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Beschaffung
Phänomen Farbe 15.07.2001

Akzo Nobel: Strategischer Ausbau der Polysulfid-Kapazitäten
BASF AG: Harter Sparkurs
Bayer: Konzern revidiert Ergebnisprognose
Bayer: Neue Tochtergesellschaften
Ciba: Hochgesteckte Ziele
Cytec: 17.2 Mio. US-$ Gewinn bei 376 Mio. $ Umsatz
datacolor: Service und Support verbesssert
Degussa: Integration von Laporte schreitet zügig voran
Dover: Kalziumstearat Werk gestartet
DSM: Anlagen für Pulverharz in den USA erweitert
DuPont: Marketingpreis für DBE
Eastman: Aufgliederung des Unternehmens
ISL-Chemie: Umsatz wuchs um 7%
Johnson: Globale Allianz mit Essential
Resolution: Erstes Quartalsergebnis auf eigenen Füßen
Sames: Verhandlungen über Verkauf des Unternehmens
Solutia. Kauf des Acrylharzgeschäfts der BASF
Stinnes: Noch mehr Wachstum
Süd-Chemie: Jahresüberschuss sank
Tikkurila und Eastman Chemical einig über Kauf des Kunstharzwerks
TOR Minerals: Rückläufiges Ergebnis im ersten Quartal.
UCB: 22% Umsatzzuwachs bei strahlenhärtenden Harzen
Valspar: Mehr Umsatz, weniger Gewinn
Vantico: Übernahme der Klebstoffe und Formenbauharze von Röhm

Malvern Instruments: Technologie von ALV übernommen

Phänomen Farbe 10.8.2001. Malvern Instruments Ltd. (Malvern, UK) hat die exklusiven Rechte an einer patentierten Technologie der ALV GmbH (Langen, Deutschland) erworben. Die Technologie, bekannt als NIBS (nicht-invasive Rückstreuung), erlaubt die zuverlässige Messung von Submikronpartikeln über einen weiten Konzentrationsbereich in einem Messgerät. Anwendungen sind insbesondere die Bestimmung kolloidaler Systeme, Proteine und Makromoleküle in Lösung, Gebiete von wachsender Bedeutung zum Beispiel in der Biotechnologie, der Arzneimittelforschung und der Entwicklung pharmazeutischer Formulierungen. Es finden sich jedoch auch zahlreiche Anwendungen in der traditionellen chemischen Industrie.

Die Technologie beinhaltet ein patentiertes optisches System mit einer einzigartigen Anordnung, die eine hohe Sensitivität bietet, gepaart mit der Möglichkeit selbst bei hohen Probenkonzentrationen zu messen. Bei traditionellen Wegen zur Messung von Submikronpartikeln ist der Aufbau der Instrumente entweder dafür ausgelegt, dass hohe Konzentrationen gemessen werden können oder dass das Gerät eine hohe Sensitivität besitzt. Die NIBS Technologie vereint jedoch beides.

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Paul Walker, Geschäftsführer von Malvern Instruments, kommentierte die Vereinbarung: „Das Können und die Erfahrung der ALV GmbH auf dem Gebiet der Lichtstreuung genießt weltweit große Anerkennung." ALV wurde 1981 gegründet. Die Firma ist führend in der Entwicklung und Herstellung von Technologie und Geräten zur Photonenkorrelationsspektroskopie. Das Spektrum reicht von digitalen Korrektoren, State-of-the-Art Einzelphotonen Detektionssystemen und optischen Detektoren über spezialisierte Datenanalysealgorithmen und Software zu voll integrierten High-End Goniometer Systemen zur simultanen Messung dynamischer und statischer Lichtstreuung. www.alvgmbh.de . Später im Jahr wird Malvern das erste Produkt mit der NIBS Technologie einführen und somit die Produktpalette der Partikelcharakterisierungssysteme ergänzen. Dies ermöglicht uns den besonderen Anforderungen auf stark wachsenden Spezialgebieten gerecht zu werden." www.malvern.de

Im Juli hatte Malvern eine neue Broschüre vorgelegt. Sie befasst sich auch mit grundlegenden Fragen der Partikelgrößenbestimmung. Die Wichtigkeit der richtigen Probenahme und der bestmöglichen Dispergierung sowie die Vorteile definierter Standardarbeitsabläufe zur reproduzierbaren Messung einer Probe werden beschrieben. Theoretische Grundlagen von der Definition unterschiedlicher Größenangaben, über den schematischen Aufbau des Prinzips der Laserbeugung, der Erklärung der Lichtstreueigenschaften unterschiedlich großer Partikel bis zur Bedeutung der Mie –Theorie sind anschaulich dargestellt. Zusammenfassend wird gezeigt, wie mit den heutigen neuen Geräten in Modulbauweise und entsprechender Software größtmögliche Performance mit einfachster Bedienung vereinbart werden kann.

Bayer: Ergebnis um ein Viertel eingebrochen Programme zur Steigerung der Rendite sollen 1,5 Mrd. Euro sparen

Phänomen Farbe. Leverkusen (pte, 9. August 01) - Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer http://www.bayer.de hat im ersten Halbjahr sein operatives Ergebnis vor Sonderposten um knapp ein Viertel reduziert und die Planung für das Gesamtjahr nach unten revidiert. Zwar stieg der Konzernumsatz in den ersten sechs Monaten um acht Prozent auf 15,6 Mrd. Euro, das Ergebnis vor Sonderposten ging jedoch um 23 Prozent auf 1,5 Mrd. Euro zurück, teilte Bayer am Donnerstag mit. Der Konzerngewinn sank den Angaben zufolge um drei Prozent auf eine Mrd. Euro. Darin enthalten seien 0,3 Mrd. Euro Gewinn aus dem Verkauf der 50-prozentigen Beteiligung an der EC Erdölchemie.

"Diese Entwicklung des Ergebnisses ist sehr enttäuschend", sagte Bayer-Vorstandschef Manfred Schneider. Zurückzuführen sei der Rückgang vor allem auf die temporären Herstellungsprobleme bei biologischen Produkten, anhaltend hohe Rohstoffkosten; vor allem im Arbeitsgebiet Polymere; sowie Nachfrage-Rückgänge bei wichtigen Abnehmerbranchen wie Automobil-, Elektro- und Bauindustrie. "Die erwartete wirtschaftliche Erholung ist bislang leider ausgeblieben", so Schneider weiter. Zudem bekräftigte Bayer seine Aussage vom Vortag, wonach das Ergebnis aufgrund des Rückrufs des Cholesterinsenkers Lipobay/Baycol und der allgemeinen Konjunkturschwäche im Gesamtjahr deutlich unter den bisherigen Prognosen liegen werde. Die Bayer-Aktie, die am Vortag zeitweise rund 17 Prozent verloren hatte, fiel am Donnerstag Vormittag um weitere gut zwei Prozent auf 36,57 Euro.

