren sowie Schulungen für Mitarbeiter und Kunden aus den skandinavischen Ländern und den baltischen Staaten übernehmen. CSB-System hat weltweit 500 Mitarbeiter und expandiert.
Datacolor: Formulierungs & Rezeptur Handbuch für Lab Paintmaker 2.2
Phänomen Farbe 15.9.2001. Lawrenceville, NJ. Datacolor, ein weltweit führende Anbieter auf dem Gebiet der Farbtechnologie, hat eine neue Version seines Farbmisch- und Rezeptur-Systems herausgebracht. Das System ist so mit dem Ladensystem integriert, daß die Effizienz zwischen Labor und Farbengeschäft gegeben ist. Die neue Version bietet Rezepturerstellung, Produktreihen Management, POS Datenmanagement und macht alles zusammen leichter und stärker. Lab Paintmaker 2.2 benötigt bis zu 90% weniger Muster. Es enthält einige leicht zu handhabende Werkzeuge, die den Weg der Farbrezepturen vom Labor zur Ladentheke verkürzen und Qualität und Gleichmäßigkeit der des fertigen Lackes gewährleisten.
Degussa: Produktionsjubiläum und Fischer-Tropsch Wachse
Phänomen Farbe 15.9.2001. Coatings & Colorants feiert 500 000. Tonne Vestoplast: Der Geschäftsbereich Coatings & Colorants der Degussa AG, Düsseldorf, produzierte kürzlich im Chemiepark Marl die 500 000. Tonne VESTOPLAST. Unter diesem Markennamen sind amorphe Polyalphaolefine für verschiedenste Anwendungen zusammengefasst. Diese Produkte werden immer stärkerem Umfang als Rohstoffe für Schmelzkleber eingesetzt. Die Haupteinsatzgebiete liegen in der Verklebung von Babywindeln und Verpackungen sowie in der Holzverarbeitung. Auch als Rohstoff bei der Herstellung hochwertiger Dachbahnen sowie als Zusatz im Straßenbau wird Vestoplast vielfältig eingesetzt.
Nach erfolgreicher Entwicklung dieser Produktgruppe wurde die Produktion 1972 in der damaligen Polybuten-Anlage aufgenommen. 1981 wurde eine speziell für die Vestoplast Herstellung konstruierte Produktionsstraße mit einer Kapazität von 12 000 t/Jahr in Betrieb genommen. Die gute Marktakzeptanz von Vestoplast in den Folgejahren wurde durch einen kontinuierlichen Kapazitätsausbau begleitet.
So wurde 1988 die Straße 2 mit einer zusätzlichen Kapazität von 20 000 t/Jahr und 1994 die Straße 3 in Betrieb genommen, durch die die Gesamtkapazität dieser Anlage auf 45 000 t/Jahr gesteigert werden konnte. Fast gleichzeitig zum "Halb-Millionen-Jubiläum" hat der Geschäftsbereich Coatings & Colorants seine Kapazitäten im Bereich der amorphen Polyalphaolefine durch Debottlenecking-Maßnahmen um weitere 5 000 t/Jahr auf jetzt 50 000/Jahr ausgebaut.
Anlässlich eines solchen Jubiläums auch ein Blick in die Zukunft: Völlig neuartige Typen erweitern die aus den Produkten Dynapol S (hochmolekulare Copolyester für Schmelzkleber), Dynacoll 7000 (mittelmolekulare Copolyester für Reaktive Schmelzkleber) und den herkömmlichen Vestoplast-Typen bestehende Palette der Klebrohstoffe des Geschäftsbereiches Coatings & Colorants. Durch Veredelung mit Silanen machen es diese reaktiven Vestoplast-Typen erstmals möglich, Glas, Kunststoff, Gewebe und viele andere Materialien mit amorphen Polyalphaolefinen zu verkleben. Besonders hervorzuheben ist zum Beispiel die sehr gute Haftung auf Polypropylen ohne aufwendige Vorbehandlung.
Degussa vertreibt wieder Fischer-Tropsch-Wachse von Shell MDS Malaysia: Der Geschäftsbereich Coatings & Colorants der Degussa AG, Düsseldorf, vertreibt unter den Markennamen Vestowax H 100 und H 200 wieder die Fischer-Tropsch-Wachse von Shell MDS Malaysia in West- und Osteuropa. Shell MDS Malaysia musste die Produktion nach einem Störfall in der Anlage in Malaysia Ende 1997 einstellen und hat jetzt nach dreijähriger Unterbrechung die Produktion von Fischer-Tropsch-Wachsen wieder aufgenommen. Eingesetzt wird Vestowax H 100 und H 200 zur Modifizierung von Hot-Melts sowie in der Kunststoffverarbeitung.
Darüber hinaus hat der Degussa-Geschäftsbereich basierend auf dem Shell-Material ein neues Feinstpulver entwickelt, das unter dem Markennamen Vestowax H 100 SF weltweit vertrieben und bevorzugt für Formulierungen in der Lack- und Druckfarbenindustrie eingesetzt wird.
Düsseldorf (pte) - Im ersten Halbjahr in schwierigem Umfeld behauptet: Der Spezialchemiekonzern Degussa hat sich im ersten Halbjahr in einem schwierigen Umfeld behauptet und hält für das Gesamtjahr an seiner Umsatz- und Gewinnprognose fest. Nach dem verhaltenen Start ins laufende Jahr und dem rückläufigen ersten Quartal hat der Konzern im zweiten Quartal sein Ergebnis gegenüber dem ersten Quartal gesteigert, teilte Degussa am Dienstag mit. So konnte das Unternehmen zum Ende Juni beim Betriebsergebnis mit minus 20 Prozent den Rückstand zum Vorjahr nahezu halbieren. Das EBIT lag mit 484 Mio. um vier Prozent niedriger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Nach dem ersten Halbjahr erreichte das EBITA mit 615 Mio. die Vorjahreshöhe. Der Konzernüberschuss des Unternehmens stieg dagegen um vier Prozent auf 138 Mio. . Der Umsatz legte um acht Prozent auf 10,56 Mrd. zu.
