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Farb-Info 2005 Programm Kurzfassungen der Vorträge |
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Farben mit und ohne Oberfläche
Jahreskongress des Deutschen Farbenzentrums e.V. gemeinsam mit der
Bauhaus-Universität Weimar in Weimar
| Freitag 7.10.05 | Hörsaal A
8.45 - 9.00 Begrüßung durch den Rektor der Bauhaus-Universität Weimar, Herrn Prof. Dr. Gerd Zimmermann. Begrüßung und kurze Einführung in das Tagungsthema durch Prof. Dr. Karl Schawelka, 1. Vorsitzender des Deutschen Farbenzentrums e.V. 9.00 - 9.45 Prof. Dr. Dirk Donath, „Auswahl, Bewertung und Realisierung von Farben in der Architektur. Ein Konzept und ein digitales System" 9.45 - 10.30 Gertrud Schulze zur Wiesche, „Licht, Schatten, Farbe. Das jüdische Mahnmal in Berlin-Mitte." 10.30 - 11.00 Kaffeepause 11.00 - 11.45 Hanna Aschenbach, „Ein Weg zur Farbe" 11.45 - 12.30 Axel Buether, „Die Haptik der Farbe" 12.30 - 14.00 Mittagspause 14.00 - 14.45 Susanne Wied, „HPM-COLOR im klinischen Einsatz" 14.45 - 15.30 Renate Reifert, „ "Farbe kann Wände versetzen oder: von der raumerweiternden Wirkung der Farbe" 15.30 - 16.00 Kaffeepause 16.00 - 16.45 Martin Benad, „Fisch mit und ohne Fahrrad" 16.45 - 17.30 Michael Guthmann, „Die Verarbeitungskette digitaler Kamerarückteile für Mittelformatkameras" |
Hörsaal C 9.00 - 9.45 Albrecht Pohlmann, „Öl auf ... - Anmerkungen zu einem kunsthistorischen Stereotyp" 9.45 - 10.30 Anne Feuchter-Schawelka, „Die Weimarfarbe. Ein vergessenes Kapitel in der Geschichte neuer Künstlerfarben" 10.30 - 11.00 Kaffeepause 11.00 - 11.45 Prof. Barbara Nemitz, „Die entblößte Farbe: Rosa" 11.45 - 12.30 Gudrun von Funck, „Schein und Wirklichkeit" 12.30 - 14.00 Mittagspause 14.00 - 14.45 Anita Schakinnis, „Colour Balance - die energetische Farbberatung" 14.45 - 15.30 Gisela Braune, „Die Symbolsprache von Farben, Mustern & Strukturen in der Kleidung" 15.30 - 16.00 Kaffeepause 16.00 - 16.45 Sebastian Walter, „Lila Asche und brauner Himmel. Wie Monets Augen die Farbkategorien einer melanesischen Sprache erklären könnten" 16.45 - 17.30 Univ. Doz. Dr. Wolfgang Bock, „’Und farbig ist, was sich entwickelt.’ Benjamins Fragmente einer Farbtheorie" |
| 20.00 bis ca. 01.00 Gemeinsames Fest in der Galerie ACC, Burgplatz 1-2 | ||
| Samstag 8.10.05 | Hörsaal A 9.00 - 9.45 Prof. Dr. Armin Reller, „Von leuchtenden Farben zu Leuchtstoffen" 9.45 - 10.30 Prof. Janos Schanda, „Farbwiedergabe im Falle metamerer Farben" 10.30 - 11.00 Kaffeepause 11.00 - 11.45 Prof. Claudius Lazzeroni, „BEWEGENDE FARBE – was wäre wenn der körper mit der farbe tanzt" 11.45 - 12.30 Franziska Zschäck, „Schwarze Küchen - Bunte Stuben. Farbigkeit in alten Bauernhäusern" 12.30 - 14.00 Mittagspause 14.00 - 14.45 Prof. Dr. Monika Wagner, „’Reines’ Weiß. Ein Ideal und seine Gefährdung" 14.45 - 15.30 Prof. Dr. Siegfried Gronert, „Die Farben des Handys" |
Hörsaal C 9.00 - 9.45 Nicola Bosbach, „’Sein Aug ward Hand, der Lichtstrahl Finger’ - Über das Spurenlesen in der Malerei" 9.45 - 10.30 Astrid Bextermöller, „’Pittore poeta?’ Zum Werk von Maurizio Nannucci" 10.30 - 11.00 Kaffeepause 11.00 - 11.45 Matthias Krüger, „Blaireautierte Oberflächen. Zur Medialität akademischer Glattmalerei" 11.45 - 12.30 Hyeon-Jeong Suk, „Color and Emotion Cross Over Research" 12.30 - 14.00 Mittagspause 14.00 - ca. 18.00 Workshop "Colour Vision and Colour in Information Technology" (in english) Zeitplan: 14.00-14.15: Begrüssung und Einführung: Karl Schawelka, Klaus Richter 14.15-14.30: Klaus Richter, „Colour Vision and Colour in Information Technology" 14.30-14.45: Hans Wagenknecht, „Colour Management Method (CMM) from Scan to Printer Output using a relative CIELAB space" 14.45-15.00: Philipp Kittelmann, „Visual Assessment of large CIELAB Colour Differences using 3 and 5 step Colour Series" 15.00-15.15: Jens Witt, „Comparison of Production Methods for analog ISO/IEC-Test Charts" 15.15-15.30: Stefan Jaeger. „Application Specific Aspects and Examples of Spectral Imaging for the Industrial Quality Assurance in the Automobile Sector" 15.30-16.30: Posterzeit und Kaffeepause (Kittelmann, Jaeger, Richter, Wagenknecht, Witt ...) 16.30-16.50: Janos Schanda, "Brightness perception of samples of different sizes" 16.50-17.10: Hans Irtel, „Farbeindrücke von kleinen (4 Grad) und sehr großen (35 Grad) Flächen" 17.10-17.30: Sebastian Walter, „Color categorization in DKL color space" 17.30-18.00: Diskussion: Farbensehen und Anwendungsbeispiele bzw. Forschungsfragen |
