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Hochschul-Zusammenarbeit über die Grenzen hinweg |
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Zwei Projekte Ein unabhängiges Kompetenzcenter Partner in ECCS Hochschule Niederrhein (FHN) Stichting Innovatie Projecten Noord Saxion Hogeschool Enschede Fachhochschule Osnabrück Fachhochschule Münster Projekte Kontakte und Branchen FuE-Projekte Auswirkungen auf die regionale Wirtschaft Grenzüberschreitende Aspekte Zukunft der Stiftung ECCS |
Ein Bericht der
beteiligten Hochschulen (2002). Für colour-europe.de autorisiert von Prof. Dr. Thomas Brock, Hochschule Niederrhein, University of Applied Sciences, Fachbereich Chemie 15.11.2002 pf-0-neueste-studium-krefeld-01 |
Mit Hilfe von Interreg-II wurden zwei Projekte, eines in der EUREGIO, das zweite in der euregio-rhein-mass-nord, zur Errichtung eines Centers of Excellence der Lack- und Oberflächentechnologie ECCS (European Center for Coatings and Surface Technology) initiiert.
Da ECCS zwar in diesen verschiedenen Euregio-Gebieten über Interreg II unterschiedlich gefördert wurde, aber inzwischen organisatorisch, vom Arbeitsalltag und von den Aktivitäten her nicht mehr sinnvoll zu separieren ist, wird in diesem Bericht über die Anfangsphase von ECCS gesamt berichtet. Spezielle Beiträge der Hochschulen in Enschede und Osnabrück und des operativen Unterstützers Syntens (Venlo) sind gesondert aufgeführt.
Seit dem Start 1999 hat sich das ECCS in erstaunlichem Ausmaß zu einem in den Niederlanden und in Deutschland anerkannten Kompetenznetzwerk auf dem Gebiet der Lack-, Lackier- und Oberflächentechnik etabliert. Sowohl die hervorragende synergistische Ergänzung der Arbeitsgebiete und Arbeitserfahrungen als auch die nahezu reibungslose personelle Zusammenarbeit waren die Basis für diesen Erfolg.
Z.
Zt. besteht das ECCS aus operativen Einheiten zur Durchführung von
kundenspezifischen Beratungen und Projekten sowie Partnern
(Branchenvereinigungen), die ihr eigenes Netzwerk in den Dienst des gesamten
ECCS stellen und durch Vermittlung und Verbreitung die Arbeit des ECCS stärken.
Dies geschieht zusätzlich auch z.B. durch Publikationen in Fachzeitschriften,
Jahresberichte oder Einladungen zu Mitgliederversammlungen. Darüber hinaus wird
das ECCS auch bei der Suche nach qualifizierten Projektmitarbeitern, wie z.B.
bei der Suche nach Senioren, aktiv unterstützt.
Auf Grund der guten Kooperation zwischen den Partnern und der beabsichtigten Nachhaltigkeit der ECCS-Aktivitäten entstand Bedarf nach einer eigenen Rechtsform. Nach Prüfung verschiedenster Rechtsformen wurde am 04.10.2001 die Stichting ECCS gegründet.
Der bereits begonnene Aufbau des Mess- und Prüfzentrums (Euregio) und das geplante Projekt „Nachhaltige Unternehmensführung der oberflächenbehandelnden MKB in der euregio rhein-maas-nord" sollen die Basis bilden für eine langfristige erfolgreiche Kooperation zum einen mit den immer stärker mitwirkenden Partner, vor allem aber für eine nachhaltige und grenzüberschreitende Zusammenarbeit und Unterstützung der Betriebe der Region.
Die europäische industrielle Lackiertechnik hat sich in relativ kurzer Zeit von einer handwerklich geprägten Technik zu einer modernen Ingenieurdisziplin entwickelt, die viele High-Tech-Aspekte aufweist. Materialien, Verfahren, Anlagen und Prüftechniken unterliegen dabei auch weiterhin einem schnellen Wandel. Neben wirtschaftlichen und qualitativen Faktoren ist vor allem der Trend zu weniger umweltbelastenden Lackmaterialien und Lackiermethoden bzw. die zunehmend restriktivere Gesetzgebung in diesem Bereich der Motor für neue Herausforderungen, die Produzenten und Verarbeiter von Lacken sowie Anlagenhersteller gleichermaßen vor enorme Aufgaben und Probleme stellen.
Noch nie war es in der Vergangenheit von solch geradezu existentieller Bedeutung für die Unternehmen der Lack- und Oberflächenbehandlungsindustrie, stets gut über aktuelle Entwicklungen und neue Technologien informiert zu sein, den kontinuierlichen Überblick zu behalten, einen regelmäßigen Erfahrungsaustausch von Fachkollegen zu gewährleisten und insbesondere ein Netzwerk für die Bearbeitung innovativer Problemstellungen in Anspruch nehmen zu können. Vor allem Firmen ohne Zugriff auf derartige technische Ressourcen und Informationen können in dem sich zusehends verschärfenden Wettbewerb kaum überleben, ihre Arbeitsplätze sichern oder gar expandieren. Dieser enorme wirtschaftliche Druck ist zwar generell in unserer durch Rationalisierung, Diskontinuität und Globalisierung geprägten Zeit des kontinuierlichen Wandels stark zu spüren, wird aber gerade im höchst sensiblen Bereich der Lackherstellung und –verarbeitung, durch seine von Natur aus relativ starke Umweltrisiken bergenden traditionellen Verfahren und den o.g. Einflüssen extrem deutlich.
