pf_210_2000_05
Beschaffung
Phänomen Farbe 1.05.2000
Akzo: Joint Venture für
@
Phänomen Farbe, 1.5.2000. Akzo PQ Silica (APS), das 50:50 Joint Venture von Akzo Nobel und der amerikanischen PQ Corporation für die Herstellung und den Verkauf von Silika und Silikaten hat die Absicht, die Aktivitäten auf dem Gebiet der Silika Füllstoffe an die amerikanische J.M. Huber Corporation zu verkaufen. Den verbleibenden Anteil am Joint Venture will Akzo möglichst an PQ abgeben, weil das Geschäft nicht mehr zu den Kerngeschäften von Akzo zählt. .
BASF AG: E-commerce weiter ausbauen
Phänomen Farbe, 1.5.2000. Die BASF Aktiengesellschaft, Ludwigshafen, will ihre
Position im E-commerce weiter ausbauen. Wir berichteten bereits über die ersten Schritte.
Das Unternehmen schreibt jetzt dazu weiter, die Chemische Industrie werde zu einem der
drei größten Segmente im weltweiten E-commerce aufrücken. Die Abwicklung von
Geschäften auf elektronischem Wege verändere die Art, wie Geschäfte in der Chemischen
Industrie geführt werden. Industrieexperten prognostizierten, dass bis zum Jahr 2002 etwa
40% des Umsatzes in der Chemischen Industrie über Online-Medien abgewickelt wird. Genau
in diesem Rahmen bewegt sich auch die Planung der BASF, die bis 2005 sogar einen Anstieg
auf über 50% anstrebt. Dazu will die Firma in den kommenden beiden Jahren etwa 75 Mio. ?
investieren.
Die E-commerce-Strategie der BASF konzentriert sich auf drei Hauptbereiche:
System-to-System-Lösungen, die in den nächsten Jahren auch weiterhin die Mehrheit
der Marketingaktivitäten auf elektronischem Wege ausmachen werden. Der Begriff
System-to-System-Lösungen bezieht sich auf die direkte Verbindung zwischen
Informationstechnologie-Systemen (IT) von Geschäftspartnern.
Der zweite Bereich deckt die Abwicklung von Geschäften sowohl auf unternehmenseigenen elektronischen
Marktplätzen als auch auf denen anderer Unternehmen ab. Als Beispiele für Projekte,
an denen die BASF interessiert ist, können u.a. die Kapitalbeteiligung an ChemConnect in
den Vereinigten Staaten und das Joint venture mit der SAP AG in Deutschland angeführt
werden. Darüber hinaus richtet die BASF ihre eigenen spezifischen
Beschaffungsmarktplätze ein.
Der dritte Bereich umfaßt den Online-Handel mit Produkten und Dienstleistungen
individueller Unternehmen der Chemie-Branche über ein firmeneigenes Extranet oder
ein ähnliches Portal.
Beim Rohstoffeinkauf tätigte die BASF im Februar dieses Jahres die bislang weltweit
größte auf einer Internet-Auktion durchgeführte Transaktion. Bis 2002 plant das
Unternehmen, Rohstoffe für rd. 1 Mrd. ? online zu ordern. Z.Zt. hat die BASF einen
Rohstoffbedarf von über 5 Mrd. ? pro Jahr. Die BASF hat weltweit einen umfassenden
strategischen Prozess initiiert, den alle Unternehmensbereiche bis Mitte 2000
abgeschlossen haben werden. Dr. Ehrenfried Baumgartner, Leiter des Bereichs Technische
Kunststoffe, erklärte, das Unternehmen sehe im E-commerce mehr las nur eine
Verkaufstechnologie".
Phänomen Farbe, 1.5.2000. Die BASF Aktiengesellschaft, Ludwigshafen, wird ihre
Aktivitäten in Korea in den nächsten Jahren deutlich ausbauen. Rd. 400 Mio. ? will das
Unternehmen in den Bau und die Erweiterung von Anlagen zur Herstellung von
Kunststoffvorprodukten, Spezialchemikalien und Faservorprodukten investieren. In Korea
sollen durch den Ausbau der Produktionsstandorte in Yosu und Ulsan die Vorteile einer
integrierten Chemieproduktion sowie die logistischen Voraussetzungen zur Versorgung Asiens
genutzt werden. Die Region ist der am stärkste wachsende Markt für PUR-Kunststoffe der
nächsten zehn Jahre. Deshalb soll die Isocyanatproduktion in Yosu um eine neue TDI-Anlage
mit einer jährlichen Kapazität von 140.000 t erweitert werden. Die Kapazität der
vorhandenen MDI-Anlage wird durch Debottle-necking-Maßnahmen bis 2004 auf 160.000 t/Jahr
ausgebaut. Darüber hinaus wird die BASF ihre Verbundproduktion am Standort Yosu durch
eine Neuanlage für Säurechloride und Chlorformiate erweitern. In Ulsan soll bis zum Jahr
2001 die Produktion von Poletherpolyolen von derzeit 12.000 t auf 30.000 t ausgebaut
werden. Diese Polyole sind wie MDI und TDI wichtige Vorprodukte für PUR. Ende 1999 lief
am Standort Ulsan eine neue Anlage mit einer jährlichen Kapazität von 50.000 t Butandiol
und Tetrahydrofuran an.
In Korea erzielte die BASF 1998 mit rd. 1.100 Mitarbeitern einen Umsatz von 560 Mio. ?,
65% hiervon stammen aus lokaler Produktion. Die 1998 gegründete BASF Company Ltd., in der
sämtliche koreanische BASF-Aktivitäten zusammengefaßt wurden, hat in den letzten Jahren
vor allem durch Akquisitionen ihr Produktportfolio ausgebaut und ihre Marktposition
deutlich verstärkt. Mit Investitionen von rd. 1 Mrd. ? zählt Korea für die BASF zu den
wichtigsten Ländern in Asien.
BASF AG: Neopentylglykol teurerer
Phänomen Farbe, 1.5.2000. Zum 1. April 2000 erhöhte die BASF Aktiengesellschaft, Ludwigshafen, den Preis für Neopentylglykol in Europa um 0,10 ? pro Kilogramm. Man will damit der derzeit unbefriedigenden Ergebnissituation begegnen.
Phänomen Farbe, 1.5.2000. Die Bayer AG, Leverkusen, hat zum 1.4.2000 das Polyolgeschäft sowie einen Anteil an der Produktion des Vorproduktes Propylenoxid der US-amerikanischen Lyondell Chemical Comp., Houston/Texas übernommen. Durch den Erwerb werden jährliche Synergien von etwa 200 Mio. US-$ erwartet. Die Investition wird mit etwa 2,45 Mrd. US-$ beziffert. Mit dem Kauf dürfte Bayer jetzt einen Weltmarktanteil von 25% bei PUR-Rohstoffen erreicht haben. Betroffen sind drei Lyondell-Werke in den USA, europäische Anlagen in Belgien und Frankreich sowie Unternehmen in Indonesien, Singapur und Taiwan mit einer jährlichen Produktionskapazität von zusammen 700.000 t. Der PUR-Umsatz von Bayer dürfte sich damit von 2,2 auf 3 Mrd. ? erhöht haben. Die Zahl der Mitarbeiter des Bereichs wächst um 750 auf 5.550.