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Oberlichtsaal im Hauptgebäude der
Bauhaus-Universität Weimar, Geschw.-Scholl-Str. 8 19.00 - 20.00 Feier zur Ernennung von Ehrenmitgliedern des Deutschen Farbenzentrums e.V. 20.00 – ca. 22.00. Mitgliederversammlung des Deutschen Farbenzentrums e.V. |
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Sonntag 9.10.05 Beiprogramm |
9.00 - 9.45 Führung durch die Kunstschulgebäude
van de Veldes (mit Gropiuszimmer, Wandmalereien Schlemmers etc.) Treffpunkt:
vor dem Hauptgebäude, Geschw.-Scholl Str. 8 10.00 – 11.00 Führung durch das Farbenkabinett im Goethehaus für die Teilnehmer an der Tagung. Treffpunkt: vor dem Goethehaus am Frauenplan 1 10.15 - 11.00 Führung Haus am Horn, Treffpunkt: Am Horn 61 11.30 – 12.00 Führung zum Denkmal der Märzgefallenen von Walter Gropius Treffpunkt: Haupteingang zum Friedhof der Stadt Weimar, Berkaer Str. 4 |
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| Hinweis | am 8.10 und 9.10 findet in Weimar gleichzeitig zur Tagung der beliebte Zwiebelmarkt statt, so dass es sich unbedingt empfiehlt, die jeweiligen Stationen des Beiprogramms zu Fuß aufzusuchen. Die Zeiten sind so berechnet, dass dies möglich ist. Ortskundige Begleiter stehen zur Verfügung. | |
DFZ: Farb-Info 2005 – Kurzfassungen der Vorträge
„Farben mit und ohne Oberfläche"
Jahreskongress des Deutschen Farbenzentrums e.V. (DFZ)
gemeinsam mit der Bauhaus-Universität Weimar in Weimar
Hanna Aschenbach
Martin Benad
Astrid Bextermöller
Wolfgang Bock
Nicola Bosbach
Gisela Braune
„Die Symbolsprache von Farben, Mustern
& Strukturen in der Kleidung"
Axel Buether Dirk Donath Anne
Feuchter-Schawelka Gudrun von Funck Siegfried
Gronert Michael Guthmann Hans Irtel Stefan Jaeger Philipp
Kittelmann Matthias Krüger Claudius
Lazzeroni Barbara Nemitz Vojko Pogacar Albrecht
Pohlmann Renate Reifert Armin Reller Klaus Richter Anita Schakinnis Janos Schanda Janos Schanda Karl Schawelka Gertrud Schulze
zur Wiesche Hyeon-Jeong Suk Hans Wagenknecht Monika Wagner Sebastian Walter Sebastian Walter Susanne Wied Jens Witt Franziska Zschäck
„Schwarze Küchen - Bunte Stuben. Farbigkeit in
alten Bauernhäusern" Acht Übungen, die den Architekturstudenten im
Grundstudium an der Bauhaus-Uni Weimar angeboten werden, um Farbe in ihre
entwerferische Arbeit bewusster und gezielter einzubeziehen, möchte ich
vorstellen. 1. Farbe sehen und erkennen 2. Farbe empfinden und benennen 3. Mit Farbe sprechen und gestalten Malerei als vermeintliches
Oberflächenphänomen und das schwebende Wesen des Farbigen, am Beispiel von
Farbe-mobil-Installationen Wie kam es überhaupt zu der Idee, dass Farbe
der Körperwelt angehört und folglich eine wie auch immer geartete Beziehung zu
Oberflächen haben müsste? War die Oberflächlichkeit eines Betrachters schuld,
der übersehen hat, dass sein eigenes geistig-seelisches Wesen in den Farben
lebt, die er wahrnimmt? Oder die unreflektiert-oberflächliche Meinung, die in
einem Beschichtungsfilm gebundenen Moleküle schon für Farbe hält? Dem
Tiefsinnigen erschließt sich Farbe in ihren Tiefendimensionen: So wie die
Denktätigkeit zwischen Wahrnehmen und Erkennen vermittelt, so webt das Fluidum
Farbe als lebendige Beziehung zwischen „äußerer" und „innerer" Welt. „Man
erinnre sich der Erquickung, wenn an einem trüben Tag die Sonne auf einen
einzelnen Teil der Gegend scheint und die Farben daselbst sichtbar macht."
(Farbenlehre § 759, Goethe 1810) Als ob damit die Summe grüner Blattoberflächen
gemeint wäre! Farbe ist Duft für die Augen. Duft ist die
Aura, die eine Blüte einhüllt, und Bienen wie Poeten in Hochstimmung bringt.
(Was nicht ausschließt, dass das eine oder andere Spezial-Molekül durch die Luft
schwirrt, und hier und da eine Synapse funkt.) Farbe, der visuelle Duft, löst
sich von den Oberflächen, als deren Eigenschaft der naive Betrachter Farbe
beschreibt. Sie webt im Raum, hüllt einen Anblick ein: Im Anblick sind
Blickender und Erblicktes vereint. Da mag man noch so viel mit dem
Spektralphotometer Wellenlängen messen, die von Körperoberflächen remittiert, im
Organismus biochemisch weiter gereicht und am Schluss mit neuronalen Mustern
korreliert werden – das Ereignis Farbe: die Vergegenwärtigung des Farbigen als
Stimmung im Raum findet jenseits dieser Oberflächlichkeiten statt. Atelier Benad hat mit „Farbe mobil" ein
neuartiges Konzept zur Optimierung von Raumstimmungen entwickelt. Wenn die
Vortragszeit es zulässt, werden beispielhafte Projekte vorgestellt, die Ursula
und Martin Benad im Sinne der obigen Ausführungen gestaltet haben (z.B.