Darüber hinaus sind bestehende Arbeitsplätze in den gerade für die europäische Wirtschaft, insbesondere auch der grenzüberschreitenden Regionen, überaus wichtigen handwerklichen und mittelständischen Betrieben durch sinkende Wirtschaftlichkeit bzw. hohe Lohnkosten in Gefahr. Nur steigende Produktivität bei gleichzeitig hohem Qualitätsstandard – und hier gibt es noch ein immenses Potential bei sehr vielen Firmen – bietet oft die einzige Chance für den betroffenen Unternehmensbereich sich in ihrer Region weiterhin zu behaupten. Auch Spezialisierungen auf technisch hochwertige Nischenprodukte (auch eigene Erfahrungen belegen dies in erstaunlichem Umfang) sorgen in immer stärkerem Maße für Arbeitsplatzsicherung und -beschaffung in Entwicklung und Produktion.
In Fachgesprächen zwischen europäischen, nationalen und regionalen Vertretern der Lackindustrie, lackverarbeitenden bzw. oberflächenveredelnden Unternehmen und Dozenten von Hochschulen sowie den Kammern und Verbänden auf niederländischer und deutscher Seite war als Folge dieser Trends ein massiver Bedarf nach einem unabhängigen Kompetenzcenter im Bereich Lack- und Lackiertechnologie/ Coatings Technology evaluiert worden, als einem neutralen und kompetenten Anbieter von Know How. In dieser Einrichtung sollte durch die Wissenskonzentration der beteiligten Partner und die damit verbundene Ausnutzung von Synergieeffekten ein immenses Unterstützungspotential insbesondere für die Klein- und mittelständischen Unternehmen in der Euregio, aber auch über die Region hinaus auf nationaler und europäischer Ebene zur Verfügung gestellt werden. So wird die Möglichkeit andauernder optimaler Wettbewerbsvorteile geschaffen, welche sich äußerst positiv insbesondere auf den regionalen Arbeitsmarkt auswirken.
Demzufolge waren die Initiatoren, die Hochschule Niederrhein und die Hogeschool Enschede mit ihren Partnern, der Fachhochschule Osnabrück, der Stichting Innovatie Projekten (STIP) in enger Zusammenarbeit mit niederländischen und deutschen Interessensverbänden VVVF, VOM, DFO und EGL sowie den betreffenden Industrie- und Handelskammern übereingekommen, ein Kompetenznetzwerk mit 4 regionalen und 4 überregionalen Kontaktstellen einzurichten.
Arbeitsweise
In der Startphase des Projektes haben die Projektpartner in regelmäßigen Treffen ihre Aktivitäten aufeinander abgestimmt und die organisatorische Form des Netzwerkes entwickelt und aufgebaut. Das heißt, dass die Projektpartner zunächst die eigenen operationellen Aktivitäten (Forschung und Entwicklung, Lehre, z.B. Diplomarbeiten) wie gewohnt weiter durchführten. Dies änderte sich jedoch in so kurzer Zeit, dass es heute kaum noch möglich ist, alle Aktivitäten regional und partnerspezifisch zu trennen. Jeder Partner ist inzwischen in enger Kooperation trans-regional für das ECCS aktiv. Aus diesem Grund müssen zur Darstellung der Resultate des ECCS neben den Ergebnissen des ECCS-Teilprojektes in der EUREGIO auch die unserer Partner in der euregio-rhein-maas-nord hinzugezogen werden.
In den zwei beteiligten Euregios (EUREGIO und euregio rhein-maas-nord) war die Anzahl der Kontakte etwa gleich groß. Bei den Unternehmen handelt es sich um:
Beschichtungsbetriebe;
Fahrzeug- und Maschinenbau;
Kunststoffverarbeitung;
Maschinen- und Gerätehersteller;
Rohstoffhersteller und –handelshäuser;
Lackhersteller.
Schwerpunkte dabei waren: Auskünfte zu Ansprechpartnern in und außerhalb des ECCS, zu Rohstoffen, Lacken, Lackierschwierigkeiten, Schadensfällen, Produktentwicklung, Qualitätssicherung und Prüfmöglichkeiten.
In der ersten Phase des Projektes wurden zunächst die Unternehmen der Lackindustrie sensibilisiert. Dies geschah gemeinsam mit den Projektpartnern. Aufgrund der nationalen Kontakte wurde diese in Deutschland von der FHN angesprochen, in den Niederlanden durch Enschede, mit Unterstützung durch Syntens. Hierzu wurden alle Mitglieder der VVVF (113) angeschrieben und anschließend telefonisch interviewt. Hieraus ergaben sich ca. 30 Beratungs- und Informationsgespräche, aus denen sich die unten aufgeführten Projekte ergaben.
Des weiteren wurden Messen und Fachtagungen besucht, um weitere Kontakte zu intensivieren. Unterstützt wurden diese Aktivitäten durch die Branchenvereine, die in Artikeln, in Rundschreiben, Vorträgen und Publikationen auf das ECCS hinwiesen.