Das Arbeitsgebiet Gesundheit hat im ersten Halbjahr seinen Umsatz um vier Prozent auf 4,9 Mrd. Euro gesteigert, teilte Bayer weiter mit. Dabei legte der Umsatz mit den traditionell hergestellten Arzneimitteln um acht Prozent zu. Hauptsächlich wegen der Produktionsprobleme bei dem gentechnisch erzeugten Blutgerinnungs-MedikamentKogenate verringerte sich jedoch das operative Ergebnis des Arbeitsgebietes um 39 Prozent auf 0,4 Mrd. Euro. Pharma werde auch im zweiten Halbjahr durch die Probleme bei Kogenate belastet, hieß es. Hinzu komme der Rückruf von Lipobay/Baycol. Allein dieser Vermarktungsstopp werde das Jahresergebnis nach ersten Schätzungen mit 600 bis 650 Mio. Euro belasten, davon 250 bis 300 Mio. Euro als außerordentliche Ausgaben. "Deshalb wird das Ergebnis in unserem Arbeitsgebiet Gesundheit im ganzen Jahr um 40 bis 50 Prozent unter unseren bisherigen Erwartungen liegen. Auch das für 2002 angestrebte Ziel von 20 Prozent Umsatzrendite vor Sonderposten in diesem Bereich ist nicht mehr realisierbar", sagte der Bayer-Chef. Das Arbeitsgebiet habe allerdings zahlreiche Kostensenkungsprogramme aufgelegt, die zu Einsparungen von 600 Mio. Euro in den nächsten Jahren führen sollen.

Bei einem gegenüber dem Vorjahr unveränderten Umsatz von 2,1 Mrd. Euro verringerte sich das operative Ergebnis des Arbeitsgebietes Landwirtschaft um sieben Prozent auf 0,5 Mio. Euro. Nachteilig wirkten sich den Angaben zufolge die schwache Konjunktur in den USA und Lateinamerika aus sowie in Europa die witterungsbedingten Einbußen im Getreideanbau und zunehmender Generika-Druck bei den Herbiziden. Das Arbeitsgebiet Polymere steigerte seinen Umsatz um neun Prozent auf 5,7 Mrd. Euro. Das Ergebnis sank hingegen um 28 Prozent auf 0,4 Mrd. Euro. Als Hauptursachen nannte Schneider die unverändert hohen Kosten für petrochemische Rohstoffe und Energie sowie die Integrationskosten für das im Vorjahr übernommene Polyol-Geschäft von Lyondell. Zur Margenverbesserung wurden im Arbeitsgebiet umfangreiche Kostensparprogramme gestartet, die bis 2005 zu jährlichen Einsparungen von bis zu 700 Mio. Euro führen sollen.

Zufrieden dagegen zeigte sich der Bayer-Chef mit der Entwicklung des Arbeitsgebietes Chemie, das seinen Umsatz um 19 Prozent auf 2,5 Mrd. Euro und das operative Ergebnis um 18 Prozent auf 0,3 Mrd. Euro verbessert habe. Allerdings sei hier in der zweiten Jahreshälfte angesichts der beginnenden Konsolidierung am Elektronikmarkt mit einer Umsatzabschwächung zu rechnen. Der Bayer-Konzern habe eine Reihe von Programmen zur Steigerung der Rendite gestartet, die bis zum Jahr 2005 Kostensenkungen von 1,5 Mrd. Euro vorsehen, so Schneider.

Bayer entlässt weltweit 4.000 Mitarbeiter - Programm zur Kostensenkung wird erweitert

Phänomen Farbe. Leverkusen/London (pte, 9. und 10. August) - Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer http://www.bayer.de will 15 Produktionsanlagen schließen und weltweit bis zum Jahr 2005 konzernweit mehr als 4.000 Stellen abbauen. Die bereits angekündigten Entlassungen von 1.800 Mitarbeitern beträfen nur das Arbeitsgebiet Polymere, sagte ein Sprecher des Unternehmens zu pressetext.deutschland. Hinzu kämen 2.400 bis 2.500 Stellen im Arbeitsgebiet Gesundheit. Unabhängig davon seien weitere Stellenreduzierungen im Zusammenhang mit Baycol/Lipobay nicht auszuschließen.Die bereits gestarteten Kostensenkungsprogramme sollen erweitert und zusätzliche Maßnahmen zur Verbesserung der Margen eingeleitet werden, teilte der Konzern am Donnerstag Nachmittag mit. Der Großteil der Maßnahmen betreffe ausländische Tochtergesellschaften. Es sei eine Optimierung des Portfolios in allen Geschäftsbereichen vorgesehen, sagte Finanzvorstand Werner Wenning im Rahmen einer Analystenkonferenz in London. Ziel sei, bis 2005 jährliche Einsparungen von 1,5 Mrd. Euro zu erreichen. Der Schwerpunkt der Sparmaßnahmen werde im Ausland liegen, bekräftigte der Sprecher am 10.8.2001 gegenüber pte. In Deutschland seien betriebsbedingte Kündigungen durch eine Vereinbarung mit den Arbeitnehmern bis 2004 ausgeschlossen. Dafür würden aber frei werdende Stellen nicht wieder besetzt.

Bereits in diesem Jahr sollen Einsparungen in dreistelliger Millionenhöhe in den Arbeitsgebieten Gesundheit, Polymere und Chemie erreicht werden, 2002 sollen es knapp eine Mrd. Euro werden. Der größte Betrag werde bei den Polymeren mit über 700 Mio. Euro im Jahr 2005 eingespart, so Wenning. Im Arbeitsgebiet Gesundheit zeigten sich bereits die ersten Restrukturierungseffekte mit jährlichen Einsparungen von rund 600 Mio. Euro. Allerdings würden die positiven Effekte in Teilen von den aktuellen Problemen überdeckt, hieß es.