Die Bauchemie konnte ihren Umsatz um 4 % auf 843 Mio. steigern. Das EBITA verbesserte sich von 80 auf 94 Mio. , Deutschland trug allerdings hier nichts bei, Kostensenkungsmaßnahmen beginnen zu greifen Im GB Europa ging es weiter aufwärts, In Amerika verlief das Geschäft erfreulich, auch Asien/Pazifik übertraf leicht den zufrieden stellenden Vorjahreswert. Coatings & Füllstoffsysteme erhöhten ihren Umsatz um 1% auf 1.203 Mio. , das EBITA nahm um 4% zu. Deutlich höhere Rohstoffkosten drückten bei Coatings & Colorants das EBITA leicht unter das Vorjahresergebnis. Im GB Aerosil konnten Rückgänge in Nordamerika durch ein stärkeres Europageschäft ausgeglichen werden, Füllstoffe erzielten ein leicht gestiegenes EBITA.
Für das Gesamtjahr bleibt der Konzern zuversichtlich und geht davon aus, dass sich im zweiten Halbjahr die weltweite Konjunktur nicht weiter verschlechtert und die Rohstoff- und Energiekosten nicht mehr wesentlich steigen. Mit einem konjunkturellen Aufschwung für die chemische Industrie rechnet Degussa jedoch erst im nächsten Jahr. Das Kerngeschäft werde sich in dem schwierigen Umfeld weiter gut behaupten. Hier rechnet das Unternehmen, das sich derzeit vom Chemie- und Pharmakonzern zum reinen Spezialchemieanbieter entwickelt, mit einem Anstieg bei Umsatz und EBITA. Im Nicht-Kerngeschäft würden sich Umsatz und EBITA aufgrund der Desinvestitionen deutlich verringern. Insgesamt erwartet Degussa weiterhin ein gegenüber dem Vorjahr verbessertes EBITA und ein auf Vorjahreshöhe liegendes Betriebsergebnis.
DyStar: Synergien und Strukturmaßnahmen
Phänomen Farbe, 15.09.2001. Im Jahr 2000 erzielte DyStar (inklusive BASF ab Oktober) einen Umsatz von rund 1,7 Mrd. Mark (862 Mio. ), was einem Anstieg von 17% gegenüber dem Vorjahr entsprach. Vergleichsrichtig DyStar und BASF über das Gesamtjahr addiert stieg der Umsatz um 2%. Die ersten Monate des laufenden Geschäftsjahres waren von einer rückläufigen Nachfrage nach Textilfarbstoffen in bedeutenden Märkten wie beispielsweise USA, Japan und Türkei gekennzeichnet. Von Januar bis Mai 2001 belief sich der DyStar-Umsatz auf 890 Mio. Mark (455 Mio. ), das sind 37% mehr als im Vorjahreszeitraum (vergleichsrichtig minus 9%). Bis Jahresende will DyStar in dem derzeit schwachen Markt einen Umsatz von rund 2 Mrd. Mark (1 Mrd. ) erreichen.
Eine Trendwende zeichnet sich bei der Ertragssituation von DyStar ab. Im Geschäftsjahr 2000 wurde ein operative Ergebnis aus dem laufenden Geschäft in Höhe von 86 Mio. Mark (44 Mio. ) erwirtschaftet. Dem standen Strukturaufwendungen von 98 Mio. Mark (50 Mio. ) gegenüber. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet man trotz weiterer Restrukturierungsmaßnahmen ein positives operatives Ergebnis nach Strukturkosten.
Phänomen Farbe 15.9.2001. Kingsport, Tenn. Berichtswesen neu ausgerichtet: Die Eastman Chemical Company hat seine bereits früher berichteten Umsätze den Veränderungen des Unternehme angepaßt. Ende 2001 sollen durch Aufspaltung zwei neue unabhängige Unternehmen entstehen, eine Firma der Spezialitätenchemie und eine Kunststoffirma. Mit Beginn des zweiten Quartals werden die finanziellen Ergebnisse in 5 Segmenten bekanntgegeben: Coatings, Adhesives, Spezialkunststoffe und Druckfarben, Performance Chemie und Zwischenprodukte, Spezialkunststoffe, Polymere und Fasern. Zur besseren Vergleichbarkeit wurde die früheren Umsätze entsprechend der neuen Organisation zugeordnet. Bis zum ersten Quartal hatte das Unternehmen seine Ergebnisse in zwei Segmenten, Chemie und Polymere, präsentiert. Innerhalb der neuen Eastman Chemie Gruppe wird es die folgenden Segmente geben: 1. Coatings, Klebstoffe, Spezialpolymere und Druckfarben, einschließlich Rohstoffe und Halbfabrikate wie Alkydharze, Alkohole, Ester, Glykole, Harze, Spezialpolymere und Bindemittel für Druckfarben, die an die Hersteller von Farben und Lacken, Druckfarben, Dicht- und Klebstoffen und an die Textilindustrie geliefert werden, mit 1,176 Mrd. US-$ Umsatz in 2000. 2. Performance Chemikalien und Halbfabrikate als Additive für Fasern, Lebensmittel- und Getränkezusätze, Photochemikalien, Pharma Zwischenprodukte, Oxo Chemikalien, Azetyle und Weichmacher mit 1,297 Mrd. $ Umsatz in 2000. 3. Spezialkunststoffe mit 550 Mio. $ Jahresumsatz. Das zweite Unternehmen wird die noch namenlose Polymergruppe sein mit PET Kunststoffen und Azetatfasern mit 1,636 Mrd. $ Umsatz und mit Fasern für Zigarettenfilter und Azetatgarn für die Textilindustrie mit633 Mio. $ Umsatz.