In der zweiten Phase wurden eine Reihe von Projekten ausgeführt, wobei ein intensiver Informationsaustausch zwischen den ECCS-Partnern entstand. Diese Aktivitäten werden nun nach Ablauf des Subventionsprojektes fortgeführt.
Fünf Partner - Fünf Menschen
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| Prof. Dr.
Thomas Brock, Hochschule Niederrhein, University of Applied
Sciences, Fachbereich Chemie |
Prof. Dr. Hansgeorg Kollek,
FH Osnabrück, FB Werkstofftechnik |
Prof. Dr. Thomas Rose, FH
MÜnster, FB Physikalische Technik |
Dr. Klaus Roths, ECCS c/o
Saxion Hogeschool Enschede, NL |
Ing. Rim Stroeks,
Adviseur, Syntens Innovatienetwerk for ondernemers, Venlo, NL |
Seit 1971 werden im Fachbereich Chemie der Hochschule Niederrhein des Standorts Krefeld Experten im Lack- und Farbenfach praxisnah ausgebildet. In den letzten zehn Jahren hat sich der Hochschulstudiengang bzw. der Schwerpunkt Lackingenieurwesen zu einer renommierten bundesdeutschen Ausbildungs- und Forschungsstätte auf diesem Sektor entwickelt, mit europaweiter Kompetenz und in enger Zusammenarbeit mit der Industrie.
Es wurden und werden in ständig steigender Anzahl anwendungsbezogene Projekte mit kooperierenden Firmen der Region in den Bereichen Forschung und Entwicklung sowie Produktion bearbeitet, die von der Rohstoff- und Lackentwicklung bis zu energie- und ressourcensparenden Anwendungen neuer Applikationsverfahren und -prozesse reichen.
Die Berufschancen der diplomierten Lackingenieure der FHN sind hervorragend und erfreuen sich einer hohen Akzeptanz in der Wirtschaft. Die Nachfrage der Industrie an der Fachhochschule nach Absolventen und betriebsinternen Diplomarbeiten im F+E-Bereich übersteigt zusehends das Angebot an personellen Ressourcen. Überdies wird seit 1998 zusammen mit der Saxion Hogeschool Enschede ein internationales dreisprachiges Hochschulstudium der Lackchemie angeboten.
Stichting Innovatie Projecten Noord en Midden
Limburg (STIP)Stichting Innovatie Projecten Noord en Midden Limburg, angesiedelt in Horst (NL), arbeitet in engem Zusammenhang mit Syntens, einer niederländischen Organisation mit 450 Mitarbeitern, die mittels vieler Kontakte zu Wirtschaft und Industrie kleine und mittelständische Unternehmen bei der Entwicklung ihrer Zukunftsstrategien unterstützt.
Die Zielsetzung der Stichting Innovatie Projecten ist die Steigerung der Rendite- und Konkurrenzfähigkeit der KMU´s durch die Entwicklung und Realisierung von Projekten zur aktiven Vermittlung anwendbarer technologischer und betriebswirtschaftlicher Kenntnisse.
Weiterhin werden von Stichting Innovatie Projecten Know How-Transfers aus Universitäten, Fachhochschulen, Forschungsinstituten und Unternehmen aktiv angeregt und unterstützt.
Saxion Hogeschool Enschede (SHE)
Die SHE zählt mit rund 10.000 Studenten zu den größten Fachhochschulen in den Niederlanden. Einzigartig ist hier die Studienrichtung Materiaalbescherming innerhalb des Studienganges Chemische Technologie. Sie wurde vor rund zehn Jahren in Zusammenarbeit mit Berufsorganisationen und mit Unterstützung der Branchenverbände ins Leben gerufen. Neben der Behandlung der zugrundeliegenden chemischen Prozesse, der Farben- und Lacksysteme und der Applikationsverfahren, etc. liegt ein Schwerpunkt von Theorie und Praxisanwendung im Objektschutz von Gebäuden, Prozessanlagen, Fahrzeugen, Brücken, usw. Die Studienrichtung wird heute – international verständlicher – „Coating Technology" genannt.
Zum Studium des künftigen Materiaalbeschermingstechnologen mit zunehmend auch beratender Funktion zählen auch Kurse in den Bereichen Management, Betriebswirtschaft, Marketing und Zertifizierung. Mit den Kenntnissen über chemische Grundlagen und mögliche präventive Maßnahmen kann der Absolvent bei der Entwicklung von Konzepten zum Objektschutz nach den höchsten technologischen und umweltrechtlichen Standards optimal mitwirken.
Fachhochschule Osnabrück (FHO)
Die FHO bildet seit 1972 Studierende, z. Zt. ca. 5.500, u. a. in den drei technischen Fachbereichen aus. Der Fachbereich Werkstoffe und Verfahrenstechnik vertritt mit den zwei Studienrichtungen „Metalle" und „Kunststoffe" den Bereich Oberflächentechnik in Lehre sowie Forschung und Entwicklung. Er umfasst u. a. Fachgebiete wie Korrosions-, Kavitations- und Erosionsschutz, Galvanotechnik, Oberflächenvorbereitung und Lackier- und Klebtechnik. Ergänzt wird dieses durch eine breite Palette an Prüf- und Untersuchungsverfahren, wie z.B. Oberflächenanalytik, Kunststoffanalyse, aber auch speziellen Prüfverfahren für die Lackiertechnik. Besondere Aufmerksamkeit finden umweltschonende Verfahren in der Oberflächentechnik auf dem Gebiet der Vermeidung von Sondermüll beim Lackieren von Holz und Kunststoff. Die anhaltend guten Berufschancen für Absolventen aus diesen Gebieten und die vielfältigen Kontakte im Bereich der angewandten Forschung und Entwicklung mit Firmen aus der Region sind ein Zeichen für den Bedarf und die Praxisnähe dieser Arbeiten.