Bayer: 17 Mio. US-$ für PUR-Dispersion
Phänomen Farbe, 1.5.2000. Der Bayer Konzern investiert mehr als 17 Mio. $ in eine neue Produktionsanlage für Polyurethan-Dispersionen am Standort New Martinsville im US Bundesstaat West Virginia. Der Betrieb wird voraussichtlich ab dem 4. Quartal 2000 die Produktion von Grundstoffen für wässrige Lack- und Klebstoffkomponenten sowie Textilbeschichtungen aufnehmen. Bayer partizipiert damit am jährlich rund 10% wachsenden Markt für Polyurethan Dispersionen. In New Martisville werden in Zukunft die Polyurethan-Dispersionen Bayhydrol für wässrige Lacksysteme für die Holz-, Möbel-, Auto- und Kunststoff- Lackierung , Dispercoll für umweltverträliche Klebstoffe und Impranil für Textilbeschichtungen hergestellt. Am Bayer Standort New Martinsville werden hauptsächlich Polyurethan Vorprodukte hergestellt. 950 Mitarbeiter werden dort beschäftigt. Insgesamt hat Bayer in den USA 22200 Mitarbeiter. Der Umsatz der Bayer Corporation betrug 1999 8,9 Mrd. US-$.
Bayer: Polymer Service Center in China
Phänomen Farbe, 1.Mai 2000. Bayer wird in Schanghai ein technisches Service Zentrum für Polymere aufbauen und dazu rund 10 Mio. Euro investieren. Das neue Technikum soll die in China bestehenden Produktionsbetriebe zur Herstellung von Polyol Formulierungen ergänzen. Neben dem bereits angekündigten Bau einer Produktionsanlage für Polycarbonat sind weitere Großanlagen für Polyurethan- und Lackrohstoffe in Verhandlung. Mit rund 500 Mio. Euro Umsatz ist China für Bayer der zweitgrößte Markt in Asien.
Bayer: Kräftiges Umsatzplus in Frankreich
Phänomen Farbe, 1.5.2000. Ein kräftiges Umsatzplus erzielten die Gesellschaften der Bayer Gruppe 1999 in Frankreich. Der Umsatz erreichte 1,71 Mrd. Euro, 5,7 % mehr gegenüber dem Vorjahr. 2000 soll das Wachstum auf 6% steigen. Umsatzstärkstes Gebiet sind mit 44% am Gesamtumsatz die Polymere. Neben synthetischem Kautschuk wird das Geschäft im Bereich Polyurethane als treibende Kraft genannt. Als wichtigste Aufgabe im laufenden Jahr wird die Integration der französischen Produktionsanlage und des Zentrums für Anwendungstechnik des zum 1. April übernommenen Polyolgeschäfts der amerikanischen Lyondell genannt. Bayer beschäftigt in Frankreich in elf Gesellschaften mit 6 Produktionsstätten insgesamt 3200 Mitarbeiter/innen.
Ciba: Mit 16% mehr Umsatz starker Schub ins neue Jahr
Phänomen Farbe, 1.5.2000. Die Ciba Spezialitätenchemie steigerte im ersten Quartal 2000 ihren Umsatz um 16% auf 2,44 Mrd. CHF. Das Ergebnis liegt auch um 4% über dem 4. Quartal 1999, das bereits ein gutes Resultat brachte. Diese Entwicklung beruht auf der Markterholung und dem Umsatzwachstum in in der westlichen Hemisphäre, in China und in Südostasien sowie auf Geschäftszugewinnen und positiven Währungseffekten. Eine besonders starke Leistung brachten die Divisionen Additives und Colors. Die Preisentwicklung war unterschiedlich. Fortschritte wurden bei Additiven erzielt. Der Volumenzuwachs konnte Preissenkungen mehr als kompensieren. Der Umsatz stieg bei Additiven um 16% auf 937 Mio. CHF. Hervorgehoben wurden unter anderem Lackadditive. Die Division Colors erhöhte ihren Umsatz um 18% auf 662 Mio. CHF. Im nicht fortgeführten Geschäft mit Performance Polymers stieg der Umsatz um 14% auf 469 Mio. CHF. Gute Fortschritte gab es im Prozeß des Verkaufs der Division Performance Polymers an die Morgan Grenfell Private Equity. Die Behörden in den USA und Europa haben die Transaktion gutgeheißen. Die Herauslösung der Division ist nach Auskunft von Ciba bereits weit fortgeschritten. Die Transaktion soll so schnell wie möglich zum Abschluß gebracht werden.
Ciba: Drei neue Internet Angebote
Phänomen Farbe, 1.5.2000. Kunden von Ciba können jetzt im Internet einen Katalog mit Beschreibungen der wichtigsten Farbstoffe von Ciba abrufen. Nach Angaben des Unternehmens ist es der erste und bis jetzt einzige Farbstoffanbieter, der seinen Kunden derart detaillierte Produktinformationen im Internet zur Verfügung stellt. Der Zugriff erfolgt über http://www.cibasc-colors.com. Eine weitere Ciba Colors Internet Neuerung ist die "Idee des Monats". Jede Idee berichtet über eine neuartige Lösung im Bereich Farben und Färben, die einem breiten Kundenkreis Nutzen bringt. Unter "Unsere Publikationen" werden ausgewählte Artikel von Experten der Ciba veröffentlicht.
Clariant: 1999 war erfolgreich
Phänomen Farbe, 1.5.2000. Bei sinkenden Handelsumsätzen stieg der übrige Konzernumsatz um rd. 100 Mio. auf 9,1 Mrd. sfr. Die Veredelungsprodukte trugen 2,25 (alles Mrd. sfr), die Pigmente und Additive 1,89, die Masterbatches 1,06, Surfactants 1,8, Feinchemikalien 1,08, Celluloseether und Polymerisate 1,02 zum Gesamtumsatz bei. Der Konzerngewinn stieg von 524 auf 562 Mio. sfr. Beschäftigt wurden 28.993 (-280) Menschen. Das Übernahmeangebot der Clariant AG, Muttenz, für das britischen Feinchemieunternehmen BTP Plc war erfolgreich. Der Schweizer Spezialchemiekonzern war am 2. März im Besitz von 70,3% der BTP-Aktien.
