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aktuell: am
09.12.2011
Zuvor
Menschheit
vergisst schneller als je zuvor
Aalto: Mit
Brille das Gegenüber durchschauen
APNIC:
Spätestens im vierten Quartal 2011 die IPv4-Adressen mehr
c't über
unerwünschte persönliche Daten im Netz
Crash 2013 -
Aus für Handys?
Roboter Athlete: Roboter läuft mit menschlichem Bewegungsapparat
IBM plant
Supercomputer im Würfelzucker-Format
Supercomputer:
China wird Weltmacht Top-Hybridsysteme zeigen Schwierigkeit des
Benchmark-Vergleichs
Ixquick
informiert nun auch auf Facebook
Augenbewegung
als Schlüssel Softwarelösung verspricht höchste Sicherheit mit einfachen
Webcams
3D-Werbung
wirkt stark verkaufsfördernd Effekt lässt jedoch mit zunehmender Gewöhnung
nach
Davor:
09.12.2011
L'Aquila/Potsdam (pte) Amphibien sollten in Zukunft
für die Frühwarnung von Erdbeben eingesetzt werden. Das
schlagen Forscher aus England und den USA vor. Im "International Journal of
Environmental Research and Public Health" liefern sie eine Theorie für eine
rätselhafte Beobachtung, die rund um das Erdbeben 2009 in der italienischen
Stadt L'Aquila dokumentiert wurde. Kröten der Region veränderten damals
lange vor der Katastrophe plötzlich ihr Verhalten.
Verrückte Kröten
Fünf Tage vor dem Beben am 6.
April beobachtete Rachel Grant von der Open University
http://open.ac.uk , dass 96 Prozent
aller Erdkrötenmänner einer Population ihr Laichgebiet verließen. Gemeinsam
mit dem NASA-Geophysiker Friedemann Freund lieferte sie nun die Erklärung:
Die Tiere erkennen chemische Veränderungen im Wasser, berichtet die BBC.
Bestehende Spannungen in der Erdkruste lösen demnach in einer Kettenreaktion
geladene Partikel im Boden, die im Grundwasser von den Tieren wahrgenommen
werden können.
Kein sicherer Indikator
Franz Ossing, Sprecher des
Deutschen Geoforschungszentrums
http://gfz-potsdam.de , reiht die
Begebenheit als "Sage" ein. "Hinweise gibt es immer wieder - dass etwa
Elefanten oder Schlangen vor einem Beben verrückt wurden. Teils kann man
dies etwa durch Vorbeben nachvollziehen, teils spielt wohl auch der Zufall
mit. So stieg bei manchen Beben zuvor der Radongehalt im Boden, bei anderen
jedoch nicht. Sichere Indikatoren sind durch derartige Beobachtungen nicht
möglich", betont der Experte auf pressetext-Anfrage.
Norwich/Katmandu/Zürich (pte)
Zehn Mrd. Tonnen CO2 hat die Menschheit im Vorjahr durch Verbrennung
fossiler Rohstoffe, Zementproduktion, Entwaldung und Änderung der
Landnutzung freigesetzt. Dieser bisherige Höchststand liegt um 49 Prozent
über dem Wert von 1990, berichten Forscher vom "Global Carbon Project"
http://globalcarbonproject.org in der
Zeitschrift "Nature Climate Change" anlässlich der laufenden
UN-Klimakonferenz in Durban. "Die Chance der Finanzkrise von 2008, um die
Globalwirtschaft auf einen emissionsärmeren Weg zu lenken, wurde nicht
genutzt", resümiert der norwegische Studienleiter Glen Peters.
Europas CO2-Outsorcing
Betrugen die
CO2-Emissionszuwächse seit 2000 im Jahresschnitt 3,1 Prozent, erreichten sie
2010 wieder 5,9 Prozent, nachdem die Krise zu einem kurzfristigen Einbruch
geführt hatte. Für 2011 rechnen die Forscher erneut mit 3,1 Prozent. Geht
dieser Anstieg auch vorwiegend auf Schwellenländer zurück - China und Indien
sind neben den USA, Russland und der EU die Top-Emittenten - liefert ein
genauer Blick ein anderes Bild: Immer mehr Emissionen in ärmeren Ländern
gehen auf Güter und Dienstleistungen zurück, die im Westen konsumiert
werden. Betrug dieser "Outsourcing"-Anteil 1990 nur 2,5 Prozent der
Emissionen der reichen Länder, waren es 2010 bereits 16 Prozent.
Himalaja schmilzt weg
Drastische Auswirkungen hat dies
unter anderem auf die Gletscher. Das Thema ist heikel - musste sich doch der
Weltklimarat 2009 für die Prognose des Verschwindens der Himalajagletscher
entschuldigen. So weit lag der IPCC jedoch nicht daneben, behaupten Forscher
vom nepalesischen International Centre for Integrated Mountain Development
(ICIMOD)
http://icimod.org . Um ein Fünftel
sind die Gletscher im Himalaja seit 1980 geschrumpft, zeigen ihre Daten,
zudem ging auch die Schneebedeckung seit 1990 deutlich zurück.
Diesen Wandel am "Dach der Welt"
wird ein großer Teil der Menschheit zu spüren bekommen, so die Forscher:
Häufige Dürren stehen der von den Himalaja-Flüssen gespeisten Regionen
Asiens bevor, die 1,3 Mrd. Menschen mit Nahrung und Energie versorgt. Zudem
ist das verschwundene Eis des Himalajas nach jenem der Arktis und Antarktis
der größte Verursacher des steigenden Meeresspiegels. Auf ähnliche
Schmelzprognosen kommen jedoch auch Schweizer Forscher: 2050 werden Europas
Flüsse kein Schmelzwasser mehr führen (pressetext berichtete:
http://pressetext.com/news/20110725024
).
Mensch ist Hauptverursacher
Eine Antwort auf Skeptiker, die
den menschlichen Beitrag zum Klimawandel in Frage stellen, liefern
Klimaforscher um Markus Huber und Reto Knutti von der ETH Zürich
http://iac.ethz.ch in der Zeitschrift
"Nature Geoscience". Zu mindestens 74 Prozent sind vom Menschen ausgestoßene
Treibhausgase an der Globalerwärmung schuld, besagen ihre
Simulationsrechnungen der Schwankungen im globalen Energie- und
Strahlungshaushalt. 0,85 Grad habe der Mensch die Erde seit 1950 erwärmt,
wobei kühlende Aerosole in der Atmosphäre diesen Anstieg auf 0,56 Grad
beschränken. Die veränderte Sonneneinstrahlung ist nur für 0,07 Prozent
verantwortlich.
Originalstudien unter
http://nature.com/ngeo/journal/vaop/ncurrent/full/ngeo1327.html
Edinburgh/München (pte) Menschen,
die gerne ausschlafen, können jetzt eine gute Entschuldigung dafür haben.
Diese Vorliebe ist laut Wissenschaftlern der University of Edinburgh
http://www.ed.ac.uk und der
Ludwig-Maximilians-Universität München
http://www.uni-muenchen.de zumindest
teilweise genetisch bedingt. Das Team um Jim Wilson analysierte die Daten
von mehr als 30.000 Menschen in ganz Europa. Es zeigte sich, dass jene die
über das Gen ABCC9 verfügten, rund 30 Minuten mehr Schlaf pro Nacht
brauchten. Einer von fünf Europäern trägt dieses Gen laut den in Molecular
Psychiatry
http://nature.com/mp veröffentlichten
Studienergebnissen in sich.
Einstein schlief elf Stunden
Alle Teilnehmer lieferten
Berichte darüber ab, wie lange sie geschlafen hatten und stellten eine
Blutprobe für die DNA-Analyse zur Verfügung. Wie viel Schlaf ein Mensch
braucht, kann sehr unterschiedlich sein. Margaret Thatcher kam mit vier
Stunden pro Nacht aus, Albert Einstein brauchte elf. An der Studie nahmen
Menschen von den Orkneyinseln, aus Kroatien, den Niederlanden, Italien,
Estland und Deutschland teil. Alle wurden nach ihren Schlafgewohnheiten an
ihren freien Tagen gefragt, also an Tagen, an denen sie nicht zu einer
bestimmten Zeit aufstehen mussten, Schlaftabletten einnahmen oder
Schichtdienst hatten.
In einem nächsten Schritt
verglichen die Wissenschaftler diese Zahlen mit den Ergebnissen der
genetischen Analyse. Es zeigte sich, dass Teilnehmer mit einer Variation des
Gens ABCC9 mehr als die durchschnittlichen acht Stunden Schlaf brauchten.
Fruchtfliegen verfügen ebenfalls zum Teil über dieses Gen. Fruchtfliegen,
die es nicht haben, schliefen drei Stunden weniger als normal. ABCC9 spielt
bei der Messung der Energiewerte in den Zellen eine wichtige Rolle. Die
Wissenschaftler hoffen, dass damit ein neuer Ansatz für die Schlafforschung
gefunden ist. Sie wollen jetzt herausfinden, wie genau diese Genvariante die
Länge des benötigten Schlafes beeinflusst, berichtet die BBC.
München (pte) Parasitische
Untermieter von Ameisenkolonien überlisten die Ameisen durch imitierte
Signalstoffe. Parasiten, wie etwa Silberfische, ziehen sich quasi eine
chemische Tarnkappe über. "Auf welche Weise Parasiten chemische Substanzen
erhalten, war bisher unklar", sagt Volker Witte vom Department Biologie der
Ludwig-Maximilians-Universität München
http://bio.lmu.de . Gemeinsam mit
seinem Doktoranden Christoph von Beeren gelang ihm nun der Nachweis, dass
parasitische Silberfische die Signalstoffe nicht etwa selbst produzieren,
sondern den richtigen Duft von ihren Wirten stehlen.
Duftübertragung durch Reiben
Durch intensives Reiben
übernehmen die Silberfische die chemischen Signalstoffe auf der
Körperoberfläche der Ameisen und erschleichen sich so die soziale
Integration in die Kolonie. "Die Silberfische vermehren sich im
Ameisenhaufen", sagt von Beeren gegenüber pressetext. Die Larven der
Silberfische halten sich bei den Ameisenlarven auf und werden beim Umzug der
Kolonie mittransportiert. Ameisenkolonien sind für Parasiten und Räuber sehr
verlockend, da sie dort einen reich gedeckten Tisch und einen geschützten
Lebensraum vorfinden.
Insekten wie Ameisen, Bienen oder
Wespen müssen Nestgenossen von Feinden und Parasiten unterscheiden können.
Dies schaffen sie vor allem mithilfe chemischer Signalstoffe. Bei Ameisen
etwa tragen alle Koloniemitglieder eine komplexe Mischung bestimmter
Moleküle - vor allem Kohlenwasserstoffe - auf ihrem Körper, die sie als
einheimisch identifizieren. Trotzdem verschaffen sich Parasiten häufig
Eintritt in die Kolonie und nutzen deren Futtervorräte oder fressen sogar
die Brut. Dazu nutzen sie ein Phänomen, das als chemische Mimikry bezeichnet
wird.
Wasserstoff-Isotop Deuterium
als Schlüssel
Parasiten parfümieren sich mit
dem Duft ihrer Wirte, indem sie deren chemische Oberflächenstoffe nachahmen.
Wo Parasiten diese Stoffe herbekommen, blieb offen. "Theoretisch können sie
die mimetischen Substanzen entweder vom Wirt stehlen oder diese selbst
herstellen", sagt von Beeren. Um die Herkunft der Tarndüfte aufzuklären,
kennzeichneten die Wissenschaftler Arbeiterinnen einer Treiberameisenkolonie
mit sogenannten deuterium-markierten Molekülen. Deuterium ist ein schweres
Wasserstoff-Isotop, das leicht ermittelt werden kann.
"Dieses Deuterium tauchte dann
bei den Silberfischen wieder auf - da es nur von den Ameisen stammen konnte,
müssen die Parasiten die Oberflächenstoffe ihrer Wirte gestohlen haben",
erklärt von Beeren. Übertragen werden die Stoffe durch intensiven
Körperkontakt: Die Silberfische reiben sich an ihren Wirten und parfümieren
sich so mit dem richtigen Duft. Eigene Oberflächenstoffe scheinen sie nicht
zu produzieren, denn die Konzentration aller Oberflächenstoffe nahm ab, wenn
die Silberfische von den Ameisen isoliert wurden.
Ungeklärt war, ob die Akzeptanz
des Parasiten im Nest vom Grad der chemischen Ähnlichkeit abhängt. Ob also
Individuen, die sich nicht ausreichend chemisch tarnen, häufiger attackiert
werden als solche mit perfekter Maskierung. Dies konnten die Forscher
bestätigen: "Zuvor isolierte Silberfische, bei denen die Konzentration der
Oberflächenstoffe abnahm und somit auch die chemische Ähnlichkeit zu ihrem
Wirt, wurden von den Treiberameisen attackiert und teilweise sogar
erbeutet", so von Beeren - ohne verführerischen Duft gibt es kein Asyl im
Bau.
Menschheit vergisst
schneller als je zuvor
Cambridge (pte/17.12.2010/11:10) - Die
fortschreitende Digitalisierung der Bücher erlaubt es erstmals, die Kultur
des Menschen auch mathematisch zu rekonstruieren. Wissenschaftler von Google
und der Harvard University haben am heutigen Freitag das Online-Tool "Culturomics"
http://www.culturomics.org
präsentiert, das in Sekunden die Häufigkeit des Aufscheinens jeglicher
Stichworte in den Büchern der vergangenen 500 Jahre zeigt. Durch die leicht
bedienbare Geschichtsrecherche konnten Forscher bereits beweisen, dass die
Menschheit immer schneller ihre eigene Vergangenheit vergisst.
Jährlich 8.500 neue Wörter
Google hält in seiner Bücherdigitalisierung
mittlerweile bei 15 Mio. gescannten Exemplaren, was zwölf Prozent des
gesamten Bücherbestands der Menschheit ausmacht. Die Culturomics-Wortanalyse
greift auf ein Drittel davon zurück und durchforstet Bücher aus sechs
Weltsprachen - darunter auch Deutsch, wobei allerdings 72 Prozent aus dem
Englischen stammen. Während sich das Tool laut seinen Erfindern besonders
für Geschichtsrecherchen von Schülern eignet, lieferte es auch schon erste
wissenschaftliche Erkenntnisse, die in der Fachzeitschrift "Science"
publiziert wurden.
Besondere Stärken zeigt Culturomics in der
Erforschung von Sprache und ihrer Entwicklung. Den Forschern um
Jean-Baptiste Michel zufolge wächst der englische Wortschatz jährlich um
8.500 Wörter, wodurch es im Jahr 2000 bereits 70 Prozent englische Wörter
mehr gab als 1950. Der Großteil dieser Wörter - die Autoren tippen auf 52
Prozent - schafft es jedoch nie in die offiziellen Wörterbücher. Bücher
erlauben auch Rückschlüsse auf den technischen Fortschritt. So entwickelt
sich die Technik seit Beginn des 19. Jahrhunderts explosionsartig, wobei
sich Innovationen im Jahr 1900 doppelt so schnell verbreiteten als noch
1800.