Fachhochschule Münster (FHM)
Die FHM verfügt mit ihrem Fachbereich "Physikalische Technik" in Steinfurt speziell auf dem Gebiet der Sensortechnik über Erfahrungen und Ausstattung zu Durchführung von meßtechnischen Untersuchungen und Machbarkeitsstudien Erstellung und Anpassung von Messsystemen für Automatisierung und Qualitätsssicherung - EntwickIung und Anwendung numerischer Verfahren zur statistischen Datenanalyse und Simulation Kontrolle von Oberflächeneigenschaften mit 2- und 3-dimensionaler optischer Messtechnik -
In den zwei beteiligten Euregios (EUREGIO und euregio rhein-maas-nord) war die Anzahl der Kontakte etwa gleich groß. Es handelte sich um je ca. 250 telefonische und schriftliche Kontakte und Beratungen vor Ort für:
Beschichtungsbetriebe
Fahrzeug- und Maschinenbau
Kunststoffverarbeitung
Maschinen- und Gerätehersteller
Rohstoffhersteller und –handelshäuser
Lackhersteller
Schwerpunkte dabei waren:
Auskünfte, Beratungen, Prüf- und Testdurchführungen, Forschungs-und Entwicklungsarbeiten mit Partnern in und außerhalb des ECCS, zu Rohstoffen, Lacken, Lackierschwierigkeiten, Schadensfällen, Produktentwicklung, Qualitätssicherung und Prüfmöglichkeiten.
Hochschule Niederrhein
Mit folgenden Betrieben wurden FuE-Projekte durchgeführt. In einigen Fällen wurde exemplarisch zur Veranschaulichung auf den Projektinhalt eingegangen (eingerückte Kasten).
UV-Beschichtungen für Außenanwendungen
Pigmentierung von UV-härtenden Holzlacken
Verbreiterung der Farbtonpalette bei UV-härtenden Holzlacken zur Möbellackierung für Innen und Außen.
Wasserlack-Metamerie
Moderne Wasserlacke für Autos etc. zeigen mit denselben Pigmenttypen (Farbkörpern) andere Farbresultate als traditionelle Lösemittellacke. Die Arbeit trug zum Verständnis der Gründe und indirekt zur leichteren Verarbeitbarkeit der Wasserlacke bei.
Entlüftungsverhalten von Foliendeckstrichen. Verbesserung der Oberflächen von Küchenmöbeln.
Zusammenhang zwischen Autoklarlacktyp, Polierbarkeit und Schleifbarkeit; Reduzierung des Ausschusses bei der Autolackierung (Niederländischer Student des europäischen Studiums Enschede/FHN).
Haftproblematik gedruckter UV-Siebdruckfarben auf Folien
Bayer, Krefeld-Uerdingen und Leverkusen: umweltfreundliche, wasserbasierende Zweikomponenten-Spachtelmassen.
Korrosionsprobleme an Achsen und Getrieben. Resultat: Entscheidungsfindung für ein bestimmtes Korrosionsschutzsystem.
Nadelstiche bei Wasserbasislacken. Erleichterung der Verarbeitung von Autolacken.
Borchers, Langenfeld: Synthetische organische Verdickungsmittel. Aufklärung des Wirkmechanismus.
Byk-Chemie, Wesel: Dispergieren von Pigmenten in Wasserlacken. Ziel: Qualitätssteigerung von bunten Wasserlacken.
Qualitätsbewertung und Polieren von KFZ-Lackierungen
Hintergrund: Die Vielzahl der heutigen Autoklarlacktypen machte
es der Fa. zunehmend schwerer, Lackpflegemittel "für alles" zu empfehlen.
In der Arbeit wurden die Lacktypen mit ihren Besonderheiten, Empfindlichkeiten
und Pflegeansprüchen untersucht und gleichzeitig die jeweilige Wirksamkeit der
Produkte. Resultat: Gezielte Pflegehinweise für unterschiedliche Lacke.
Chemcraft, Kanada: UV-Lacke für Keramik; Vermittlung durch
ECCS/EGL
(Niederländischer Student des europäischen Studiums Enschede/FHN).
Deckkraft von roten Basislacken
Cognis (Henkel), Düsseldorf: Ökologisch unbedenkliche Netzmittel auf der Basis nachwachsender Rohstoffe.
Conti-Lack, Oberhausen: Antivibrationslack
CWS, Düren: TGIC-Pulverlacke: Suche und Beurteilung von Alternativen zum Austausch des als toxisch erkannten Härters TGIC.
Kenngrößen für Bodenbeschichtungssysteme. Beitrag zur Qualitätssicherung.