Commerzbank Zentrale Frankfurt, Porschezentrum Hofheim, 02 Hauptverwaltung
München). Literatur: U. und M. Benad, Farbe mobil – Farbenergien erfolgreich
nutzen, DVA 2005 „'Pittore poeta?' Zum Werk von Maurizio
Nannucci" Der italienische Künstler
„'Und farbig ist, was sich entwickelt.' Benjamins Fragmente einer Farbtheorie"
Es ist nur wenig bekannt, dass neben Goethe und Schopenhauer auch Walter Benjamin Versuche in Richtung einer Farbtheorie unternommen hat. Benjamin orientiert sich dabei an einer Objektivität des Auftretens der Farbe, die große Parallelen zu einer romantischen Wissenschaft aufweist, bei der Subjektivität und Objektivität in einem Reflexionsmedium ineinander fallen. Er setzt damit zugleich eine Ontologie der Farbphänomene, die ihn in die Nähe von Husserl und Heidegger bringt. Im Vortrag sollen Benjamins Fragmente vorgestellt und auf ihre Aktualität hin interpretiert werden.
„'Sein Aug ward Hand, der Lichtstrahl Finger' - Über das Spurenlesen in der Malerei"
Der ästhetische Genuss der Bildoberfläche mit ihren winzigen Erhebungen gehört zu den exklusiven Freuden bei der Beschäftigung mit Originalen. Das Berührungsverbot ständig im Bewusstsein genießt der Beobachter allein über den Sehsinn das Mikrorelief der Bildoberfläche. Durch Bewegung vor dem Bild verändern die Lichtreflexe ihre Position und geben Auskunft über die plastische Ausformung. Die Beschaffenheit der Bildoberfläche ist in der Kunstwissenschaft immer wieder Ausgangspunkt zahlreicher Deutungen hinsichtlich Farbauftrag und Bildinhalt. Weit verbreitet ist beispielsweise die Überzeugung, über eine Betrachtung der Bildoberfläche regelrecht den Schaffensprozess des Künstlers mit seiner Dynamik und emotionalen Gestimmtheit nachvollziehen zu können. Es stellt sich die Frage, wodurch sich der Betrachter überhaupt in die Lage versetzt glaubt, lediglich über den Sehsinn aus den haptischen Bearbeitungsspuren Rückschlüsse auf die Künstlerpersönlichkeit, den Malakt oder spezielle Bilddeutungen ziehen zu können.
In dem Vortrag sollen verschiedene Erklärungsansätze hierzu vorgestellt werden.
„Die Symbolsprache von Farben, Mustern & Strukturen in der Kleidung"
Charakteristisch für die menschliche Existenz ist die unbegrenzte Verschiedenheit der Persönlichkeiten. Es sind ererbte und erworbene psychische Eigenschaften, die den einzelnen charakterisieren und das Einmalige dieses einzelnen ausmachen. Kleidung hilft uns, unsere Einzigartigkeit zum Ausdruck zu bringen, sie unterstreicht, was wir sagen. Nur wenn Innerlichkeit und Persönlichkeit mit unserem äußeren Erscheinungsbild im Einklang stehen, wirken wir authentisch und kompetent. Die Farbe
ist unter allen Symbolen, die es in der Kleidung gibt, der stärkste Kommunikator. Wenn Sie eine bestimmte Farbe tragen, kommunizieren Sie die jeweilige Bedeutung. Sobald wir diese Farbe an Ihnen sehen, gehen wir davon aus, dass Sie genau so sind, wie es die Farbe vermuten lässt. Schließlich haben Sie die Farbe freiwillig gewählt. Die Farbwahl entstammt unserer Persönlichkeit, der momentanen Befindlichkeit, unserem Gang und unserer Stimme. Sie darf nicht allein von Optik getragen sein, etwa nach dem Motto „ich lege dir ein buntes Tuch um und sage dir, welche Jahreszeit du bist". Es steht uns nicht zu, jemandem eine Farbe abzusprechen. Auch Muster haben ihre eigene Symbolik, mit der sich eher formelle oder eher informelle Töne anschlagen lassen. Ein Jacquardstoff strahlt mehr Professionalität aus als ein mehrfarbiges Muster. Gleichmäßige, symmetriebetonte Muster wirken professioneller als wilde, abstrakte Drucke. Kleine Muster sind stumm, nahezu undefiniert und verschwimmen oftmals zu einer Farbfläche, während große Muster lebhaft, energiegeladen und lärmend sind. Sie zu tragen entspricht der jeweiligen Persönlichkeit, dem persönlichen Stil und dem Anlass des Tragens. Haben wir „viele Muster im Gesicht" sollten wir eher auf strukturierte Stoffe zurückgreifen. Diese lassen auch eine unruhige Haut ausgeglichener wirken. Strukturen auf Stoffen lassen durch das Wechselspiel von Licht und Schatten die Kleidung lebendiger aussehen. Dunkle Farben in der Qualität von Bouclé, Mohair, Angora, Tweed oder Leinen wirken weich und informell. Soll Pink, Orange oder Apfelgrün gut wirken, bedarf es edler Stoffqualitäten.In der Entwurfsarbeit von Architekturbüros gibt es zwei Herangehensweisen, um Farb-, Material- und Lichtgestaltungen für Projekte zu entwerfen: die analoge und die digitale Planung. Einerseits verwenden Architekturbüros für Farb- und Materialkonzepte einfache Strichzeichnungen, welche mit Buntstiften und Farbfächern koloriert werden. Im Anschluss daran werden entsprechende Musterflächen auf der Baustelle erstellt, um die reale Farb- und Materialwirkung zu kontrollieren. Auf