Celanese: Portfoliobereinigung schneller als erwartet
Frankfurt, 20. März 2000. Der erste Geschäftsbericht der neuen Celanese AG mit dem
Titel Start" steht unter dem Motto: Wir haben die Weichen für die Zukunft
gestellt. Dies haben wir getan, indem wir uns auf unsere Stärken konzentriert,
unsere Kerngeschäfte definiert und die nicht zum Kern gehörenden Aktivitäten
veräußert haben. Damit ist die erste Phase nahezu abgeschlossen. In der jetzt
beginnenden zweiten Phase geht es darum, zu wachsen und den Wert unserer Geschäfte zu
steigern," erklärt ClaudioSonder, Vorstandsvorsitzender der Celanese AG.
Der Start von Celanese erfolgte in einer schwierigen Situation, die durch intensiven
Wettbewerb, Margendruck, Dynamik der Rohstoffkurse und beschleunigten Strukturwandel
gekennzeichnet ist. Unter diesen Bedingungen hatte der Vorstand das Unternehmen neu
auszurichten und damit die Voraussetzung für die künftige Wertsteigerung zu schaffen.
Schneller als erwartet hat das Unternehmen nach eigenen Angaben dieses Ziel der
Fokussierung und Restrukturierung erreicht.
Bei den bis Ende 1999 vollzogenen Desinvestitionen erzielte Celanese Erlöse von über 900
Millionen Euro. Die Nettofinanzschulden konnten dadurch von 1.479 Millionen Euro (Stand:
31. Dez. 1998) auf 570 Millionen Euro (Stand: 31. Dez. 1999) zurückgeführt werden. Trotz
scharfem Wettbewerb waren die Umsatzerlöse aus fortlaufenden Aktivitäten 1999 mit 4,32
Milliarden Euro nahezu unverändert (1998: 4,34 Milliarden Euro). Einem Mengenzuwachs von
1% und positiven Währungseinflüssen von 3% standen niedrigere Verkaufspreise von
durchschnittlich 5 % gegenüber. Alle Segmente waren von sinkenden Verkaufspreisen
betroffen.
EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) vor Sonderaufwendungen, für
Celanese das Richtmaß der Leistungsfähigkeit, nahm von 580 Millionen Euro in 1998 um 35
Prozent auf 377 Millionen Euro in 1999 ab. Der Rückgang betrifft alle Segmente mit
Ausnahme der Technischen Kunststoffe Ticona, die ihr Ergebnis aufgrund gestiegener
Nachfrage leicht verbessern konnte.
1999 ergab sich für Celanese ein Betriebsverlust von 521 Millionen Euro (verglichen mit
einem positiven Betriebsergebnis 1998 in Höhe von 168 Millionen Euro). Dieser ist im
Wesentlichen auf die hohen Sonderaufwendungen von 559 Millionen Euro (verglichen mit 100
Millionen in 1998) zurückzuführen. Auch ohne Berücksichtigung dieser Sonderaufwendungen
ist unser Ergebnis für Celanese nicht zufriedenstellend. Die Sonderaufwendungen umfassen
zum einen Maßnahmen zur Restrukturierung in Höhe von 218 Millionen Euro. Sie erstrecken
sich auf alle wichtigen Standorte, auf Produktion und Verwaltung. Zum anderen sind
Aufwendungen von 203 Millionen Euro für Rechtsstreitfälle enthalten.
Die Programme zur Kostenreduzierung, die Celanese im letzten Jahr eingeleitet hat,
erstrecken sich auf alle Segmente, Standorte und Funktionen. Durch striktes
Kostenmanagement sollen jährlich Einsparungen von über 100 Millionen Euro erzielt und
gleichzeitig die Arbeitsproduktivität gesteigert werden. Aufgrund der in 1999
eingeleiteten Maßnahmen wird die Zahl der Mitarbeiter um rund 2.000 zurückgehen. Die
meisten werden noch in diesem Jahr sozialverträglich ausscheiden.
Um die Marktposition zu stärken und die globale Präsenz auszubauen, ersetzt Celanese
unrentabel gewordene Anlagen für Basischemikalien durch größere, technisch modernere
und effizientere Anlagen und investiert in neue Technologien. Mit der frühzeitigen
Beteiligung an ChemConnect, dem weltweit größten Marktplatz für den Internet-Handel mit
Chemieprodukten und Kunststoffen, will Celanese sich bei E-Commerce stark positionieren.
Coating Products: Additiv-Programm erweitert
Phänomen Farbe, 1.5.2000. Die Ritterhuder Coating Products hat die Additive der spanischen Firmen Lamirsa S.A. und Synthesia Española S.A. in ihr Programm genommen. Für dieses Sortiment hat die Coating Products den Alleinvertrieb für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Lamirsa produziert Konservierungsmittel in einer der wohl modernsten europäischen Anlagen. Durch den Einsatz von Klimakammern und computergestützter Auswertung sind Laboranalysen in wenigen Tagen verfügbar.
Cray Valley: Neue Software für Formulierer
Phänomen Farbe, 1.5.2000. Unter der Bezeichnung Visogilo hat die Abteilung Photocure und Funktionsadditive der Total Tochter Cray Valley eine neue Software für die Berechnung der Viskosität einer Bindemittelmischung bei Temperaturen von -20 bis zu +15o Grad Celsius als wertvolles Hilfsmittel für die Formulierung und Optimierung von Mischungen geschaffen. Die Formel berücksichtigt die physikalischen Eigenschaften von Oligomeren und Monomeren, wie Molekulargewicht und Glasübergangstemperatur. Parallel zu der mathematischen Simulation wurden mehr als 500 Mischungen im Labor geprüft. Die Übereinstimmung zwischen den Formeln und den Versuchsergebnissen haben die Genauigkeit und die Bedeutung der Software bestätigt. Die neueste Version der Software ermöglicht die Berechnung der Viskosität von Mischungen aus mehreren Oligomeren.
Phänomen Farbe, 1.5.2000. Der Bereich Photocure und Additive hat ein neues Oligomer , ein 30% in GPTA (Propoxyl Glycerol Triacrylat) verdünntes, modifiziertes Epoxid Novalac Acrylat, auf den Markt gebracht, das speziell zur Erleichterung der Pigmentvermahlung in UV Offset Druckfarben entwickelt wurde. Als besondere und einzigartige Eigenschaft ist wird die gute Benetzung der Pigmente, insbesondere auch Violett, Rhodamin, Purpur und Königsblau, genannt.
Degussa-Hüls: Einkauf im Internet
Frankfurt am Main 23. März 2000. Die Degussa-Hüls AG, Frankfurt beteiligt sich an der
Gründung eines globalen E-Commerce-Marktplatzes für die Chemie. Gemeinsam mit BASF,
Henkel, der Metallgesellschaft und SAP als Technologiepartner will Degussa-Hüls den
führenden elektronischen Marktplatz für die chemische und pharmazeutische Industrie
aufbauen. Bereits im zweiten Quartal dieses Jahres sollen wichtige Funktionen produktiv
sein, die volle Funktionalität wird bis Ende 2000 angestrebt.