Fraunhofer-Institut IPA Stuttgart: Prüfmethoden-Entwicklung (Projektvorschlag an Automobilindustrie), Mankiewicz-Innovationspreis für diese Arbeit, verliehen am 5.Mai
Neuss (kl. Lackierbetrieb): mehrere Besuche zum Abstellen von Oberflächenstörungen und Reduzierung des entsprechenden Ausschusses.
Herberts, Wuppertal: Untersuchungen zur Scherstabilität von
Automobillacken
Förderpreis der Unternehmerschaft Chemie Niederrhein am 17. Oktober.
Füllstoff-Entwicklung
Reduzierung des Metallgehaltes in Naßkabinen-Abwässern
Prüfung von Seifenspendern auf Korrosion
Grund: Erhebliche Reklamationen wegen zu starker Korrosion der pulverlackierten Seifenspender. Es konnte eine andere Lackierreihenfolge mit anderen Materialien zur Vermeidung der Korrosion empfohlen werden.
Mikroben in Dispersionsfarben; zusammen mit Mikrobiologie-Labor der FHN. Die Diplomandin hat inzwischen eine neue Mikrobiologie-Abteilung aufgebaut.
Je umweltfreundlicher eine Dispersionsfarbe (Innen-Wandfarbe) wegen fehlender Lösemittel und fehlender leicht toxischer Verunreinigungen, desto höher das Risiko eines massiven Mikroben-Befalles. Die FuE-Arbeit mit direkt anschließender Diplomarbeit hat zum Aufzeigen der Störungsursachen, der Kontaminationswege und zu deren Vermeidung beigetragen.
Farbwerke J.W. Ostendorf, Coesfeld Farbmessung von Holzlasuren
(Aus einer Hochschul-Notiz:)
J.W. Ostendorf, Coesfeld, hatte für die Hochschule Niederrhein
eine interessante Aufgabe.
Wie misst man Farbton und Helligkeit bei transparenten Holzlasuren, und zwar auf
homogenem Untergrund? (Eine Holzmaserung verurteilt natürlich jeden Messversuch
zum Scheitern.) Mit welcher Applikationsart? Reproduzierbar? (Keine Schwankungen
durch unterschiedlich saugende Untergründe oder Alterungsvorgänge!) Mit welcher
Messgeometrie? Mit welchem Gerätetyp? Wie nimmt man Rücksicht auf strukturierte
Untergründe?
Aus einer Anfrage bei ECCS / FH Niederrhein entwickelte sich schnell eine konstruktive Zusammenarbeit: Lackingenieur-Student Thomas Hake untersuchte im Rahmen seiner Diplomarbeit die Einflüsse der genannten Faktoren und Schwierigkeiten und fand sowohl ein passendes Substrat als auch die richtige Beschichtungsmethode. Zusammen mit dem optimalen Messgerät, das zu ermitteln war, wird die Prüfmethode inzwischen erfolgreich eingesetzt. J.W. Ostendorf hat die Gelegenheit bzw. Thomas Hake gleich beim Schopf ergriffen und ihn in das JWO-Team integriert.
Produktionsleiter und Betreuer der Diplomarbeit Dipl.-Ing. Bernd-Jochen Sporkert: "Wir unterstreichen an dieser Stelle die positive und erfolgreiche Zusammenarbeit mit ECCS und der Fachhochschule Krefeld. Weitere erfolgsversprechende Projekte sind bereits angelaufen und zeichnen sich als Festigung der partnerschaftlichen Zusammenarbeit ab." (Inzwischen: Mehrere Nachfolgeprojekte)
Das Coesfelder Familienunternehmen gehört als Produzent von Bautenfarben, Lacken und Lasuren zu den Marktführern in Europa. Das konzernunabhängige Unternehmen hat sich dabei auf die Einwicklung und Führung von Handelsmarken konzentriert. Diese, für jeden Kunden exklusiv entwickelte Marken, umfassen ein komplettes Sortiment rund um die farbige Raumgestaltung.
Rembrandtin, Österreich: Siliciumorganisch modifizierte Epoxidharzbeschichtung
Füllstoff-Entwicklung für die Elektrotauchlackierung.
Zwei Mitarbeiter der Fa. benutzten mehrere Wochen unsere aus Interreg-Mitteln beschaffte Elektrotauchlackieranlage, um neuartige Korrosionsschutzpigmente für Automobile (Ziel: Reduzierung von Schwermetallen) zu testen. Die Versuche dauern an.
Glasbeschichtungen. Erhöhung der Kratzbeständigkeit von Autoglasscheiben. Ein Verfahren und Material wurden entwickelt und zum Patent angemeldet.
Erstellung und Bewertung von Prüfspezifikationen für neue Kunden.
Verband der Lackindustrie im Verband der Chemischen Industrie Deutschland: Erstellung einer Folienserie für Lehrer zum Thema Lack, mit Begleitheft und einer Auswahl und Beschreibung angepasster Experimente. Ein Einsatz in den Niederlanden (nach Übersetzung) ist geplant.
Bei einem Großteil der Projekte wurde Vertraulichkeit vertraglich vereinbart. Deshalb ist eine Nennung von Partnerfirmen hier nicht immer möglich.