der anderen Seite verwenden spezialisierte Büros professionelle Visualisierungs- und Simulationssoftware, wobei ein hohes Maß an Fachwissen und Erfahrung im Umgang mit den Programmen notwendig ist. Zwischen diesen beiden Extremen gibt es verschiedene mehr oder minder professionelle Software, um den Planer bei seinem Farbentwurf zu unterstützen. Der Vortrag bildet im Rahmen eines Forschungsthemas am Lehrstuhl Informatik in der Architektur (InfAR) einen integralen Bestandteil im Bemühen um eine gesamtheitliche Plausibilität von Architekturlösungen, im vorliegenden Thema um die komplexe Auswahl, Bewertung und Realisierung von Farben in der Architektur. Der Vortrag beginnt mit einer Analyse der architektonischen Anforderungen, verfügbarer Softwarelösungen und aktueller Forschungsaktivitäten. Darauf aufbauend erläutert der Vortrag ein Konzept, welches den Architekten beim Farb-, Material- und Lichtentwurf unterstützt. Durch optimierte Werkzeuge und farbgerechte Darstellungen existiert ein Werkzeug zur Farb- und Material-Gestaltung. Die Einbeziehung technisch korrekter Farbsysteme, wie RAL, DIN, CIE Lab, Munsell, CYMK, RGB, LAB und HSB, erlaubt die Farbentwürfe bis zur Ausführung ohne Verluste umzusetzen. Hinweise für bewährte Farbkombinationen, Farbharmonien und Farbkontraste (Itten, Munsell etc.) sind zur Erleichterung des Farbentwurfs und der Farbabstimmung integriert. Durch praxisnahe Ausgaben, wie Raumkarten und Musterflächenausdrucke im Maßstab 1:1, wird der Architekt bis zur Ausführung des Planungsprojektesunterstützt. Ein benutzbarer Prototyp mit dieser Funktionalität wird am Ende vorgestellt. Er zeigt die prinzipielle Umsetzbarkeit des komplexen Themas der Farben in den Entwurfs- und Planungsprozess. Ziel ist die verbesserte Argumentationsfähigkeit, ausgedrückt durch theoretische Fundierung und praktische Unterstützung in digitalen Systemen.
„Die Weimarfarbe. Ein vergessenes Kapitel in der Geschichte neuer Künstlerfarben"
Im Jahre 1907 stellt Hans Olde, der Direktor der Weimarer großherzoglichen Hochschule für Kunst, dem Hofmarschallamt von Sachsen-Weimar eine im Labor seiner Schule hergestellte neue Künstlerfarbe vor und bittet um finanzielle Unterstützung für ihre Fabrikation im großen Stil. Patentiert wird sie als „Weimarfarbe" von 1908 bis 1949 unter Aufsicht der jeweiligen Kunstschule hergestellt.
Nachdem sie von der „Gründergeneration" der Thedy, Olde, Klemm, Schneider usw. euphorisch begutachtet und eifrig benutzt wird, spielt in der Folge dieses eigene Produkt auch im Bauhaus, der Kunstschule Weimar und den nachfolgenden Einrichtungen zumindest bei der Schülerschaft eine nicht unbedeutende Rolle, bis die Produktion im Jahre 1949 mangels Leinölbeschaffung eingestellt wird und die GmbH zur Liquidation gezwungen ist. In der Zwischenzeit sind „Weimarfarbe" und ihre Produktion völlig in Vergessenheit geraten.
Dennoch ist es spannend, die Propagierung der neuen Künstlerfarbe als notwendig für neue künstlerische Entwicklungen um 1910 zu verfolgen, ebenso wie es betrübt, den nach der Einstellung ihrer Produktion zu verzeichnenden Verlust an Kunstschaffen festzustellen.
„Schein ist mein Lebensthema. Alles was ist,
scheint und ist für uns sichtbar, wie wir den Schein, den es reflektiert,
wahrnehmen, nichts anderes ist sichtbar. Die Malerei beschäftigt sich wie keine
andere Kunst ausschließlich mit dem Schein."
Gerhard Richter
Was hat der Schein mit der Wirklichkeit zu
tun?
Hat Farbe einen Erkenntniswert?
Kann Malerei sich auf gesellschaftliche Fragestellungen beziehen?
Anhand von Bild - Beispielen aus eigenen Werkgruppen der letzten Jahre werde ich auf diese Fragen eingehen. Ein Schwerpunkt der Darstellung wird meine Arbeit „Irak 2003 / die Farben der Kriegsberichterstattung" aus dem Jahr 2004, sein. Sie besteht aus 49 Bildtafeln und einer Audio-CD und ist eine Umsetzung in Farbhorizonte nach Fotografien des SPIEGEL.
Abschließend werde ich noch kurz auf Beispiele aus den Werkgruppen „colors of temptation", „...und spiegelt flücht‘ger Tage großen Sinn" (Goethe), sowie Arbeiten zum Thema „Horizonte" eingehen. Auch sie reflektieren das Thema Schein und Wirklichkeit.
Mittlerweile ist das Handy noch vor dem Personal Computer der am meisten verbreitete Gebrauchsgegenstand aus der Generation der Digitalgeräte. In Deutschland besitzen 9 von 10 Personen ein Handy, in Norwegen liegt der Versorgungsgrad rechnerisch sogar über 100%. Jedoch wird nicht nur an den infantilen Jamba-Klingeltönen deutlich: das hundertmillionenfach produzierte Handy ist ein junges Gerät für junge Menschen geblieben. Diese partielle Digitalkultur beeinflusst wesentlich die zusätzlichen Funktionen (MMS, MP3, Internet, UMTS-Fernsehen) sowie das Erscheinungsbild und die Farben des Handys.