Vorstandsmitglied Peter Purwien, für Beschaffung und Logistik zuständig, erwartet
sich von dem Joint Venture eine völlige Neugestaltung der weltweiten
Beschaffungsaktivitäten bei technischen Gütern, Dienstleistungen und Rohstoffen.
"Unsere Beschaffung wird durch schlankere Prozesse schneller und sicherer, unsere
Märkte werden transparenter", so Purwien. "Der weitere Ausbau des Marktplatzes
mit Funktionalitäten aus den Bereichen Logistik, Finanzierung, Außenhandel, Produkt- und
Transportsicherheit wird die gesamte Prozesskette optimal abbilden und unsere Arbeit
deutlich vereinfachen und kostengünstiger gestalten."
Die Rechts- und Beteiligungsform des Projekts, das ausdrücklich weiteren global tätigen
Interessenten offen steht, soll spätestens Ende April festgelegt sein.
Phänomen Farbe, 1.5.2000. Transformation ist das Thema des Jahresberichts 1999 der amerikanischen Dow Chemical Company. Ein lang angestrebtes Ziel wurde 1999 erreicht: Das Ergebnis übertraf die Kapitalkosten. Der Bericht hebt die Aktionen hervor, die Dow seit 1993 unternahm, um seine Wettbewerbsfähigkeit herzustellen. Trotz Preiseinbußen in Höhe von 440 Mio. US-$ und Anstieg der Kosten für Kohlenwasserstoffe und Energie um 540 Mio. $ konnte der Ertrag durch höheres Volumen und bessere Produktivität gesteigert werden. Seit 1992 hat Dow einen Turnaround von 5 Mrd. $ geschafft. Die Produktivität wurde um 10% jährlich erhöht. In der jetzt beginnenden 2. Phase der Transformation soll auch der Ertrag pro Aktie um 10% jährlich zunehmen. Ein Schwerpunkt wird nach Angaben von Dow Chef Stavropoulos der Personalsektor sein. Die Rekrutierung soll auf breiter Basis erfolgen und durch hervorragende Aus- und Weiterbildung und Entlohnung gestärkt werden. Wissenschaftliche Entdeckungen sollen schnellstens in wirtschaftliche Erfolge übertragen werden. Der vorgesehene noch nicht genehmigte Zusammenschluß mit Union Carbide wird die Hauptgeschäfte von Dow stärken, und auch der Kauf der Angus Chemical, ein Unternehmen der Spezialitätenchemie, wird neue Wachstumschancen bringen.
Dürr: Technologie-Gruppe übernommen
Phänomen Farbe, 1.5.2000. Die Dürr AG, Stuttgart, hat mit 76,4% des Grundkapitals der Carl Schenck AG die Mehrheit an dem weltweit führenden Anbieter von Automatisierungs-, Diagnose- und Prüfsystemen übernommen. Dürr erlangt damit eine führende Position als Generalunternehmer für Endmontagesysteme in der Automobilindustrie und baut auch seine Position als Anbieter von Produktionssystemen für die Motoren- und Getriebefertigung weiter aus. Bei produktionsunterstützenden Dienstleistungen hat sich Dürr bereits im vergangenen Jahr durch die Übernahme des Servicespezialisten Premier Manufacturing Support Services in eine starke Position gebracht. Mit Alstom Automation hat Dürr ebenfalls 1999 den führenden französischen Anbieter von Lackiersystemen erworben, der neben der Autmobillackierung vor allem über eine gute Position im wachsenden Marktsegment der sog. allgemeinen Industrie, z.B. der Luft- und Raumfahrtindustrie oder der Haushaltsgerätehersteller verfügt.
Eastman:Internet - Marktplatz für die Lackindustrie
Phänomen Farbe, 1.5.2000. Eastman hat zusammen mit Verticalnet, dem nach eigenen Angaben im Internet führenden Anbieter von Business to Business Handelsplätzen, ein Joint Venture zur Schaffung eines unabhängigen Internet Marktplatzes für die Lackindustrie zu schaffen. Das neue Unternehmen nennt sich PaintandCoatings.com Inc. und wird unter der Adresse www.paintandcoatings.com im Internet sein. Das neue Unternehmen soll nach dem Willen der Gründer durch eine Reihe von strategischen Partnerschaften mit führenden Marktteilnehmern zum neutralen One Stop Markt für die Lackindustrie mit einem Weltvolumen von 64 Mrd. US-$ werden. Es wird erwartet, daß sich in den nächsten Monaten viele weitere Teilnehmer finden. Der Markt wird sowohl im Dienste der Rohstoffhersteller und Lieferanten, als auch der Formulierer und Verarbeiter stehen. Die beiden Unternehmen rechnen damit, daß Tausende Unternehmen weltweit durch dieses System erhebliche Einkaufs- und Verkaufskosten einsparen können.
Elf Atochem: Verschmelzung in Deutschland
Phänomen Farbe, 1.5.2000. Als Folge der Verschmelzung auf die Elf Atochem Deutschland GmbH zum 1.1.2000 besteht die Firma und rechtliche Einheit Elf Atochem Sachsen GmbH ab diesem Zeitpunkt nicht mehr; sie wird die Niederlassung Eilenburg der ATO D. Die Neuordnung der rechtlichen Struktur ändert nichts an der organisatorischen Struktur des PVC-Compound-Geschäftes, das schon in die Organisation der Elf Atochem Deutschland GmbH integriert war. Das Verkaufsbüro für die Vinyl-Compounds verbleibt in der Niederlassung Eilenburg. Mircea Catalina wurde in seiner Funktion als Leiter der Niederlassung Eilenburg bestätigt und bleibt der Geschäftsführung der Elf Atochem Deutschland GmbH unterstellt.
Ems-Chemie: Leichte Umsatzsteigerung
Phänomen Farbe, 1.5.2000. Die Ems-Chemie Holding AG, Domat/Schweiz, steigerte ihren Umsatz im vergangenen Jahr um 2,2% auf 1,087 Mrd. sfr, der Netto-Gewinn stieg um 30,5% auf 210 Mio. sfr, das Finanzergebnis hat sich ebenfalls verbessert. Auch für das laufende Jahr erwartet die Ems-Chemie eine Umsatzsteigerung in vergleichbarer Höhe, dafür aber ein überproportional wachsendes Betriebsergebnis. Von der Automobil-Industrie, einer wichtigen Abnehmergruppe (30% des Umsatzes) erwartet die Firma einen deutlichen Beitrag. Das Kostensenkungsprogramm des vergangenen Jahres wird 2000 mit neuen Zielsetzungen fortgesetzt.