Degussa hält an Jahresplanung fest

Phänomen Farbe 14.8.2001. Düsseldorf (pte) - Der Spezialchemiekonzern Degussa http://www.degussa.de hat sich im ersten Halbjahr in einem schwierigen Umfeld behauptet und hält für das Gesamtjahr an seiner Umsatz- und Gewinnprognose fest. Nach dem verhaltenen Start ins laufende Jahr und dem rückläufigen ersten Quartal hat der Konzern im zweiten Quartal sein Ergebnis gegenüber dem ersten Quartal gesteigert, teilte Degussa am Dienstag mit. So konnte das Unternehmen zum Ende Juni beim Betriebsergebnis mit minus 20 Prozent den Rückstand zum Vorjahr nahezu halbieren. Das EBIT lag mit 484 Mio. Euro um vier Prozent niedriger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Nach dem ersten Halbjahr erreichte das EBITA mit 615 Mio. Euro die Vorjahreshöhe. Der Konzernüberschuss des Unternehmens stieg dagegen um vier Prozent auf 138 Mio. Euro. Der Umsatz legte um acht Prozent auf 10,56 Mrd. Euro zu

Für das Gesamtjahr bleibt der Konzern zuversichtlich und geht davon aus, dass sich im zweiten Halbjahr die weltweite Konjunktur nicht weiter verschlechtert und die Rohstoff- und Energiekosten nicht mehr wesentlich steigen. Mit einem konjunkturellen Aufschwung für die chemische Industrie rechnet Degussa jedoch erst im nächsten Jahr. Das Kerngeschäft werde sich in dem schwierigen Umfeld weiter gut behaupten. Hier rechnet das Unternehmen, das sich derzeit vom Chemie- und Pharmakonzern zum reinen Spezialchemieanbieter entwickelt, mit einem Anstieg bei Umsatz und EBITA. Im Nicht-Kerngeschäft würden sich Umsatz und EBITA aufgrund der Desinvestitionen deutlich verringern. Insgesamt erwartet Degussa weiterhin ein gegenüber dem Vorjahr verbessertes EBITA und ein auf Vorjahreshöhe liegendes Betriebsergebnis.

Die Börse honorierte die Halbjahreszahlen des Konzerns mit einem Anstieg der Aktie um 1,8 Prozent auf 30,18 Euro. Die neue Degussa AG ist im Zuge der Fusion der Veba und Viag zur E.O.N. AG aus der Degussa-Hüls und der SKW Trostberg entstanden.

Bayer investiert 3,1 Mrd. Dollar in China

Phänomen Farbe 14.8.2001. Leverkusen/Shanghai (pte) - Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer http://www.bayer.de will in den kommenden Jahren insgesamt 3,1 Mrd. Dollar in den Aufbau einer Produktionsanlage für Kunststoffe sowie eines integrierten Bayer-Chemiestandortes im chinesischen Caojing nahe Shanghai investieren. Wie der Konzern am Dienstag bekannt gab, betragen die Investitionen für die erste Stufe des Projekts 450 Mio. Dollar.

Dazu haben Bayer und Shanghai Chlor Alkali Chemicals Co. Ltd. unter dem Namen "Bayer Polymers Shanghai Co. Ltd." ein Joint Venture gegründet. Bayer hält 90 Prozent der Anteile am Gemeinschaftsunternehmen.

Im Caojing soll künftig das Polycarbonat Makrolon für den asiatischen Markt hergestellt werden. In einem ersten Schritt soll die Produktionasanlage pro Jahr 50.000 Tonnen des hitze- und schlagfesten Kunststoffes liefern. In der zweiten Phase soll die Kapazität des Polycarbonats dann auf 100.000 Tonnen pro Jahr verdoppelt werden. Polycarbonate kommen in einer Reihe von Anwendungen zum Einsatz, etwa in der CD-Herstellung und der Automobilindustrie.

Mit einem Umsatz von 740 Mio. Euro im vergangenen Jahr ist China seit 1998 der zweitgrößte Markt für Bayer in Asien. Gegenwärtig betreibt der Konzern dort elf Produktionseinrichtungen mit insgesamt 1.600 Mitarbeitern.

Stinnes will Betriebsergebnis deutlich steigern

Phänomen Farbe 14.8..2001. Mülheim (pte) - Der Logistikkonzern Stinnes http://www.stinnes.de hat im ersten Halbjahr seinen Umsatz und Vorsteuergewinn gesteigert und für das Gesamtjahr ein deutlich über dem Vorjahr liegendes Betriebsergebnis angekündigt. Wie der zu E.ON gehörende Logistikkonzern am Dienstag bekannt gab, sei der Außenumsatz um 22 Prozent auf 6,4 Mrd. Euro gestiegen. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) nahm um 23,5 Prozent auf 168 Mio. Euro zu. Das Konzern-Betriebsergebnis verbesserte sich um 20 Prozent auf 128 Mio. Euro. Der Überschuss allerdings verringerte sich um zwei Prozent auf 78,5 Mio. Euro, was der Konzern auf die gestiegene Steuerquote zurückführte.

Die Geschäftsbereiche Verkehr und Chemie haben den Angaben zufolge mit zweistelligen Zuwachsraten zu der Ergebnisentwicklung beigetragen. Der bei Schenker gebündelte Verkehr konnte das Betriebsergebnis um 39 Prozent auf 72 Mio. Euro steigern. Der Umsatz der Sparte legte um acht Prozent auf 3,2 Mrd. Euro zu. Der Geschäftsbereich Chemie (Brenntag) hat das Betriebsergebnis um 20 Prozent auf 55 Mio. Euro verbessert. Der Umsatz stieg um 69 Prozent auf über 2,4 Mrd. Euro. Die Werkstoffsparte (Stinnes Interfer) allerdings musste sich den Angaben zufolge in einem "sehr schwierigen Marktumfeld" behaupten. Aufgrund der schwachen Stahlkonjunktur ging der Umsatz um acht Prozent auf 805 Mio. Euro zurück. Das Betriebsergebnis verringerte sich um 26 Prozent auf 15 Mio. Euro.

Solvay und BP gründen zwei Joint Ventures
Weltmarktführung im hochdichten Polymerbereich angestrebt

Phänomen Farbe 7.8.2001. Brüssel / London (pte) - Das belgische Chemie-, Kunststoff- und Pharmaunternehmen Solvay www.solvay.com und der Energiekonzern BP www.bp.com gründen zwei Joint Ventures im Bereich der Herstellung hochdichter Polymere (HDPE). Die Gemeinschaftsunternehmen werden in diesem Bereich mit einem Umsatz von rund zwei Mrd. Euro weltweit eine führende Rolle spielen, kündigte Solvay in einer Aussendung an. Der Deal bedarf noch der Zustimmung der Regulierungsbehörden und soll bis Ende September abgeschlossen sein.