Drastische Folgen der Zensur
Erfolgreiche Menschen genießen heute mehr Ruhm als
je zuvor und Promis sind jünger als im 19. Jahrhundert. Die bekanntesten
Schauspieler sind bereits mit 30 Jahren berühmt, Schriftsteller erst mit 40
Jahren, während Politiker meist erst mit 50 ihr Popularitätshoch erreichen.
Ebenso wie Menschen heute schneller berühmt werden, vergisst man sie jedoch
auch schneller. Denn ganz grundsätzlich vergisst die Menschheit jedes Jahr
schneller als zuvor, was die abnehmenden Verweise auf die Vergangenheit
zeigen. So halbierte sich etwa die Zahl der Rückverweise auf Geschehnisse
von 1880 innerhalb von 32 Jahren, während es 1973 nur noch zehn Jahre
dauerte.
Auch Auswirkung von Zensur und Propaganda
hinterlassen sichtbare Spuren in den Buchveröffentlichungen. So wurde etwa
der jüdische Künstler Marc Chagall nur ein einziges Mal in deutschen
Publikationen zwischen 1936 und 1944 erwähnt, trotz seiner steigenden
Berühmtheit im englischen Sprachraum. Ähnlich wurde auch Leo Trotzki von der
russischen Literatur, der "Platz des himmlischen Friedens" von China oder
die Gruppe der "Hollywood Ten"-Regisseure von den USA verbannt.
Aalto: Mit Brille das
Gegenüber durchschauen
Helsinki (pte) - Ein Team an der Aalto-Universität
http://aalto.fi/en/
hat eine Spezialbrille entwickelt, mit dem User nur durch Hinschauen weitere
Daten beispielsweise über attraktive Personen bekommt. Möglich macht das die
Kombination einer AR-Brille (Augmented Reality) mit einer
Eye-Tracking-Lösung. Das System erkennt, worauf der Nutzer seinen Blick
richtet und kann dann passende Informationen einblenden. Der Prototyp nutzt
dazu zwar eine vorgegebene Datenbank. Auf die Dauer wollen die Forscher aber
auch auf Google und soziale Medien setzen - was beispielsweise für eine
Single-Suche interessant ist.
Info auf einen Blick
Der Grundgedanke bei Projekt UI-ART
http://mide.tkk.fi/en/UI-ART
ist einfach: Wer sich für etwas interessiert, sieht hin. Die
Eye-Tracking-Lösung beobachtet daher die Augenbewegungen des Trägers und wie
lange er auf verschiedene Dinge im Blickfeld schaut. Das dient als
Anhaltspunkt, worüber der Nutzer genauere Informationen will. Passende Daten
werden dann via Netzwerk abgerufen und auf dem AR-Display eingespielt. Dabei
ist das System auch lernfähig. Denn ignoriert der User Einblendungen, ist
das ein Zeichen, dass seine Blicke schlecht gedeutet wurden.
Auf diese Art könnte sich ein Wissenschaftler
beispielsweise über aktuelle Arbeiten eines Kollegen informieren oder ein
Single auf Partnersuche erfahren, ob eine attraktive Bekanntschaft denn
flirtwillig wäre. Von letzterer Anwendung ist das System aber noch ein gutes
Stück entfernt. Denn in bisherigen Tests haben die Forscher eine vorab
angelegte Datenbank genutzt, mit der ihre Brille darin angelegte Personen
und Objekte im den Räumlichkeiten der Universität erkennen und Informationen
dazu liefern kann.
Funktionell erweiterbar
Gerade für Anwendungen wie eine Single-Suche wäre
es freilich nötig, auch Unbekannte zu identifizieren und Informationen über
die Person zu liefern. Die Forscher befassen sich bereits damit, wie das
System entsprechend erweitert werden kann. Grundsätzlich ist es denkbar,
Informationen direkt aus dem Internet zu beziehen, also beispielsweise
mithilfe der Google-Suche oder im Fall von Personen auch aus sozialen
Netzwerken. Zudem arbeitet das Team an einer sehr allgemeinen
Objekterkennung. Ehe das System wirklich Marktreife erreicht, wir es also
noch eine Weile dauern.
APNIC: Spätestens im
vierten Quartal 2011 die IPv4-Adressen mehr
South Brisbane/Amsterdam (pte) - Die für den
asiatisch-pazifischen Raum zuständige Regional Internet Registries (RIRs)
APNIC
http://www.apnic.net
hat bekannt gegeben, dass ihr spätestens im vierten Quartal 2011 die
IPv4-Adressen ausgehen werden. Nach Schätzung des APNIC-Chefwissenschaftlers
Geoff Huston könnte es bereits im Juni kommenden Jahres so weit sein. "Auch
uns werden die IPv4-Adressen wohl im zweiten Halbjahr 2011 ausgehen", meint
Axel Pawlik, Geschäftsführer der europäischen RIR RIPE NCC
http://ripe.net
, im Gespräch mit pressetext.
Damit gehen die alten Adressen schneller zuneige,
als zu Jahresbeginn erwartet. In seiner Funktion als Chairman der Number
Resource Organization (NRO), Koordinierungsstelle der fünf RIRs, war davon
ausgegegangen, dass die IPv4-Vorräte der bis 2012 vorhalten (pressetxt
berichtete:
http://pressetext.com/news/100120002/).
Das unterstreicht, wie dringlich die noch etwas schleppend laufende
Umsetzung der neuen Standards IPv6 ist.
Kleine Vorräte
Nach konservativen Schätzungen werden der APNIC
die Adressen bis Ende 2011 ausgehen. Nach anderen Modellen ist Huston
zufolge eine Erschöpfung mit September kommenden Jahres wahrscheinlich und
bereits im Juni 2011 denkbar. Mit dem nahenden kritischen Datum werden
solche Schätzungen immer unsicherer. "Das liegt daran, dass wir nun mit
relativ kleinen Zahlen arbeiten. Das ist wie bei einem Pub, das nur noch 100
Flaschen Bier vorrätig hat", erklärt Pawlik. Denn im Normalbetrieb mag das
eine Zeit reichen. "Wenn der Stadtsäufer kommt, ist der Vorrat aber schnell
weg", meint der NRO-Chairman.
Damit es bei IPv4-Adressen nicht all zu leicht zu
bösen Überraschungen kommt, hat beispielsweise RIPE NCC inzwischen die
Vergaberegeln angepasst. Großkunden wie ISPs und Telekom-Unternehmen müssen
somit öfter Adressen anfragen und bekommen dabei kleinere Brocken. "Wir
sehen aber keine Anzeichen für ein Horten von Adressen", betont der
RIPE-Geschäftsführer. Hinter allen eingehenden Anfragen von Unternehmen
stehe ein klar erkennbarer, realer Bedarf.
Umsetzungsdruck
Experten predigen schon seit Jahren, dass
Unternehmen auf den Nachfolgestandard IPv6 umsteigen müssen, um Probleme zu
vermeiden. "Wir sehen immer mehr Rollouts, was ein gutes Zeichen ist", sagt
der Pawlik. Allerdings ist es noch eine Minderheit unter den IPS und anderen
Großunternehmen, die IPv6 wirklich umgesetzt hat. Dabei ist es im
Zweifelsfall nur wichtig, nach außen via IPv6 sichtbar zu sein, während die
interne Infrastruktur noch mit dem alten Standard arbeiten kann. "Manche
werden das aber verschlafen. Das wird sich wohl stärker bemerkbar machen als
einst Y2K", so der NRO-Chairman. Wirkliche Sorgen macht er sich aber nicht.
"Das Internet wird weiter laufen."
Wie wenige IPv4-Adressen verbleiben, zeigt
jedenfalls das japanische INTEC Systems Institute mit einem Online-Counter
http://inetcore.com/project/ipv4ec/index_de.html
. Nach dieser Schätzung sind heute nur noch rund 90 Mio. Adressen frei. Der
Zähler liefert zudem eine Prognose, wann die den RIRs übergeordnete Internet
Assigned Numbers Authority (IANA)
http://iana.org
den regionalen Vergabestellen die letzten fünf freien Adressblöcke vergeben
wird. Dazu dürfte es demnach schon im Februar 2011
kommen.
c't über unerwünschte
persönliche Daten im Netz
Hannover - (PresseBox) Dienste, die angeblich
zuverlässig den Ruf ihrer Kunden im Web verteidigen, unktionieren nach
Stichproben des Computermagazins c't [2] meist unzureichend. Internetnutzer
sollten lieber ab und an selbst auf Informationspatrouille im Web gehen, rät
c't in der Ausgabe 01/11.
Wer viel im Netz unterwegs ist, verliert
zwangsläufig den Überblick darüber, wo er welche Daten, Kommentare oder
Fotos hinterlassen hat. Und wenn andere über ihn Informationen
veröffentlichen, hat er sowieso keine Kontrolle darüber. Leider vergisst das
Web nichts: Längst gelöscht geglaubte Informationen können als Kopie
unvermittelt woanders wieder auftauchen.
Unter dem Stichwort "Reputation Management"
versprechen einige Dienste, für ihre Kunden den Überblick zu wahren.
Angeblich spüren sie Informationen zuverlässiger auf als gängige
Suchmaschinen. c't machte die Probe aufs Exempel - mit enttäuschendem
Ergebnis: Mehr Treffer als eine Google-Standardsuche lieferte keiner der
Dienste. "Und ihre Löschungsaufforderungen nerven schon so manchen
Webmaster, obwohl die Anschreiben meist keinerlei juristische Berechtigung
haben", erklärt c't-Redakteur Holger Bleich.
Er rät Netznutzern stattdessen, ab und an selbst
auf Informationspatrouille im Internet zu gehen: "Vielen Anwendern ist nicht
klar, dass ihnen das deutsche Recht eine Menge Spielraum gibt, selbst
Inhalte aus dem Netz zu bekommen." Das Recht am eigenen Bild beispielsweise
gehe hierzulande sehr weit, und auch falsche Tatsachenbehauptungen über sich
selbst muss keiner hinnehmen. Wer gegen unerwünschte Inhalte im Web vorgehen
möchte, sollte sich zuerst an den Verursacher wenden. Erst wenn dieser nicht
reagiert, kann man zum Beispiel den Betreiber der Plattform bitten, den
Inhalt zu löschen. "Falls die Gegenseite kein Einsehen zeigt, ist ein Gang
zum versierten Rechtsanwalt aber unvermeidlich", so Bleich.
Crash 2013 - Aus für
Handys?
Hamburg (ots) - Ohne radikale Änderungen im
Telefonnetz wird das mobile Kommunikationssystem schon in zwei Jahren
zusammenbrechen. Wie das Magazin GEO in seiner Januar-Ausgabe berichtet,
sind die Netze der Datenflut von immer mehr Smartphones nicht mehr
gewachsen. Ein einziger Videostream etwa belegt so viel Platz auf der
"Datenautobahn" wie 100 Telefonate, und der Andrang wird sich
voraussichtlich in jedem der kommenden Jahre verdoppeln. Das war um das Jahr
2000, bei der Einführung des 3G-Netzwerks, noch nicht abzusehen, und auch
die Nachfolgesysteme LTE und WiMAX werden überfordert sein. Für begrenzte
Zeit dürfte die Übernahme nicht gebrauchter Militärfrequenzen etwas
Entspannung bringen; doch als Dauerlösung kommen wohl nur wenig beliebte
Alternativen in Betracht. Entweder die Abschaffung von Flatrates - hin zur
Bezahlung nach Datenmenge - oder die Errichtung von zahllosen kleinen
Mobilsendern ("Femtocells") im Haus. Zwar ist die Strahlung dieser
Heimsender weit schwächer als jene von Mobilfunkmasten, aber ein Unbehagen
dürfte bleiben. Außerdem könnten sich eng benachbarte Sender gegenseitig
stören.
Die aktuelle Ausgabe von GEO ist ab sofort im
Handel erhältlich
Roboter "Athlete": Roboter läuft mit menschlichem Bewegungsapparat
Tokio (pte/15.12.2010/06:10) - Ingenieure an der
Universität Tokio http://www.u-tokyo.ac.jp
arbeiten mit "Athlete" an einem Roboter, der so dynamisch wie menschliche
Sprinter läuft. Statt auf motorgetriebene Gelenke setzt das Team um Ryuma
Niiyama auf einen Nachbau des menschlichen Bewegungsapparates. Die Forscher
haben eine künstliche Oberschenkelmuskulatur umgesetzt und nutzen ein
federndes Unterschenkelelement.
Dabei macht sich das Team zunutze, dass das
menschliche Bein federnde Bewegungen ausführt. Zudem war der südafrikanische
Behindertenspotler Oscar Pistorius
http://oscarpistorius.com
eine wichtige Inspiration, so Niiyama gegenüber IEE Spectrum. Denn der als
"Blade Runner" bekannte Sprinter nutzt zwei Unterschenkel-Laufprothesen,
denen das untere Roboterbein stark ähnelt.
Menschliche Beine
Die meisten gehenden Roboter haben starre Beine
und laufen, indem sie mit Motoren die Stellung ihrer Gelenke ändern. Das
Ergebnis ist zwangsweise ein robotischer Gang, denn bei Menschen und
Tieren sind Muskeln und Sehnen für die Bewegung verantwortlich. Das
japanische Team hat daher ein System aus sechs pneumatischen Aktuatoren
gebaut, die verschiedenen Oberschenkelmuskeln wie beispielsweise Adduktoren
entsprechen.
Das gebogene, federnde Unterschenkelelement ist im
Vergleich dazu vergleichsweise einfach. Das Grundprinzip ist aber gerade
im Laufsport praxisbewährt. Immerhin hat der Südafrikaner Pistoris mit
seinen Prothesen die 100 Meter schon in unter elf Sekunden geschafft und
strebt an, sich über die 400-Meter-Strecke für die Olympischen Spiele 2012
in London zu qualifizieren.
Kleine Schritte
Davon, sich mit menschlichen Sportlern zu messen,
ist Athlete noch ein gutes Stück entfernt. Zwar steuert der Roboter seine
künstlichen Muskel in einem Muster, das genau dem menschlicher Läufer
entspricht. Allerdings gelingt es dem künstlichen Sprinter noch nicht,
länger als ein paar Schritte die Balance zu halten, ehe er ins Stolpern
gerät. Immerhin startet Athlete schon beachtlich los, wie ein von Niiyama
veröffentlichtes YouTube-Video zeigt. Bis er einen 100-Meter-Lauf
sturzfrei absolviert, dürfte es aber noch dauern. YouTube-Video zu
Athlete:
http://www.youtube.com/watch?v=bXqUjiNw8fo
CSI-Trick: Kamera sieht
unsichtbare Blutspuren Infrarotbeleuchtung und Filter vermeiden Fehlalarme
Columbia - (pte) Chemiker an der University of
South Carolina
http://www.sc.edu
haben eine Kamera entwickelt, die unsichtbare Blutspuren nachweisen kann.
