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Henkel: Schock zum Fest
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Henkel: Schock
zum Fest Phänomen Farbe 18.12.2000. Nachbarn sollte man pfleglich behandeln. Und informieren. Vor allem wenn man sich dazu als Industrieunternehmen in der Pflicht fühlt. Man sollte deshalb die Nachbarn rechtzeitig ins Krisenmanagemant einbeziehen. Schließlich sind Wohnungsbrände nicht alles, was das bevorstehende Fest für die ahnungslose Bevölkerung bereit hält. Es gibt ja nebenan uns, die große Schwester: Die Chemie. Jeden Tag kann es bei uns soweit sein: Die Sirenen heulen, Polizei und Feuerwehr informieren mit Lautsprecherdurchsagen über richtiges Verhalten und Maßnahmen der Einsatzkräfte. In Radio und Fernsehen erfährt man Näheres. Trotz aller Bemühungen kann bis dahin allerdings einige Zeit vergehen. Suchen Sie dann geschlossene Räume auf! Rufen Sie Kinder ins Haus, warnen Sie Nachbarn. Gehen Sie in Ihre Wohnung oder setzen Sie sich in Ihr Auto. Nehmen Sie vorübergehend Passanten auf und helfen Sie älteren oder behinderten Menschen. Schließen Sie alle Türen und Fenster, und stellen Sie die Belüftung oder Klimaanlage ab. Ein Horrorszenario und das genau fünf Tage vor Weihnachten in den Briefkästen von Türken, Griechen, Italienern, Serben, Kroaten, Deutschen (alle Sprachen). Rauchen Sie auf Grund der Explosionsgefahr auf keinen Fall! Vermeiden Sie jedes offene Feuer! Halten Sie sich, wenn Sie ungewohnte Gerüche wahrnehmen, nasse Tücher vor Mund und Nase! Gehen Sie nicht unaufgefordert aus dem Haus, um zu Fuß oder mit dem Auto zu flüchten! Der Weihnachtsgruß von Henkel mag manchen Empfänger kalt lassen, man kann zwar darüber diskutieren, ob der Zeitpunkt der Aussendung glücklich gewählt war. Zu keiner anderen Zeit wäre es allerdings möglich gewesen, die Anlieger so nachhaltig zu sensibilisieren. Den Autor hat das Papier jedenfalls ziemlich geschockt. Friedr.M.Albert |