Kingsport, Tenn. Ergebnisse des zweiten Quartals: Im zweiten Quartal 2001 hatte die Eastman Chemical Company 1.4 Mrd. US-$ Umsatz, 6% mehr als im Vorjahr. Verursacht wurde die Zunahme vor allem durch Akquisitionen und höhere Verkaufspreise. Alle Segmente in der Chemiegruppe sind von der schwachen Konjunktur in den USA und der sich verlangsamenden Entwicklung in Europa betroffen.
Die Namen der von Hercules übernommenen Klebharze werden von Eastman vereinbarungsgemäß geändert. Die Veränderungen folgen einem logischen Muster, das es den Kunden leicht machen soll, sie nach Anwendungen zu unterscheiden. Im allgemeinen wird der Name Hercules durch Eastman ersetzt. In den meisten Fällen bleiben die numerischen Bezeichnungen unverändert. Die Produkte mit von Hercules abgeleiteten Namen wie Hercores, Hercotac erhalten neue Bezeichnungen. Die Markennamen Adtec, Hercotac, Hercores und Piccopale erhalten den bereits etablierten Namen Piccotac. Aromatische C9 Harze erhalten die Bezeichnung Picco. Die Namen Eastman und Plastolyn ersetzen Hercules Bezeichnungen wie Regalrez und Regalite. Einige Namen, wie Kristalex, Piccotex, Piccolastic und Endex bleiben bestehen. Hercolyn ändert seinen Namen in Foralyn H. Hercules PAD-E ist jetzt Eastman PAD-E. Hercules Rosin Ester heißen jetzt entweder Eastman oder Permalyn. Alle übernommenen Hercules Lösemittel erhalten den Namen Eastman.
Kingsport, Tenn. Eastman will seine Produktion von Kunstharzen zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit weiter konsolidieren. Die Tochtergesellschaft Lawter International wird ihr Werk in Moundville, Alabama, schließen und die Produktion auf andere strategisch günstigere Eastman Standorte verlagern. Lawter stellt in Moundville Kohlenwasserstoffharze, Rosin Ester, Polyamid-, Polyketon- und Acrylharze für Farben und Lacke, Druckfarben und Klebstoffe her. Das globale Netzwerk von Produktionsstätten, die Eastman in den letzten Jahren gekauft hat, erlaubt es dem Unternehmen, einen strategischen Produktionsplan aufzustellen. Das genannte Werk wird voraussichtlich im 2. Quartal 2002 die Produktion einstellen. 75 Mitarbeiter sind von der Schließung des Werks betroffen, das mit dem Kauf von Lawter International 1999 zu Eastman kam.
Phänomen Farbe, 15.09.2001. Die Eckart-Werke Standard-Bronzepulver-Werke Carl Eckart GmbH & Co., Fürth, feierte kürzlich ihr 125-jähriges Firmenjubiläum. Der bedeutende Hersteller von Effektpigmenten und Granulaten erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von über 1 Mrd. DM. Allein in den letzten vier Jahren im Geschäftsbereich der Pigmente der Umsatz auf über 520 Mio. DM mehr als verdoppelt werden. Die Firma beschäftigt weltweit 2.100 Menschen, davon in Güntersthal, Wackersdorf und Trautenfurt 1.400. An diesen Standorten wurde im vergangenen Jahr ein Umsatz von 430 Mio. DM erwirtschaftet. Das Einsatzspektrum der Erzeugnisse reicht von der Automobilindustrie über TV-Geräte bis hin zu Druckfarben, die bei der Veredelung in der grafischen Industrie eingesetzt werden und z.B. im Offsetbereich von außerordentlicher Bedeutung sind. Die Eckart-Gruppe entstand vor 125 Jahren aus einer Goldschlägerei", wie sie im Raum Nürnberg schon vor Jahrhunderten betrieben wurde.
Um das begehrte Blattgold für Bilderrahmen, Bücher, zur Verschönerung von Schlössern und Kirchen zu erhalten, musste das Edelmetall zwischen Tierhäuten Dickdarmhäuten des Rindes mit Hämmern hauchfein plattgeschlagen werden. Das Ausmaß durfte nur den Bruchteil der Breite eines Haares betragen. Der dabei entstehende Goldstaub wurde abgeschlagen und als Pulver verkauft. Nach der Firmengründung im Jahr 1876 mechanisierte Carl Eckart den Betrieb in Fürth und verwendete recht bald ein wesentlich preiswerteres Produkt: Messingpulver. Die Nachfrage bei Vergoldern, Apothekern, Drogisten und im Kunstgewerbe nach dieser Goldbronze" stieg daraufhin derart an, dass 1890 bereits 60 Gesellen in dem Unternehmen arbeiteten. Die Jahrhundertwende brachte durch Sohn Jacob Eckart den Übergang zu einem kleinen Industrieunterenhmen. Ein Wassermühlrad trieb die Stampfwerke an. neben den Gesellen arbeiteten Künstler und Designer an der Präsentation der Produkte, die als Markenartikel weltweit geschätzt wurden. So hat Jacob Eckart bereits vor dem 1. Weltkrieg mit Exportgeschäften nach China begonnen sein Unternehmen zu globalisieren.