Solvay akquiriert zusätzlich die Sulfon-Polymer-Sparte von BP. Damit erhofft sich Solvay eine Umsatzsteigerung im Bereich der Spezialpolymere um 50 Prozent auf 900 Mio. Euro. Gleichzeitig gibt der belgische Konzern die Polypropylen-Sparte an BP ab, da Solvay "hier nicht zu den Weltmarktführern zählt". "Mit diesem komplexen Deal verstärkt die Solvay-Gruppe den Fokus auf Märkte, in denen sie weltweit unter den Top 3 rangiert", erklärte CEO Alois Michielsen. Insbesondere will das Unternehmen immer weniger den petrochemischen Konjunkturschwankungen ausgesetzt sein.

Akzo Nobel: Strategischer Ausbau der Polysulfid-Kapazitäten

Phänomen Farbe 15.7.2001. Arnheim, Niederlande. Akzo Nobels Geschäftsbereich Plastics and Processing Additives (PPA), der unter dem Namen Akcros Chemicals nach eigener Aussage Weltmarktführer für Polysulfide ist, will massiv in die Erweiterung des Standorts Greiz in Deutschland investieren. Der Ausbau, der Anfang 2002 abgeschlossen sein soll, wird die Produktionskapazitäten für Polysulfid steigern. Polysufide werden vor allem für Dichtungsmassen verwendet, die in der Luftfahrt und anderen Hightech Anwendungen mit hohem Mehrwert zu Einsatz kommen. Die eigene Technologie setzt das Unternehmen in die Lage, Polysulfide in höchster Qualität zu produzieren, die in hochwertigen Dichtungsmassen für Flugzeuge und Isolierverglasungen zur Anwendung kommen. Der Ausbau steht nach Unternehmensangaben im Einklang mit der Strategie, die Position weltweit zu stärken und sicherzustellen, dass die Hauptkunden in den Segmenten mit hohem Mehrwert zuverlässig beliefert werden können. PPA gehört zu den Hauptlieferanten von Polymeradditiven für die PVC-Industrie und Hochleistungs Polysulfiden für Dichtungsmassen. Polysulfide kommen in verschiedenen Bereichen zum Einsatz, PPA konzentriert sich jedoch vor allem auf den Markt für die Hersteller von Dichtungsmassen für die Flugzeug- und Bauindustrie. Die Wachstumsrate in diesen Segmenten entspricht in Europa und den USA der des Bruttoinlandsprodukts, in Ostasien liegt sie darüber.

BASF AG: Harter Sparkurs

Phänomen Farbe, 15.07.2001. Die BASF Aktiengesellschaft, Ludwigshafen, rechnet für das zweite Quartal 2001 nicht mit einem Ergebnisanstieg. Der Vorstandsvorsitzende Prof. Dr. Jürgen Strube sagte auf einer Veranstaltung vor Führungskräften des Unternehmens, man wolle trotzdem am ehrgeizigen, mittelfristigen Ertragsziel festhalten und für die Jahre 2000 bis 2002 das Ergebnis der Betriebstätigkeit vor Sondereinflüssen um durchschnittlich mindestens 10% steigern. Dieses Ziel werde man aber nur mit größten Anstrengungen erreichen. Dazu sei es notwendig, das laufende Investitionsprogramm um ein Fünftel zu verringern, mittelfristig sollten die Investitionen auf die Höhe der Abschreibungen zurückgeführt werden. Außerdem müsse man zehn Standorte weltweit und weitere 14 Anlagen an „anderen Standorten" schließen, um damit Kapazitäten vom Markt zu nehmen. Beschleunigt durchgeführt werden soll die Weiterentwicklung der weltweiten Organisationsstrukturen im Rahmen des Programms „Fit For the Future".

Mit diesen Maßnahmen, so Strube weiter, wolle er das Geschäft dem deutlich langsameren weltweiten Wirtschaftswachstum anpassen. Die Wachstumssignale in Europa und vor allem in Deutschland seien nicht stärker, sondern schwächer geworden. Auch in den USA sei im zweiten Quartal keine Trendwende zu erkennen. Dies wirke sich jetzt zunehmend auf das Wachstum in Asien aus.

Negativ hätte sich die verzögerte Inbetriebnahme einiger neuer Produktionsanlagen der BASF in Asien und Deutschland und vor allem auch der Produktionsausfall in der Superabsorberanlage Birkenhead, UK, ausgewirkt. Auch die Rohstoffkosten seien unerwartet weiter gestiegen, sagte Strube, unterdessen rechneten viele Kunden mit tendentiell sinkenden Ölpreisen und hätten deshalb ihre Vorräte reduziert.

Als positiv bewertete der Vorstandsvorsitzende die ausgeprägten Verbundvorteile und das ausgewogene Portfolio einer Firma. Mit der Weiterentwicklung der weltweiten Organisation strebe man jährliche Kostenvorteile in Höhe von etwa 400 Mio. € an.

Inzwischen hat die BASF in Asien eine neue Anlage für Acrylatdispersionen in Betrieb genommen. Die Anlage hat eine Kapazität von 40.000 jato und befindet sich in dem Komplex der BACC, Pudong, Shanghai, dem ersten Produktionsstandort in vollem Besitz der Firma in China. Dort werden Acronal-Marken sowie Basoplast (Leimungsmittel in der Papierindustrie) produziert. Neben dem chinesischen Markt werden auch andere Länder der Region bedient.

Als erstes Unternehmen nutzt die Ludwigshafener Gesellschaft jetzt in Europa und den USA für den Handel mit Chemieprodukten den elektronischen Marktplatz Elemica. Allein die Verbindung zu DSM, Zwolle, NL, hat bereits einen Umfang, der im zweistelligen Millionen-DM-Bereich liegt.

Die technische Infrastruktur zur elektronischen Anbindung des Enterprise Ressource Planning-Systems (ERP) der BASF an Kunden und Marktplätze ist einsatzbereit. Auf SAP-Basis sind nicht nur Produktion, Logistik und Vertrieb innerhalb der BASF miteinander vernetzt. Auch die Anbindung an die ERP-Systeme von Kunden und Lieferanten steht nun auf einer einheitlichen technologischen Plattform.

Die BASF AG will ihren niederländischen Standort für die Produktion von Dispersionen für die Papier- und Teppichindustrie in zwei Jahren schließen. Wie verlautet, sei die Rentabilität unzureichend und auch durch Investitionen kaum zu verbessern. Betroffen von der Maßnahme werden etwa 140 Menschen sein. Die Belieferung der Kunden soll künftig mit Produkten aus den neuen Polymerdispersionsanlagen in Ludwigshafen erfolgen. Ab nächstem Jahr steht auch eine Kapazität in Hamina, Finnland, für diese Aufgabe bereit.