Bei den Entwicklungen neuer Produkte, insbesondere bei den umweltfreundlicheren 2K-PUR Systemen sowie Wasser- und Pulverlacken, wurde sehr eng mit ca. 30 Rohstoffherstellern zusammengearbeitet (z.B. TEGO, Essen; Bayer, Leverkusen; OMYA, Schweiz; Borchers, Monheim). Auf diese Weise wurde einer Reihe von deutschen, vor allem aber niederländischen Lackherstellern mit Hilfe des ECCS zum erstenmal ein direkter Kontakt zu deutschen bzw. deutschsprachigen Rohstoff- und Additivherstellern ermöglicht.
Saxion Hogeschool und FH Osnabrück
Papierindustrie: zwei Diplomarbeiten im Entwicklungslabor der Firma in England, Verfahrensentwicklung für die Beschichtung von Papier
Anlagenbau, mittelständisches Unternehmen: Diplomarbeit im Bereich Anlagenbau, Kreislaufführung von Wasser, Diplomand wurde auf neue Stelle übernommen
Luftfahrtindustrie, mehrere Aufträge für Untersuchungen. Themenkreise: Lackuntersuchungen, Eigenschaften von Dichtungsmassen, Simulationsrechungen an Lacken und Dichtungsmassen. Gespräche über Ausbildung im Verbund Industrie/ECCS, biologischer Abbau von Verunreinigungen an Oberflächen, darunter 2 Studenten aus Enschede
Folienhersteller: zwei Diplomarbeiten. Themenkreise: Oberflächenbehandlung von Kunststoffen, Schadstoffemissionen in Wasser und Luft
Metallverarbeitung: Standzeitverlängerung bei der Vorbehandlung von Teilen für die Fahrzeugindustrie
Lackanalytik, Untersuchung von Lackschichten
Untersuchungen an Klebstoffen
BASF-Coatings, Münster, Lackhersteller, Anlagenbau zur Lackherstellung und -applikation
Pumpenhersteller NL: Untersuchung zum Korrosionsverhalten galvanischer Schichten
Lackrohstoffhersteller: Harzentwicklung im Bereich Pulverlacke, Verbesserung der mechanischen Eigenschaften von Pulverlacken, Entwicklung von strahlungshärtenden Lacksystemen, Prüfung von Pigmenten
TU Eindhoven
Untersuchung von Dispergieradditiven in Pulverlacken
Lackrohstoffhersteller Entwicklung von wasserverdünnbaren Harzen
Lackhersteller Untersuchung von Kolösern und Koaleszenzmitteln in wasserverdünnbaren Topcolts, Entwicklung eines Füllers (Autoreparatur) mit neuen Harztypen, Verbesserung der Trocknung einer Holzbeize, Verbesserung eines High-built Clearcoats für den Autoreparaturbereich
Lackhersteller Entwicklung von Testmethoden zur Verbesserung von Spritzmörteln
Lackhersteller: Ersatz von aromathaltigen Lösemitteln, Planung, Errichtung und Inbetriebnahme einer neuen Produktionsanlage, Untersuchungen verschiedener Produkte auf Holz
Suche nach neuen Koagulationsmitteln für KTL-Abfälle
Lackhersteller : Entwicklung eines lösemittelarmen Autoreparaturlackes
Lackhersteller: Rohstoffinventarisierung und Entwicklung eines Prototypen für einen lösemittelarmen Primer auf Stahl
Lackhersteller: Rohstoffinventarisierung und Prüfung für die Entwicklung eines wasserverdünnbaren 2K-PUR Decklackes. Anschlussauftrag: Entwicklung eines weißpigmentierten 2K-PUR Decklackes
Lackhersteller Entwicklung einer wasserverdünnbaren 2K-PUR Bodenversiegelung. Anschlussauftrag: Entwicklung eines Farbpastensystems
Klebstoffhersteller Entwicklung eines lösemittelarmen Kontaktklebstoffes
Implementierung eines integrierten Instandhaltungssystems
Einführung einer neuen Produktlinie, Inventarisierung im Rahmen eines Projektes Energieoptimalisierung
Lackflockenhersteller Prozessoptimalisierung bei der Herstellung von Lackflocken
Lackierbetrieb NL: Erstellung und Bewertung von Prüfspezifikationen für neue Kunden
Suche nach alternativen Füllstoffen, Neue Methoden der Abwasseraufbereitung
Verpackungsunternehmen Vorbehandlung von Kunststoffen
Papierhersteller: Optimierung der Papierbeschichtung
Metallverarbeitendendes Unternehmen: Optimierung der Vorbehandlung von Stahl
Lackhersteller: Universelle Pigmentpasten
Lackhersteller: Prüfmethode für Schmutzanhaftung
Bayer Leverkusen, Rohstoffhersteller: Prüfung von PU-Rohstoffen
BASF Münster, Lackhersteller: neue Messapparatur zur Prüfung der Oberfläche
Anschlussprojekte
4 Diplomarbeiten in Vorbereitung
Unterstützung beim Aufbau des Mess- und Prüfzentrums (Interreg-IIIa)
Unterstützung beim Interreg-IIIa Antrag in der Euregio Rhein-maas-nord: „Nachhaltige Unternehmensführung der oberflächenbehandelnden MKB"
Es sollen zwei Kurse für den niederländischen Lackverband entwickelt werden.