Freedonia: Steigende Nachfrage nach Entschäumern in den USA
Nach einer neuen Marktforschungsstudie der amerikanischen Freedonia Gruppe wird die Nachfrage nach Entschäumer bis zum Jahr 2004 um jährlich 4,7% auf 655 Mio. US-$ zunehmen. Das Wachstum ergibt sich aus der Zunahme bei den Verbrauchern, speziell aus dem Bereich Farben und Lacke, sowie aus den höheren Qualitätsanforderungen und schärferen Umweltschutzbestimmungen. Bei wasserverdünnten Produkten steigt die Nachfrage überproportional um 6,7% jährlich auf 413 Mio. $. Das sind 63% der Gesamtnachfrage.
Phänomen Farbe, 1.5.2000. Die amerikanische W. R. Grace hat die International Protective Coatings (IPC), einen Hersteller von Brandschutzfarben, mit Sitz in Middletown, N. J. und 8 Mio. US-$ Umsatz gekauft.
Phänomen Farbe, 1.5.2000. Im Geschäftsjahr 1999 hat Goldschmidt die Konzentration auf
die Spezialitätenchemie mit dem Verkauf der Keramchemie-Gruppe erfolgreich abgeschlossen.
Vor allem dadurch bedingt verminderte sich der Umsatz des Goldschmidt-Konzerns um 24% auf
990 Mio. DM. Demgegenüber stand der Erwerb der Oleochemicals and Derivatives Group (ODG),
der niederländischen Cosmoferm B.V. und eines Teilbereichs der Harris Speciality
Chemicals. Damit hat Goldschmidt sein Chemiegeschäft wesentlich gestärkt und seine
internationale Position als einer der führenden Anbieter von grenzflächenaktiven
Substanzen ausgebaut. Bereinigt um die Einflüsse von Desinvestitionen und Akquisitionen
stieg der Umsatz des Goldschmidt-Konzerns um 8%.
Durch das interne Wachstum und die Einbeziehung der neuen Aktivitäten stieg der
Chemieumsatz um 29%. Der Geschäftsbereich Oligomere/Silicone erzielte ein Umsatzwachstum
von 12% auf 425 Mio. DM. Der Geschäftsbereich Tenside verbesserte den Umsatz
akquisitionsbedingt um 74% auf 454 Mio. DM; bereinigt ergibt sich ein Zuwachs von 7%.
Dagegen ging der Umsatz im Geschäftsbereich Industriechemikalien, bedingt durch den
Verkauf des Arbeitsgebietes Glasvergütung, um 14% auf 111 Mio. DM zurück.
Das betriebliche Ergebnis stieg von 92 Mio. DM auf 115 Mio. DM 1999. Betrachtet man für
das Vorjahr nur das Chemieergebnis, ergibt sich sogar ein Anstieg von 76 Mio. DM auf 115
Mio. DM. Dieses Rekordergebnis wurde überwiegend im Stammgeschäft erzielt. Die in der
zweiten Jahreshälfte hinzuerworbenen Aktivitäten trugen infolge der damit verbundenen
Einmalaufwendungen nur in geringem Umfang dazu bei. Der Konzerngewinn vor Steuern
verminderte sich um 6% auf 97 Mio. DM, wobei in den Zahlen des Jahres 1998 ein
außerordentliches Ergebnis aus Desinvestments in Höhe von 28 Mio. DM enthalten war.
Goldschmidt beschäftigte am Jahresende 1999 weltweit 3.024 Mitarbeiter gegenüber 4.820
am Ende des Vorjahres. Dieser Rückgang ist überwiegend auf den Verkauf der
Keramchemie-Gruppe zurückzuführen.
Phänomen Farbe, 1.5.2000. Anläßlich der Bilanzpressekonferenz der Henkel KgaA,
Düsseldorf, wurde nicht ausgeschlossen, dass die im vergangenen Jahr verselbständigte
Chemiesparte des Konzerns (Copnis) demnächst an die Börse gebracht wird. Auch ein
Joint venture mit einem Spezialchemie-Unternehmen sei denkbar, sagte der designierte
Konzernchef Ulrich Lehner. Der scheidende Vorstandsvorsitzende Hans-Dietrich
Winkhaus betonte, Cognis solle eine konsolidierte Henkel-Tochter bleiben und der
Konzern die Mehrheit am Unternehmen weiter halten.
Der Henkelumsatz wuchs im vergangenen Jahr um 4% auf 11,36 Mrd. ?, der Auslandsanteil
daran betrug 77,7%. Beschäftigt wurden 56.620 (+0,6%) Menschen, davon arbeiteten 72,7% im
Ausland. Der Jahresüberschuß wuchs um 3,6% auf 404 Mio. ?, die Gesamtinvestitionen
wurden um etwa 200 auf 746 Mio. ? zurückgefahren. Andererseits stiegen die Aufwendungen
für Forschung und Entwicklung von 250 auf 279 Mio. ?.
Das Jahr 2000 verspricht nach dem zweistelligen Zuwachs bei Umsatz und Ergebnis in den
beiden ersten Monaten, ein Rekordjahr zu werden. Es soll das Jahr des organischen
Wachstums" werden, im Vordergrund stehen Wachstum durch Innovation, weitere
Optimierung der internationalen Vermarktung erfolgreicher Markenartikelkonzepte und die
Rationalisierung. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung sollen auf 300 Mio. ?
steigen. Für die Kooperation mit Universitäten, Investitionen in Venture-Capital-Fonds
sowie Beteiligungen an jungen Start-up-Unternehmen wurden 13 Mio. ? zur Verfügung
gestellt. Die Rationalisierungsinvestitionen werden mit 450 Mio. ? beziffert.
Huntsman: Kapazitätserhöhungen
Phänomen Farbe, 1.5.2000. Huntsman ICI Chemicals wird seine Kapazitäten für Titandioxidpigmente in mehreren Tioxide Werken erhöhen. Im spanischen Huelva wird die Kapazität um 15 000 t auf 90 000 t angehoben und im malaysischen Teluk Kalung um 6000 auf 56 000 t. Die Kosten der Kapazitätserweiterungen werden mit 35 Mio. US-$ angegeben. Erst kürzlich hatte das Unternehmen eine Modernisierung und Erweiterung der Anlagen auf 100 000 t im britischen Greatham mit einer Investition von 85 Mio. $ angekündigt. Dort soll eine zusätzliche Fertigungslinie entstehen, welche die Chlorid Technologie verwendet. Huntsman hatte Tioxide im Juni 1999 von der britischen ICI erworben. Die Investitionen sind nach Angaben von Firmenchef Peter R. Huntsman Teil eines Programms zur Modernisierung und Erweiterung der Produktionsanlagen, Reduzierung der Kosten, Qualitätssteigerung und Verbesserung des Kundenservice.