Bayer: Konzern revidiert Ergebnisprognose

Phänomen Farbe 15.7.2001. Leverkusen (pte) Eine Woche nach dem Konkurrenten BASF hat auch die Bayer AG die Ergebnisprognose für das laufende Jahr revidiert. Wie der Konzern bekannt gab, rechnet das Unternehmen nicht mehr damit, das operative Ergebnis gegenüber den 3,3 Mrd. Euro des abgelaufenen Jahres steigern zu können. Nach einem voraussichtlich deutlich unter Vorjahr liegenden zweiten Quartal erwartet Bayer für das Gesamtjahr ein rückläufiges Ergebnis in der Größenordnung von drei Mrd. Euro.

Als Gründe für die geänderte Einschätzung nannte der Konzern vor allem den Ergebniseinbruch bei dem biologisch hergestellten Medikament Kogenate. Dazu kämen die derzeitige Konjunkturschwäche und die wenig ermutigenden Aussichten für den Rest des Jahres. Zudem seien die Rohstoffkosten nicht in dem erwarteten Ausmaß gesunken, so Bayer. Als Folge der schwachen US-Konjunktur habe sich die Wachstumsdynamik in Europa und Asien ebenfalls abgeschwächt. Dies beeinträchtige vor allem das Polymer-Geschäft. Positiv entwickeln sich dagegen die Sparten Chemie und Landwirtschaft.

Trotz der konjunkturellen Abschwächung hält Bayer an den geplanten Ausgaben für Investitionen sowie für Forschung und Entwicklung unverändert fest. Damit wolle das Unternehmen seine Wachstumsabsichten in den nächsten Jahren bekräftigen, hieß es. Im abgelaufenen Jahr stiegen die Forschungsaufwendungen um sechs Prozent auf 2,4 Mrd. Euro. Kürzlich hatte Bayer angekündigt, 1,7 Mrd. Euro zur Stärkung seiner Polymere-Sparte investieren zu wollen. Mit 1,4 Mrd. Euro für neue Anlagen soll fast die Hälfte der Konzern-Ausgaben für Sachanlagen (insgesamt 3,1 Mrd. Euro) ebenfalls in den Polymere-Bereich fließen. Hinzu kommen 300 Mio. Euro für Forschung und Entwicklung von neuen Werkstoffen. Ein weiterer Investitionsschwerpunkt liege auf dem Ausbau der E-Business-Aktivitäten. Bis 2004 soll sich der mit E-Business erzielte Bayer-Umsatz von derzeit 500 Mio. Euro auf rund fünf Mrd. Euro verzehnfachen und in manchen Bereichen mehr als die Hälfte des Umsatzvolumens ausmachen.

Bayer: Neue Tochtergesellschaften

Phänomen Farbe, 15.07.2001. Die Bayer AG, Leverkusen, hat ihre Vertriebs- und Logistikaktivitäten im Bereich PUR in der Bayer Polyurethane Business Servicecenter GmbH & Co. KG (BSC), Neuss, zentriert. Geschäftsführer ist Reiner Schneider, beschäftigt werden 120 Menschen. Das neue Konzept ist Vorreiter auch für andere Regionen der Welt, angestrebt wird in der Endstufe eine übergeordnete internationale Schaltstelle, die global zuständig sein wird.

Am 1. Juli nahm die Chemion Logistik GmbH, eine neue Tochtergesellschaft der Bayer AG, Leverkusen, für Logistik (Lagerung, Transport und Umschlag von Chemikalien und chemienahen Produkten) mit etwa 1.700 Beschäftigten ihre Tätigkeit auf. Sie ist an den Zentralbereich „zentrale Logistik" der Firma angegliedert. Geschäftsführer sind Dr. Alfred Endlicher (zentrale Logistik der Bayer AG) und Dipl.-Ing. Erhard Hünten (Verkehrsbetriebe).

Ciba: Hochgesteckte Ziele

Phänomen Farbe, 15.07.2001. Die Ciba Spezialitätenchemie AG, Basel, will ihre Rendite auf Basis des Gewinns vor Steuern, Zinsen, Abschreibungen (Ebitda) künftig auf bis zu 20% steigern. Im vergangenen Jahr hatte die Firma ihren Umsatz um 9,1% auf 7,9 Mrd. sfr erhöht, der Betriebsgewinn wuchs um 38,6% auf 876 Mio., der Konzerngewinn um 39,1 auf 452 Mio. sfr. Beschäftigt wurden zum Jahreswechsel 20.306 Menschen (+ 0,9%). Der Bereich Additive (47,3% Umsatzanteil) wuchs um 8,6% auf 3,74 Mrd. sfr, Colors (33,2%) um 9,3% auf 2,62 Mrd. sfr.

Der Konzernchef der Ciba, Armin Meyer, hält Zukäufe zur Verstärkung praktisch aller Divisionen für möglich. Dabei schaut er weniger nach großen Kandidaten als vielmehr nach kleinen effizienten Unternehmen aus, die u.a. Additive, Pigmente usw. erfolgreich herstellen. Die Investitionen in Forschung und Entwicklung sollen gesteigert werden, im vorigen Jahr investierte der Konzern 3,7% des Konzernumsatzes von 7,9 Mrd. sfr. Berichtet wird, dass Meyer vorgeschlagen hat, eine gemeinsame Aktion der großen europäischen Spezialchemiekonzerne zur Verdeutlichung der hohen Innovationsleistung der Branche zu starten. Dies soll vor allem einer besseren Bewertung der Aktien dienen.

Unterzeichnet wurde kürzlich ein Vertrag zur Übernahme der holländischen Efka Additives, eines Herstellers von Dispergiermitteln, Emulgatoren, Verlaufsmitteln mit weltweiter Bedeutung. Die Firma beschäftigt 100 Mitarbeiter und ist bisher in 80 Ländern vertreten. Efka-Geschäftsführer Wolfgang Habel sieht durch die neue Muttergesellschaft vor allem Chancen in der Weiterentwicklung des Dienstleistungsangebots durch die globale Präsenz der Ciba. Gemeint ist damit insbesondere der NAFTA-Raum und Japan.

