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IVK Industrieverband Klebstoffe |
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Industrieverband
Klebstoffe e. V.
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IVK: Entwicklung der Klebstoffindustrie in Deutschland Phänomen Farbe 10.10.2005. (IVK) Düsseldorf. Die deutsche Klebstoffindustrie rechnet bis 2007 mit einem durchschnittlichen Wachstum von 2,2 % pro Jahr. Laut dem IVK vorliegenden Zahlen wird dieses Wachstumsziel in 2005 sicher eingehalten. Für 2006 erwartet die Branche nach wie vor noch keine nachhaltige Verbesserung der Inlandsgeschäfte. Kompensiert wird das schwache Inlandsgeschäft durch lukrative Nischenmärkte z.B. in der Elektroindustrie, einer konjunkturellen Verbesserung im Marktsegment Holz- und Möbelklebstoffe sowie durch ein stetig steigendes Exportgeschäft. Der Export betrug in 2004 735 Mio. Euro, eine Steigerung von 14 % gegenüber 2003. Damit liegt die Exportquote deutlich über 50 % und dokumentiert, dass die deutschen Klebstoffhersteller in Sachen Technologie weltweit an der Spitze stehen. Der Gesamtbranchenumsatz (Klebstoffe, Dichtstoffe, Klebebänder und zementäre Bauklebstoffe) beläuft sich auf 2,7 Mrd. Euro. Durch den Einsatz von Kleb- und Dichtstoffsystemen in nahezu allen Industriezweigen wird ein Wertschöpfungspotenzial von deutlich über 300 Mrd. Euro generiert. Aufgrund der anhaltend angespannten Rohstoffsituation rechnet der Industrieverband Klebstoffe mit weiteren Preiserhöhungen für Klebstoffe. Externe Studie bestätigt Technologieführerschaft: Die wirtschaftlich und technologisch führende Rolle der deutschen Klebstoffindustrie spiegelt sich in einer Marktstudie über den gesamteuropäischen Klebstoffverbrauchsmarkt wider, die von acht weltweit führenden Klebstoffuntemehmen in Auftrag gegebenen wurde. Dieser Marktstudie zufolge werden in Deutschland fast 25 % aller in Westeuropa hergestellten Klebstoffe verbraucht, danach folgen Italien und Großbritannien mit je 17 %, Frankreich mit 16 % vor Spanien/Portugal mit 11 % und Benelux und Skandinavien mit je 5 %. Den gesamteuropäischen Klebstoffverbrauch (ohne Dichtstoffe, Klebebänder und zementäre Produkte) beziffert die Marktstudie mit fast 9 Mrd. Euro. Schlüsseltechnologie "Kleben" Klebverbindungen lösen
traditionelle Fügetechniken wie Schweißen, Löten oder Schrauben in
zunehmenden Maße ab. Nach einer Berechnung des deutschen Schweißverbandes
repräsentiert die Fügetechnik "Kleben" bereits heute mehr als 10 % des
gesamten fügetechnischen Produktionswerts. Auf der weltweit führenden
Verbindungsmesse "Schneiden & Schweißen" in Essen hat sich ein eigenes
Messesegment "Structural Bonding International" herausgebildet, um dem hohen
Stellenwert der Klebtechnik gerecht zu werden. |
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Klebstoffe optimieren Crashverhalten von Fahrzeugen: Früher sorgten ausschließlich Schweißnähte, Nieten und Schrauben für den festen Zusammenhalt von Rahmen, Karosserie und Motor und damit für die Sicherheit von Fahrzeugen. Im Falle eines Unfalls verformten sich die Karossen nur wenig, jedoch wurde die Aufprallenergie fast ungebremst auf die Insassen übertragen. Heute damit unschädlich gemacht wird. So werden die Insassen bestmöglich geschützt. Hierfür kommen immer mehr sog. "Highchem-Klebstoffe" zum Einsatz. Klebstoffe sind ideal, um das Crashverhalten von Karosserien zu optimieren. Im Falle eines Aufpralls falten sich die geklebten Metallstrukturen zusammen, so dass die Karosserie beim "Knautschen" mehr Energie absorbieren kann. Damit das zuverlässig funktioniert, sind in die modernen "Highchem-Klebstoffe" Gummipartikel eingelagert, die wie Puffer wirken: Die Risse in der Klebstoffnaht wandern immer bis zur weichen Gummischicht und werden dort gestoppt. Es bedarf wieder stärkerer Energie, um einen neuen Riss auszulösen. Diese spezielle Art der Klebung erhöht die Torsions- und Biegefestigkeit der Karosserie, die damit bis zu 30 % steifer wird; das Fahrzeug verwindet sich nicht so stark. Ein weiterer Vorteil: Je steifer das gesamte System Auto auf diese Art wird, desto weniger anfällig ist es für Schwingungen und rollt ruhiger und leiser über die Straßen. Die neuen Klebstoff-Systeme sind darüber hinaus ausgesprochen haltbar: Während herkömmliche Schweißpunkte in den letzten zehn Jahren rund ein Zehntel ihrer Festigkeit eingebüßt haben - wodurch z.B. Türen nicht mehr korrekt schließen, wenn das Fahrzeug mit zwei Reifen auf dem Bordstein parkt, bleiben die technisch eingesetzten Klebeverbindungen dauerhaft elastisch. Selbst Motoren sind bei 5.000 Umdrehungen mit Klebstoff sicher verbunden. Da in Motoren extreme Temperaturen herrschen, hat die Industrie spezielle wärmehärtende Klebstoffe entwickelt, mit denen z.8. die Laufbuchsen in Dieselmotoren geklebt werden. Tests haben die Überlegenheit der neuen Technologie bestätigt. Wenn bei einem Aufprall Schrauben aus ihrer Verankerung reißen, Nieten versagen und Schweißnähte brechen, halten industrielle Hochleistungs-Klebstoffe zuverlassig fest. Gut die Hälfte aller rund 4.000 für einen Mittelklassewagen verwendeten Schweißpunkte lässt sich heute durch Klebenähte ersetzen. Praxishilfe Fußbodenpass: Ebenso wichtig wie
Forschung und Entwicklung, deren Ergebnis zu leistungsfähigen und auf die
Bedürfnisse der Anwender zugeschnittenen Produkten führt, ist die
Kommunikation zwischen allen Systempartnern. Dies gilt für Klebstoffe in der
High-End-Anwendung ebenso wie für Klebstoffe und deren Anwendungen in
traditionellen Marktsegmenten. |