Phänomen Farbe, 1.5.2000. Die amerikanische Lubrizol hat von der RPM deren Alox Additivgeschäft gekauft. Alox stellt Korrosionsschutz Additive her und hat 20 Mio. US-$ Jahresumsatz. Die Produktion wird in das Werk in Painesville, Ohio, verlagert. Ein Kaufpreis wurde nicht bekanntgegeben.
Morflex: Erweitertes Ester Geschäft
Phänomen Farbe, 1.5.2000. Die amerikanische Morflex kauft von der Honeywell Corp. die früher zu AlliedSignal gehörende Vectomer, einen Hersteller von Vinyletherester für Lacke und Druckfarben. Honeywell und AlliedSignal waren kürzlich fusioniert. Morflex ist eine Tochtergesellschaft der Reilly Industries Inc., eines Herstellers der Spezialitätenchemie, und produziert Zitronensäureester.
Montedison: Gewinn deutlich gesunken
Phänomen Farbe, 1.5.2000. Der italienische Chemiekonzern Montedison SpA, Mailand, erwirtschaftete 1999 nach 339 Mio. ? im Vorjahr nur einen Gewinn von 97 Mio. ?. Der Betriebsgewinn verringerte sich auf 0,69 (1,0) Mrd. ? und der Umsatz sank von 12,8 auf 12 Mrd. ?. Erklärt wurde die Entwicklung mit einem schlechteren Marktumfeld.
Phänomen Farbe, 1.5.2000. Die schwedische Perstorp kauft zum 1. Juni 2000 für etwa 50 Mio. Euro von Degussa-Hüls das Geschäft mit Pentaerythritol (Umsatz 30 Mio. Euro). Das Werk in Bruchhausen geht an Perstorp. Pentaerythritol ist ein Polyol, das vorwiegend zur Herstellung von Kunstharzen verwendet wird. Ebenso kauft Perstorp Plasta Erkner, einen Hersteller von Phenolharzen, zum Preis von 240 Mio. SKR. Perstorp hatte kürzlich angekündigt, daß Käufe und Allianzen für das Chemie- und Bodenbelagsgeschäft verhandelt würden.
Rohm & Haas: Schweizer Kauf vollendet
Phänomen Farbe, 1.5.2000. Der im Januar angekündigte Kauf der Schweizer Acima ist Ende März zum Abschluß gekommen. Acima hat 150 Mitarbeiter und stellt unter anderem Biozid Formulierungen und Polyurethan Katalysatoren her. Über den Kaufpreis gab es keine Informationen.
Phänomen Farbe, 1.5.2000. Das deutsche Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung
e.V., St. Augustin, besser bekannt unter dem Kürzel RAL, begeht in diesem Jahr sein
75-jähriges Jubiläum. Für die Dachorganisation der RAL-Gütegemeinschaften ist dieses
Datum Anlass für eine Multimedia-Ausstellung mit dem Titel 75 Jahre RAL der
Weg zur Güte". Ort der Präsentation ist die Kunst- und Ausstellungshalle der
Bundesrepublik Deutschland in Bonn in der Zeit vom 9. Bis 21. Mai 2000. Der RAL wurde am
23. April 1925 in Berlin gegründet. Die Gründung, an der neben zahlreichen Verbänden
auch die Vertreter der Reichsregierung teilnahmen, war eine Maßnahme zur Rationalisierung
der deutschen Wirtschaft durch eine neutrale und eigenverantwortlich ordnende Institution.
Außerdem sollten den amerikanischen Standards, die damals für den Außenhandel
maßgebend waren, etwas Eigenes entgegengesetzt werden. Für die Vereinheitlichung
technischer Lieferbedingungen waren festgelegte Qualitätsanforderungen und Kontrollen
notwendig. Man benötigte dazu eine neutrale Institution: Den Reichs-Ausschuss für
Lieferbedingungen.
Zweck und Aufgabe des RAL ist seither die Verbreitung des Gütegedankens und die
Sicherstellung hoher Qualität von Produkten und Dienstleistungen gemeinsam mit den
Gütegemeinschaften. Nur der RAL als die kompetente Organisation im Gütezeichenwesen darf
in Deutschland Gütezeichen vergeben. RAL-Gütezeichen gibt es für die verschiedensten
Produkte wie z.B. Matratzen, Möbel, Holzschutzmittel, Tapeten, Fenster und Türen,
Zement, für CMA-Prdoukte aus der Landwirtschaft oder als RAL-Wollsiegel. Der RAL steht
für das System der Gütezeichen in Deutschland, als Ausweis ständig neutral überwachter
hoher Qualität. RAL-Gütezeichen bieten den Verbrauchern eine verlässliche
Orientierungshilfe bei der Auswahl von Produkten und Dienstleistungen aus allen Bereichen
der Wirtschaft. Speziell im Dienstleistungsbereich nimmt die Tendenz zu, die angebotene
Leistung in eine RAL-Gütesicherung zu fassen.
Die Publikumsausstellung in Bonn bietet Aktionen und Informationen rund um das Thema
RAL-Gütezeichen", RAL-Farben" und den Blauen Engel", das
weltweit verbreiteste Umweltzeichen. Verbraucher-Information stehen dabei im Vordergrund.
In einem Gewinnspiel erweisen sich Kinder als Gütezeichen-Experten.
RAL-Gütegemeinschaften und Verbände des Einzelhandelss und der Verbraucher nehmen
Stellung zu RAL-Gütezeichen. Der Besucher der Ausstellung erhält einen Überblick über
die aktuelle und historische Gütezeichen-Entwicklung. Präsentiert werden alle
RAL-Gütegemeinschaften mit ihren Gütezeichen.
Phänomen Farbe, 1.5.2000. In 1999 erzielte der SKW-Konzern trotz eines verhaltenen
Jahresbeginns sein bislang bestes operatives Ergebnis. Das Betriebsergebnis EBITDA
erreichte 946 Mio. DM, der EBITA stieg auf 640 Mio. DM. Beide Werte übertrafen nach einem
deutlich besser als erwarteten vierten Quartal insgesamt die Prognosen. Die Umsatzrendite
belief sich auf 13,7% (EBITDA) bzw. 9,3% (EBITA). Der Konzernumsatz steig 1999 um 13% auf
6.884 Mio. DM. Hauptgrund des Anstieges waren die Unternehmenskäufe des Berichtsjahres,
im Wesentlichen Harris (Bauchemie), Witco ODG (Performance Chemie) sowie Lucas Meyer und
Alex Fries (Naturstoffe). Hinzu kamen das organische Wachstum in allen
Unternehmensbereichen mit Ausnahme des Unternehmensbereich Chemie sowie positive
Währungseinflüsse. Ohne Akquisitionen und Desinvestitionen wäre der Umsatz um knapp 4%
gestiegen.