Cytec: 17.2 Mio. US-$ Gewinn bei 376 Mio. $ Umsatz

Phänomen Farbe 15.7.2001. West Paterson, NJ. Cytec Industries Inc. hat im ersten Quartal 2001 17,2 Mio. US-$ Gewinn erzielt bei 376 Mio. $ Umsatz. Die Ergebnisse der Geschäftsbereiche Performance Products und Building Block Chemicals wurden durch die sich verlangsamende Wirtschaftsentwicklung und steigende Rohstoff- und . Energiekosten in den USA und Asien beeinträchtigt. Der Bereich Spezialitätenchemie erzielte zweistellige Zuwachsraten bei Umsatz und Ertrag. Das wird auf die starke Nachfrage aus der Luftfahrtindustrie, militärisch und zivil, zurückgeführt. Am 30. März hat Cytec von der 3M Company das Geschäft mit modernen Composites gekauft. Dieses Geschäft hatte im Jahre 2000 15 Mio. $ Umsatz.

datacolor: Service und Support verbesssert

Phänomen Farbe, 15.07.2001. Die datacolor GmbH, Marl, hat mit dem Datacolor Applikations-Support neue Möglichkeiten für Kunden geschaffen. Die Leistung der Software-Anwendungsunterstützung kann einerseits nach Aufwand in Anspruch genommen werden, oder pauschal zum Jahresfestpreis durch den Abschluss eines Applikationsvertrags. Geboten wird kompetente Beratung, Telefon, Fax, E-Mail oder Modem, sowie 50% Rabatt bei zusätzlichen Schulungen, kostenlose Updates innerhalb des gleichen Software-Releases und ein Modem inkl. Modem-Software für schnelle Betreuung, Ferndiagnose, Übertragungen von Updates etc.

Degussa: Integration von Laporte schreitet zügig voran

Phänomen Farbe 15.7.2001. Mit dem Erwerb des britischen Spezialchemieunternehmens Laporte plc. ist die Degussa AG weltweit zum zweitgrößten Feinchemikalien-Hersteller aufgerückt. Der Umsatz des Degussa-Geschäftsbereichs Feinchemie erhöhte sich durch die Zusammenführung mit dem Bereich Fine Chemicals von Laporte von 785 Millionen Euro auf gut eine Milliarde Euro. Die Zahl der Mitarbeiter stieg auf über 4.000 an. Der Bereich verfügt nunmehr über 14 Produktionsstandorte in Europa, einen in Asien und drei in Nordamerika. Laporte steuert dabei sechs Produktionsstätten in Seal Sands und Knottingley/England, in Edmonton, Alberta/Kanada, in Jayhawk, Kansas/USA, in San Celoni/Spanien und in Heidelberg/Deutschland bei. Degussa hatte Laporte zum April 2001 nach einem Barabfindungsangebot an die Aktionäre übernommen.

"Die Feinchemie-Aktivitäten von Laporte ergänzen ideal das bisherige Degussa-Geschäft auf diesem Gebiet", sagte Dr. Peter Nagler, Leiter des Geschäftsbereichs Feinchemie. Dies gelte sowohl hinsichtlich der verfügbaren Technologien, bei denen es kaum Überschneidungen gebe, als auch hinsichtlich der Kunden. Der Mehrwert von Laporte im "neuen" Geschäftsbereich Feinchemie spiegele sich wider in der deutlich verbesserten Präsenz im wichtigsten Abnehmermarkt Nordamerika, in der noch breiteren Technologiepalette und dem zusätzlichen Markt-Know-how insbesondere im wachstumsstarken Bereich der Exklusivsynthese.

Gemeinsam mit Laporte konnte der Geschäftsbereich Feinchemie sein Technologieportfolio nochmals erweitern und seine führende Technologieposition weiter ausbauen. Neu hinzu gekommen sind unter anderem Oxidations-, Reduktions- und Tieftemperaturtechnologien sowie die Thiophosgenierung. Profitieren werden von diesem zusätzlichen Know-how sowohl die Neu- und Weiterentwicklung von Produktstammbäumen im Produktliniengeschäft als auch die Verfahrensentwicklung im Bereich Exklusivsynthese.

Dover: Kalziumstearat Werk gestartet

Phänomen Farbe 15.7.2001. Die amerikanische Dover Chemical Corp. in Dover, OH, hat ein neues Werk für die Produktion von Kalzium- und Zinkstearat in Betrieb genommen. Kalziumstearat dient der Modifizierung der Viskosität und beide Produkte als Mattierungsmittel in Farben und Lacken. Dover stellt auch PH Additive, Flammschutzmittel, Weichmacher, Härter, Antioxidantien und UV Stabilisatoren her.

DSM: Anlagen für Pulverharz in den USA erweitert

Phänomen Farbe 15.7.2001. DSM Resins hat in Augusta in den USA seine erweiterte Produktion und Technische Service Labors für Pulverlacke offiziell eröffnet. Das Unternehmen mit Hauptsitz im niederländischen Zwolle stellt Kunstharze für Pulver- und Flüssiglacke in den Niederlanden, Spanien, Schweden, den USA, Taiwan und China her.

DuPont: Marketingpreis für DBE

Phänomen Farbe, 15.07.2001. Der Geschäftsbereich DBE der DuPont de Nemours (Deutschland) GmbH, Bad Homburg v.d.H., erhielt zusammen mit der betreuenden Werbeagentur Wegner & Partner, Offenbach, den POS Marketing Award in Gold in der Kategorie „Busines to Business". Mit dem Preis würdigte die POS Marketing Association e.V. (POSMA), Düsseldorf, die „beeindruckend erfolgreiche und für den Chemiebereich ungewöhnlich kreative Kampagne" zur Produkteinführung von DBE. Dieses nicht einstufungspflichtige und biologisch abbaubare Lösemittel machte eine beispielhafte Karriere vom Außenseiter und Nischenprodukt zur interessanten, gesundheitlich und ökologisch unbedenklichen Lösemittelalternative. DBE wird aus einem Nebenprodukt der Nylonfertigung hergestellt und hat im Vergleich zu vielen herkömmlichen Lösemitteln eine sehr hohe Lösekraft. Ziel der Marketingkampagne war es, eine Produktmarke und ein unverwechselbares Image für dieses bis dahin weitgehend unbekannte Produkt im riesigen Feld der Lösemittel zu schaffen. Das geschah mit einem Kommunikations-Mix aus Anzeigen, Pressemitteilungen, Fachartikeln und Internet-Homepage.

Eastman: Aufgliederung des Unternehmens

Phänomen Farbe 15.7.2001. Kingsport, Tenn., 16. Mai 2001. Die Eastman Chemical Company verfolgt weiterhin den Plan, das Unternehmen bis Ende 2001 in zwei unabhängige Firmen aufzuteilen. Zu dem Zweck wird ein neues Unternehmen mit dem Namen Eastman Company gegründet, das Spezialitätenchemie und Kunststoffe umfaßt. Der verbleibende Teil, der die Geschäfte mit PET Kunststoffen und Azetatfasern umfaßt, soll einen neuen Namen erhalten. Die neue Struktur soll den Anteilseignern in einer außerordentlichen Hauptversammlung im vierten Quartal vorgestellt werden. Nach Ansicht von Chairman und CEO Earnest W. Deavenport entspricht der Plan den Interessen der Aktionäre, weil sich die beiden Unternehmen zielgenau auf ihre jeweiligen speziellen Märkte ausrichten und Wachstumschancen wahrnehmen können.