Dazu schießt das System bei Infrarot-Beleuchtung eine Reihe von Bildern mit
unterschiedlichen Filtern. Das ist nicht nur einfacher als der aus den
CSI-Fernsehserien bekannte Luminol-Test. Denn während das chemische Spray
beispielsweise mit Bleichmitteln oder Rost ebenso reagiert wie mit Blut,
liefert die Kamera keine Fehlalarme. Zudem verfälscht das System gefundene
Spuren nicht, was für die weitere Auswertung von Vorteil ist.
Einfach genau
Das Team rund um den Professor Michael Myrick hat
sich speziell damit beschäftigt, Blut auf gängigen Materialien wie Baumwolle
oder Polyester nachzuweisen. Dabei nutzen sie aus, dass Blut im thermischen
Infrarotlicht eine charakteristische spektrale Signatur hat. Dadurch, dass
ihre Kamera bei geeigneter Beleuchtung eine Serie von Fotos mit passenden
Filtern schießt, kann sie ohne großen Aufwand eben diese Signatur und somit
Blut nachweisen.
In Experimenten konnten die Chemiker zeigen, dass
sie auf diese Art zumindest 100-fach verdünntes Blut nachweisen können - und
das innerhalb von weniger als zwei Minuten. Die hohe Genauigkeit ist
wichtig, um auch dann noch Spritzer nachweisen zu können, wenn
beispielsweise ein Täter den Tatort relativ gründlich gereinigt hat. Die
Kamera bietet sich somit als einfacher Erstnachweis an, damit Ermittler
wissen, wo sie weiterführende Tests durchführen sollten.
Gefahr- und fehlerlos
Gerade gegenüber Luminol bietet das neue System
als Blut-Erstnachweis eine Reihe von Vorteilen, so die Wissenschaftler. Die
Chemikalie gilt als gesundheitsschädlich, sodass Ermittler vom Verzicht auf
die Substanz direkt profitieren würden. Zudem besteht das Risiko, dass
Luminol Spuren für einen DNA-Nachweis zu sehr verdünnt oder eigentlich
aufschlussreiche Spritzmuster verschmiert.
Zudem hat Luminol damit zu kämpfen, dass die zum
Nachweis von Blutspuren genutzte Lumineszenzreaktion auch durch andere
Substanzen wie beispielsweise Eisenrost, Bleichmittel, Kaffee oder
Meerrettich hervorgerufen werden kann. Die spektrale Signatur von Blut ist
dagegen so einzigartig, dass die Kamera mit ihren Filtern ausschließlich die
Körperflüssigkeit nachweist. Doch das Potenzial des Ansatzes reicht weiter.
Mit anderen, jeweils passend gewählten Filtern sollten beispielsweise auch
Drogen- oder Sprengstoffspuren nachweisbar sein, so der Chemiker Stephen
Morgan gegenüber dem New Scientist. (Ende)
IBM plant Supercomputer im
Würfelzucker-Format
Zürich - (pte) In Zukunft sollen Computer kleiner,
energiesparender und damit umweltfreundlicher werden. Dann ginge es bei den
Topgeräten nicht mehr um die schnellsten, sondern die effizientesten
Rechner. Mit dieser Ankündigung ließ IBM-Entwickler Bruno Michel bei einer
Rede in den IBM Labors in Zürich aufhorchen. IBM
http://www.ibm.com
arbeitet bereits an einem ökologisch verträglichen Supercomputer mit dem
Namen Aquasar, berichtet die BBC.
Ausgeklügelte Wasserkühlung
Durch ausgeklügelte Wasserkühlung soll das Gerät
nur etwa halb soviel Energie verbrauchen wie ein vergleichbarer Computer.
Noch ist Aquasar größer als ein Kühlschrank - in einigen Jahren soll er
jedoch auf Würfelzucker-Format schrumpfen, verspricht Michel.
"Wir haben bereits ein Aquasar-System gebaut, das
noch ein Gehäuse voll mit Prozessoren ist. In zehn bis 15 Jahren planen wir
so ein System in einem Zuckerwürfel unterzubringen - wir werden einen
Supercomputer in der Größe eines Zuckerwürfels haben", so Michel.
Wirtschaftliche Faktoren
Die Entwicklung hin zu energieeffizienteren
Rechnern wird währenddessen vor allem durch wirtschaftliche Faktoren
vorangetrieben. In Zukunft würden Computer von Energiekosten dominiert
werden - ein Rechenzentrum zu betreiben, würde mehr kosten als eines zu
bauen, so die Prognose.
Heute entfallen etwa 2 Prozent des gesamten
globalen Energieverbrauchs auf die Herstellung und den Betrieb von
Computern. Ein großer Teil des Energieaufwands wird durch die notwendigen
Kühlsysteme verursacht. Im Fall von Aquasar sollen nun übereinanderliegende
Prozessoren durch Wasserzirkulation in den Zwischenräumen gekühlt werden.
Dies sei effektiv und zudem stromsparender als andere Kühlsysteme.
Supercomputer: China wird
Weltmacht Top-Hybridsysteme zeigen Schwierigkeit des Benchmark-Vergleichs
Mannheim/Berkeley/Wien (pte) - China hat sich wie
erwartet in der aktuellen Liste der Top500 Supercomputer
http://www.top500.org
mit "Tianhe-1A" die Spitzenposition gesichert. Auch Rang drei geht mit "Nebulae"
an das Reich der Mitte. Beide Systeme setzen auf eine Hybridarchitektur mit
Nvidia-Grafikprozessoren (GPUs) als Beschleuniger. Damit zeigen sie nicht
nur einen Architekturtrend, sondern auch die Grenzen des Top500-Vergleichs
auf. Denn der Linpack-Benchmark kann nur einen relativ geringen Teil ihrer
theoretischen Rechenleistung nutzen.
Insgesamt ist Asien in den aktuellen Top500 auf
dem Vormarsch. Auch der vierstärkste Superrechner der Welt, der japanische "Tsubame
2.0", stammt aus Fernost. China wiederum unterstreicht auch zahlenmäßig den
Anspruch einer Supercompter-Weltmacht. Das Land ist nun mit über 40 Systemen
im Ranking vertreten. Damit hat es Japan, Frankreich, Deutschland und
Großbritannien überflügelt und liegt hinter den USA auf Rang zwei.
Leistungsgrenzen
Tianhe-1A ist ein Supercomputer, dessen
Architektur theoretisch eine Spitzenleistung von 4,701 Petaflops (Billiarden
Rechenoperationen pro Sekunde) erlaubt. Diesen Wert erreicht der für die
Top500-Liste genutzte Linpack-Benchmark aber nicht annähernd. "Linpack wird
für die Nvidia-GPUs natürlich speziell umgeschrieben und optimiert, damit er
die Rechenleistung der Tesla-Karten zumindest halbwegs ausnutzen kann",
erklärt Siegfried Benkner, Leiter des Institute of Scientific Computing an
der Universität Wien
http://www.par.univie.ac.at
, gegenüber pressetext. Dennoch weist der Test nur 2,507 Petaflops
Rechenleistung aus.
Das reicht zwar immer noch, um den bisherigen
Spitzenreiter "Jaguar", der auf Opteron-CPUs setzt, vom Thron zu stoßen.
Doch der Unterschied zwischen theoretischer (2,331 Petaflops) und gemessener
Rechenleistung (1,759 Petaflops) ist beim US-System nicht annähernd so groß.
Das liegt letztendlich daran, dass eine optimale Nutzung der Hybridsysteme
eigens optimierte Programme erfordert. "Bei anderen, nicht so gut für die
spezielle GPU-Architektur geeigneten Codes ist es sehr schwierig, eine hohe
Effizienz zu bekommen", erklärt Benkner.
Energiefrage
Dem Experten zufolge ist gerade bei großen
komplexen Simulationscodes der erforderliche Optimierungsaufwand für hybride
CPU-GPU-Architekturen enorm. "Dennoch scheint dieses hybride
Architekturkonzept in Zukunft immer wichtiger zu werden - hauptsächlich
wegen des weitaus besseren Flops-pro-Watt-Verhältnis", sagt Benkner. Der
Unterschied in Sachen Energieeffizienz ist bei den Spitzensystemen der
Top500 gewaltig. Der zweitplatzierte Jaguar mit seiner CPU-Architektur zieht
etwa drei Viertel mehr Leistung als Tianhe-1A und rund 2,7 mal so viel wie
der drittplatzierte Nebulae.
Deutschland ist im aktuellen Top500-Ranking bei
der Zahl der Systeme mit 26 Supercomputern an Großbritannien vorbeigezogen
und damit nun Europa-Spitzeneiter. Allerdings ist Deutschlands stärkster
Rechner "JUGENE" am Forschungszentrum Jülich auf den neunten Platz
abgerutscht. Europas leistungsfähigsten Supercomputer hat nun mit "Tera-100"
die französische Atomenergiebehörde CEA
http://www.cea.fr
Ixquick informiert nun
auch auf Facebook
Zeist - (pts) - Seit 2006 schützt Ixquick die
Privatsphäre in Europa und war damit die erste Suchmaschine, die ihr
Geschäftsmodell vollständig auf mehr Privatsphäre im Internet ausrichtete.
2008 erhielt Ixquick als bisher einziger Anbieter das erste Europäische
EuroPriSe Datenschutz-Gütesiegel. Im September dieses Jahres wurde ein
deutschsprachiges Profil bei Facebook
http://www.facebook.com/ixquick.de
installiert, um dort über Möglichkeiten zu mehr Selbstschutz zu informieren.
Ixquick setzt auf die Dynamik der Community, die für eine rasche Verbreitung
der kostenlosen Dienstleistung sorgen soll.
Beim Surfen mit einer der gebräuchlichen
Suchmaschinen werden sämtliche Suchanfragen gespeichert. Suchbegriffe,
Zeitpunkt des Besuchs, Links, die angewählt wurden, die IP-Adresse der
AnwenderInnen und sogenannte User ID Cookies. All diese Daten werden im
System der Suchmaschinen gespeichert. Benutzerprofile, die aus dieser Fülle
von Informationen erstellt werden können, sind für Marketingspezialisten von
heute viel Geld wert und können bei Missbrauch großen Schaden anrichten.
Ixquicks Geschäftsidee hingegen beruht auf einem
breiten Sicherheitskonzept. Wer mit Ixquick sucht, verwendet mehrere
relevante Suchmaschinen gleichzeitig. Die Ergebnisse werden verfeinert und
die Suchenden werden komplett abgeschirmt. Die durchsuchten Suchmaschinen
erhalten keinerlei Daten über Suchverhalten oder Herkunft der Userinnen.
Ixquick löscht sämtliche Daten umgehend. Und auch nach dem Verlassen von
Ixquick wird über einen jeweiligen Proxylink bei den Suchergebnissen weiter
hundertprozentiger Datenschutz geboten.
Auf Facebook soll nun über Gefahren bei der Suche
im Internet informiert werden. "Wir möchten aufzeigen, welche Konsequenzen
der unbesorgte Umgang mit Internettechnologie hat. Unsere Aufgabe ist der
Schutz vor Gefahren wie der Datensammelwut der Werbeindustrie", so
Pressesprecher Alexander van Eesteren.
Gute Ideen erhalten im Web viel Rückenwind. Und
genau auf diesen Umstand hoffen auch die Betreiber von Ixquick. Jeder Mensch
hat ein Recht auf Privatsphäre. Und bei Ixquick ist man überzeugt davon,
dass künftig der geschäftliche Erfolg eines Unternehmens vom umsichtigen
Umgang mit der Gesellschaft und einem nachhaltig ethisch korrekten
Businesskonzept abhängen wird.
www.facebook.com/ixquick.de
/www.privat-im-internet.de
robert@ixquick.com
Tel. +31-30 6971778
Augenbewegung als Schlüssel Softwarelösung
verspricht höchste Sicherheit mit einfachen Webcams
Haifa/Cambrige (pte) - Das israelische Start-up
ID-U Biometrics
http://idu-biometrics.com
hat ein Eye-Tracking-System entwickelt, das als hochsichere biometrische
Zugangssicherung dient. Dazu macht sich "4D-Biometrics" zunutze, dass jeder
Mensch ein eigenes Augenbewegungsmuster hat. Das ermöglicht eine dynamische
Signatur, die neben Passwörtern und Fingerabdruckscannern auch bisherige
Augenscans ausstechen soll.
Zudem ist die Software-basierte Lösung ohne großen
Hardwareaufwand leicht umzusetzen. So ist bereits eine iPhone-App in Arbeit,
berichtet Technology Review. Da 4D-Biometrics mit beliebigen Bildschirmen
und auch mit Webcams geringer Auflösung funktionert, können generell
bestehende Systeme leicht nachgerüstet werden, so das Unternehmen.
Dynamische Erkennung
Im Gegensatz zu biometrischen Systemen wie
Netzhaut- oder Fingerabdruckscannern identifiziert die ID-U-Lösung Personen
anhand eines dynamisches Musters. Dabei macht sich das System zunutze, dass
die Augenbewegung jedes Menschen ganz persönlichen Variationen unterworfen
ist. Das Interface ist dabei wirklich einfach. "Der User beobachtet ein
bewegtes Ziel auf einem Bildschirm, während eine Kamera die Reaktion in der
Augenbewegung überwacht", erklärt ID-U-CEO Daphna Palti-Wasserman.
Bei der ersten Messung ermittelt die Software
augrund der individuellen Vaiationen eine Art Augenbewegungs-Signatur, dank
der es den Nutzer danach identifizieren kann. Laut ID-U kann das System
nicht wie Fingerabdruck- oder Netzhautscanner durch gute Nachbildung
getäuscht werden. Die potenziellen Anwendungsgebiete sind laut Unternehmen
vielfältig. Da Computerbildschirm und Webcam als Hardware reichen, umfassen
sie beispielsweise die Zugangssicherung von Unternehmens-PCs ebenso wie
sichere Online-Transaktionen.
Ohne Hände, mit Brille
4D-Biometrics verspricht dank
Bildschirm-Kamera-Interface auch eine sehr einfache Anwendung. Klarerweise
muss der Nutzer nicht extra die Hände frei haben und kann auch Handschuhe
tragen. Das ist praktisch bei mobilen Anwendungen im Winter oder in
Unternehmen, wo Schutzkleidung erforderlich ist. Zudem funktioniert die
Lösung laut ID-U selbst dann, wenn der User eine Schutzbrille trägt. Selbst
schlechte Beleuchtung, Schmutz oder Lärm machen dem System laut Hersteller
nichts aus.
