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Kleben Dichten               
Phänomen Farbe 1.12.1999

Ardex: Fest für die Mitarbeiter
Beiersdorf: Tesa leicht rückläufig
Ciba: Elastomer für Surfbretter
Collano: Zertifiziert
elf atochem: Lactam-Produktion optimieren
ErfurtMesse: Nachwachsende Rohstoffe
    Der europäische und der deutsche Klebstoffmarkt
    Der US-amerikanische Klebstoffmarkt
    Der japanische Klebstoffmarkt
    Die chinesische Klebstoffindustrie, Märkte und Forschung
IVK: Industrieklebstoffe
Jowat: Französische Niederlassung
Synthopol: PUR-Dispersionen

Ardex: Fest für die Mitarbeiter

Phänomen Farbe 1.12.1999: Die Ardex GmbH, Witten, über deren 50-jähriges Bestehen wir bereits berichteten, gab als Dank und Motivation für die Mitarbeiter ein großes Fest. Wo sonst hochwertige Spezialbaustoffe wie Spachtelmassen, Bodenbelagsklebstoffe, Fliesenkleber, Schnellzemente/Estriche zur Auslieferung verladen werden, herrschte stimmungsvolles Jubiläumsambiente. Ardex erwirtschaftet 1999 mit 500 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von 450 Mio. DM. Im Rahmen der Feierlichkeiten übergab die Unternehmensleitung der weltweit aktiven Kinderhilfsorganisation "SOS-Kinderdörfer" einen Scheck in Höhe von 100.000 DM.

 LugatoBüchtemann991212.jpg (9604 Byte) ArdexGundlach991212.jpg (8151 Byte)
Ardex (oben rechts GF Dipl.-Kfm. Dieter A. Gundlach) kooperiert jetzt in großem Stil mit der Lugato Chemie (oben links GF Dr. Gerhard Büchtemann), womit zwei typische mittelständische Unternehmen zu einer marktentscheidenden Größe zusammenwachsen. Lugato ist seit mehr als 80 Jahren mit seinen bauchemischen Produkten auf dem Markt und Marktführer in der Baumarkt-Szene. Das Unternehmen hat nicht zuletzt durch sein ausgefallenes Marketing die Verwendung bauchemischer Produkte über den Profibereich hinaus durchgesetzt. Lugato-Produkte gibt es in mehr als 2.000 Baumärkten der Bundesrepublik und darüber hinaus in vielen Nachbarländern bis hinein in den mittel- und osteuropäischen Raum. Für beide Unternehmen bedeutet die Kooperation vor allen Dingen Zugriff auf die Ressourcen des Partners z.B. in Forschung und Entwicklung. Die Betreuung der Kunden wird auch zukünftig getrennt unter den eingeführten und bekannten Marken vorgenommen.

Beiersdorf: Tesa leicht rückläufig

Phänomen Farbe 1.12.1999: Die Beiersdorf AG, Hamburg, erwartet für das Jahr 1999 eine Umsatzsteigerung von 6% auf 6,9 Mrd. DM sowie einen auf 320 nach 140 Mio. DM erhöhten Jahresüberschuss. Dies entspräche einer Netto-Umsatzrendite von 4,6%. Schon in den ersten neun Monaten hatte der Hamburger Konzern vor allem Dank der Auslandserfolge seinen Umsatz um 7,3% auf 5,36 Mrd. DM gesteigert. Die Tesa-Umsätze gaben allerdings im gleichen Zeitraum um 4,2% auf 911 Mio. DM nach.

Ciba: Elastomer für Surfbretter

Phänomen Farbe 1.12.1999: Araldite Klebstoffe dienen bei einem Spezial-Surfbrett zur Verklebung eines auf der Oberseite des Brettes angebrachten Elastomer-Profils. Klebstoffe der Araldite 2000 Serie ermöglichen eine effiziente Herstellung dieser aus zwei Lagen unterschiedlicher Dichte bestehenden Elastomer-Profile. In einem ersten Schritt werden die beiden Elastomerlagen mit dem flüssigen und leicht verstreichbaren PUR Klebstoff 2018 verklebt. Das so entstandene zweilagige Elastomerprofil wird anschließend mit dem Methacrylat Klebstoff 2021 auf das mit einem Kohlefaser/Glas-Gewerbe verstärkte Epoxidharz des Surfbrettes geklebt. Die kurze Härtungszeit von 2021 ermöglicht die Integration des Klebprozesses in die übrige schnell ablaufende Produktion der Surfbretter. Araldite 2000 ist eine Klebstoffserie der Ciba Specialty Chemicals plc, Cambridge/UK.