„Die Verarbeitungskette digitaler Kamerarückteile für Mittelformatkameras"
„A comparison of color appearance of small (4 deg) and large (35 deg) fields“
CIELAB cameras produce the device independent CIELAB data for a whole scene. The multi spectral camera consists of a high resolution monochrome camera and a liquid crystal tunable filter. This device measures the spectral reflectance of automotive paints at up to 33 wavelength in the visible range between 400 nm and 720 nm. The CIELAB data are calculated for any pixel of the image.
A method for spectral reconstruction and its performance regarding spectral and colorimetric accuracy will be presented. Furthermore application specific aspects of spectral imaging in an automobile productions will be
discussed.
„Visual Assessment of large CIELAB Colour Differences using 3 and 5 step Colour Series"
Visuelle Überprüfung großer CIELAB-Farbabstände von 3- und 5-stufigen Farbreihen
Für die acht Farben Weiß, Schwarz, Cyanblau, Magentarot, Gelb, Laubgrün, Orangerot und Violettblau wurden 3- und 5-stufige Farbreihen von Weiß nach Bunt bzw. von Bunt nach Schwarz und von Weiß nach Schwarz hergestellt. Die acht Standardfarben haben die CIELAB-Daten der Standard-Offsetfarben. Die 3- und 5-stufigen Reihen sind im CIELAB-Farbraum gleichabständig für die CIE Normlichtart D65, den CIE 2-Grad-Beobachter und die CIE 45/0 Grad Messgeometrie. Mehrere Versuchspersonen haben die Lage der Mittelfarbe und der drei Zwischenfarben auf einer Skala zwischen 0 und 1 geschätzt. Die Korrelation der visuellen Daten und der berechneten CIELAB-Farbstände wird diskutiert. Die Eignung der CIELAB-Formel für große Farbabstände wird dargestellt. Die Ergebnisse der CIELAB-Formel und anderer Farbabstandsformeln wird verglichen.
„Blaireautierte Oberflächen. Zur Medialität akademischer Glattmalerei"
„BEWEGENDE FARBE - was wäre wenn der körper mit der farbe tanzt"
Im Vortrag geht es um die Darstellung des Wesens der Farbe Rosa
Farben spielen in unserem täglichen Leben eine wichtige Rolle. Neben evolutionären Einflüssen wird die Verwendung und die Wahrnehmung der Farbe durch den Kontext des jeweiligen Kulturkreises bestimmt. Mit der Pastellfarbe
Rosa verbinden sich in Deutschland Konnotationen wie: Sensibilität, Zartes, Jugendliches, Irreales, Exzentrisches, Süsses, Verletzliches und Lustvolles. Die Farbe umfasst die "high and low culture". Sie wird zuweilen als unangenehm, gar peinlich empfunden (nur bei uns?) und andererseits genossen, oder sie verbindet sich ganz schlicht mit der Vorstellung von Schönheit. Anregend für die künstlerische Arbeit mit Rosa ist die ihr innewohnende Ambivalenz. Ihrer Hintergründigkeit näher zu kommen, und sie unmittelbar differenziert zu zeigen, ist der Antrieb für die Auseinandersetzung damit. Rosa, die Farbe mit den emotionalen, widersprüchlichen Faktoren, ist bisher kaum erforscht worden. Umsomehr gibt es in der jahrhunderte alten Tradition der Bildenden Künste bis hin in die aktuellsten Produktionen immer wieder kräftige, markante Werke, die die subtile Farbe brilliant in Szene setzen. Die internationale Reihe der Künstler reicht von Jean-Honoré Fragonard, Caspar David Friedrich, William Turner über Paul Gaugin, Pablo Picasso, Ernst Ludwig Kirchner, den frühen Joseph Beuys, Christo bis hin zu Louise Bourgeois und Wolfgang Tillmanns, um nur Einige zu nennen.Mit
Rosa wird Position bezogen. Es hat seinen Platz.THE FRAME OF DYNAMIC-COLOUR-MODEL (DCM)
Key words: four-seasonal-colors, Daily-cycles, Yearly-cycles, Heating-cycles, twelve-period-seasonal-color-model (TPS-CM), Dynamic-colour-model (DCM)
We observed that there are no evident scientific explanations of the widespread four-seasonal methodology of color selections. Therefore, we tried to find some objectives to interpret the starting-point more precisely, in correlation with its natural origin. The introduced terms - Daily-cycles (DC), Yearly-cycles (YC) and Heating-cycles (HC) - accentuate new aspects in relationship between colors and time based on the analysis of relevant astronomical and geometrical correlations between the Earth and Sun, which by playing the most important role in our planetary system, have an important impact on perception of colors. Relations between colors and time postulate the logic of achromatic scale and chromatic circle, what leads us to some new basic prospectives. We completed four-seasonal typology by adding eight intermediate periods, and twelve-period-seasonal-colour-model (TPS-CM) was classified. Such stratification is also in accordance with our meteorological calendar but not exactly with each month’s diversity. We put the TPS-CM model on a time line curve and new constellations among colours and grey scale levels appeared in a new Dynamic-colour- model (DCM). The TPS-CM allowed us to classify colour-values in accordance with their symbolic meaning in relationship to time-cycles and the DCM provide us a useful tools for colour-analysis, -counselling, -projection and design. Till now, color models were defined only in three-dimensional geometry, but by putting them into four-dimensional time-space relationship it demands some new supplements in definitions or redefinitions of existent.