In Güntersthal, östlich von Nürnberg, wurde 1920 die Bronzepulverfabrik eröffnet. Auf dem 60 ha großen Gelände entstand nach und nach eine richtige Fabrikstadt mit über 200 Werksgebäuden. Das Geschäft boomte: Ob schmucke Gürtel, vergoldete" Tannenzapfen oder veredelte Droschken mit Bronzepulver, Klarlack und einem Pinsel ausgestattet, konnte ein jeder seine Mixtur anrühren. Bald schon gab es die Komponenten, die bis dahin getrennt verschickt werden mussten, weil "gelöstes" Bronzepulver seine Farbe verändert, in einer praktischen Schütteldose.
Die Produktpalette wurde 1929 mit einer neuen Anlage zur Herstellung von Aluminiumpulver erweitert. Nun ergänzte Silberbronze das Eckart-Sortiment, und bald glänzten Ofenrohre, Bügeleisen und Kochautomaten im vornehmen Pigmentkleid. Silberhellen Herd Du hast, pflegst Du ihn mit Alupast", reimten die Werbeleute. Alupulver herzustellen, war damals nicht ungefährlich. Heute sorgen höchste Sicherheitsstandards, moderne Verfahrenstechnik und ausgefeilte Schutzeinrichtungen für eine reibungslose Produktion. Made by Eckart" wurde Anfang der 30er Jahre so populär, dass 1928 in Italien die erste Produktionsstätte auf ausländischem Boden erreichtet wurde. Und noch vor 1939 erzeugte man in Pommelsbrunn elektrolytisch gefälltes Kupferpulver. Zu dieser Zeit betrug der Exportanteil etwa 30% des Umsatzes.
In den 50er Jahren setzte Eckart seine erfolgreiche Unternehmenspolitik fort. Durch Forschung in modernsten Laboratorien gelang es, die Vorreiterrolle auf dem Markt auszubauen. Damals wie heute basierte der Unternehmenserfolg auf vier Säulen: Der Fertigungstiefe, der Innovationsstärke, der Kundennähe und der Qualität. So ist das Unternehmen seit der Internationalisierung in den 70er Jahren gerade in der jüngsten Zeit aktiv dabei, sich zu einem weltweit präsenten Global Player zu entwickeln. In über 100 Ländern werden Pigmente, Metallicdruckfarben und Granulate der Eckart-Gruppe produziert und/oder vertrieben.
Mit der Übernahme der Aluminiumpulver- und -pasten-Produktion der Reynolds Metals Corporation in Louisville/Kentuky Ende 1997 sowie dem Ausbau eines bereits bestehenden Werkes für Bronzepigmente und metallpigmentierte Druckfarben in Painesville/Ohio baute die im Oktober 1997 gegründete Eckardt America L.P. ihre Stellung im amerikanischen Markt nachhaltig aus. Es war vor allem die Nähe zur amerikanischen Automobilindustrie und die Chance, sich stärker als Zulieferer für die entsprechende Lackindustrie profilieren zu können, die diese Expansion sinnvoll machte.
Im Bereich der Granulate konnte vor kurzem mit Tegostar" ein neuer umweltfreundlicher Werkstoff für Gleitlager entwickelt werden. Er ist frei von belastendem Blei, Cadmium, Nickel und Arsen. Und für ein Verfahren bei der Fertigung von Massenteilen präsentierte Eckart unlängst ein Magnesiumgranulat, das im Spritzguss eingesetzt werden kann.
Unterdessen macht Eckart mit einer neuen Generation von Metallic-Offsetdruckfarben von sich reden. Topstar" heißt das innovative Produkt, das erstmals in Form von druckfertigen Einkomponenten-Offsetdruckfarben erhältlich ist, hervorragende optische Eigenschaften hat und eine nahezu unbegrenzte Farbpalette bietet.
Um den wachsenden Herausforderungen auch künftig gerecht zu werden, hat Eckart seine Organisationssturktur im Jubiläumsjahr noch kundenorientierter gestaltet: Die bisherigen Sparten Aluflake" und Goldflake" wurden jetzt in einer neuen Organisation zum 1.1.2001 mit den Unternehmensbereichen Sales", Marketing", Operations" und Corporate Services" zusammengeführt.
Flex: Farbwechselpigmente im Trend
Phänomen Farbe 15.9.2001. Santa Rosa, CA. Als Antwort auf die steigende Kundennachfrage hat die amerikanische Flex Products Inc. ihre Produktionskapazität durch die Anschaffung zweier neuer Beschichtungsanlagen im Wert von mehreren Millionen Dollar verdreifacht. Diese Anlagen nutzen eine Dünnfilmtechnologie zur Herstellung der ChromaFlair Pigmente und der neuen SecureShift Technologie des Unternehmens. Die globale Nachfrage ist nach Feststellung des Unternehmens in mehreren Produktmärkten sehr stark gestiegen. Flex will mit der erhöhten Kapazität in der Lage sein, ab Lager zu liefern und neue Absatzchancen auszuschöpfen. Die Beschichtungsanlagen nutzen Elektronenstrahl Technologie zusammen mit einem eigenen patentierten Verfahren. Die Pigmente geben Farben und Lacken, Kunststoffen und Textilien die Fähigkeit, die Farbe je nach Blickwinkel zu verändern. Die mehrschichtigen Pigmentplättchen können mit anderen Stoffen kombiniert werden und ergeben eine breite Palette einzigartiger Farben und Aufmerksamkeit erregender Effekte. Nach Aussagen von Flex werden die Pigmente von mehr als 20 großen Lack- und Kunststoffherstellern in aller Welt eingesetzt für Produkte von Unternehmen wie Nokia, Sony, Hewlett-Packard, Motorola, Honda, Mercedes-Benz, Chanel, Nike und Adidas. Die SecureShift Technologie ist eine neue Licht Interferenz Plattform für spezielle Farben zur Anendung im Bereich der Produktsicherheit. Sie bieten dem Markenartikel einmalige Möglichkeiten, durch die Verbindung von sicherer Identifizierung, flexible Ästhetik und einfache Anwendung wirksame Programme zur Produktsicherheit zu schaffen. Sie sind leicht integrierbar in oder an Verpackung, Etiketten, Verschlüssen oder dem Produkt selbst.