Collano: Zertifiziert

Phänomen Farbe 1.12.1999: Der schweizerische Klebstoffhersteller Collano Ebnöther AG, Sempach-Station, wurde von der SGS International Certification Services AG, Zürich, mit dem Umwelt-Zertifikat nach der international gültigen Norm ISO 14001 ausgezeichnet. Gleichzeitig bestätigte die SGS die Gültigkeit des seit 1993 bestehenden Qualitätsmanagement-Systems nach den Anforderungen der Normen ISO 9001. Im ersten Halbjahr 1999 erhöhte sich der konsolidierte Umsatz um 16,5% auf 42,4 Mio. sfr, vor allem durch die Akquisition des französischen Klebstoffherstellers Chimistra S.A., mit 21% verbesserte sich die Marge überproportional. In den Werken in der Schweiz, in Frankreich und in den USA werden 220 Mitarbeiter beschäftigt, nur 25% des Umsatzes entfallen auf die Schweiz

elf atochem: Lactam-Produktion optimieren

Phänomen Farbe 1.12.1999: Im Rahmen der Weiterentwicklung ihrer Polymidaktivitäten und zur Beseitigung von Engpässen wird die elf atochem ihre französische Produktionsanlage für Laktam 12 in Mont optimieren. Dies wird zu einer Erhöhung der Produktionskapazität von jetzt 15.300 auf 22.000 jato führen. Haupteinsatzmärkte für Rilsan PA 12 sind die Automobilindustrie und andere Großbranchen. Laktam 12 ist auch ein Rohstoff für Polyetherblockamide Pebax, für Copolyamid-Heißschmelzkleber, die in der Textilindustrie eingesetzt werden.

ErfurtMesse: Nachwachsende Rohstoffe

Phänomen Farbe 1.12.1999: Anläßlich des zweiten internationalen Symposiums "Werkstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen" referierten Dr. Ralf Quack und Dr. Claudia Yaacoub über Klebstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen. Anwendungen und Perspektiven für Kohlehydrate wurden vorgestellt. Viele Klebstoffhersteller und -anwender streben einen vermehrten Einsatz von synthetischen Komponenten an, während Kohlehydrate ihren Platz in den Entwicklungslaboratorien und bei den Anwendern behaupten. Die natürlichen Verbindungen sehen sich also einer starken Konkurrenz ausgesetzt. Die synthetischen Rohstoffe haben in der Regel gleichmäßigere Eigenschaften und sind einfacher zu verarbeiten, so dass sie die natürlichen Verbindungen und daraus bestehende Klebstoffe aus vielen Anwendungsbereichen herausgedrängt haben.

Die mengenmäßig oder die Zahl der Anwendungen betreffend am häufigsten eingesetzten Kohlenhydrate sind Stärke, Stärkederivate und Cellulosederivate. Mit mengenmäßig weniger großer Bedeutung aber auch sehr vielseitig einsetzbar sind Alginate, Pektine und Pflanzengummen. Je nach Klebstoff und Anwendung nehmen die Kohlenhydrate unterschiedliche Funktionen wahr.

Von den aus einheimischen nachwachsenden Rohstoffen gewinnbaren polymeren Kohlenhydraten hat die Stärke die größte Bedeutung. Um diese Position zu stärken, ist es in Zukunft notwendig, Veredelungen möglichst preisgünstig durchführen zu können, am einfachsten durch die Pflanzen selbst. Züchtung und Gentechnologie versuchen bereits, einheimische Pflanzen, wie z.B. Kartoffel oder verschiedene Getreidesorten, in die Lage zu versetzen, maßgeschneiderte Stärken, zu liefern. Andere polymere Kohlenhydrate besitzen interessante Perspektiven, Verfahren zu ihrer Gewinnung und Veredelung erfordern noch Optimierung.