„Öl auf ..." Anmerkungen zu einem kunsthistorischen Stereotyp
Ölgemälde sind durch unterschiedlichste Oberflächen gekennzeichnet. Der geläufige Terminus „Öl auf Leinwand" verdeckt dabei oft mehr, als er enthüllt. Gerade in den Jahrzehnten um 1900 ist die Malerei von zahlreichen Versuchen geprägt, die Eigenschaften der Ölfarbe zu verändern: Degas’ Essenzmalerei und Wiertz’ „peinture mate" zielen auf matte, stumpfleuchtende Oberflächen, andere versuchen durch „Malbutter" die Lasurmalerei der Venezianer nachzuahmen. Sikkative sollen die Trockenzeiten verkürzen, andere Zusätze sie verlängern. Die Verbindung langsamtrocknenden Asphalts – der Lasurfarbe schlechthin – mit Trocknungsbeschleunigern kennzeichnet Arbeiten von Böcklin, Marées und Schuch – eine Widersprüchlichkeit, die sich heute in charakteristischen Schadensbildern zeigt. Das Streben nach Glanz oder Mattigkeit, Tiefe und Durchsichtigkeit oder betonter Flächigkeit gerät dabei mehr und mehr in Konkurrenz zur Fotografie, die sich ihrerseits technischer Mittel der Malerei bedient. Der Vortrag wird sich vor allem auf Beispiele der Stiftung Moritzburg in Halle beziehen.
„Farbe kann Wände versetzen oder: von der raumerweiternden Wirkung der Farbe"
"In diesem Vortrag wird Ihnen das Ergebnis einer erfolgreichen Kooperation zwischen dem Institut "Institut Farbe
Raum Gesundheit" von S.Wied,Berlin, dem Städtischen Klinikum Ludwigshafen, der BASF und der für Entwürfe und Farbgestaltung verantwortlichen Malerin Renate Reifert vorgestellt. Renate Reifert erläutert das Konzept, mit dem der Empfangsbereich im Haus B des Klinikums, der aus den 70er Jahren datiert, mit Hilfe von Farbe und Licht und architektonischen Umgestaltungen verändert wurde . Der Schwerpunkt des Referates wird die Raum erweiternde Wirkung der Farbe zum Inhalt haben und deren Ausstrahlung auf die Befindlichkeit der Menschen, die sich hier aufhalten müssen. Ergänzend werden auch Erfahrungen aus anderen Projekten von Renate Reiferts FARBTUN erwähnt. Das Ziel dieses Vortrags ist, die Notwendigkeit eines sich gegenseitig ergänzenden Zusammenspiels von Farbgestaltung/ Farbwahl/ Farbauftrag imAllgemeinen und von raumbezogenen Kompositionen im jeweils besonderen Fall aufzuzeigen."
„Von leuchtenden Farben zu Leuchtstoffen"
„Colour Vision and Colour in Information
Technology"
Es werden 16stufige Prüfvorlagen aus dem Internet nach DIN 33866-X bzw. ISO/IEC 15775 vorgestellt, die ohne Raumreflektion gleichabständig erscheinen. Bei Datenprojektion mit 40% Raumreflektion werden die 5 dunklen Graustufen als gleich und einheitlich Schwarz empfunden. Durch eine Anpassung der Hardware (der Grafikkarte) oder der Software (mit einem Filter für PDF-Dateien) werden z. B. Vorträge mit Grau- und Farbbildern für die Ausgabe linearisiert. Dadurch werden 16stufige Grau- und Farbreihen auch im hellen Büro sichtbar
.„Colour Balance - die energetische Farbberatung"
Die „Colour Balance" Farbberatungs-Methode geht einen Schritt weiter gegenüber der bekannten rein optisch ausgerichteten Farbberatung. Hierbei wird der Persönlichkeit, der mentalen Seite eines Menschen mehr Aufmerksamkeit geschenkt. Persönlichkeit drückt sich auch über eine energetische Grundstruktur aus. Manche Menschen leben beispielsweise eher eine extrovertierte, impulsive und andere eher introvertierte einfühlsame Energie. Da Farben ein Seelen-Barometer sein können zu erkennen, welche (Farb-)Energie uns Kraft spendet und welche nicht, kann mit Hilfe der Farben die persönlichkeitsunterstützende Energie herausgefunden werden. Interessanterweise deckt diese bei der Analyse ein defizitäres Persönlichkeitsthema in uns auf, denn Farben sind Transmitter unserer Innenwelt nach außen. Diese defizitäre Persönlichkeitsenergie zeigt ein Lebensthema auf, dass es zu integrieren gilt. Diese neu entdeckte Farben-Energie vitalisiert den Einzelnen nach innen (seelisch) als auch nach außen (optisch). Mit den „richtigen" Farben kommt der Mensch seiner lebendigen Balance ein Stück näher.
„Farbwiedergabe im Falle metamerer Farben"
Die Verwendung des CIE Farbwiedergabe Indexes wird zur Zeit stark diskutiert, weil im Falle von LED Lichtquellen die berechneten Indices oft mit den wahrgenommenen Farbeindrücken nicht übereinstimmen. Grund dafür ist zum Teil, dass die Methode der Bestimmung der Farbwiedergabe für Standard und de Luxe Leuchtstofflampen entwickelt wurde, und für Strahler mit schmalbandiger Emission nicht überprüft wurde. Weiße LED Farbe kann durch Verwendung eines blauen LEDs und eines gelben Phosphors erreicht werden (oder auch durch Verwendung eines UV emittierenden LEDs und einen oder mehreren Phosphors). Weitere Möglichkeit wäre die Verwendung von blauen, grünen und roten LEDs, die erreichbare Farbwiedergabe ist jedoch bei dieser Lösung fraglich (neben Problemen der Farbkonstanz). Um die Frage zu Überprüfen haben wir Farbproben erstellt, die metamer zu den CIE Testfarben sind, und herkömmliche Laserdrucker und Tintenstrahldrucker Farben verwenden. Im Vortrag werden wir zeigen, dass einige Farbproben sehr empfindlich reagieren, falls statt den originellen Munsell Farben die mit Laser- oder Tintenstrahl-Drucker erstellten Proben verwendet werden. Als Ausweg von diesem Dilemma möchten wir eine neue Methode der Farbwiedergabe-Berechnung vorschlagen, die auf den gegenseitigen Abstand der Farbproben im Farbdreieck beruht.