Grace: Gewinnverbesserung im zweiten Quartal
Phänomen Farbe 15.9.2001. Colombia, Md. Die W. R. Grace & Co. hatte
im zweiten Quartal 2001 einen Gewinn vor Steuern in Höhe von 58,1 Mio. US-$ (in Vorjahr
58,7 Mio. $). Der Umsatz stieg um 11,2% auf 450,3 Mio. $ (405,1 Mio. $). Ohne
Währungseinflüsse stieg der Umsatz sogar um 14.6%. Das Wachstum ist hauptsächlich auf
Akquisitionen zurückzuführen. Im ersten Halbjahr stieg der Umsatz um 7,1% auf 846 Mio.
$.
Katalysatoren und Silica Produkte von Davison Chemicals stiegen im Quartal um 19,1% auf
232.7 Mio. $ und im Halbjahr um 11,3% auf 431,1 Mio. $, während der Ertrag von 70,5 auf
61,2 Mio. $ zurückging. Die Umsätze mit Verpackungsprodukten, darunter Dichtstoffe,
Verschlußsysteme und Lacke stiegen im Quartal um 8,2%. Diese Steigerung ist nach Angaben
von Grace auf den Kauf der Hampshire Polymers im Juli 2000 und auf höherer Lackumsätze
zurückzuführen.
Huntsman Tioxide: Neue Broschüre über optische Eigenschaften
Phänomen Farbe 15.9.2001. Titandioxidpigment ist einer der wichtigsten Rohstoffe der Lackindustrie. Seine Eigenschaften und Effekte auf das optische Verhalten von Lacken wurden im Laufe der Jahre gründlich erforscht. Die neue Broschüre "Fundamental Optical Properties of Pigmented Coatings" von Huntsman Tioxide hat das gesamte Wissen bis hin zu den neuesten Entwicklungen zusammen getragen. Das Heft richtet sich an Neulinge ebenso wie an erfahrene Mitarbeiter in den Entwicklungsabteilungen der Lackhersteller.
Kemira: Gewinn stieg auf 93 Mio. Euro
Phänomen Farbe 15.9.2001. Helsinki. Kemira hat im zweiten Quartal mit Wasserbehandlungs Chemikalien und mit Farben und Lacken gute Ergebnisse erzielt. Bei Papierchemikalien wuchs das Geschäft durch ein Akquisition. Auch Titandioxidpigmente waren erfolgreich. Der Nettoumsatz stieg im weiter geführten Geschäft um 11%. Der Gewinn vor Steuern fiel auf 45 Mio. Euro (Vorjahr 58 Mio.). Der Halbjahresgewinn stieg auf 93 Mio. Euro (82 Mio.). Kemira Chemicals hatte im Quartal 235 Mio. Euro (220) und im Halbjahr 460 Mio. Euro (+8%) Umsatz. Die Absatzmenge ging bei Titandioxid um 1% zurück, während die Preise 8% höher waren. Bei Farben und Lacken verdoppelte sich der Quartalsumsatz nach dem Kauf von Alcro-Beckers auf 133 Mio. Euro. Im Halbjahr lag der Umsatz um 89% über den Vergleichszeitraum. Der Umsatztrend war in den wichtigsten Märkten positiv, mit Ausnahme von Industrielacken in Großbritannien. Der operative Halbjahresgewinn betrug 13 Mio. Euro (12) oder 6% vom Umsatz. Der Nettoumsatz lag bei Bautenlacken um 160% höher. Besonders im russischen Markt wurde ein starkes Wachstum erreicht. Die verringerte Nachfrage bei Industrielacken, speziell bei Lacken für Landmaschinen in Großbritannien erforderte dort eine Reorganisation. Zur Sicherung der flexiblen und preisgünstigen Versorgung mit Bindemitteln wurde eine benachbarte Kunstharzfabrik in Vantaa gekauft.
Kronos: NL mit niedrigeren Ergebnissen
Phänomen Farbe 15.9.2001. Houston, TX. Die NL Industries, Inc. berichtete für das zweite Quartal bei Kronos einen Rückgang des operativen Ertrags um 28% auf 45,2 Mio. US-$ (62,7). Der Rückgang wird mit niedrigerem Umsatz und niedriger Auslastung der Produktionskapazität begründet. Im ersten Halbjahr lag der Rückgang bei 11% auf 97,1 Mio. $ (109), verursacht durch 10% geringere Absatzmenge. Die durchschnittlichen Verkaufspreise nahmen in den berechneten Währungen um 3% zu. Die geringere Produktionsmenge hatte nach Unternehmensangaben ihren Grund im Ausfall der Anlagen in Leverkusen nach einem Brand.