Die niedermolekularen Mono-, Di- und Oligosaccharide bieten ebenfalls ein großes Potenial für die Herstellung reaktiver Komponenten und somit zur Polymersynthese, wie die Literatur eindrucksvoll beweist Die aus reaktiven Monomeren auf Basis niedermolekularer Kohlenhydrate herbstellbaren Polymere könnten für nachwachsende Rohstoffe weitere Anwendungen im Klebstoffbereich erschließen, die von der Substitution anderer Werkstoffe in Massenprodukten bis hin zu Spezialklebstoffen für den pharmazeutisch-medizinischen Bereich reichen.

Der europäische und der deutsche Klebstoffmarkt

Das Gesamtvolumen des westeuropäischen Klebstoffmarktes wird für das Jahr 1996 mit 1,3 Mio. t angegeben. Der Gesamtumsatz liegt bei etwa 6,1 Mrd. DM. Erwartet wird in den nächsten Jahren ein Wachstum von 1-2% jährlich. DieTaberlle1 zeigt die für den europäischen Klebstoffmarkt wertmäßig produzierten Klebstoffmengen, aufgeschlüsselt nach dem Endverbraucherverbleib.

Schuhindustrie

4

Etiketten

4

Klebebänder

7

Transport

8

Holzverarbeitung

12

DIY

15

Bauindustrie

20

Papier/Verpackung

30

(IVK))

Betrachtet man den mengenmäßigen Endverbrauch aufgeschlüsselt nach Ländern, so ist zu erkennen, dass Deutschland mit Abstand wichtigster Klebstoff-Verbraucher in Europa ist, gefolgt von Frankreich, Italien und Großbritannien, siehe auch Tabelle 2:

Deutschland

28

Frankreich

16,5

Italien

15,2

Großbritannien

13

Spanien

7,5

Niederlande

4,5

Belgien

3

Schweden

2,5

Schweiz

2,4

Portugal

2

Österreich

1,8

Dänemark

1,6

Finnland

1,2

Norwegen

1

Irland

0,6

(IVK)

 Bei den Klebstofftypen sind folgende Entwicklungstrends zu sehen: Der Endverbraucher nimmt immer mehr Abstand von lösemittelhaltigen Klebstoffsystemen. Bevorzugt werden Rezepturen, die lösemittelfrei bzw. auf Wasserbasis aufgebaut sind. Das größte Wachstum ist bei den Hotmelts, Polymeremulsionen und Dispersionen sowie bei Spezialklebstoffen zu erwarten. Aus der Tabelle 3 ist klar zu entnehmen, dass die synthetischen Klebstoffe mit einem Anteil von 60% derzeit eine dominierende Rolle spielen. Als Klebstoffe auf Basis nachwachsender Rohstoffe sind pflanzliche Klebstoffe zu 13% und die Glutin-/Kasein-Klebstoffe zu 4% vertreten.

Synthetisch

60

Pflanzlich

13

Schmelzklebstoffe

11

Kautschuk

5

Glutin/Kasein

4

Sonstige

7

Der US-amerikanische Klebstoffmarkt

Der US-amerikanische Klebstoffmarkt hatte im Jahr 1995 ein Marktvolumen von 5,935 Mrd. $ (Statistical). In den Jahren von 1990 bis 1995 wuchs der gesamte Markt lediglich um einige 100 Mio. $. Allerdings entwickeln sich einige Teilgebiete des Klebstoffmarktes deutlich besser als der Gesamtmarkt, so z.B. der Bereich der Haftklebstoffe. Die Haftklebstoffe haben 1995 bereits einen Anteil von 900 Mio. $ am gesamten US-Klebstoffmarkt. Die Wachstumsrate für die Haftklebstoffe liegt bei ca. 10 bis 12% jährlich.