3D-Werbung wirkt stark
verkaufsfördernd Effekt lässt jedoch mit zunehmender Gewöhnung nach
Hürth (pte) - Die 3D-Technologie bietet in der
Vermarktung von Produkten große Chancen, um den Absatz zu steigern. Zu
diesem Schluss kommt das Marktforschungsinstitut SKOPOS
http://www.skopos.de
in einer aktuellen Studie. Das Institut hat einen Werbespot für ein fiktives
Fruchteis namens 'Passione' einer Testgruppe in 3D und einer weiteren Gruppe
im herkömmlichen 2D-Format gezeigt. Ergebnis ist, dass nicht nur der
Werbespot selbst, sondern auch das beworbene Produkt besser abgeschnitten
hat, wenn der Spot in 3D gesehen wurde.
Die positiven Eigenschaften der 3D-Technologie
haben sich auf den Spot übertragen, der von den Befragten als modern,
originell und einzigartig bewertet wurde. Das Produkt wiederum konnten sich
die 3D-Zuschauer besser vorstellen als die 2D-Gruppe. Als das Eis
schließlich gekostet wurde, bemerkte ein größerer Anteil der 3D-Befragten,
dass das Eis genau ihren Vorstellungen entsprochen hätte. Auch der Geschmack
scheint vom 3D-Erlebnis beeinflusst zu werden. 82 Prozent der 3D-Zuschauer
fanden das 'Passione' lecker, bei der 2D-Gruppe waren es nur 64 Prozent.
3D-Spots derzeit besonders effektiv
"3D-Werbung zieht derzeit vor allem auch, weil die
3D-Effekte noch neu sind", erklärt Jan Berlin, Research Director bei SKOPOS,
gegenüber pressetext. "Wer jetzt 3D-Werbung schaltet, erreicht eine Vielzahl
an noch 3D-unerfahrenen Zuschauern. Die sind allein von der Technologie so
begeistert, dass es für den Werbetreibenden relativ einfach ist, positive
Ausstrahlungen auf Produkt und Marke zu erzielen."
Der Experte geht jedoch nur von einem
vorübergehenden positivem Effekt aus. "Die Wahrnehmungschancen der
3D-Werbung werden mit der Zeit nachlassen. Mit der zunehmenden Anzahl an
3D-Filmen in Kino und Pay-TV wird es auch mehr Werbespots in 3D geben. Die
Zuschauer werden aufgrund der Gewöhnung verstärkt dazu übergehen, bei
Werbeblöcken die 3D-Brille abzunehmen und die Augen für den eigentlichen
Film zu schonen."
Produkte müssen zum Anfassen sein
Vereinzelt wird man auch später immer wieder
3D-Neulinge erreichen, da davon auszugehen ist, dass die Verbreitung - vor
allem im TV - eher schleppend verlaufen wird. "Aber ein wichtiger Vorteil
ist momentan, dass der Markt noch jung ist und Kinobetreiber überhaupt nur
wenige Spots zur Verfügung haben, die sie ausstrahlen können", so Berlin.
Allgemein ist es auf jeden Fall wichtig, dass in
der Werbung mit dem Effekt gespielt wird. Es geht nicht um die
3D-Technologie an sich, sondern die präsentierten Produkte müssten zum
Anfassen sein. "Es ist kein Zufall, dass es schon 3D-Werbung für Bier und
Eis gibt, aber nicht für Banken und Versicherungen", resümiert Berlin.
Toronto/Berlin (pte/23.09.2010/12:05)
- Schon vor über 500 Jahren hatte Leonardo da Vinci die Vision eines
Fluggeräts, das dank Muskelkraft mit dem Schwingenschlag eines Vogels
fliegt. Dem Kanadier Todd Reichert, Doktorand am Institute for Aerospace
Studies der University of Toronto http://www.utias.utoronto.ca
, ist das endlich gelungen. Er hat mit dem Ornithopter "Snowbird" im
August einen kontinuierlichen Flug geschafft, der nun bei der Fédération
Aéronautique Internationale http://www.fai.org
offiziell als Rekord eingereicht wurde.
"Ich finde diesen
Flug sehr bedeutsam. Er zeigt das Potenzial des Schwingenflugs", meint
Ingo Rechenberg, Inhaber des Lehrstuhls Bionik und Evolutionstechnik an
der TU Berlin
http://www.bionik.tu-berlin.de , im
Gespräch mit pressetext. "Es handelt sich um eine sehr effiziente, aber
hochkomplexe Fortbewegungsart."
Traum wird Realität
"Die Snowbird ist
der Erfüllung eines uralten Luftfahrt-Traums", sagt Reichert. Immerhin hat
da Vinci 1485 seinen Ornithopter skizziert. Die Vision, aus eigener Kraft
wie ein Vogel zu fliegen, ist freilich noch älter. Ein Ornithopter setzt
diese Idee im engsten Sinne um, da sich Fluggerät tatsächlich durch einen
Flügelschlag bewegt. Damit das gelingt, ist die Snowbird extrem leicht
konstruiert. Obwohl der Ornithopter mit 32 Metern eine ähnliche Spannweite
wie eine Boeing 737 hat, wiegt die Gesamtkonstruktion nur knapp 43 Kilo.
Reichert selbst hat für den Flugversuch zudem gut acht Kilo abgenommen.
Wie die University
of Toronto jetzt bekannt gegeben hat, fand der Rekordflug bereits am 2.
August dieses Jahres im Beisein eines FIA-Vertreters statt. Dabei hat die
Snowbird unter Muskelkraft 145 Meter bei einer
Durchschnittsgeschwindigkeit von 25,6 Kilometern pro Stunde zurückgelegt.
Die Flugdauer wirkt mit 19,3 Sekunden sehr kurz, ist aber beispielsweise
um rund die Hälfte länger als der erste motorisierten Flug Orville Wrights
am 17. Dezember 1903. Jedenfalls dürfte die Marke laut Universität im
Oktober von der FIA offiziell als Weltrekord für einen bemannten
Ornithopter-Flug bestätigt werden.
Besser im Kleinen
Der Snowbird-Flug
soll vor allem eine Inspiration darstellen, den menschlichen Körper und
Geist sinnvoll zu nutzen, so Reichert. Muskelkraftgetriebene Ornithopter
als Transportmittel werden sich aber kaum durchsetzen. Generell ist der
Schwingenflug für die bemannte Luftfahrt mit großen Flugzeugen wohl nicht
geeignet, meint auch Rechenberg. "Für kleinere Flugobjekte könnte er aber
eine bessere Fortbewegungsart darstellen als der Propellerflug", ist der
Wissenschaftler überzeugt. Bei Modellflugzeugen und Drohnen kommt das
Prinzip bisweilen schon zum Einsatz. So nutzt etwa die libellengroße DelFly
(pressetext berichtete:
http://pressetext.com/news/080723004/)
das Flugprinzip eines Ornithopter. Die Snowbird auf Vimeo:
http://www.vimeo.com/15168011
Wien (pts) - Vor
allem bei kleineren und mittelgroßen Unternehmen sind sie zunehmend
beliebter: Sogenannte NAS-Systeme (Network Attached Storage), die als
zentrale Daten-Speichereinheit für ein Computernetzwerk fungieren. Sie
sind unabhängig vom Betriebssystem des Arbeitsplatzes, einfach zu
installieren und bieten durch einen internen Festplatten-Verbund (RAID)
erhöhten Schutz gegen Datenverlust. Doch für viele Unternehmen wird genau
diese vermeintliche Ausfallsicherheit zur Datenfalle: "Wir registrieren
seit Jahresbeginn eine steigende Anzahl an Fällen von Datenverlust bei
NAS-Systemen", warnt nun DI. Nicolas Ehrschwendner, Geschäftsführer des
europäischen Datenrettungsunternehmens Attingo mit der Zentrale in Wien.
Das Hauptproblem:
Durch die vermeintliche Ausfallsicherheit werden Backups vernachlässigt.
Diese sind jedoch unerlässlich, da die Systeme eben nicht ausfallsicher
sind. Im Gegenteil: Oft wird durch die Konfiguration der Systeme zur
Maximierung der Kapazität auf Datensicherheit verzichtet. "Bei einigen
Systemen führt der Ausfall einer einzigen Festplatte im Verbund dazu, dass
der gesamte Datenbestand nicht mehr ansprechbar ist", erklärt
Ehrschwendner. Da jede Festplatte aber früher oder später defekt wird, ist
der Totalausfall nur eine Frage der Zeit. Dies kann zu einem kompletten
Stillstand des Unternehmens mit horrenden Kosten führen: Die Datenfalle
schnappt zu.
Damit der Ausfall
nicht zur Katastrophe wird, ist eine professionelle Datenrettung in diesem
Fall unerlässlich. Die Spezialisten bei Attingo können in mehr als 90
Prozent der Fälle verlorene Daten wiederherstellen. "Gerade bei
NAS-Systemen hat der Anwendner keine Chance, selbst wieder an die Daten zu
kommen", so Ehrschwendner. Oft wird eine Datenrettung bei NAS zusätzlich
erschwert, da die Hersteller nicht quellenoffene Software (sogenannte
proprietäre Software) für ihr NAS verwenden. Diese muss von den
Datenrettern erst mit aufwändigen Reverse-Engineering-Verfahren analysiert
werden, um Daten retten zu können.
Ein häufiges Problem
sind Fälle, bei denen ein NAS nach einem Update der Firmware ausfällt.
Dadurch werden etwa interne Speicherstrukturen verändert, die das NAS nach
dem Update leer erscheinen lassen. Ein Backup vor dem Update ist daher
unerlässlich.
Attingo Datenrettung
ist ein führender, europäischer Anbieter von Datenrettungen. Die
Datenrettung befasst sich mit der Rekonstruktion von Daten, die durch
Löschung, Formatierung, technischen Defekt, Manipulation, Sabotage oder
mechanische Einflüsse wie Wasser oder Feuer beeinträchtigt wurden. Attingo
rettet diese Daten. Das Unternehmen betreibt dazu modernste
Reinraumlaboratorien in Wien, Hamburg und Amsterdam und verfügt über
Experten mit jahrelanger Erfahrung. Attingo ist in Notfällen für seine
Klienten 24 Stunden an 7 Tagen die Woche zu erreichen.
Frankfurt am Main (ots)
- German Entertainment and Media Outlook von PwC: Branchenumsatz steigt bis
2014 auf über 68 Milliarden Euro / Fernsehen und Zeitung werden als
Top-Medien abgelöst / Kinos mit Milliarden-Umsatz
In der deutschen
Medienbranche bricht ein neues Zeitalter an. In diesem Jahr wird das
Fernsehen erstmals die Zeitung als größten deutschen Werbeträger ablösen.
Aber schon von 2011 an verdrängt die Onlinewerbung das TV wieder von der
Spitzenposition. Auch mittelfristig wird die Werbung im Internet
überdurchschnittlich stark wachsen und ihren Marktanteil von rund 22 Prozent
im vergangenen Jahr auf voraussichtlich fast 32 Prozent im Jahr 2014
steigern, wie die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC in
ihrem "German Entertainment and Media Outlook 2010 - 2014" prognostiziert.
"Der Siegeszug der
Onlinewerbung war absehbar. Durch die Wirtschaftskrise hat sich der
strukturelle Wandel der Medienbranche aber erheblich beschleunigt. Die
Konsumenten wandern verstärkt ins Internet und verbringen immer mehr Zeit
online. Diesem Trend folgen die Werbebudgets. Zusätzlichen Schub gewinnt
die Entwicklung durch das mobile Internet, das dank attraktiver Endgeräte,
schneller Mobilfunknetze und Datenflatrates zunehmend an Bedeutung
gewinnt", kommentiert Werner Ballhaus, Leiter des Bereichs Technologie,
Medien und Telekommunikation bei PwC, die Entwicklung.
Für die deutsche
Medienbranche insgesamt erwartet PwC ein weiteres Wachstum der Werbeerlöse
und Verbraucherausgaben. Von 2010 bis 2014 wird der Gesamtumsatz um
jahresdurchschnittlich 3,6 Prozent auf 68,1 Milliarden Euro zulegen. Die
Werbeerlöse werden bis 2014 mit 4,8 Prozent schneller wachsen als die
Konsumentenausgaben, die um 3,2 Prozent pro Jahr steigen.
Das Jahr 2010
schließt die Branche mit einem Umsatzplus von geschätzt 2,6 Prozent auf
59,1 Milliarden Euro ab. Die in dieser Summe enthaltenen Werbeeinnahmen
werden um 3,5 Prozent und damit stärker als der Gesamtmarkt zulegen,
absolut betrachtet bleibt der Werbeumsatz mit knapp 15 Milliarden Euro um
mehr als eine Milliarde Euro unter dem Wert von 2008. Erst im Jahr 2012
wird mit Erlösen von voraussichtlich 16,2 Milliarden Euro wieder
Vorkrisen-Niveau erreicht werden.
Konsumenten geben
mehr Geld für mobiles Internet aus
Das Internet
dominiert nicht nur bei den Werbeumsätzen, sondern bindet auch einen immer
größeren Teil der Verbraucherausgaben. Dies ist in erster Linie auf die
zunehmende mobile Nutzung zurückzuführen. So werden die Ausgaben für
Festnetzanschlüsse von 2010 bis 2014 nur um jährlich 2,6 Prozent auf knapp
7,1 Milliarden Euro zulegen, während die mobilen Zugangsentgelte um
durchschnittlich 13,7 Prozent auf gut 4,2 Milliarden Euro im Jahr 2014
steigen.
Insgesamt werden für
den Internetzugang 2014 gut 11,3 Milliarden Euro ausgegeben. Damit liegt
dieses Segment bei den Konsumentenausgaben klar in Führung, gefolgt von
Büchern (10,3 Milliarden Euro) und den Ausgaben für das Fernsehen (9,7
Milliarden Euro).
TV und Internet
wachsen auch in den nächsten Jahren weiter zusammen. So werden im Jahr 2014
immerhin 2,9 Millionen Haushalte TV-Inhalte über das Internet-Protokoll (IPTV)
empfangen. Zwar bleibt auch dann der IPTV-Marktanteil an allen
Fernseh-Haushalten mit 7,5 Prozent noch vergleichsweise gering (Kabel: 47,4
Prozent, Satellit: 40,1 Prozent).
"Angesichts der weit
überdurchschnittlichen Wachstumsrate von jährlich 17,9 Prozent zwischen
2010 und 2014 ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis sich IPTV als
mindestens gleichberechtigter Übertragungsweg durchgesetzt hat", sagt
Ballhaus voraus.