Lubrizol Coating Additives: Neue CD Rom
Phänomen Farbe 15.9.2001. Mit einer neuen CD Rom (deutsch/ englisch) bietet Lubrizol neben dem firmeneigenen Extranet (www.lzcoatingadditives.com) eine weitere elekronische Möglichkeit, Informationen über Produktgruppen, Produkte, Serviceleistungen und die Firma selbst in Erfahrung zu bringen. Die CD Rom ermöglicht einen umfassenden Überblick über Oberflächenadditive, Rheologiekontrolladditive, Haftvermittler, Entschäumer und andere Spezialprodukte einschließlich technischer Details. Der Benutzer kann Produktdatenblätter drucken, eine online Musterbestellung auslösen oder websites der Industrie einsehen. Fax ( ++49 (0)421 6933 400.
Merck: Bestes Quartalergebnis bisher
Phänomen Farbe, 15.09.2001. Trotz Konjunkturflaute präsentiert die Merck KgaA, Darmstadt, im zweiten Quartal 2001 das beste Dreimonatsergebnis der Firmengeschichte. Der Umsatz stieg um 16% auf 1,949 Mrd. , das operative Ergebnis legte um 34% auf 249 Mio. zu. Zum Jahresende will die Firma eine zweistellige Ergebnisverbesserung präsentieren können. Dies sagte Firmenchef Bernhard Scheuble. Im Prinzip sei das Wachstum von allen Bereichen getragen worden, vor allem von Pharma und der Labor-Distribution. Nach Regionen wuchs Nordamerika um 31%, Europa um 7%, Lateinamerika um 19%, Asien, Afrika und Australien um 2%.
Millennium: Zweites Quartal mit Verlust
Phänomen Farbe 15.9.2001. London und Red Bank. Die Millennium Chemicals, Hersteller von Titandioxidpigmenten, hat im zweiten Quartal ein EBITDA Ergebnis von 83 Mio. US-$ erzielt gegenüber 159 Mio. $ im Vorjahr. Der Umsatz betrug 891 Mio. $ (Vorjahr 1023 Mio. $). Die globale Konjunktur, die relative Stärke des Dollars und Überkapazitäten in der Branche werden als Gründe angegeben. Im Berichtszeitraum beschloß das Unternehmen, ein nicht mehr wirtschaftliches Werk in den USA zu schließen und die Zahl der Mitarbeiter weltweit zu verringern. So konnten die Kosten für Verkauf, Entwicklung und Verwaltung im zweiten Quartal bereits um 30% verringert werden. Statt eines Gewinns (Vorjahr 48 Mio. $) berichtete Millennium einen Verlust in Höhe von 23 Mio. $, in dem allerdings 20. Mio. $ Kosten für die Stillegung des Werks in Hawkins Point, MD, enthalten sind. Die Absatzmenge ist im zweiten Quartal um 14% auf ca. 150000 t zurückgegangen. Die Auslastung der Produktion ging auf 85% zurück im Vergleich zu 91% im Vorjahresquartal. Als Ergebnis der Beseitigung von kleineren Engpässen in den Werken in Australien und in Ashtabula, OH, stieg die dortige Kapazität um 10000 bzw. 12000 t jährlich. Ab September wird die Nennkapazität von Millennium bei 690 000 t jährlich liegen.
Münzing: Neu gestaltete Website
Phänomen Farbe 15.9.2001. Die Münzing Chemie GmbH, Heilbronn, hat ihre Homepage komplett neu gestaltet. Technische Information, Kundenservice stehen im Vordergrund der Präsentation www.munzing-chemie.com.Fax: + 49 (0) 7131 - 987 202 Dr. Jörg Schrickel.
Noveon: Frühere BFGoodrich Chemicals ist jetzt Noveon
Phänomen Farbe 15.9.2001. Die PMD Group, Inc., Cleveland, OH, die frühere BFGoodrich Performance Materials hat ihren Namen in Noveon geändert. Das Unternehmen sieht sich als Vermarkter von technisch neuartigen Spezialchemikalien für eine Reihe von Anwendungen im Konsum- und Industriebereich. Es wurde im Februar gegründet, als eine Gruppe von Investoren das Geschäft der Performance Materials von BFGoodrich kaufte. Es hat seinen Sitz in Cleveland, OH und regionale Zentren in Brüssel und in Hongkong.
Omnova: Strategische Allianz mit Daikin für umweltfreundliche Fluorchemie
Phänomen Farbe 15.9.2001. Fairlawn, Ohio. Solutions hat mit der Daikin Industries eine strategische Allianz vereinbart zur gemeinsamen Entwicklung und Kommerzialisierung neuartiger Produkte der Fluorchemie für die Modifizierung von Oberflächen und als Tenside. Zunächst werden unter Nutzung der Daikin Erfahrung auf dem Gebiet der Fluorchemie neue Produkte auf der Basis der patentierten PolyFox Technologie von Omnova entwickelt werden. PolyFox Fluorpolymere haben eine fluorierte Oxetan Grundtechnologie, welche die von Fluorchemikalien bekannten Strukturen ergibt, wie Fleckenfestigkeit, glatte Oberflächen, Verlauf und Benetzung. Omnova hat die wirtschaftlichen Vorzüge der Technologie bereits bewiesen durch leicht trocken zu reinigende Wandbeläge und Weißwandtafeln. Mehrere neue Produkte für Industrielacke, Druckfarben und Bodenpflege nähern sich der Kommerzialisierung. Die Produkte sind auch als Ersatz für bestimmte PFOS (Perflouroctylsulfonat) entwickelt, die wegen Umweltbedenken vom Markt zurückgezogen werden. Die Omnova Technologie unterscheidet sich nach Omnovo vollends von PFOS. Durch die Allianz will Omnova eine Reihe effektiver und umweltverträglicher Produkte mit den vom Markt erwarteten Eigenschaften entwickeln.