Wie die Tabelle 4 zeigt, wird der amerikanische Klebstoffmarkt im wesentlichen von den beiden Anwendungsfeldern Verpackung und Konstruktion beherrscht.

Konstruktion

40

Verpackung

39

Nondurable Goods

11

Durable Goods

6

Industry

2

Consumers

2

Im Bereich der Verpackungsklebstoffe dominieren auf dem US-Markt nach wie vor mit einem Anteil von ca. 60% die Klebstoffe auf Stärke- und Dextrinbasis. Aber obwohl die Stärke- und Dextrinklebstoffe preislich billiger sind als entsprechende synthetische Klebstoffe, geht der Trend zu den synthetischen Verpackungsklebstoffen, da mit den synthetischen Klebstoffen schnellere Produktionsabläufe gewährleistet werden können.

Der japanische Klebstoffmarkt

Die japanische Kelbstoffindustrie setzt als Rohstoffbasis für Klebstoffe fast ausschließlich synthetische Vorprodukte aus Rohöl ein: Die Vorprodukte werden zu 90% in Japan selbst produziert. Nachwachsende Rohstoffe in Klebstoffen spielen in Japan nur eine untergeordnete Rolle.

Zum Thema lösemittelfreie bzw. -arme Klebstoffe verhält sich die japanische Klebstoffindustrie so, dass sie zwar das Problem der Lösemittel sieht und entsprechende lösemittelfreie bzw. -arme Klebstoffsysteme entwickelt; es gibt aber derzeit vom japanischen Gesetzgeber keine Einschränkungen für den Verkauf von lösemittelhaltigen Klebstoffsystemen. Auch das Kundenverhalten ist in Japan nicht gegen lösemittelhaltige Klebstoffe eingestellt.

Im Rahmen der Globalisierung der Märkte sind in Japan allerdings Themen wie die ISO-Norm und die Zertifizierung von zunehmendem Interesse (Feature).

Die chinesische Klebstoffindustrie, Märkte und Forschung

Die Klebstoffindustrie in China hat in den letzten Jahren ein beträchtliches Wachstum erreicht. Eine ganze Reihe von Forschungsinstituten beschäftigt sich mit dem ganzen Spektrum der Klebstoffentwicklung. Besonderer Wert wird in China auf schnell wachsende Märkte gelegt, wie den der medizinischen Klebstoffe, Klebstoffe im Dentalbereich, Klebstoffe in der Elektronikindustrie und in den Bereichen Fahrzeugbau und Luftfahrt.

1992 gab es in China ca. 500 Klebstoffproduzenten und in den USA ca. 590 Firmen. Für 1995 werden in China Zahlen von ca. 1.000 Klebstoffproduzenten genannt.

Interessant unter dem Aspekt Klebstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen ist, dass ca. 65% der chinesischen Klebstoffproduktion aus nachwachsenden Rohstoffen besteht (Lee). Der wichtigste verwendete nachwachsende Rohstoff ist die Stärke.

IVK: Industrieklebstoffe

Phänomen Farbe 1.12.1999: Der Vorsitzende des Arbeitskreises Industrieklebstoffe des Industrieverbandes Klebstoffe e.V. (IVK), Düsseldorf, Dr. Jürgen Wegner sagte kürzlich zu den bereits veröffentlichten Ergebnissen 1998, die deutschen Hersteller von Holz- und Möbelklebstoffen hätten 1998 noch eine positive Konjunktur verzeichnen können. Für 1999 erwarteten sie allerdings insgesamt eine ungünstigere Marktlage. Bei allen Warengruppen verzeichneten die deutschen Hersteller von Klebstoffen für Haushalt, Hobby und Büro im laufenden Jahr bisher unbefriedigende Umsätze, so auch bei Holzlacken und Montageklebern, die zuvor gute Zuwachsraten erzielten. Etwas günstiger sei die Entwicklung bei Klebestiften. Aufgrund des international herrschenden Preis- und Wettbewerbsdrucks sei in diesem Segment insgesamt ein leichter Umsatzrückgang gegenüber 1998 zu erwarten. Mit bescheidenden Erwartungen blickten auch die Hersteller von Bauklebstoffen in die Zukunft. Für die Bodenbelagsklebstoffe wirke sich vor allem die starke Flächensubstitution durch Laminat negativ aus. Die Fliesenklebstoffe dürften maximal das Vorjahresergebnis erreichen. Deutlich zu spüren sei in beiden Segmenten der immer stärker werdende Wettbewerbsdruck durch Hersteller aus dem europäischen Ausland. Deshalb werden der Absatz von Bauklebstoffen sowohl wert- und mengenmäßig weiter rückläufig sein. Lediglich der Automobilbau stütze gegenwärtig die konjunkturelle Entwicklung auf dem deutschen Klebebändermarkt. Hier stagniere der Umsatz auf hohem Niveau. Optimistischer als die Vertreter der anderen Segmente zeigten sich die Hersteller von Schuhklebstoffen.