3D bringt Kinos
Umsatzschub
Neue Technologien
können allerdings auch etablierten Medien zu Wachstum verhelfen. So ließen
3D-Filme wie "Avatar" und "Alice im Wunderland" die Erlöse auch an
deutschen Kinokassen in die Höhe schnellen. Das Umsatzplus ist aber zu
einem guten Teil auf höhere Ticketpreise für die aufwändigen
Filmproduktionen zurückzuführen. PwC erwartet für 2010 einen
durchschnittlichen Preisanstieg für Kino-Tickets von über zehn Prozent.
Damit zeichnet sich trotz eines Besucherrückgangs (minus 6,4 Prozent) an
den deutschen Kinokassen in diesem Jahr ein Rekordumsatz von erstmals mehr
als einer Milliarde Euro ab.
Dieser Preiseffekt
wird sich auch in den kommenden Jahren bemerkbar machen. Während die
PwC-Experten bis 2014 mit einem Anstieg der verkauften Kinokarten um
jährlich 2,8 Prozent auf 153 Millionen Tickets rechnen, werden die
Verkaufserlöse um durchschnittlich 6,6 Prozent auf gut 1,3 Milliarden Euro
zulegen.
Musikbranche schöpft
Hoffnung
Die fortschreitende
Digitalisierung gibt auch der lange Zeit gebeutelten Musikbranche Hoffnung.
So werden die Erlöse aus dem Digitalgeschäft den Rückgang physischer
Verkäufe von 2013 an erstmals überkompensieren und nach vielen Jahren wieder
zu Wachstum im Musikmarkt führen. Frühere Umsatzhöhen werden aber nicht
mehr erreicht. Denn digitale Musik ist billiger als Musik etwa auf CD.
Über PwC: PwC bietet
branchenspezifische Dienstleistungen in den Bereichen Wirtschaftsprüfung,
Steuerberatung und Unternehmensberatung. Dort schaffen wir für unsere
Mandanten den Mehrwert, den sie erwarten. Mehr als 161.000 Mitarbeiter in
154 Ländern entwickeln in unserem internationalen Netzwerk mit ihren
Ideen, ihrer Erfahrung und ihrer Expertise neue Perspektiven und
praxisnahe Lösungen. In Deutschland erzielt PwC an 29 Standorten mit 8.700
Mitarbeitern eine Gesamtleistung von rund 1,33 Milliarden Euro.
PwC kommuniziert in
Zukunft einfacher, klarer und kürzer und hat daher den Namen von
PricewaterhouseCoopers in PwC geändert. Im Text mit großem 'P' und großem
'C' - nur im Logo sind alle Buchstaben kleingeschrieben.
Canberra/New York (pte) - Die zentrale Rolle, die Social Networks wie
Facebook im Alltag eingenommen haben, wird für immer mehr User zur
Belastung. Sie fühlen sich "digital überladen" und gönnen sich häufig
Pausen vom Online-Stress, wie die Marktforscher der Lifelounge Group und
Sweeney Research in Australien aufzeigen. So bestimmt Social Networking
insbesondere das Leben junger Nutzer immer stärker. Den Experten nach
definiert die Jugend ihre Identität mittlerweile primär anhand der
Netzwerke und nicht mehr über die Musik. Wer überfordert ist, zieht sich
zumindest vorübergehend ins Offline-Leben zurück.
Wöchentlich fünf Stunden auf Facebook
"Auf Pause zu drücken bedeutet nicht, ganz abzuschalten", wird Lifelounge-CEO
Dion Appel von australischen Medien zitiert. Die 16- bis 30-jährigen User
wollen jedoch den Druck vermindern. Sie versuchen, bei dem wachsenden
Bedarf, ständig online sein zu müssen, eine bessere Balance zu finden.
Dabei verbringen die Medienkonsumenten beispielsweise bewusst mehr Zeit
mit dem Lesen von Büchern. Mit zumindest fünf Stunden pro Woche
beschäftigen sich aber immer noch 47 Prozent der Nutzer am meisten mit
Facebook.
Dabei sind die Plattformen, obwohl sie weiterhin wachsende Userzahlen
und eine steigende Nutzungsdauer verzeichnen, für viele reinste
Zeitverschwendung. Wie das US-Magazin Vanity Fair aufzeigt, haben die
Portale darin sogar das Fernsehen überholt. 36 Prozent der
Medienkonsumenten empfinden Social Networking als "ihre größte
Zeitvergeudung". Beim Fernsehen, Shopping oder Lesen haben hingegen nur
23, neun bzw. zwei Prozent dieses Gefühl. Ebenfalls zwei Prozent meinen,
sie verschwenden ihre Zeit in ihrem Job.
Traum vom fliegenden Auto wird
Realität
Washington (pte) - Der US-Fahrzeugbauer Terrafugia
http://www.terrafugia.com
hat angekündigt, mit seiner Entwicklung eines fliegenden Autos in
Serienproduktion zu gehen. Wie US-Medien berichten, wird das Unternehmen
demnächst ein Flugzeug produzieren, das sich bei Bedarf auch in ein
straßentaugliches Auto verwandeln lässt. Der Verkauf des "Transition"
genannten Vehikels, für das interessierte Kunden voraussichtlich an die
200.000 Dollar auf den Tisch blättern müssen, soll schon im kommenden Jahr
starten.
Bislang war Terrafugia mit seinem ambitionierten
Vorhaben, das erste fliegende Auto der Welt auf den Markt zu bringen, vor
allem an den strengen Bestimmungen der US-amerikanischen
Bundesluftfahrtbehörde Federal Aviation Administration (FAA)
http://www.faa.gov
gescheitert. Ausschlaggebend hierfür war der Umstand, dass der neuartige
Zweisitzer als Leichtflugzeug entworfen worden ist, letzten Endes aber um
gut 50 Kilogramm über der entsprechenden Zulassungsgrenze für das hierfür
erlaubte Gesamtgewicht liegt. Nun hat die Behörde doch noch grünes Licht für
die Produktion gegeben.
Strenge Sicherheitsbestimmungen
Damit Terrafugias Transition nicht nur in der Luft
sondern auch auf der Straße zum Einsatz kommen darf, muss es - wie jedes
herkömmliche Auto auch - gewissen Sicherheitsstandards entsprechen. Um eine
Straßenzulassung als verkehrssicheres Fahrzeug zu erhalten, muss der
Hersteller beispielsweise sicherstellen, dass das Gefährt über
Sicherheitsfeatures wie Knautschzone oder eingebaute Airbags verfügt.
Wer sich ernsthaft für die Anschaffung des
"fliegenden Autos" interessiert, sollte sich aber bewusst sein, dass seine
Lenker zusätzlich zu einem normalen Führerschein zumindest über eine
Fluglizenz für Leichtflieger verfügen müssen. Diese wird in den USA bereits
nach der erfolgreichen Absolvierung von 20 Flugstunden ausgestellt.
In 30 Sekunden vom Auto zum Flugzeug
Als Straßenfahrzeug ist "Transition" laut
Hersteller mit einer Maximalgeschwindigkeit von 110 Kilometer pro Stunde
beinahe so schnell wie ein herkömmliches Auto. Der Treibstoffverbrauch wird
mit acht Litern auf 100 Kilometer angegeben. Für einen Einsatz in der Luft
werden innerhalb von 30 Sekunden die zuvor eingeklappten Flügel ausgefahren
und der Frontpropeller angeworfen. Dort schafft die Maschine eine
Höchstgeschwindigkeit von 180 Stundenkilometern bei einer Reichweite von 740
Kilometern.
Forscher wollen Perlmutt
nachahmen - Mit Hilfe biologischer Strukturen
Augsburg (pte) - Die spezielle Kristallform der
Aragonitkristalle im Perlmutt kann durch einen Transformationsprozess
nachgebildet werden. Dieser Nachweis ist dem Forscherteam um Dirk Volkmer
vom Lehrstuhl für Festkörperchemie an der Universität Augsburg
http://www.physik.uni-augsburg.de
gelungen. Dabei spielt "flüssiges" an der Kristallisation gehindertes
Calciumcarbonat eine entscheidende Rolle. Die Erkenntnis ist ein weiterer
Schritt zur Entwicklung von innovativen Materialien, die die gleichen
positiven Eigenschaften aufweisen wie Perlmutt.
"Biologische Organismen haben im Laufe der
Evolution eine Fülle von Materialien entwickelt, die als Vorlage für
innovative Konstruktionswerkstoffe, aber auch für Anwendungen im Bereich der
Medizin interessant sind", erklärt der Forscher im pressetext-Interview. Die
scheinbar so einfach konzipierten Muscheln und Schnecken haben viel
komplexere Systeme, als angenommen.
Bisher waren Forscher davon ausgegangen, dass sich
die geordnete Perlmuttstruktur durch gerichteten Aufwuchs von
Calciumcarbonat-Kristallen auf eine präorganisierte organische Matrix
ergibt, die dafür eine Art Blaupause liefert. Mit den nun gewonnenen
Erkenntnissen ist diese Meinung nicht mehr haltbar.
Interessanter Kompositwerkstoff
Volkmer befasst sich mit der Übertragung
biologischer Struktur- und Synthesestrategien auf technische Systeme. "In
den Forschungsvorhaben geht es zum Beispiel darum, die natürlichen Prozesse
der Perlmuttbildung nachzuahmen", erklärt der Forscher. "Perlmutt ist ein
Kompositmaterial aus Calciumcarbonat und einem sehr geringen, aber
entscheidenden Anteil spezialisierter organischer Moleküle." Diese Moleküle
gliedern den Raum, in dem die Mineralisation der Schale erfolgt. Sie prägen
die Form der mikroskopischen Kristalle und verkleben diese untereinander zu
einem äußerst zähen und korrosionsbeständigen Kompositwerkstoff, der mit dem
brüchigen Mineralbaustoff Kalk nur wenig gemein hat.
"Uns geht es auch um Phänomene, die für Muscheln
oder Schnecken so bezeichnend sind. Dazu gehört etwa die Frage, warum die
Perlmuttschicht auch in abgestorbenen Tieren immer noch nicht bewachsen ist,
obwohl die Tiere seit Jahren tot sind", so der Forscher. Das lege die
Vermutung nahe, dass sich Perlmutt als Anti-Fouling-Beschichtung eignet.
Dabei ist auch der strukturelle Unterschied zwischen dem äußeren
Muschelkalk, die sehr wohl bewachsen ist, und der Perlmuttschicht
interessant.
Vielfache Anwendung
"Der eigentliche Kristallisationsprozess ist
dennoch immer noch rätselhaft", bestätigt Volkmer. In einfachen
Modellsystemen konnte die Arbeitsgruppe bereits zeigen, dass sich mit
solchen biomimetischen Strategien perlmuttartige Oberflächen herstellen
lassen. Von der Züchtung einer Beschichtung durch Polymerzusätze sei man
noch sehr weit entfernt. Die Entdeckung des "flüssigen Kalkes" der dann
durch chemische Stoffe ausgehärtet werde, ist jedenfalls ein großer Schritt.
Das Spektrum von potenziellen Anwendungen reicht
von korrosionsbeständigen Beschichtungen über kratzfeste Autolacke und
Leichtbauwerkstoffen bis hin zu neuartigen Knochenersatzwerkstoffen. Auch
die Baustoffindustrie hat großes Interesse an einem solchen Werkstoff,
erklärt der Forscher abschließend.
Innovation und Kreativität
fördern - 3M unterstützt Oberösterreichischen EDISON Preis
Perchtoldsdorf (pts) - Am Dienstag, den 29. Juni
2010, wurden die drei Sieger des EDISON Preises 2010 gekürt. Der von der
Johannes Kepler Universität Linz, der Fachhochschule Oberösterreich und der
Kunstuniversität Linz getragene oberösterreichische Award prämiert kreative,
technologieorientierte Produkt- und Dienstleistungsideen mit hohem
Erfolgsspotenzial am Markt. Der internationale Multi-Technologiekonzern 3M
ist Hauptsponsor des Wettbewerbs.
"Die Förderung von Innovation, Kreativität und
Unternehmertum ist uns ein wichtiges Anliegen und tief in unserem
Selbstverständnis verankert", erklärt Stefan Gabriel, Präsident 3M New
Ventures. Dieser Bereich von 3M ist weltweit damit befasst, herausragende,
für 3M neue Technologien und Geschäftsfelder zu identifizieren, zu
akquirieren und zu entwickeln. Dabei liegt der Fokus auf hochinnovativen,
schnell wachsenden Unternehmen in Trendmärkten sowie strategisch relevanten
Bereichen wie Energie und Nachhaltigkeit, Wasser, Architektur und Licht,
Kommunikation und Medien, Gesundheit, Mobilität sowie Sicherheit. 3M New
Ventures beteiligt sich in Form einer strategischen Partnerschaft. Die
finanzierten Unternehmen profitieren von den umfassenden Fähigkeiten und
Erfahrungen von 3M, u.a. in Bereichen wie Vertrieb, Forschung & Entwicklung,
Internationalisierung sowie Logistik und Produktion.
Felix Thun-Hohenstein, Managing Director 3M
Österreich und Schweiz: "Unsere Stellung als eines der innovativsten
Technologieunternehmen der Welt beruht ganz wesentlich auf der Art und
Weise, wie wir Innovation betreiben: Unsere Mitarbeiter dürfen und sollen
experimentieren und frei denken. So entstehen neue, innovative und
effiziente Lösungen für unsere Kunden, die dann - mit der Erfahrung,
Konsequenz, Qualität und Geschwindigkeit eines Weltkonzerns umgesetzt -
Fortschritt und Vorsprung sichern. Die Offenheit im Denken und die
Bereitschaft Ideen - gleichgültig, woher sie kommen - aufzugreifen, sind
zentraler Bestandteil unserer Unternehmensphilosophie."
Vor kurzem von 3M Österreich ins Leben gerufen:
http://www.zukunft-innovation.com
. Die Seite vernetzt Unternehmen, die ungewöhnliche Vorschläge und Ansätze
suchen, mit einer Online-Community aus kreativen Köpfen unterschiedlichster
Bereiche.
EU-Patent für
Lebendfermentation von Granatapfel
Tauberbischofsheim (pts) - Granatäpfel schmecken
nicht nur gut, sondern sind auch außerordentlich gesund: Über 250
wissenschaftliche Studien belegen, dass die exotischen Früchte nicht nur vor
Zellalterung, Arteriosklerose, Herz- und Kreislauferkrankungen sowie
Alzheimer-Demenz schützen, sondern auch chronischen Entzündungsprozessen (z.
B. Arthritis) und Krebserkrankungen, insbesondere Prostatakrebs
entgegenwirken. Die gesundheitsfördernden Wirkungen des Granatapfels sind
auf seine antioxidativen Pflanzenstoffe zurückzuführen, die sogenannten
Polyphenole (Tannine, Flavonoide), die ihm auch sein einzigartiges,
fruchtig-herbes Aroma verleihen.