ISL-Chemie: Umsatz wuchs um 7%

Phänomen Farbe, 15.07.2001.Die ISL-Chemie GmbH & Co. KG, Kürten, eine Tochtergesellschaft der zum Bayer-Konzern gehörenden Rhein-Chemie Rheinau GmbH, Mannheim, konnte im vergangenen Jahr ihren Umsatz um 7% auf knapp 21 Mio. € und ihren Absatz um 4% auf 3.600 jato steigern. Der Hersteller von Farbpasten und Spezial-Lacken für Kunststoffe erhöhte zum Jahresende seine Belegsschaft auf 120 Menschen. Der Export-Umsatzanteil wuchs gegenüber Vorjahr um 5%, vor allem durch verstärkte Aktivitäten in Asien und das weltweite Marketing. ISL-Geschäftsführer Michael Rath erwartet vor allem vom Messeauftritt der Firma auf der kommenden Kunststoffmesse in Düsseldorf einen deutlichen weiteren Schub.

Neuerdings ist die Firma auch mit Zahlen und Fakten zur Organisation sowie Detailinformationen zu Produkten und deren Anwendung im Internet vertreten. In einer Rubrik „Service" werden verschiedene Fragen zur Einfärbung von reaktiven Kunststoffen beantwortet. Die Firma hofft auf ein reges Feedback: www.isl-chemie.de (deutsch) und www.isl-chemie.com (englisch).

Johnson: Globale Allianz mit Essential

Phänomen Farbe 15.7.2001. Johnson Polymer und die Essential Industries Inc. haben eine globale technische und kommerzielle Allianz für ihre Polyurethan- und Acrylharzchemie für Schutzlacke geschlossen. Danach wird Johnson Marketing, Verkauf und Kundendienst für die bestehenden und für neu entwickelte Produkte beider Unternehmen übertragen. Das Management der Allianz wird angeführt von Dana Johansen von Johnson Polymer and Thomas Gitzlaff von Essential Industries. Johnson Polymer, mit Sitz in Sturtevant, WI, ist Lieferant von Polymerprodukten für die Herstellung von Lacken, Druckfarben und Klebstoffen. Essential Industries aus Merton, WI, ist ein privater Hersteller von Polyurethan-, Acryl- und Wachsdispersionen für Lacke, Druckfarben, Klebstoffe und andere Anwendungen.

Resolution: Erstes Quartalsergebnis auf eigenen Füßen

Phänomen Farbe 15.7.2001. Houston, TX. Die Resolution Performance Products LLC, ein weltweit führender Hersteller und Entwickler von Epoxidharzen hat seine Ergebnisse für das erste Quartal 2001 bekanntgegeben. Resolution gehörte bis zum 14.11.2000 zur Shell Gruppe und wurde dann von Shell an eine Tochtergesellschaft der Apollo Management L-P. verkauft. Der Umsatz im ersten Quartal erreichte 229 Mio. US-$, 0,9% mehr als im Vorjahr. Der EBITDA ging um 4 Mio. $ oder 11% zurück. Der Rückgang wurde nach Unternehmensangaben hauptsächlich durch Kostensteigerungen bei Rohstoffen und anderen Kosten verursacht, die nur teilweise durch höhere Verkaufspreise und niedrigere operative Kosten ausgeglichen werden konnten. Resolution Performance Products ist nach eigener Aussage der weltweit führende Hersteller und Entwickler von Epoxidharzen. Das Unternehmen hat rund 1000 Mitarbeiter und Betriebsstätten in den USA, Europa und Asien.

Sames: Verhandlungen über Verkauf des Unternehmens

Phänomen Farbe 15.7.2001. Franklin Park, IL. Die Sames Corporation versucht weiterhin, einen Käufer für das Unternehmen zu finden. Zur Zeit wird mit einem von zwei multinationalen Kaufinteressenten verhandelt, der aber einen Preis unter Marktwert bietet. Im Hinblick auf die noch laufenden Verkaufsverhandlungen hat das Unternehmen die Hauptversammlung auf das dritte Quartal verschoben. Im ersten Quartal lag der Nettoumsatz bei nur 14,4 Mio. US-$, verglichen mit 22,6 Mio. $ im Vorjahresquartal. Der Wechselkurs zum französischen Franc hatte einen negativen Einfluß von 1 Mio. $. Der operative Verlust betrug 1,1 Mio. $ gegenüber einem Ertrag von 0,7 Mio. $ im Vergleichsquartal. Der Umsatzrückgang ist auf geringere Aufträge aus der Automobilindustrie zurückzuführen ebenso wie aus der Tatsache, daß die Kunden und Mitarbeiter durch den beabsichtigten Unternehmensverkauf verunsichert sind. Personalreduzierungen bei der französischen Tochtergesellschaft Sames S.A. und ein Programm zur Frühpensionierung beginnen Wirkung zu zeigen. Durch Zahlungsrückstände eines Großkunden der Sames S.A. in Höhe von mehr als 5 Mio. $ gab es dort Liquiditätsengpässe. Sames kann derzeit nicht die Liquidität schaffen, um das Cash Flow Problem zu lösen und kurzfristig die Weiterarbeit zu ermöglichen. Sames ist weltweit bekannt für seine Position auf dem Gebiet der elektrostatischen Spritzanlagen für die Autoserienlackierung und andere industrielle Lackieranlagen.

Solutia. Kauf des Acrylharzgeschäfts der BASF

Phänomen Farbe 15.7.2001. Der Bereich Kunstharze und Additive der Solutia Inc. hat von der BASF das Lumitol Acrylharzgeschäft gekauft. Der Kauf umfaßt lösemittelverdünnte, hydroxifunktionale Acrylharze für Industrielacke, Autoreparaturlacke und Holzlacke. Die Produkte werden in die vorhandene Macrynal Produktreihe integriert. Solutia hat die Lumitolharze bereits seit drei Jahren für die BASF hergestellt. Einzelheiten wurden nicht bekannt gegeben.