Unterstützung der VISEM beim Aufbau eines Applikations- und Prüfzentrum für Pulverlacke
Die Projekte an der FH Osnabrück lassen sich in zwei Bereiche unterteilen. Dies sind einmal Diplomarbeiten in oder mit Firmen sowie Beratungen und Untersuchungsaufträge.
Bei den Diplomarbeiten erfolgt der Wissenstransfer durch die Betreuung des Diplomanden in enger Zusammenarbeit mit einem Betreuer in der Firma. Diese Tätigkeit ist formal der Lehre zuzuordnen.
In der vorherigen Zusammenstellung sind exemplarisch einige dieser Projekte zusammengestellt. Da sowohl bei den Diplomarbeiten wie auch bei den Untersuchungen in der Regel Vertraulichkeit vereinbart wurde, muss auf eine detaillierte Darstellung verzichtet werden.
Weitere Partnerfirmen in Diplomarbeiten.
In der Region:
Schöller, Osnabrück
m.o.s.s., Osnabrück
Bischoff & Klein, Lengerich
BASF Coatings, Münster
ZF Lemförder, Lemförde
Außerhalb der Region:
Deutsche Airbus, Bremen
tesa, Hamburg
Mankiewicz,Hamburg
In diesen Arbeiten wurden folgende Themenschwerpunkte bearbeitet:
Verfahrenstechnik in der Beschichtungstechnik – Optimierung oder Neuentwicklung von Anlagen
Verfahrenstechnik in der Lackproduktion
Untersuchung von Lacken, Dichtungsmassen und Klebstoffen für die Produktentwicklung oder Qualitätskontrolle
Die Diplomanden fanden oft Anstellung in den Firmen meistens im Bereich der Oberflächentechnik. In einigen Fällen handelte es sich dabei um neu geschaffene Stellen.
Bemerkenswert sind dabei die neuen Kontakte zu Firmen in den Niederlanden.
Durch das ECCS wurden aber auch die bereits bestehenden langjährigen Kontakte z. B. zur Firma Deutsche Airbus deutlich intensiviert. Die Themenschwerpunkte, die hier bearbeitet wurden sind einerseits Untersuchungen von Beschichtungen im Hinblick auf Beständigkeit, Hilfestellung bei Problemen in der Vorbehandlung von Oberflächen und Untersuchungen von Klebstoffen und Lacken.
Zusammen mit Firmen wurden aber Möglichkeiten zur biologischen Reinigung von Oberflächen untersucht. Hierbei handelte es sich um ein Verbundprojekt zwischen dem Fachbereich Werkstoffe und Verfahren, dem Fachbereich Agrarwissenschaften (beide FH Osnabrück) und Airbus Deutschland.
Des weiteren wurde finite-element-Rechnungen zu Simulation der Spannungsverteilung in Lackschichten durchgeführt.
Auswirkungen auf die regionale Wirtschaft
In vielen Fällen (bei den o.g. Projekten kann man sagen: In ca. 80% der Fälle) kann man als Resultat der Arbeiten und knowhow-Vermittlung folgende Auswirkungen feststellen:
Qualitätssteigerungen
Störungsfreiere bis störungsfreie Herstellung und Verarbeitung von Beschichtungsmaterialien: Verringerung von Fehlerquoten, Ausschuß, Ressourcen- und Materialvergeudung
Kostenreduzierung
Verringerung von Lieferproblemen
Reduzierung von Emissionen u.a. Umweltbeeinträchtigungen
Sicherung / Neueinrichtung von Arbeitsplätzen
Daneben, ebenfalls sehr wichtig, dienten die Projekte der Ausbildung von dringend benötigtem Nachwuchs an Führungs- und Fachkräften.
Investitionen an der FH Niederrhein
in Krefeld:
Elektrotauchlackiergerät
Elektrostatikpistole
Laborgleichrichter für die Elektrotauchlackierung
PC-Ausstattung Büro
Micro-Haze plus Messgerät (Messung von Oberflächenstörungen)
Gelzeit-Messgerät (Messung der Reaktivität von Lackrohstoffen)
Gaschromatograph PC-Ausstattung
2 Pulverlackierkabinen
Nasslackierkabine
Pulverlackierpistole
UV-Impulsstrahler zur Härtung lösemittelfreier, UV-härtender Lacke
IR-Mikroskop (IR-Mikrosonde/ATR)
Diverse Büroausstattung
Technische Einrichtung des Seminar- und Schulungsraumes
Overhead-Projektor
Infrarot-Thermometer
PC für Laborgeräte
Hygro-Thermometer für den Klimaraum
Oberflächenrauheitsmessgerät
Charakteristische grenzüberschreitende Aspekte des Projektes
Die folgenden Punkte veranschaulichen exemplarisch die über Grenzen hinaus inzwischen als selbstverständlich geltenden Aktivitäten:
Exkursion mit deutschen und niederländischen Studenten zu
NedCar
(Automobilhersteller in Born/Sittard, NL) am 10. Mai 2000
NedCar, Born(NL): FuE-Projekt.
Fachvorträge in Thorn (Limburg) und Enschede am 06.04.2000 bzw. 13.04.2000.