In den letzten Jahren rückte der Granatapfel immer
mehr in das Interesse wissenschaftlicher Forschung. Vor allem der einfach zu
verzehrende Granatapfelsaft wurde in den letzten Jahren immer beliebter und
intensiv untersucht. Dabei ist Saft nicht gleich Saft: Die Produkte
unterscheiden sich sehr in Qualität und Wirkstoffgehalt (Polyphenole). Viele
Mischsäfte enthalten sehr wenig Granatapfelsaft und auch die Säfte, die aus
100% Granatapfelsaft bestehen, enthalten nicht selten minderwertige
Fruchtsäfte. Selbst qualitativ hochwertige Produkte mit hohem
Polyphenolgehalt wirken nicht bei jedem Menschen gleich. Denn die
Bioverfügbarkeit der Wirkstoffe hängt von der Beschaffenheit der Darmflora
ab - und die ist individuell sehr unterschiedlich.
Mikroorganismen im Darm verwandeln die Polyphenole
des Granatapfels in resorbierbare Substanzen - letztlich kommt der
Gesundheit nur das zugute, was der Körper auch tatsächlich aufnimmt. Einer
unzureichenden Verdauung kann auf die Sprünge geholfen werden: Probiotische
Mikroorganismen können nach Fermentation des Saftes durch eigene Enzyme
fehlende körpereigene Verdauungsleistungen teilweise ersetzen. Sie leisten
eine Art natürliche Vorverdauung und verbessern dadurch die Bioverfügbarkeit
und Bioaktivität der Polyphenole. Zudem bauen sie den fruchteigenen Zucker
des Granatapfelsafts ab - ein Plus für Diabetiker.
Darum ist die Lebendfermentation mit probiotischen
Mikroorganismen so wichtig und wurde als EU-Patent eingetragen. Das
biologische Verfahren wurde von Dr. med. L.M. Jacob entwickelt und als
Patent mit der Nummer EP2132994 am 26.05.2010 veröffentlicht. Bei der
Fermentation werden u. a. Saccharomyces boulardii und ausgewählte
Lactobazillen mit deren natürlichen Fermenten (Enzyme) verwendet.
Seit Jahrtausenden werden Fermentationsprozesse
genutzt, um Lebensmittel verträglicher und gesünder zu machen. So gilt mit
Recht Rotwein - in Maßen genossen - trotz des Alkohols als gesunder
"Rostschutz für die Zellen". Lebendfermentierter Granatapfelsaft übertrifft
Rotwein um ein Vielfaches in seiner antioxidativen Kraft. Isolierte
hochdosierte Antioxidantien wie zum Beispiel Vitamin E werden in Fachkreisen
immer umstrittener. Dagegen ist die Vielfalt an Granatapfel-Polyphenolen in
ihrer fermentierten Form ein natürlicher Weg, die antioxidativen
Schutzsysteme des Körpers zu stärken.
http://www.drjacobsinstitut.de
Neuer Ozean entsteht in
Ostafrika
Potsdam/London (pte) - Afrika wird sich teilen und
ein neuer Ozean innerhalb des Kontinents entsteht. Zu erwarten ist dies zwar
erst in zehn Mio. Jahren, doch ist der Prozess dazu längst im Laufen und
kann heute schon besonders in der Afar-Region in Äthiopien beobachtet
werden. Geologen der Universität Leeds präsentieren auf der soeben
angelaufenen Summer Science Exhibition der britischen Royal Society
http://royalsociety.org
ein 3D-Modell, das dieses Phänomen verständlich macht.
"Es gibt weltweit nur sehr wenige Orte, an dem ein
Ozeanriss nicht am Meeresboden, sondern am Land verläuft. Man kann in
Ostafrika auf dem zukünftigem Ozeangrund herumlaufen", berichtet
Birger-Gottfried Lühr vom Geoforschungszentrum Potsdam
http://www.gfz-potsdam.de
gegenüber pressetext. Ostafrika gilt somit unter Geologen als Hotspot für
die Erforschung, wie sich ein Ozean entwickelt. Dieser Vorgang beginnt sehr
klein, geht über mehrere Stufen und dauert auch entsprechend lange.
Künftiger Ozean im Rheintal
Die erste Vorstufe ist in Deutschland zu
beobachten, so Lühr. "Auch das Rheintal ist eine Grabenstruktur, in der die
Erdkruste schon von sonst 30 auf 20 Kilometer ausgedünnt ist." Bebt es in
der Region auch immer wieder, so sind Vulkane erst dann zu erwarten, wenn
der Graben breiter als 60 Kilometer wird. Das ist in Ostafrika der Fall,
dessen Grabenboden teils auf ein Niveau von 150 Meter unter dem
Meeresspiegel abgesunken ist. Allein das Danakil-Hochland verhindert noch,
dass sich das Rote Meer auf den Graben ergießt und das neue Meer füllt.
Das Rote Meer selbst ist auch bereits der Prototyp
für die nächste Stufe, kam es doch durch den Graben zustande, den das
Auseinanderdriften von Afrika und der arabischen Halbinsel hinterließ.
"Jahrmillionen später ist eine Entwicklung wie beim Atlantik zu erwarten,
der symmetrisch aufgebaut ist und hat einen Mittelriss aufweist", so Lühr.
Die Driftbewegung beschleunigt sich mit der Zeit. Beträgt sie im Rheintal
nur um einen Millimeter jährlich, kommt das Rote Meer schon auf einen
Zentimeter. Der Atlantik hat sich relativ früh im Süden geöffnet, weshalb
die dortige Bewegungsrate über vier Zentimeter beträgt.
Pazifik ans Lebensende gelangt
Das Endstadium der Ozeane hat schließlich der
Pazifik erreicht. "Er hat seine Symmetrie bereits verloren und ist nun auch
an den Ozeanrändern aktiv. Dort taucht die ozeanische Lithosphäre unter die
kontinentale und führt dabei zu sehr starken Erdbeben und explosivem
Vulkanismus. Obwohl er der größte Ozean ist, zeichnet sich sein langsames
Absterben zugunsten der anderen Weltmeere bereits ab", so Lühr.
Hintergrund dieser Bewegungen sind die Antriebe im
Erdmantel, die sogenannten Konvektionsströme plastischen Materials. Diese
beruhen auf der Aufheizung des absinkenden Materials und den damit
verbundenen Dichteänderungen. "Schweres Material sinkt in die Tiefe und
leichteres steigt auf. Betrachtet man die Erde über Jahrmillionen, so hat
sie mehr Ähnlichkeit mit einer Flüssigkeit als mit einem starren Körper."
Die Oberfläche der Erde verändert sich ständig, allerdings sind die meisten
Bewegungen zu langsam, als dass man sie mit dem Auge wahrnehmen könnte.
Ausnahmen bilden hier Erdbeben oder Vulkanausbrüche, zu denen es in
Ostafrika zuletzt im Mai dieses Jahres kam.
Fraunhofer: Nano für die Sinne
Tokio - Gestochen scharfe
Projektionen, ein Licht, das weißer ist als weiß, Lacke, die klingen, wenn
sich die Temperatur ändert – auf der nano tech 2010 in Tokyo präsentieren
Fraunhofer-Forscher Nanotechnik als Fest für die Sinne.
Die
Vitrine leuchtet mystisch; das weiße Licht scheint aus dem Nichts zu kommen;
eine Lichtquelle ist – zumindest auf den ersten Blick – nicht zu sehen. Erst
beim genauen Hinsehen wird die Ursache der scheinbar übersinnlichen
Erscheinung sichtbar: Eine Leuchtdiode, kleiner als ein Stecknadelkopf,
emittiert durch tausende von Linsenstrukturen, die nur einige hundert
Nanometer klein sind, strahlendweißes Licht.
»Das Erzeugen von weißem Licht ohne Farbeffekte
am Rand war lange Zeit ein kaum lösbares technisches Problem«, erklärt Dr.
Michael Popall vom Fraunhofer-Institut für Silicatforschung ISC in Würzburg.
»Weißes Licht entsteht, indem man die Komplementärfarben Rot, Grün und Blau
mischt. Bei der klassischen Beamer-Technik traten dabei unerwünschte
Brechungen auf, das Ergebnis waren bunte Schlieren am Rand der Projektion.«
Die Technik, die der Forscher vom 17. bis 19. Februar auf der nano tech 2010
in Tokyo (Halle. 3.03 Stand F-14-1) präsentiert, liefert nicht nur brillante
Farben, sondern auch reines Weiß: »Kleinste rote, blaue und grüne
Leuchtdioden auf engstem Raum erzeugen das Licht, das mittels einer
Konzentratoroptik gebündelt und anschließend durch eine nanostrukturierte
ORMOCER®-Optik homogenisiert wird«, erläutert Popall, der an der Entwicklung
des Werkstoffs maßgeblich beteiligt war.
ORMOCER®e seien ein ideales Material für die
Herstellung von Mikrooptiken, resümiert der Forscher: »Sie sind nicht nur
ausgezeichnete Lichtleiter, sondern auch leicht zu verarbeiten – nicht so
spröde wie Glas und nicht so weich wie Polymer.« Tatsächlich sind ORMOCER®e
ein Hybrid aus anorganischen und organischen Bestandteilen, die auf
molekularer Ebene vernetzt sind. Mit diesem Material lassen sich Dinge
realisieren, die noch vor ein paar Jahren undenkbar waren: ultraflache und
ultrakleine Optiken für Mikrokameras oder Beamer, die in die Hosentasche
passen. Das Design der neuen ORMOCER®-Optiken haben Experten vom
Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF in Jena
entwickelt. Popall: »Dank der enge Zusammenarbeit zwischen den Chemikern am
ISC und den Physikern und Ingenieuren am IOF ist es uns gelungen,
ORMOCER®-Tandem-Arrays mit beidseitig und symmetrisch zueinander
angeordneten Mikrolinsenanordungen zu entwickeln, mit denen sich das Licht
von Leuchtdioden punktgenau und ohne Brechungsfehler projizieren lässt.« Die
neue Technik steht mittlerweile kurz vor der Markteinführung.
Nanotechnik eröffnet dabei nicht nur dem Auge
eine neue Dimension, sie macht auch Dinge hörbar, die bisher niemand
wahrnehmen konnte: Temperaturänderungen beispielsweise. Ein neuer Lack, den
Forscher vom Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung
IPA entwickelt haben, sorgt dafür, dass Oberflächen klingen, wenn sie wärmer
werden oder abkühlen. Der Trick: Im Lack befinden sich Carbon-Nanotubes, die
elektrisch leitfähig sind. Ist eine Oberfläche mit diesem Lack beschichtet,
so lässt sie sich durch Anlegen einer elektrischen Spannung aufheizen. Diese
Temperaturveränderung ist hörbar, weil beim Erwärmen der Oberfläche daran
angrenzende Luft zu schwingen beginnt. »Und dies ist nur eine von vielen
denkbaren innovativen Anwendungen. Die Beschichtung eignet sich ebenso zum
Beheizen kompliziert geformter Oberflächen und großer Flächen. In Zukunft
ist ein Einsatz als multifunktionale Schicht zum Heizen, als
Widerstandssensor oder als transparente Schicht für Farbdisplays denkbar«,
sagt Ivica Kolaric, Abteilungsleiter am IPA.
»Die Interdisziplinarität ist die Stärke von
Fraunhofer«, resümiert Popall: »In der Fraunhofer-Gesellschaft arbeiten 59
Institute zusammen. Das Know-how reicht vom Material über Technologie und
Design bis zum Produktionsprozess.« Auf der nano tech 2010 In Tokyo
präsentiert das ISC ein Spektrum optischer Materialien – von Gläsern über
ORMOCER®e und deren Nanotechnologie bis zu Kunststoffen. Das IOF steuert
hochpräzises optisches Design und Mikrotechnologie bei, das
Fraunhofer-Institut für Elektronenstrahl- und Plasmatechnik FEP
physikalische Beschichtungstechnik. Das Fraunhofer-Institut für Keramische
Technologien und Systeme IKTS in Dresden zeigt Bearbeitungsverfahren,
beispielsweise das Pressen von Glasoptiken oder das Beschichten mit Hilfe
von Nanolithographie. Das IPA präsentiert den techischen Einsatz von
Carbon-Nano-Tubes.
"Telepolis" - Auf der Suche
nach außerirdischen Intelligenzen
Hannover – (Heise) Die ungelösten Rätsel des Universums
und die Wahrscheinlichkeit für außerirdisches Leben sind die Schwerpunkte
des neuen Telepolis Special Kosmologie. Anlass für das Sonderheft sind das
gerade zu Ende gegangene Jahr der Astronomie sowie das 50-jährige Jubiläum
von SETI, der wissenschaftlichen Suche nach intelligentem außerirdischem
Leben. Das 146-seitige Magazin inklusive DVD erscheint am 15. Februar mit
einer Auflage von 35.000 Exemplaren und kostet 8,90 Euro.
Gibt es außer der Menschheit noch andere Zivilisationen
im All? Das größte der vielen Geheimnisse des Universums dürfte die bislang
vergebliche Suche nach Alien-Signalen sein. Bislang wurden mehrere hundert
Planeten gefunden, und hochgerechnet sollten Tausende von Zivilisationen
allein in unserer Galaxie, der Milchstraße, existieren.
Aus Sorge um ihren guten Ruf diskutierten
Wissenschaftler in den vergangenen Jahrzehnten über dieses Thema eher hinter
vorgehaltener Hand: Wo sind sie? Wie kann man Leben im All nachweisen? Seit
einigen Jahren melden sich jedoch auch renommierte Astrophysiker öffentlich
zu Wort und rätseln.
Einige davon beleuchten zusammen mit namhaften
Publizisten im Telepolis-Sonderheft diesen Aspekt der Kosmologie - sowohl
aus naturwissenschaftlicher, aus soziologischer, aber auch aus theologischer
Sicht. Stephen Hawking untersucht die Wahrscheinlichkeit für Leben im All
und beschränkt das nicht nur auf biologische Daseinsformen, Dr. Goedard Palm
und Professor Max Tegmark machen mit dem Multiversum-Konzept vertraut.
Die beiliegende Video-DVD ist der Beitrag der ESA zum
internationalen Jahr der Astronomie. Sie schildert anschaulich die
Geschichte der Astronomie mit ihren größten Erfolgen, aber auch Fehlschlägen
und zukünftigen Herausforderungen.