Der Unternehmensbereich Bauchemie ist mit 44% unverändert Hauptumsatzträger des
Konzerns, gefolgt von Naturstoffe (25%), Chemie (16%) und Performance Chemie (14%). Der
Auslandsanteil am Konzernumsatz erhöhte sich auf 72%, vor allem bedingt durch die
überwiegend in Nordamerika getätigten Akquisitionen. Das Investitionsvolumen lag mit
1.676 Mio. DM deutlich über dem des Vorjahres (536 Mio. DM) mit seinen vergleichsweise
niedrigen Finanzinvestitionen. Diese betrugen im Berichtsjahr 1.278 Mio. DM (160 Mio. DM)
und werden die Kernaktivitäten der SKW nachhaltig stärken. Sachinvestitionen erreichten
349 Mio. DM (363 Mio. DM). Bei Abschreibungen auf Sachanlagen von 294 Mio. DM (297 Mio.
DM) ergab sich eine Reinvestitionsquote im Sachanlagenbereich von 119% (122%). Die
Beschäftigtenzahl des Konzerns erhöhte sich akquisitionsbedingt um 1.925 Mitarbeiter auf
18.130. Der Anstieg beruht im Wesentlichen auf dem Erwerb von Harris (Jahresende 1999: 758
Mitarbeiter), Witco ODG (753), Lucas Meyer (238) und Alex Fries (141). Der
durchschnittliche Personalstand lag 1999 bei 16.703 (16.148).
Aus den Unternehmensbereichen: Der Unternehmensbereich Naturstoffe erwirtschaftete im
abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 1.730 Mio. DM (+11%). Das Betriebsergebnis
vor Goodwill-Abschreibungen (EBITA) stieg auf 184 Mio. DM (+15%) und erreichte damit
abermals eine Rekordhöhe.
Die Goldschmidt AG (ohne Keramchemie) bildet als Performance Chemie nun den vierten
Unternehmensbereich der SKW . Ihr Geschäftsbereich Umwelttechnologie (Keramchemie) ist
zur Jahreswende 2000 an die SGL Technik GmbH veräußert worden und weder in den Zahlen
für 1999 noch für 1998 enthalten. Infolge des guten Geschäftsverlaufs sowie des Erwerbs
der Witco ODG erwirtschaftete die Performance Chemie 1999 Umsätze von 989 Mio. DM (+28%).
Das Betriebsergebnis (EBITA) stieg um 56% auf den Rekordwert von 120 Mio. DM. Siehe auch
unter Goldschmidt. Der Unternehmensbereich Chemie sah sich 1999 dem erwartet schwierigen
Umfeld ausgesetzt. Der Umsatz erreichte 1.095 Mio. DM (-13%). Das Betriebsergebnis (EBITA)
lag mit 53 Mio. DM unter dem des Vorjahres. Spezial- und Feinchemie spürte bei Dietary
Supplements am Hauptabsatzmarkt USA den Preisdruck durch chinesische Konkurrenz, gegen die
im Berichtsjahr ein Anti-Dumping-Verfahren erfolgreich war.
Der Hauptumsatz- und ergebnisträger Bauchemie erwirtschaftete 1999 Erlöse von
3.007 Mio. DM (+22%). Das Betriebsergebnis (EBITA) erreichte mit 319 Mio. DM (10%) einen
neuen Höchststand. Wesentliche Gründe sind die seit April 1999 einbezogene Harris
Specialty Chemicals und der gute Geschäftsverlauf vor allem in Amerika und Europa. Die
Baukonjunktur in Nordamerika befindet sich weiter auf Wachstumskurs, in Lateinamerika
zeigt sie markante Zuwachsraten. In Europa ist das Bild ebenfalls von zunehmender Dynamik
geprägt. Bau- und Ölfeld-Polymere und der Geschäftsbereich Deutschland konnte das
Vorjahr leicht übertreffen. Japan zeigte einen besser als erwarteten Geschäftsverlauf
und profitierte von währungsbedingten Translationseffekten. Hingegen blieb Asia/Pacific
bei einer regional uneinheitlichen Entwicklung hinter unseren Erwartungen zurück.
Softmatic: Jetzt auch in der Schweiz
Phänomen Farbe, 1.5.2000. Nach Tochtergesellschaften in Österreich, den Niederlanden,
Großbritannien, Spanien und Frankreich hat die Softmatic AG, Norderstedt, auch in der
Schweiz jetzt ein eigenes Team unter Leitung von Christoph Weber (40) installiert.
Vom Standort Bohlen aus operieren zehn Mitarbeiter , die 15 bestehende Kunden betreuen.
Die Softmatic AG ist Anbieter der komponentenbasierten Standardsoftware SQLblending, die
material- und betriebswirtschaftliche Prozesse mittelständischer Unterenhmen aus der
Prozessindustrie untertützt. Die Produktpalette wird durch ein ganzheitliches
Dienstleistungskonzept ergänzt, das Beratung, Implementierung, Training und
kontinuierliche Betreuung umfasst.
Softmatic wurde 1984 in Norderstedt bei Hamburg gegründet und beschäftigt heute in
sieben deutschen Niederlassungen (Hamburg, Berlin, Frankfurt, Stuttgart, Münster,
Nürnberg, München) sowie den Konzerngesellschaften DBPro GmbH, Semmerling &
Armbrecht GmbH (seit 1.1.2000), Softmatic Informations-Management GmbH und CRR
Datensysteme GmbH (seit 1.1.2000) etwa 400 Mitarbeiter. Im Geschäftsjahr 1999 erzielte
das Unternehmen einen Umsatz von 40,7 Mio. DM. Ein Umsatzziel von rd. 90 Mio. DM ist für
das Geschäftsjahr 2000 anvisiert.
Softmatic: RSW-Orga übernommen
Phänomen Farbe, 1.5.2000. Mit der Akquisition der RSW-Orga, Mönchengladbach,
übernimmt die Softmatic AG, Norderstedt, den deutschen Marktführer in der
mittelständisch geprägten Lackbranche. Mit ihrer bei 160 Kunden im deutschsprachigen
Raum installierten Standardsoftware DIBAC, einer speziell auf die Anforderungen der
Farben- und Lackindustrie abgestimmten Branchenlösung, war die Firma bis dato Softmatics
härtester Wettbewerber. Durch den Zusammenschluß wird die Softmatic AG nun Marktführer
in diesem Segment. Dabei erwartet das Softwarehaus nicht nur die Kundenbasis die
RSW-Orga bringt auch ihre über 40 spezialisierten Mitarbeiter ein, die im Geschäftsjahr
1999 einen Umsatz von ca. 8 Mio. DM erreichten. Die Firma bleibt rechtlich eigenständig
und wird auch zukünftig vom bisherigen Geschäftsführer Michael Marder vertreten.