Rhodia: Umstrukturierung intensiviert
Phänomen Farbe 15.9.2001. Paris. Rhodia hat im ersten Halbjahr seinen Nettoumsatz um 13% auf 3,437 Mrd. US-$ erhöht. Das EBITDA für den Zeitraum verringerte sich um 10% auf 400 Mio. $. Als Gründe werden hohe Rohstoff- und Energiekosten kosten genannt. Das auf drei Jahre angesetzte Programm zur Umstrukturierung soll beschleunigt und im Jahre 2002 abgeschlossen werden. Bei Industrie Spezialitäten ein der Nettoumsatz um 2,3% zurück. Dabei wurde das Geschäft mit Lackadditiven durch die amerikanische Lage im Fahrzeugbau beeinträchtigt.
Rohm & Haas: Konsolidierung und Werksschließungen
Phänomen Farbe 15.9.2001. Die Rohm and Haas Co. hat im Rahmen eines Programms zur Kostensenkung die Konsolidierung und Werksschließungen bekanntgegeben. Im Bereich Kleb- und Dichtstoffe will das Unternehmen sein Forschungszentrum in Woodstock, IL, nach Chicago verlegen und Produktionsstätten in Ringwood, IL, und West Alexandria, OH konsolidieren. Bis Ende 2002 soll das Werk in Elk Grove Village, IL, geschlossen werden. Geschlossen werden soll auch ein Werk in Greenville, SC. Die Produktion von Polymeren für Druckfarben und Firnisse soll in den Werken Ringwood, IL, und im britischen Dewsbury konzentriert werden. Von den Maßnahmen sind insgesamt nur 20 - 30 Mitarbeiter betroffen.
Solvay und BP gründen zwei Joint Ventures
Phänomen Farbe 15.9.2001. Brüssel / London (pte) - Das belgische Chemie-, Kunststoff- und Pharmaunternehmen Solvay www.solvay.com und der Energiekonzern BP www.bp.com gründen zwei Joint Ventures im Bereich der Herstellung hochdichter Polymere (HDPE). Die Gemeinschaftsunternehmen werden in diesem Bereich mit einem Umsatz von rund zwei Mrd. Euro weltweit eine führende Rolle spielen, kündigte Solvay in einer Aussendung an. Der Deal bedarf noch der Zustimmung der Regulierungsbehörden und soll bis Ende September abgeschlossen sein.
Solvay akquiriert zusätzlich die Sulfon-Polymer-Sparte von BP. Damit erhofft sich Solvay eine Umsatzsteigerung im Bereich der Spezialpolymere um 50 Prozent auf 900 Mio. Euro. Gleichzeitig gibt der belgische Konzern die Polypropylen-Sparte an BP ab, da Solvay "hier nicht zu den Weltmarktführern zählt". "Mit diesem komplexen Deal verstärkt die Solvay-Gruppe den Fokus auf Märkte, in denen sie weltweit unter den Top 3 rangiert", erklärte CEO Alois Michielsen. Insbesondere will das Unternehmen immer weniger den petrochemischen Konjunkturschwankungen ausgesetzt sein.
Stinnes: Betriebsergebnis deutlich steigern
Phänomen Farbe 15.9.2001. Mülheim (pte) - Der Logistikkonzern Stinnes hat im ersten Halbjahr seinen Umsatz und Vorsteuergewinn gesteigert und für das Gesamtjahr ein deutlich über dem Vorjahr liegendes Betriebsergebnis angekündigt. Wie der zu E.ON gehörende Logistikkonzern am Dienstag bekannt gab, sei der Außenumsatz um 22 Prozent auf 6,4 Mrd. gestiegen. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) nahm um 23,5 Prozent auf 168 Mio. zu. Das Konzern-Betriebsergebnis verbesserte sich um 20 Prozent auf 128 Mio. . Der Überschuss allerdings verringerte sich um zwei Prozent auf 78,5 Mio. , was der Konzern auf die gestiegene Steuerquote zurückführte.
Die Geschäftsbereiche Verkehr und Chemie haben den Angaben zufolge mit zweistelligen Zuwachsraten zu der Ergebnisentwicklung beigetragen. Der bei Schenker gebündelte Verkehr konnte das Betriebsergebnis um 39 Prozent auf 72 Mio. Euro steigern. Der Umsatz der Sparte legte um acht Prozent auf 3,2 Mrd. zu. Der Geschäftsbereich Chemie (Brenntag) hat das Betriebsergebnis um 20 Prozent auf 55 Mio. verbessert. Der Umsatz stieg um 69 Prozent auf über 2,4 Mrd. . Die Werkstoffsparte (Stinnes Interfer) allerdings musste sich den Angaben zufolge in einem "sehr schwierigen Marktumfeld" behaupten. Aufgrund der schwachen Stahlkonjunktur ging der Umsatz um acht Prozent auf 805 Mio. zurück. Das Betriebsergebnis verringerte sich um 26 Prozent auf 15 Mio. .
Synthopol: Neue Produktionsanlagen und neues Laborgebäude
Phänomen Farbe 15.9.2001. Der vor einem Jahr abgebrannte Produktionsteil des Kunstharzherstellers Synthopol in Buxtehude ist nach dem Stand der Technik wieder aufgebaut. Alle fünf Reaktoren sind seit Mitte Juni in Betrieb. Rund 400 Kunden, Amtsträger und Anlieger feierten mit dem Unternehmen die Einweihung, zu der Geschäftsführer Dr.Günter Koch geladen hatte.