Der IVK legte jetzt in dritter aktualisierter und erweiterter Auflage sein "Handbuch Klebstoffe" vor. Es bietet auf über 250 Seiten Informationen über die Klebstoffanbieter und die Geräte- und Anlagenhersteller. Zugleich ist es auch ein Wegweiser durch die deutsche Gesetzgebung und die Vorschriften und bietet eine Übersicht über europäische Normen und Prüfverfahren. Interessant ist der ausführliche Bezugsquellen-Teil.

Jowat: Französische Niederlassung

Phänomen Farbe 1.12.1999: Die Jowat Gruppe, Detmold, steigerte im Geschäftsjahr 1997/98 ihren Umsatz auf 123 Mio. €, beschäftigt werden insgesamt 280 Mitarbeiter, die 30.000 jato Klebstoffe herstellen. Außer in Deutschland sind noch weitere 120 Mitarbeiter für die Gruppe tätig, die vor allem für ihre Produkte für die holzverarbeitende Industrie (ca. 60% des Umsatzes) bekannt ist. Nun wurde eine Tochtergesellschaft in Frankreich etabliert, die dort den Vertrieb der Produkte in die Hand nehmen soll. Danach ist Jowat (50% Export) in der Schweiz, den Niederlanden, Italien und Polen auch in Frankreich stark vertreten. Darüber hinaus gibt es erfolgreiche Aktivitäten in den USA, im Fernen Osten und Ozeanien.

Synthopol: PUR-Dispersionen

Phänomen Farbe 1.12.1999: Die Synthopol Chemie, Buxtehude, weist auf ihre Liopur-Rohstoffe auf PUR-Polyesterbasis für wässrige Klebstoffe hin. Die Dispersionen sind als Alleinbindemittel und auch in Kombination mit Acrylat- oder Vinylacetatdispersionen für die Kaschierung unterschiedlichster Substrate wie Metall, Kunststoff, Holz- und Holzwerkstoff, aber auch Vliese auf textiler Basis in einem Temperaturbereich von Raumtemperatur bis ca. 100° C geeignet. Die mit Liopur formulierten umweltfreundlichen Klebstoffe können einkomponentig, aber auch zur Verbesserung des Wärmestandes und der Hydrolysefestigkeit zweikomponentig (in Verbindung mit wasseremulgierbaren Polyisocyanaten) eingesetzt werden. Haupteinsatzgebiete dieser wässrigen Klebstoffe auf Polyurethanbasis sind Verklebungen im Folienbereich in der Möbelindustrie sowie Kaschierungen von Kunststoffteilen im Automobilinnenbereich. In der Praxis können diese Klebstoffe sowohl nach dem Membranpressenverfahren als auch nach dem Tiefziehverfahren aufgetragen werden. Die besonderen Eigenschaften solcher Klebstoffe liegen in der guten Adhäsion auf einer Vielzahl von verschiedenen Untergründen und in ihrer großen Klebkraft infolge guter kohäsiver Eigenschaften auch bei geometrisch schwierigen Klebungen. Je nach Zusammensetzung des Polymers können Liopur-Dispersionen als Kaltkontaktklebstoff oder auch nach Aktivierung bei erhöhter Temperatur eingesetzt: werden.