Das Telepolis-Sonderheft Kosmologie ist im
Bahnhofsbuchhandel und im ausgewählten Fachhandel erhältlich. Im Internet
kann man es ab sofort europaweit ohne Mehrkosten bestellen:
www.heise.de/kiosk/special/tp/10/01/
Google
Wave sicherer als herkömmliche E-Mail Sicherheit und Privatsphäre laut
Google bei Entwicklung im Mittelpunkt
Sydney/Bochum (pte) - Google Wave
http://wave.google.com , der neue
Echtzeit-Kollaborationsdienst des Internetriesen, bietet mehr Sicherheit als
traditionelle E-Maildienste. Das behauptet zumindest der
Google-Wave-Produktmanager Greg D'alesandre im Zuge einer Pressekonferenz in
Sydney. Google habe bei der Entwicklung des Dienstes von Anfang an den Fokus
auf Bereiche wie Sicherheit und Privatsphäre gelegt, anstatt darauf zu
warten, sich erst im Nachhinein mit solchen Themen zu beschäftigen, betont
D'alesandre.
Die von D'alesandre präsentierten Sicherheitsfunktionen von
Google Wave - derzeit in einer geschlossenen Betaphase (pressetext
berichtete:
http://pressetext.com/news/091006002/)
- sind vielfältig. Wie australische Medien berichten, gibt es beispielsweise
diverse Sicherheitslevels, die dem "Mail-Spoofing", bei dem falsche
Identitäten vorgetäuscht werden, vorbeugen sollen. Nach Aussagen des
Produktmanagers ist das Wave-Protokoll sicherer, weil es besonders
detaillierte Authentifikationsmechanismen beinhalte. Jedes kleine Bisschen
an Information, die der User von anderen erhalte, sei zuvor bereits
authentifiziert worden, sodass man davon ausgehen könne, dass die Leute auch
wirklich jene seien, für die sie sich ausgeben.
Sicherheitsexperte warnt vor Datenschutz-Gau
"Wave vereint diverse Komponenten bewährter
Kommunikationsmittel. Eine solche Funktionsvielfalt in Verbindung mit
öffentlicher Netzwerkkommunikation macht die Entwicklung äußerst komplex"
sagt Ralf Benzmüller, Leiter der G Data Security Labs
http://www.gdata.de , gegenüber
pressetext, der es für schwierig hält, Sicherheitslücken bei einem solchen
Produkt zu vermeiden. "Selbst wenn alle Anwendungen sicher wären, müssten
sich Nutzer im Klaren sein, dass sie ihre Daten aus der Hand geben. Wichtige
Informationen liegen dann auf Rechnern, die Google kontrolliert", warnt
Benzmüller. Sollte es einem Angreifer gelingen, sich Zugang zu den Daten zu
verschaffen, käme das einem Datenschutz-Gau gleich.
Klassische E-Maildienste sind nach Meinung des Experten nach
wie vor ein Hauptkanal zur Schädlingsverbreitung. "Schwachstellen in den
Programmen zur Verarbeitung und Anzeige von E-Mails sind in den letzten
Jahren allerdings nicht aufgetreten. Eine automatische Infektion beim
Eintreffen der E-Mail ist daher äußerst selten", so Benzmüller.
Mondstaub erzeugt Wasser
Europäisch-Indisches Mondprojekt entdeckt neue Aufnahmetechnik
Paris (pte) - Der Mond erzeugt Wasser durch
Sauerstoffpartikel im Mondstaub, die mit elektrisch geladenen Teilen des
Sonnenwindes reagieren. Das haben Forscher mit Hilfe eines Messinstruments
namens Sub-keV Atom Reflecting Analyzer (SARA) auf der indischen Mondsonde
Chandrayaan-1 entdeckt, berichtet die Raumfahrtsbehörde ESA
http://www.esa.int
. Die europäisch-indische Forschungsmission konnte darüber hinaus eine neue
Darstellungsform des Mondes entwickeln, die auch auf anderen Objekte des
Sonnensystems ohne Atmosphäre funktioniert.
Der Mond ist mit physikalisch verwitterten Lockersedimenten
übersät, dem so genannten Mondregolith. In den Zwischenräumen dieser
Staubkörner verfangen sich Protonen aus dem Sonnenwind, der den Mond dank
seiner fehlenden Atmosphäre ungebremst erreicht, und dringen auch in den
Mondstaub ein. Manche dieser Staubkörnchen enthalten Sauerstoff, der eine
Reaktion eingeht und Hydroxyl und Wasser entstehen lässt. Die SARA-Messung
bestätigte nun, dass die geladenen Wasserstoffkerne tatsächlich vom
Mondregolith aufgenommen werden.
Erstaunt waren die Forscher jedoch über die Entdeckung, dass
der Mondstaub nicht jedes von der Sonne eintreffende Proton absorbiert,
sondern etwa jedes Fünfte mit Geschwindigkeiten bis zu 200 Stundenkilometern
zurück ins All wirft. Dabei verbindet sich das Proton mit einem Elektron und
wird zum Wasserstoffatom. "Wir haben nicht damit gerechnet, das alles zu
sehen", betont Stas Barabash vom Schwedischen Institut für Raumphysik, an
dem das SARA-Gerät entstand.
Während die Ursache dieser Reflektion noch unklar ist,
gelang es den Wissenschaftlern ihre Existenz nutzbar zu machen - in Form
einer neuen Kamera für den Mond und andere Himmelselemente. Denn Wasserstoff
entweicht ohne Ablenkung aus dem schwachen Gravitationsfeld des Mondes und
wird aufgrund seiner elektrischen Neutralität auch nicht von Magnetfeldern
im All abgelenkt. Ähnlich wie die Photonen des Lichts bewegen sich die Atome
daher in geraden Linien, die eine Rückverfolgung jedes Atoms bis zu seinem
Ursprung ermöglicht. Das kann für eine neue Bildtechnik für die Darstellung
der Oberfläche genutzt werden. Gebiete mit viel Wasserstoff-Abstoß
erscheinen dabei heller als solche, die wenig zurücklenken.
Weltgrößter Krater vor Indiens Küste
entdeckt 40-Kilometer-Asteroid könnte Dinosauriersterben ausgelöst haben
Lubbock/Potsdam (pte) - Nicht auf der mexikanischen
Halbinsel Yucatan, sondern vor der indischen Küste könnte der Asteroid
eingeschlagen haben, der vor 65 Mio. Jahren das Ende der Dinosaurier
eingeleitet haben soll. Zu diesem Schluss kommen Forscher der Texas Tech
University
http://www.ttu.edu am Jahrestreffen
der US-amerikanischen Geologen. Die Wissenschaftler um Sankar Chatterjee
fanden Hinweise, dass das sogenannte "Shiva-Becken" im Indischen Ozean der
Einschlagskrater eines 40-Kilometer-Asteroiden ist, der seinen mexikanischen
Kollegen an Größe um das vierfache übertraf.
Der Krater besitzt im Zentrum eine Erhebung, die als "Bombay
High" schon bisher als Abbaugebiet für Öl und Gas bekannt war. Umgeben ist
er von mehreren Ringen, deren äußerster einen Durchmesser von über 500
Kilometern besitzt. Der Krater befindet sich zur Gänze auf der indischen
Kontinentalplatte und ist vom Ozean verdeckt, Teile der Ringe berühren
jedoch auch Festland und zeigen sich dort durch hohe Klippen, aktive
Bruchlinien und heiße Quellen. Laut den Forschern handelt es sich um den
größten Krater der Erde.
Der Einschlag dürfte die Erdkruste, auf die der Asteroid
traf, verdampfen und ultraheißes Bodenmaterial in die Höhe schießen haben
lassen. Die Forscher spekulieren, dass dadurch die Aktivität der
Vulkanregion Dekkan Trapp in Westindien verstärkt wurde. Besonders soll der
Einschlag jedoch dazu geführt haben, dass die Seychelleninseln von der
indischen Platte abgebrochen sind und seither Richtung Afrika driften.
These neu in der Geologie
"Französische Wissenschaftler haben schon bisher vermutet,
dass die starke vulkanische Aktivität der Dekkan-Region ein Grund für das
Aussterben der Saurier war. Dass ein Asteroideneinschlag im indischen Ozean
der Auslöser dafür sein konnte, war bisher nicht in Diskussion", erklärt
Bernhard Steinberger vom deutschen Geoforschungszentrum Potsdam
http://www.gfz-potsdam.de , im
pressetext-Interview.
Steinberger beschäftigt sich schon länger mit der
Modellierung der vulkanischen Bewegungen in der Dekkan-Region. "Die Region
ist reich an Flutbasalt, der nur entsteht, wenn es binnen kurzer Zeit zu
viel Vulkanismus kommt. Das einst vulkanische Gebiet ist eine halbe Mio.
Quadratkilometer groß und hat eine bis zu zwei Kilometer dicke vulkanische
Bedeckung." Die Vulkane Westindiens seien just zur Zeit des Sauriersterbens
vor 65 Mio. Jahren aktiv gewesen, über eine relativ kurze Zeitspanne von
einer Mio. Jahren. "Damals war Indien dort wo sich heute La Réunion
befindet. Heute gibt es nur mehr auf dieser Insel Vulkanismus."
Dass sich am Meeresboden Krater befinden, die bisher noch
nicht entdeckt wurden, ist für Steinberger nachvollziehbar. Zwar kenne man
die Topografie des Meeresbodens sehr genau, doch beruhten diese
Aufzeichnungen meist nur auf Schwerefeld-Messungen durch Satelliten. "Es ist
durchaus möglich, dass Krater im Lauf der Zeit mit Sedimenten verdeckt
wurden. In diesem Fall bringen erst seismische Experimente Aufklärung", so
der Potsdamer Forscher.
Weitere Forschungen geplant
Um weitere Beweise für einen Asteroiden-Einschlag zu finden,
wollen die US-Geologen nun Felsen im vermuteten Kraterzentrum anbohren.
"Durch zerstörtes und geschmolzenes Gesteinsmaterial hoffen wir, nähere
Details über den Einschlag zu finden. Insbesondere gilt es zu überprüfen, ob
es Vorkommen von Naturbeton, Quarz oder Iridium-Anomalitäten gibt", so
Forschungsleiter Chatterjee. Asteroiden sind reich an Iridium, weshalb
solche Unregelmäßigkeiten einen wichtigen Hinweis darstellen können.
Übertriebene Genauigkeit ist
verhängnisvoll Schlechtere Messdaten durch falsche Nachkomma-Speicherung
Remagen (pte) - Genauigkeit kann statistischen Messdaten
auch zum Verhängnis werden. Das bericht Markus Neuhäuser, Statistiker am
ReinAhrCampus Remagen
http://www.fh-koblenz.de
in der Zeitschrift Behavioral Ecology and Sociobiology. Gemeinsam mit einem
britischen Kollegen entdeckte Neuhäuser, dass die Effizienz der
statistischen Verfahren sinkt, wenn Größen automatisiert gemessen und mit
übertriebener Genauigkeit abgespeichert werden. "Erst kürzlich wurde
bekannt, dass man die Zeit noch genauer als mit derzeitigen Atomuhren messen
kann. Das ist ein Fortschritt, der zu begrüßen ist. Problematisch ist
hingegen, wenn Messdaten durch übertrieben genaue Speicherung im
Nachkommastellen-Bereich verzerrt werden und dadurch Scheingenauigkeit
entsteht", so der Forscher im pressetext-Interview.
Aufgekommen ist das von Neuhäuser beschriebene Problem erst
mit der enormen Preissenkung von Speicherplatz in den vergangenen Jahren.
"Früher war Speicherung wesentlich teurer. Im vorigen Jahrhundert wurde die
Zahl '19' bei Jahresangaben in der Regel gar nicht mitgespeichert, was der
eigentliche Grund für das Jahr-2000-Problem war." Heute sei Speicherplatz so
billig, dass man beliebig viele Kommastellen nach der Null abspeichern
könne. "Eine Temperatur von 17,2 Grad Celsius kann etwa im Computer als
17,200005 gespeichert werden. Ähnlich ist der Effekt, wenn Werte weiter
umgerechnet werden."
Zum Problem wird die Scheingenauigkeit bei bestimmten
statistischen Verfahren, erklärt Neuhäuser. "Viele Verfahren basieren nicht
auf den Rohdaten, sondern auf Rangfolgen, die man den Werten nach ihrer
Größe zuteilt. Löste man bisher das Problem gleich großer Werte stets durch
Vergabe von Mittelrängen, was mathematisch die beste Lösung ist, führt heute
die Scheingenauigkeit in den Nachkommastellen der Werte zur Vergabe stets
verschiedener Ränge. Welche Ränge zwei scheinbar gleichen Messwerten
zugeteilt werden, entscheidet dabei oft der Zufall, was den statistischen
Test schlechter macht." Relevant sei dies in erster Linie für die
Wissenschaft und könne das Ergebnis medizinischer Untersuchungen
beeinflussen.
Als Vorschlag für einen besseren Umgang mit Messdaten
schlägt Neuhäuser die Rundung von Zahlen gemäß der Präzision der zugrunde
liegenden Messung vor. "Dieser Schritt ist sehr einfach, wird jedoch oft
übersehen." Ein Beispiel dafür sei der Body-Mass-Index (BMI), der durch die
Messwerte Größe und Gewicht ermittelt wird. "Der Quotient, mit dem gerechnet
wird, ist eine reelle Zahl mit beliebig vielen Nachkomma-Stellen. Um die
Genauigkeit zu gewährleisten, muss man deren Nachkommastellen entsprechend
der Genauigkeit der Messung runden." Für den BMI einer Einzelperson sei
dieses Problem irrelevant, nicht jedoch für größere Studien, so der
Remagener Statistiker. "Werden etwa zwei Diätformen verglichen, könnte die
Scheingenauigkeit auch die Testergebnisse beeinträchtigen. Im Extremfall
kommt dadurch ein unterschiedliches Ergebnis zustande."
Wiener Meeresbiologen erforschen
marine Todeszonen Sauerstoffkrisen in Plexiglaskammer am Meeresboden
untersucht
Wien (pte) - Weltweit gibt es in Küstenbereichen etwa 400
sauerstoffarme Todeszonen (Dead Zones). Besonders betroffen davon ist
beispielsweise der Golf von Mexiko. Aber auch an der oberen Adria kommt es
immer wieder zu diesem Phänomen. Ein Forscherteam um Michael Stachowitsch,
Bettina Riedel und Martin Zuschin vom Department für Meeresbiologie bzw.
Institut für Paläontologie der Universität Wien
http://www.marine.univie.ac.at ist
nun der Problematik in der nördlichen Adria vor der slowenischen Küste
experimentell auf den Grund gegangen.
"Ursache des Massensterbens am Meeresgrund sind sogenannte
Sauerstoffkrisen", erklärt Riedel im pressetext-Interview. "Man nennt diese
Nährstoffanreicherung im Gewässer Eutrophierung." Über verschmutzte Flüsse
gelangen zu viele Nährstoffe wie Stickstoff oder Phosphor ins Meer und
fördern das Wachstum von Algen und Phytoplankton. Beim Abbau dieser Biomasse
entsteht Sauerstoffmangel. "Wenn wasserfiltrierende Organismen wie Schwämme
und Muscheln sterben, müssen an ihrer Stelle Bakterien das organische
Material verwerten. Das kostet aber noch mehr Sauerstoff", erklärt die
Meeresbiologin. "Uns hat interessiert, was am Meeresboden im Detail
passiert, wenn eine solche Todeszone entsteht."