Stinnes: Noch mehr Wachstum

Phänomen Farbe, 15.07.2001. Der Vorstandsvorsitzende der Stinnes AG, Mülheim/Ruhr, Wulf Bernotat will sein Unternehmen jetzt noch mehr „auf Wachstum" trimmen. Er will Stinnes zum größten und profitabelsten Logistik-Dienstleister weltweit entwickeln. Vor allem der Verkehrsbereich (Schenker) soll durch Übernahmen ausgebaut werden. Daneben ist Stinnes in den Bereichen Chemie und Werkstoffe tätig. Brenntag (Chemie) sei bereits vor allem durch die Übernahme der Holland Chemical International (HCI) der Sprung an die Weltspitze gelungen. Von der konjunkturellen Entwicklung in den USA blieb der Konzern bisher unberührt. Nur in wenigen Produktgruppen seien Rückgänge zu verzeichnen gewesen, sagte Bernotat. In diesem Jahr soll der Umsatz um 10% steigen.

Der Umsatz in den drei Geschäftsbereichen Verkehr, Chemie und Werkstoffe hatte sich im ersten Quartal 2001 um 24% auf 3,2 Mrd. € verbessert. Das Betriebsergebnis nahm um 17% auf 57 Mio. € zu. Der Konzernüberschuss stieg um 75% auf 40 Mio. €. Die Entwicklung wird damit begründet, dass viele Unternehmen aus Kostengründen verstärkt Logistik-Aktivitäten auslagern.

Süd-Chemie: Jahresüberschuss sank

Phänomen Farbe, 15.07.2001. Die Süd-Chemie AG, München, verzeichnete im vergangenen Jahr beim Jahresüberschuss einen Rückgang um 7,5% auf 20,1 Mio. €, obwohl der Umsatz um 12,5% auf 820,8 Mio. € zunahm. 80% davon gehen ins Ausland. Mit fast 5.000 Beschäftigten ist die Süd-Chemie in 37 Ländern vertreten, die Hälfte des Umsatzes entfällt auf Industrie-Katalysatoren. Im ersten Quartal dieses Jahres stieg der Gesamtumsatz der Firma um 5,1%, deshalb erwartet der Vorstandsvorsitzende Jürgen Kammer für das Gesamtjahr, das man das gesteckte Umsatzplus von 10% nicht erreichen kann.

Tikkurila und Eastman Chemical einig über Kauf des Kunstharzwerks

Phänomen Farbe 15.6.2001. Die finnische Tikkurila und die amerikanische Eastman Chemical Company haben ihre Verhandlungen zum Kauf des Kunstharzwerks von Eastman im finnischen Vantaa zum Abschluß gebracht. Diese Vereinbarung sichert der Tikkurila Gruppe eine flexible Belieferung mit Kunstharzen für ihre Lackproduktion. Das Werk stellt Alkydharze und Polyesterharze her und wird auf die Tikkurila Services OY übertragen. Beschäftigt werden 25 Mitarbeiter, die von Eastman auf Tikkurila übergehen.

TOR Minerals: Rückläufiges Ergebnis im ersten Quartal.

Phänomen Farbe 15.7.2001. Corpus Christi, TX. TOR Minerals International, Hersteller von natürlichem Titandioxid Pigment und Spezial Aluminium für Anstrichstoffe und für Kunststoffe hat im ersten Quartal einen Verlust von 409000 US-$ gehabt, verglichen mit einem Ertrag von 127000 $ im Vergleichszeitraum des Vorjahrs. Der Umsatz stieg 104000 $ auf 3,544 Mrd. $. Das Ergebnis litt unter den Kosten für Energie und unter dem geringeren Umsatz mit dem Hauptprodukt Hitox in den USA. In der Niederlassung in Malaysia hat das Unternehmen eine zweite Produktionseinheit in Betrieb genommen. Die Produktion soll weiter in dieses kostengünstige Gebiet verlagert werden. In den Niederlanden wurde ein Werk gekauft, das unter dem Namen TOR Processing and Trade B.V. (TP&T) operiert und ab dem dritten Quartal positiv zum Ergebnis beitragen soll.

UCB: 22% Umsatzzuwachs bei strahlenhärtenden Harzen

Phänomen Farbe, 15.07.2001. Der Chemiebereich der UCB-Gruppe erreichte im Jahr 2000 einen Umsatz von 664 Mio. €, das sind gut 18%. Die strahlenhärtenden Harze wuchsen um 22% auf 284 Mio. €. An der Spitze der Regionen stand Asien. Pulverlackharze wuchsen im vergangenen Jahr um ca. 9% auf 153 Mio. €, auch hieran war Asien neben den USA hervorragend beteiligt. Acrylharze erfuhren allerdings „nur" eine Steigerung um 13% auf 31 Mio. €.

Valspar: Mehr Umsatz, weniger Gewinn

Phänomen Farbe 15.7.2001. Minneapolis. Die Valspar Corporation, ein führender amerikanische Lackhersteller, hat im zweiten Quartal ihres Geschäftsjahrs zum 27. April 2001 einen Ertrag von 19,036,000 US-$ erzielt, verglichen mit 25,371,000 $ im Vorjahresquartal. Der Umsatz stieg um 30,8% auf $513,745,000. Die Integration von Lilly Industries geht beschleunigt weiter und soll bereits Ende des Jahres abgeschlossen sein, wie das Unternehmen berichtet. Die Integration soll Kostenersparnisse von 70 Mio. $ jährlich einbringen.

Vantico: Übernahme der Klebstoffe und Formenbauharze von Röhm

Phänomen Farbe 15.7.2001. Luxemburg. Vantico hat einen Vertrag zur Übernahme der Agomet und Atlas Klebstoffe und Formenbauharze des Degussa Geschäftsbereichs Röhm Spezialacrylate unterzeichnet. Der Abschluß unterliegt noch behördlichen Genehmigungen. Die Vertragsbedingungen wurden nicht bekanntgegeben. Degussa hat sich zum Verkauf entschlossen, weil ein auf diese Spezialmärkte ausgerichtetes unternehmen wie Vantico bessere Entwicklungsmöglichkeiten für diese Aktivitäten bietet. Die übernommenen Produkte basieren größtenteils auf der Methacrylat-, Epoxid- und Polyurethantechnologie und sind daher eine Ergänzung der bisher bei Vantico eingesetzten Technologien. Die Übernahme soll zur Absicherung des bestehenden Geschäfts und zum Erreichen der Wachstumsziele beitragen. Vantico wurde durch den Spin-Off der Division Performance Polymers von Ciba Spezialitätenchemie und einem Management Buy-in/Buy-out unterstützt von Morgan Grenfell Private Equity gegründet. Vantico erzielte im Jahre 2000 mit über 3000 Mitarbeitern in mehr als 30 Ländern 1,78 Mrd. CHF Umsatz.