Sabine Marder wird innerhalb der deutschen Softmatic-Organisation eine leitende
Vertriebsposition übernehmen. Mönchengladbach wird achter Support-Stützpunkt der
Softmatic in Deutschland und internationales Branchen-Kompetenz-Center für die Farben-
und Lackindustrie. Außerdem wird der DIBAC-Entwicklungsbereich zum zweiten
Entwicklungszentrum neben der Norderstedter Zentrale. DIBAC wird weitere
Funktionsbausteine aus dem Softmatic-Konzern erhalten, wodurch die Anwender ihre
Standardsoftware mit Komponenten für internationales Rechnungswesen,
Dokumentenarchivierung, Customer-Relationship-Management oder E-Business ausbauen.
Überdies werden die anstehenden Software Projekte beider Entwicklungsabeilungen
synchronisiert und in ein gemeinsames Nachfolgesystem für SQLblending und DIBAC münden.
Bereits die nächste Version von SQLblending wird um einige speziell auf die Lackindustrie
abgestimmmte betriebswirtschaftliche Funktionen aus der Branchenlösung von RSW-Orga
erweitert. Damit wird SQLblending denselben Funktionsumfang bieten wie die aktuelle
DIBAG-Version und RSW-Orga-Kunden, die kurzfristig umsteigen wollen, einen Migrationspfad
eröffnen. Das gemeinsame Nachfolgeprodukt erhält die Microsoft-basierte und
Internet-fähige IT-Architektur von SQLblending. DIBAC-Anwendern bietet eine Migration
dann nicht nur hochmoderne Technologie, sondern auch die Vorteile einer international
einsetzbaren Standardsoftware. Da sie Spezial-Know-how aus verschiedenen Branchensegmenten
der Prozessindustrie in sich vereint, wird die zukünftige Version von SQLblending die
Wettbewerbsposition der verbundenen Unternehmen nachhaltig verbessern.
Solution Consulting: Lösungen verkaufen
Phänomen Farbe 1.April 2000. Seit Anfang dieses Jahres besteht auf Initiative der
Mettler-Toledo Orga-P GmbH das erste spartenübergreifende und regional unabhängige
Fachteam der Mettler Toledo (MT) Region Central. Das in Bad Lauterbach im Harz ansässige
"Solution Consulting" Fachteam arbeitet prozessübergreifend zusammen und ist
dafür zuständig, dass das zukünftige Wachstumsgeschäft der MT-Gruppe wesentlich über
den Verkauf von Lösungen - in Abgrenzung zu reinem Produktvertrieb - generiert wird. Die
Integration der Lösungen in die Workflows der Kunden stellt einen wesentlichen Grundsatz
dar.
Das Thema Solution Providing wird von namhaften Analysten wie Meta Group in den nächsten
Jahren auf 12,5 Milliarden DM prognostiziert. Die MT-Gruppe hat mit dem "Solution
Consulting" Fachteam bereits eine Gruppe von hochqualifizierten Beratern zusammen,
die umfassendes Know-how der Prozessindustrie und langjährige Praxiserfahrung mitbringen.
Neben fundiertem Wissen über Hard- und Software sowie EDV- und Datenbankstrukturen
besitzen die "Solution Consultants" auch detaillierte Kenntnisse der
branchenspezifischen Workflows des Kunden und beherrschen die Methodik des
Projektmanagements. Die strategische Führung des Kunden mit kompletter Beratung bis zum
Abschluss des Projekts tritt bei dieser Art des Kundenzugangs stärker in den Vordergrund
gegenüber dem eigentlichen Vorgang des Verkaufens.
Um das Vertrauen der Kunden in die angebotene Lösung zu stärken, baut Fachteamleiter
Andreas Voß bei der Umsetzung der Solution Strategie auf mehrere Standbeine: neben dem
Team von Verkäufern ist das die Kooperation mit weiteren möglichen Vertriebspartnern wie
SAP und Oracle.
Mettler-Toledo Orga-P präsentiert das Solution Consulting Fachteam sowie die prozessübergreifenden Kundenlösungen auf den Fachmessen Analytica und Achema.
Totalfina Elf: Chemie nicht ganz so erfolgreich
Phänomen Farbe, 1.5.2000. Der neue französische Ölriese Totalfina Elf, Paris, hat im vergangenen Jahr seinen Umsatz von 61 auf 75 Mrd. ? erhöht, der Chemiesektor wuchs von 16,3 auf 17,5 Mrd. ?. Das Betriebsergebnis des Konzerns (5,5 Mrd. ?) hat sich gegenüber Vorjahr praktisch verdoppelt. Die Chemie nahm allerdings um ca. 25% auf 1,03 Mrd. ? ab. Beschäftigt wurden insgesamt 157.000 Menschen. Wie schon kurz gemeldet, wird das Chemiegeschäft künftig unter Atofina weltweit geführt, es setzt sich zusammen aus der Petrochemie und der Basiskunststoff-Fertigung des belgischen Vorläufers Petrofina, den Zwischenprodukten, Harzen und Performance-Polymeren der Elf Atochem sowie den Chemiespezialitäten der früheren Total Chimie.
Viag: Umsatz und Ertrag gesunken
Phänomen Farbe, 1.5.2000. Die vor der Fusion mit der VEBA zum Eon-Konzern stehende Münchener Viag mußte im Jahr 1999 deutliche Verluste bei Umsatz und Ertrag hinnehmen. Der Konzerngewinn fiel um 16% auf 2,3 Mrd. DM, der Umsatz dank umfangreicher Desinvestments um 22% auf 38,1 Mrd. DM. Beschäftigt wurden 81.203 Menschen (-19%). Die Gesamtinvestitionen (6,5) und die Sachinvestitionen (3,5 Mrd. DM) blieben so gut wie auf Vorjahreshöhe. Auf das Ergebnis drückten insbesondere der hohe Restrukturierungsaufwand und der harte Wettbewerb auf den Strommärkten. Ein Konzept der Verschmelzung der SKW Trostberg mit der Degussa Hüls dürfte in diesem Mai vorgelegt werden.
Phänomen Farbe, 1.5.2000. Die belgische UCB konnte 1999 ihren Umsatz um 12% auf 1,8
Mrd. Euro und ihren Gewinn um 37% auf 220 Mio. Euro erhöhen. Der Umsatz der Division
Chemikalien stieg um 9% auf 583 Mio. Euro, der operative Gewinn der Division um 28% auf 64
Mio. Euro. Für Forschung und Entwicklung wurden 173 Mio. Euro Ausgegeben, 35% mehr als im
Jahr davor. Das Unternehmen beabsichtigt, die Produktionskapazität für
strahlungshärtende Produkte an meherern Standorten zu