„Brightness perception of samples of different sizes"
Einführung in das Tagungsthema
Die wichtigste Lichtquelle auf Erden ist nach wie vor die Sonne. Für viele Jahrmillionen bildete sie praktisch auch die einzige für uns Menschen. Es erstaunt deshalb nicht, dass unsere Wahrnehmung an die Verhältnisse im Sonnenlicht gut angepasst ist. In der Regel nehmen wir Oberflächen wahr, bzw. das von diesen indirekt reflektierte Sonnenlicht, aus dem das Gehirn eben Oberflächen und deren räumliche Lage, Reflektanzcharakteristika wie Texturen und Farben etc. konstruiert, während der Blick in das direkte Sonnenlicht unsere Augen schädigt. Nun haben die Menschen im Lauf der Zeit immer mehr künstliche Lichtquellen entwickelt und diese spielen etwa in der Architektur, wo die Nachtansicht teilweise schon wichtiger genommen wird als die Ansicht bei Tage, bei den Medien und vor allem bei den Monitoren und Bildschirmen unserer Computer eine immer größere Rolle. Diese künstlichen Lichtquellen können und sollen häufig sogar direkt angeblickt werden.
Die Erscheinungsweisen von Lichtquellen und Oberflächenfarben unterscheiden sich aber für unsere Wahrnehmung zum Teil recht erheblich. So lassen sich typische Oberflächenfarben wie Braun aber auch Grau mittels direkter Lichtquellen nicht eigentlich darstellen. Selbstleuchtende Oberflächen, die also mehr Licht abgeben, als auf sie fällt, ähneln eher den von David Katz beschriebenen Filmfarben, bzw. Farben im Öffnungsmodus. Im Gegensatz zu den Farben in unserem Nahraum, wo taktile Empfindungen mitwirken bzw. die Eigenbewegung unseres Körpers zusätzliche Informationen liefert, wirken sie merkwürdig entrückt. Gleichwohl sind die farbigen Lichter unserer Beamer, Monitore und Leuchtdioden für viele Zwecke unverzichtbar geworden und kein Designer kann es sich mehr leisten, Entwürfe ohne sie auszuarbeiten. Dies erfordert häufig eine besondere Vorstellungskraft, wenn es um die Umsetzung in Produkte geht, bei denen Oberflächenfarben eine Rolle spielen. Aber auch die Untersuchungen der Wahrnehmungspsychologen benutzen häufig die farbigen Lichter der Monitore, ohne sich immer über die damit gegebene Künstlichkeit des Wahrnehmungsangebots genügend klar zu sein.
Andererseits - und vielleicht als Kompensation für diese Herrschaft der farbigen Lichter bzw. Farben ohne Oberfläche - achten wir im Alltag, in der Mode oder in der Kunst verstärkt auf Texturen, Materialitäten und Farbauftragsweisen, also eben den mit der Farbwahrnehmung unter natürlichen Bedingungen so oft verbundenen Oberflächeneigenschaften. Nicht selten ist eine gewisse Kommunikationslosigkeit zwischen den Lagern, die mit farbigen Lichtern arbeiten und denen, die sich um Oberflächenfarben kümmern, die unerwünschte Folge. Die Beiträge im Kongress, wo von verschiedenen Seiten das Verhältnis der Farben mit und ohne Oberfläche beleuchtet wird, sollen dem entgegen wirken.
„Licht, Schatten, Farbe. Das jüdische Mahnmal in Berlin-Mitte
„Color and Emotion Cross Over Research"
As the consumer market is more diversified and crowded, it became important, to brand a new concept of the product to win a market position. Even if creating a color concept of the product is highly relying on the intuitive ability and the experience of designers, it is necessary to relate the product concept, color, and emotional responses of the target consumers, especially when the concept is abstract without existing examples, or the target group is not familiar to designers.
Therefore in this study we tried to develop an analytic method to combine product concept, color, and emotional responses for the development of the product color design.
We collected the emotional responses to 43 colors and 19 adjectives with Self Assessment Manikin (SAM) pictograms and matched them in an emotional space. The survey was carried in Germany, Romania and South Korea, and instructed in their local languages. The result presents a strong correlation among three cultural groups, showing that color tone plays a critical role in assessing emotion of color.
„Colour Management Method (CMM) from Scan to Printer Output using a relative CIELAB space"
The Colour Management Method which is presented here uses a three dimensional double cone with a circular base to order colours. This double cone is similar to the Ostwald and the Natural Colour System (NCS) and works
as a Natural Colour Connection Space (NCCS). It is defined by the colorimetric coordinates tab* (triangle lightness, red-green and yellow-blue chromaticness). The CMM uses the 6 chromatic colours and black and white
(CMYOLV+NW). A linear relationship between olv* or cmyn* colour data to the coordinates tab* is defined. For both, the scan and the printout process, a correlation between device dependent CIELAB space data and the coordinates of the NCCS is specified.