"Wir müssen aber nicht auf eine solche Sauerstoffkrise
warten, denn mit der 50 mal 50 mal 50 Zentimeter großen, würfelförmigen
Plexiglaskammer EAGU (Experimental Anoxia Generating Unit) können wir am
Meeresboden eine solche Situation kleinflächig nachstellen", so Riedel. In
dem abgeschlossenen System wird in ca. 48 Stunden eine Minisauerstoffkrise
erzeugt. Eine Zeitrafferkamera schießt alle paar Minuten Fotos, Sensoren
messen Sauerstoff, Schwefelwasserstoff, Temperatur und den pH-Wert. Fünf bis
sieben Tage dauert ein solches Experiment. Die dabei gewonnenen Daten geben
Aufschluss über die Verhaltensänderung der Fauna sowie Änderungen in der
Sedimentgeochemie bei Sauerstoffmangel, aber auch über die erste
Wiederbesiedlungsphase einer solchen Dead Zone. "Eine volle Wiederbesiedlung
bis zur Herstellung einer stabilen Lebensgemeinschaft dauert bis zu einer
Dekade", so Riedel.
Besonders interessiert hat die Forscher dabei, welche Arten
empfindlich und welche toleranter sind. Im Kubus eingeschlossen waren
Schwämme, Seescheiden, Schlangensterne, Seeigel, Seegurken und Schnecken,
aber auch kleine Krebstiere. "Im Ergebnis konnten wir feststellen, dass
Stachelhäuter wie etwa Schlangensterne zum Beispiel sehr empfindlich auf
Sauerstoffänderungen reagieren, während Seeanemonen eher toleranter waren",
erklärt Riedel. Ziel des Projekts ist es, einen Verhaltenskatalog der
betroffenen Arten zu erstellen. "Wenn man weiß, welche Arten empfindlich
sind und welche weniger, kann man an der Biodiversität und am Verhalten der
Lebewesen in einem bestimmten Areal ablesen, wann die letzte Sauerstoffkrise
war, oder ob eine bevorsteht", erklärt Stachowitsch. "Auch wenn die Ausmaße
der Katastrophe an der Meeresoberfläche nicht immer sichtbar sind:
Letztendlich trifft es uns alle, wenn eines der produktivsten marinen
Ökosysteme, nämlich seichte Küstengewässer, kippen", so der Meeresbiologe.
Die Nordadria ist nämlich ein sehr vielfältiges Ökosystem mit einer sehr
reichen Fauna, bestätigt Riedel.
Wahrnehmung der bittersten Substanz
geknackt Enzian-Inhaltsstoff noch in Verdünnung 1:58 Mio. wahrnehmbar
Potsdam-Rehbrücke (pte) - Wie der Mensch den bittersten in
der Natur vorkommenden Stoff wahrnimmt, konnten Molekulargenetiker am
deutsches Institut für Ernährungsforschung (DIfE)
http://www.dife.de
nun erstmals zeigen. In der Fachzeitschrift Journal of Agricultural and Food
Chemistry beschreiben sie, wie acht der 25 bekannten Bitterrezeptor-Gene des
Menschen (TAS2R43 bis 50) mit verschiedenen Bitterstoffen interagieren. "Der
Mensch schafft es, mit 25 Rezeptoren mehrere tausend natürliche Bitterstoffe
zu identifizieren. Wir haben nun unter anderem entschlüsselt, durch welche
Mechanismen die bitterste dieser Substanzen erkannt wird", berichtet
Studienleiter Maik Behrens im pressetext-Interview.
Bei der bittersten Substanz handelt sich um Amarogentin, mit
dem sich der Enzian vermutlich vor Fressfeinden schützt. Er ist so bitter,
dass er selbst in einer Verdünnung von eins zu 58 Mio. noch deutlich
wahrgenommen werden kann. "Das entspricht einem zwei-Zentiliter-Schnapsglas,
das man in 5.800 Badewannenfüllungen schüttet", erklärt Behrens. Das trotz
seiner Bitterkeit kaum giftige Amarogentin besitzt in Dosen, die eben noch
im menschlichen Wahrnehmungsbereich liegen, gesundheitsförderliche und
infektionsabwehrende Wirkungen, die etwa im Enzianschnaps ausgenutzt werden.
"Schnäpse und Liköre sind absichtlich bitter, da man ihnen dadurch
verdauungsfördernde Wirkung zuschreibt. Es gibt allerdings kaum verlässliche
Studien, die diese Wirkung belegen", so der Molekulargenetiker. Bei vier
Rezeptortypen konnten die Forscher nun feststellen, dass sie durch
Amarogentin aktiviert werden.
Dass der Mensch Bitterstoffe überhaupt als solche erkennt
und unterscheiden kann, verdankt er 25 Bitterrezeptor-Genen, die ähnlich wie
Sensoren an der Spitze der Geschmackszellen angeordnet sind. "Diese Zellen
befinden sich auf den roten Pünktchen auf der Zunge, den sogenannten
Geschmackspapillen, an der Zungenseite sowie im oberen Gaumenbereich",
erklärt Behrens. Gelangt eine Substanz an den passenden Rezeptor, löst
dieser ein Zellsignal aus und leitet dieses weiter ans Gehirn, wo
schließlich die Bitterkeit registriert wird. Allerdings werden Bitterstoffe
auch in anderen Körperregionen wahrgenommen, wenn auch nicht als Geschmack.
So zeigten etwa Studien an Nagetieren, dass Rezeptoren im Luftkanal der Nase
die Atmung regulieren, was ein Schutzmechanismus bei giftigen Dämpfen sein
dürfte. Andere Bitterrezeptoren im Magen und Darm dürften für die Verdauung
wichtig sein.
Bitterkeit signalisiert Tier und Mensch Vorsicht vor
potenziell giftigen Substanzen. Die Aversion gegenüber Bittergeschmack ist
uns angeboren, reagieren doch kleine Kinder anfangs ausschließlich ablehnend
auf Bitteres und lernen erst mit der Zeit, dass der Geschmack nicht immer
Ungenießbarkeit bedeutet. "Der Mensch verfügt auch über mehrere
funktionslose Bitterrezeptoren, sogenannte Pseudogene, die zu früheren
Zeiten der Evolution ebenfalls Bitterstoffe wahrnahmen. Das lässt darauf
schließen, dass das Erkennen von Bitterkeit in früheren Zeiten für das
Überleben noch wichtiger war als heute", so Behrens. Das Finden aller
menschlichen Rezeptoren für Bitterstoffe könnte eines Tages dazu führen,
dass die bittere Wahrnehmung für bestimmte Zwecke gezielt ausgeschaltet
werden kann. "Medikamente oder gesundes Gemüse könnten dadurch eines Tages
angenehm schmecken", hofft der Potsdamer Wissenschaftler.
Edinburgh (pte) -
Menschen mit Zöliakie, einer chronischen Erkrankung der Dünndarmschleimhaut,
könnten anfälliger für Osteoporose sein, weil ihr eigenes Immunsystem das
Gewebe ihrer Knochen angreift. Osteoporose ist bei Zöliakie ein bekanntes
Risiko und wurde bisher damit erklärt, dass nicht ausreichend Kalzium oder
Vitamin D aufgenommen werden. Wissenschaftler der University of Edinburgh
http://www.ed.ac.uk gehen jedoch davon aus, dass die Betroffenen
Antikörper produzieren, die ein für die Gesundheit des Knochens
entscheidendes Protein angreifen. Eine Behandlung wäre laut dem Team um
Stuart Ralston vom Institute of Genetics and Molecular Medicine
http://www.igmm.ac.uk leicht mit Medikamenten möglich, die den Verlust
an Knochenmasse verhindern.
Damit ist auch erklärt,
warum Menschen mit Erkrankungen des Verdauungstraktes nicht auf eine
Behandlung mit Kalzium und Vitamin D reagieren. Zöliakie wird durch die
Reaktion auf Gluten, ein im Weizen enthaltenes Protein hervorgerufen. In der
Folge werden die Dünndarmzotten geschädigt, die bei der Verdauung eine
entscheidende Rolle spielen. Bei einer Beeinträchtigung und Entzündung
können die Zotten Nahrungsmittel nicht mehr richtig aufnehmen. Durchfall und
Unterernährung entstehen. Betroffen ist einer von 100 Menschen. Ein
erheblicher Teil von ihnen kann an Osteoporose erkranken.
Entscheidend ist laut
den Wissenschaftlern das Protein Osteoprotegerin, das für den Zusammenhang
zwischen Zöliakie und Osteoporose von entscheidender Bedeutung ist. Bei 20
Prozent der getesteten Zöliakie-Patienten wurden Antikörper gebildet, die
die Funktion dieses Proteins stoppten. Ralston betonte laut BBC, dass
Antikörper-Tests den Betroffenen wirkliche Vorteile bringen könnten. Damit
könnte das Osteoporose-Risiko erkannt und ein passender Behandlungsansatz
gefunden werden. Details der Studie wurden im New England Journal of
Medicine veröffentlicht.
monschein@pressetext.com
Käseartige
Knochen machten Saurierhälse stabil
Berlin (pte) - Die
großen Pflanzenfresser unter den Dinosauriern schafften es aufgrund eines
raffinierten Knochen- und Muskelaufbaus, ihre überlangen Hälse stabil zu
halten. Das berichten Paläontologen aus Berlin, Basel und Brugg in der
Zeitschrift Proceedings of the Royal Society Biological Sciences. Sie
wandten eine Analyseform, die bei der Belastungsmessung von Bauteilen zum
Einsatz kommt, bei Skeletten des Brachiosaurus und des Diplodocus an und
konnten daraus neue Erkenntnisse gewinnen.
"Der Trick dieser
größten Tiere, die jemals auf dem Planeten lebten, besteht darin, dass ihre
Halswirbel von Luftsäcken durchlöchert waren, sowie ein spezieller
Muskelaufbau", berichtet Studienleiterin Daniela Schwarz-Wings vom Berliner
Museum für Naturkunde
http://www.museum.hu-berlin.de im pressetext-Interview. Der bis zu neun
Meter lange Hals des Brachosaurus wog ursprünglich rund 600 Kilogramm. "Ohne
seinen speziellen Aufbau wäre er um ein Drittel schwerer", so Schwarz-Wings.
Die erste Besonderheit
sei die Leichtigkeit der Knochen gewesen, die durch eine Befüllung mit
Luftsäcken erreicht wurde. "Menschliche Knochen etwa sind mit deutlich
schwererem Knochenmark gefüllt. Die bis zu ein Meter langen Hals- und
Rumpfwirbel der Sauropoden umhüllten hingegen luftgefüllte Gewebeblasen.
Diese drangen teilweise sogar bis ins Wirbelinnere vor und machten die
Knochen löchrig wie Käse." Bei Spannung wurde die Kraft daher nicht etwa
durch Innenverstrebungen der Knochen verteilt, sondern nach dem Prinzip des
Fachwerkbaus an die Außenseite weitergeleitet. Auch die Muskeln waren in
viele kleine Einheiten gegliedert und brauchten daher nur wenig Ansatzfläche
an den dadurch noch kleineren Knochen.
Eine ähnliche
Knochenkonstruktion haben später die Raubsaurier und in Folge auch deren
heutige Verwandte, die Vögel, übernommen. Wenngleich die Leichtbauweise des
Halses nun eine bislang fehlende Erklärung für die gewaltige
Größenentwicklung der Saurier liefert, bleiben bestimmte Details noch ein
Rätsel der Paläontologen. "Einerseits ist noch unklar, wie die Luftsäcke der
Wirbel zueinander verbunden und wie die Halsmuskeln verteilt waren.
Erforscht werden muss auch noch die Funktion der stabartigen Halsrippen im
unteren Halsbereich. Diese könnten entweder ebenfalls zur Stabilisierung
eingesetzt worden sein oder die Funktion von Sehnen übernommen haben",
erklärt Schwarz-Wings.
pernsteiner@pressetext.com
Adelaide/Halle (pte) -
Ein Bakterium ist verantwortlich dafür, dass goldhaltige Lösungen zu
metallischen Goldpartikeln umgewandelt werden. Das berichtet ein
internationales Forscherteam in der Zeitschrift "Proceedings of the National
Academy of Science". Die Wissenschaftler konnten das Bakterium "Cupriavidus
metallidurans" als Katalysator für die Biomineralisation von Gold bestimmen.
"Es kreiert einen Nukleus für die Bildung von metallischem Gold und
entgiftet Goldionen, wodurch Goldkörnchen wachsen können", erklärt der
Mikrobiologe Dietrich Nies von der Universität Halle-Wittenberg
http://www.biologie.uni-halle.de/microbiology im pressetext-Interview.
Nies beteiligte sich mit seinem Team an der Forschung durch die
Identifikation von Genen des Bakteriums, die für den Goldtransfer
verantwortlich sind.
Schon früher hatte man
festgestellt, dass auf Goldoberflächen Mikrobien in einem Biofilm wachsen,
ohne dass deren Rolle untersucht wurde. Nun beobachteten die Forscher unter
der Leitung von Frank Reith von der Universität Adelaide
http://www.adelaide.edu.au im Labor, was C. metallidurans in einer
Goldlösung bewirkte. Goldkomplexe sind giftig and lösen in C. metallidurans
unter anderem oxidativen Stress aus. Das Bakterium beantwortet diese
Bedrohung durch das Anschalten von Metallresistenz-Systemen, welche
Gold-Ionen binden und zu metallischem Gold reduzieren. Sichtbar wurden diese
Prozesse, indem man zur Analyse erstmals die Synchrotronstrahlung, die
Photonen-Lichtquelle sowie molekulare mikrobielle Techniken miteinander
kombinierte.
"Es scheint, als ob
dieses Bakterium notwendig ist, damit Gold entstehen kann", so Nies. Die
beobachtete Reduktion von Ionen zu metallenen Verbindungen auf diese Weise
sei auch bei Silber und Kupfer denkbar. "Vielleicht ist es möglich, eines
Tages die Goldentstehung zu beschleunigen, indem man das Bakterium an
Standorten mit dünnen Goldsüppchen einsetzt." Eine andere Möglichkeit der
praktischen Anwendung des Gold-spezifischen Genregulators könne die
Entwicklung von Biosensoren sein, die Mineralforschern bei der Suche nach
natürlichen Goldvorkommen unterstützen. Studienleiter Reith vertröstet
diesbezüglich jedoch auf die Zukunft. "Um das zu erreichen, müssen die
beteiligten Genome und Proteine des Genregulators noch genauer beschrieben
werden."
Davor:
Begegnung mit einer farbigen Vergangenheit -
Wiederhold
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