Schlagartige Exothermie hatte im vergangenen Jahr in einem der Reaktoren nicht nur die eine von zwei Produktionsstätten auf dem Gelände zerstört, sondern auch die Versorgungsleitungen zu beiden Hallen völlig vernichtet. Nur kurz mussten die 180 Mitarbeiter um ihren Arbeitsplatz bangen, denn schon einen Tag nach dem Brand stand für Geschäftsführung und Abteilungsleiter der Wiederaufbau fest. Die Abteilung Anlagenbau und -instandhaltung konzipierte die Anlagen, plante alternative Versorgungsleitungen und mit der Hilfe von Fremdfertigungen konnte nach zwei Wochen bereits mit 80 % der ursprünglichen Kapazität produziert werden. Da die Versicherungen bis zum Jahresende ca. 20 Mio. DM zahlten, die vorläufige und die endgültige Genehmigung für die neue Produktionsstätte nicht länger als ein Jahr dauerten, ist das mittelständische Unternehmen heute nicht nur voll einsatzfähig, sondern hat - dank weiterer Investitionen - die modernsten Produktionsanlagen, die der Markt zu bieten hat.
"Der Konzentrationsprozess wird weitergehen: gab es zu Zeiten meiner Eltern noch ca. 40 mittelständische Kunstharzhersteller, waren es vor rund 20 Jahren noch zehn, von denen gerade vier übrigblieben. Aber die multinationalen Hersteller machen auch nicht überall alles und auch für sie können wir interessante Partner sein. Der Mittelstand der Lackindustrie hat Zukunft", rechtfertigt Dr. Günter Koch seine Entscheidung nicht aufzugeben, sondern weiterzumachen. Wichtig dafür seien Produkte mit hoher Wertschöpfung und ein hoher Standard - zu weltmarktfähigen Preisen. Und: eine starke F&E. Deswegen investierte das Unternehmen rund 5 Mio. DM in ein neues Labor, in dem 30 Naturwissenschaftler im Bereich der Kunstharze forschen.
USM: Zusammenarbeit mit GEO Specialty Chemicals bei Polyurethanforschung
Phänomen Farbe 15.9.2001. Die GEO Specialty Chemicals Inc., ein Hersteller von Bindemitteln und Additiven für Lacke hat mit dem International Coatings and Formulation Institute (ICFI) der University of Southern Mississippi ein Forschungsprogramm zur Entwicklung neuer umweltfreundlicher wasserverdünnter Polyurethan Dispersionen vereinbart. Ein großer Teil der Forschung befasst sich mit der Entwicklung eines neuartigen Diols. Ein zweiter Teil betrifft wichtige Anwendungsgebiete, wie Pulverlacke auf Basis von Polyester. Das Projekt wird von GEO finanziert. Die Universität hat in der Vergangenheit bereits mehrere Forschungsaufgaben für Unternehmen aus der Lackindustrie und aus der chemischen Industrie durchgeführt.
Vantico: Starkes Ergebnis trotz Konjunkturschwäche
Phänomen Farbe 15.9.2001. Luxemburg. Trotz der Auswirkungen eines weltweiten Rückgangs in der Industrie und des Konjunkturrückgangs in der Elektronikindustrie verzeichnet Vantico weiterhin ein starkes Ergebnis. Die Umsätze waren um 3 % höher als im Vorjahr bei konstanten Wechselkursen. Durch verbesserte Margen konnten die höheren Rohstoffkosten aufgefangen werden. Der Ertrag vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag um 8% höher als im Vorjahr bei einem um 6% höheren EBITDA im Vergleich zum Vorjahr. In mehreren Ländern wurden bereits unabhängige Informationssysteme implementiert und die geplanten Umstrukturierungen vorgenommen. Die Ergebnisse des ersten Quartals entsprechen den Erwartungen des Unternehmens. Vantico hat sich zu einem eigenständigen Unternehmen mit einer verbesserten Kostenstruktur und stabilen Margen entwickelt. Hervorzuheben sind der um 3,3 % höhere Umsatz in Höhe von CHF 451 Mio. bei konstanten Wechselkursen. Dabei wurde ein Rückgang im Bereich Optronics durch ein verbessertes Ergebnis im Bereich Polymer Specialties mehr als ausgeglichen. Das Absatzvolumen war jedoch 8 % geringer als im Vorjahr. CHF 51 Mio. im Jahre 2000 entspricht. Mit Wirkung vom 1. Januar 2001 hat Vantico seine Divisionen umstrukturiert. Dabei wurde der Value Sektor EIM (Electrical Insulating Material), der in den 12 Monaten bis Dezember 2000 einen Jahresumsatz von CHF 244 Mio. verzeichnen konnte, in die Polymer Specialties Division integriert. Gleichzeitig wurde die neue Division Optronics ins Leben gerufen. Der neuen Division mit Hauptsitz in Hongkong sind die Bereiche Printed Wiring Board Technology (Leiterplatten-technologie) und OPAL (Optical Performance Alignment Layers) zugeordnet. Die IT-Trennung von Ciba SC und die Etablierung unabhängiger Informationssysteme haben nach wie vor höchste Priorität für Vantico. Das im Plan liegende Projekt umfaßt den Ersatz von Infrastruktursystemen der Ciba SC und von 13 gemeinsam genutzten Service Zentren sowie die Einführung von SAP-Betriebssystemen weltweit. In Australien und Singapur wurde SAP bereits eingeführt. Darüber hinaus wurde zwischenzeitlich an 16 Standorten die IT-Infrastruktur ersetzt und zusätzlich in Sydney ein neues Supportzentrum für die Übernahme des Rechnungswesens für die Vantico Niederlassungen im asiatisch-pazifischen Raum errichtet.