„'Reines' Weiß. Ein Ideal und seine Gefährdung"
Schon lange ist bekannt, dass die Anzahl der elementaren Farbkategorien in verschiedenen Sprachen sehr unterschiedlich sein kann. Insbesondere in den Tropen gibt es viele Sprachen, die nicht zwischen grün und blau unterscheiden. Auch die Farbkategorien der auf der melanesischen Insel Tanna gesprochenen Sprache Lenakel weichen deutlich von denen europäischer Sprachen ab. Lenakel besitzt neben jeweils einer Kategorie für rot, gelb, schwarz und weiß eine gemeinsame Kategorie für grün und blau sowie die Kategorie „Asche", welche graue, braune, hellblaue und violette Farben umfasst. Eine ungewöhnliche Farbgebung ist auch in einigen Werken des Malers Claude Monet zu bemerken. Im Alter von 68 Jahren wurde bei Monet ein beidäugiger Grauer Star diagnostiziert. Diese Eintrübung der Linse durch verstärkte Pigmenteinlagerung steht im Zusammenhang mit natürlichen Alterungsprozessen. Die gelblich-braune Pigmentierung schützt das Auge vor schädlicher UV-Strahlung indem kurzwelliges Licht ausgefiltert wird. Im Alter und durch hohe UV-Dosen nimmt diese Pigmentierung zu. Bei einer sehr starken Ausbildung des Pigmentfilters kommt es zu einer deutlich veränderten Farbwahrnehmung. So gab Monet seinen visuellen Eindruck des Himmels in Ockertönen wieder. Im Vergleich zu den gemäßigten Breiten ist die UV-Strahlung in den Tropen um ein vielfaches erhöht. Es wurde deshalb vermutet, dass die Linsen von Bewohnern äquatornaher Regionen stärker pigmentiert sind. Dies könnte, ähnlich wie bei Monet, zu einer deutlich veränderten Farbwahrnehmung führen.Mit Filtern wurde bei deutschen Versuchspersonen die altersbedingte Pigmentzunahme simuliert und die Farbkategorisierung mit künstlich gealterten Augen und unter normalen Bedingungen verglichen. Die Ergebnisse zeigen für die Filterbedingung eine Ausdehnung der Grünkategorie nach blau, außerdem werden in der Normalbedingung als blau und violett bezeichnete Farben als grau oder braun kategorisiert. Die Farbkategorisierung nähert sich unter der Bedingung simulierter Alterung der Linse deutlich den Farbkategorien der Südseesprache an.
Das Experiment zeigt, dass die Farbkategorien der melanesischen Sprache Lenakel durch eine unterschiedliche Farbwahrnehmung, verursacht von einer stärkeren Pigmentierung der Linse, erklärt werden könnten.
Farbkategorisierung im DKL-Farbraum
„HPM-COLOR im klinischen Einsatz"
In den Beelitz Heilstätten wird z. Z. an einer Anzahl Patienten und Mitarbeiter eine
interdisziplinär Studie mit Hilfe des HPM-COLOR-Tests und andere bereits standardisierter Instrumente durchgeführt. Ziel ist, die Aussagen des HPM-Funktionsdiagramms mit denen der anderen Ergebnissen im Zusammenhang von Farbensehen und Hirnläsionen zu erlangen. Die Patienten leiden an Parkonsonismus, Epilepsie, kompletten Linkshirn- und Rechtshirnausfällen. Die Defizite sind damit neurologisch gesehen fest definiert, allerdings nicht die potentiellen Kompensationsmöglichkeiten der Personen. Diese lassen sich mit dem Funktionsdiagramm darstellen und können durch die Zusammenführung der neurologischen-, psychologischen- und Farb-Expertise weiterführend als bisher ausgewertet werden. Damit ergeben sich potentiell Möglichkeiten verbesserter Behandlungsstrategien.
„Comparison of Production Methods for analog ISO/IEC-Test Charts"
ISO/IEC JTC1/SC28 Office Systems issued in December 1999 the International Standard ISO/IEC 15575 for colour copiers. The standard defines test charts in the format PostScript (PS) or Portable Document Format (PDF). The test charts are containing colour series between both white and black and the six colours, which should be equally spaced in CIELAB. The test charts are also containing the 14 CIE test colours. There are different methods to produce these series and test colours, for example by the ICC colour management method or by the linearization method described in ISO/IEC TR 19797:2004. This presentation compares the accuracy
of different device calibration methods. Also it shows a method, how high accuracy for ISO/IEC test charts in reflection and transmission can be reached. The method uses a CIELAB camera to measure a complete test chart in 2 minutes. The test charts which are produced with this methods will be available by BAM this year.
„Schwarze Küchen - Bunte Stuben. Farbigkeit in alten Bauernhäusern"
Für viele Jahrzehnte spielte in der Bauernhausforschung die Erforschung von Raumfassungen in ländlichen Gebäuden nur eine sehr untergeordnete Rolle. Der weiße Raum, vor dem sich die farbigen sogenannten Bauernmöbel abhoben galt als das Ideal. Erst seit ungefähr 20 Jahren widmet man der Frage der Farbigkeit in historischen Wohngebäuden auf dem Lande mehr Aufmerksamkeit. Eine Vorreiterrolle hatten und haben dabei nicht zuletzt Freilichtmuseen, da für die musaeale Darstellung konkreter Lebensumstände der oft durch Farbe und Muster bestimmte Raumeindruck unabdingbar ist.
Vorgestellt werden im Vortrag aktuelle Befunde an ländlichen Gebäuden im Thüringer Freilichtmuseum Hohenfelden. Es handelt sich dabei u.a. um drei Häuser aus dem Ort Gügleben bei Erfurt. Sie wurden von Menschen unterschiedlicher sozialer Schichten – Schulze, Schmied und Hirte – genutzt, so dass interessante Aussagen möglich sind.
Den zeitlichen Rahmen der Betrachtungen bilden dabei die letzten 50 Jahre des 19.Jahrhunderts. Neben den Raumfassungen spielen auch die Fassungen von Türen und Fenstern eine Rolle. Auffallend sind dabei z.B. die Vorliebe für Spinell – Türkis für Fensterfassungen in dieser Zeit, genauso wie das Verwenden von Ultramarinblau für Muster und Begleitstriche. Ein kleiner Exkurs ist auch den bei den Untersuchungen gefundenen Tapeten gewidmet.