Fachvortrag auf dem Powder Coatings Europe-Congress in Amsterdam am 19.01.2000, u.a. über die deutsch-niederländische Umfrage unter Pulverlackierern (über 500 KMU´s angeschrieben; Rücklauf von 97 Betrieben)
Auf der Basis dieser Kontakte und Umfrageergebnisse (erhebliche Unzufriedenheit und Produktionsstörungen) und mit dem Ziel der Weiterentwicklung der beanstandeten Pulverlacktypen wurde ein FuE-Projekt mit den beiden wichtigsten beteiligten Rohstoffherstellern gestartet (2 halbe Stellen an der FHN).
Additive für Pulverlacke
Die Ergebnisse würden natürlich auch anderen Lackierern in D und NL zugute
kommen; ohne Verbesserungen dagegen gingen mit Sicherheit Produktionen hier
verloren zugunsten Fertigungen in Südeuropa, Asien etc., wo trotz
Kennzeichnungspflicht toxischer Lackbestandteile immer noch mit diesen
toxischen, aber technisch einfacheren Materialien lackiert wird.
Erfahrungsaustausch und Planung eines gemeinsamen Projektes zum Thema Pulverlack-Prüfmethodik: FHN/VOM-Visem/Hogeschool Enschede/EGL, Düsseldorf. Dabei fiel auf: Erheblicher Schulungs-(Nachhol-)Bedarf bei KMU; Planung entsprechender Aktivitäten, vorauss. mit EGL.
Stand auf der Hannovermesse, 20.-25.03., abwechselnd von den versch. ECCS-Partnern besetzt; ca. 120 Kontakte.
Erste Diplomarbeit eines Studenten des europ. Studiums (in Kanada, durch Vermittlung ECCS/EGL)
Insgesamt 10 Studenten im europ. Studium Lackingenieurwesen, mit Enschede und Osnabrück.
EGL-Treffs Lackiertechnik (s.o.). Zu den EGL-Treffs in Krefeld werden nun auch durch Syntens ca. 100 Betriebe aus Limburg eingeladen. Regelmäßige Teilnahme von Firmen aus Maastricht; hier resultiert z.Zt. ein FuE-Projekt.
Im Rahmen eines people-to-people Projektes wurde eine geeignete Rechtsform für ein grenzüberschreitendes Ausbildungs-F&E-Hochschul-Branchen-Netzwerk gesucht. Hierbei war das ECCS federführend. Als Ergebnis wurde am 04.10.01 in Gronau die Stichting ECCS gegründet.
Neben der Weiterführung der bisherigen Aktivitäten, wie der Durchführung von F&E-Projekten im Rahmen von Diplomarbeiten und Abwicklung von laufenden Projekten, wird in der Euregio zunächst der Aufbau des Mess- und Prüfzentrums in den Kompetenzzentren in Enschede, Münster und Steinfurt unterstützt. Parallel wird die organisatorische Entwicklung der Stichting ECCS entscheidend für die Zukunft sein. In den fachlichen Gremien, dem Beirat für Wissenschaft und Lehre sowie dem Beirat für Forschung und Entwicklung, werden bis Ende 2002 die entsprechenden Weichenstellungen vorgenommen. Auf Basis der vorgeschlagenen Programme können zusammen mit den Branchen größere Verbundprojekte angefragt und umgesetzt werden. Das gleiche gilt für den Bildungsbereich, in dem entsprechende Angebote grenzüberschreitend, europäisch orientiert, entwickelt werden können. Diskutiert werden hierbei europäisch akkreditierte Ausbildungsgänge auf Berufs- und Fachhochschulniveau.
In der euregio rhein-maas-nord ist eine Interreg III-Förderung beantragt zum neuen Abschnitt
„Nachhaltige Unternehmensführung der
oberflächenbehandelnden MKB in der euregio rhein-maas-nord".
Die im Mittelpunkt stehende angestrebte Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen soll auf zwei inhaltlichen wie strukturellen Pfeilern basieren:
der organisatorischen Hilfe beim Auf- bzw. Ausbau einer
nachhaltigen
Unternehmensführung und
der inhaltlichen Ausbreitung des nötigen technologischen
Wissens und der
Auswertungsfähigkeiten.
Gerade in dem Miteinander dieser beiden Komponenten liegen die Potentiale für eine Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der MKBs der Region.
Die geographische Lage der Euregio "Rhein-Maas-Nord und seiner Nachbargebiete lässt ein Projekt, das auf Zusammenarbeit deutscher und niederländischer Unternehmen, Instanzen und Ausbildungsstätten im Bereich der Oberflächentechnologie abzielt, dringend geboten erscheinen, lassen sich doch mögliche Auswirkungen von industriellen Fertigungsverfahren insbesondere auf die Umwelt nicht an Staatsgrenzen aufhalten.
Dabei sollen insbesondere Syntens und DFO-Service GmbH als Organisatoren und Ansprechpartner der MKB eine wichtige Rolle spielen durch:
Definieren der Zielgruppen,
Sensibilisieren von Betrieben,
Zusammenstellen von Plattformgruppen,
und als Plattformteilnehmer mitmachen.
Begleiten, Aktivieren, Motivieren und vor allem Herausfordern sind hierbei für Syntens und DFO-Service die Instrumente, um Ängste bei der Zusammenarbeit abzubauen.